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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.06.2024

Frauen in der Nachkriegszeit - interessant, aber nicht neutral

Die kurze Stunde der Frauen
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Das Cover finde ich gut passend, sehr schlicht und einfach gehalten, mit einer Frau in einem Kleid, die den Anschein macht, als würde sie etwas suchen.
Wartet sie auf ihren Mann? Oder sucht ...

Das Cover finde ich gut passend, sehr schlicht und einfach gehalten, mit einer Frau in einem Kleid, die den Anschein macht, als würde sie etwas suchen.
Wartet sie auf ihren Mann? Oder sucht sie ihren Platz? Ich finde das Cover gut gelungen.

Über die Nachkriegszeit weiß ich, leider, eigentlich sehr wenig, noch weniger über die Frauen bzw. die Bedingungen für Frauen in der Nachkriegszeit.

Die Geschichte der Frauen wird meiner Meinung nach nicht neutral erzählt. Es gibt viele interessante Informationen über die damalige Zeit, das Geschehen nach dem Krieg, Selbstschutz und die damalige Erziehung. Aber leider schwingt hier immer der Emanzipationsgedanke mit, und das hat für mich in diesem Buch nichts zu suchen. Erwartet hätte ich mir eine neutrale Berichterstattung.

Dass die Autorin mehrmals und wiederholt auf ihre eigenen Bücher in den verschiedensten Kapiteln verweist, finde ich sehr unangebracht und macht mir die Autorin ehrlich gesagt etwas unsympathisch.

Veröffentlicht am 17.05.2024

Abenteuer in Georgien

Vor einem großen Walde
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Das Buch erzählt wirklich sehr realitätsnah und ergreifend, wie es für eine Familie in einer dramatischen Lage - zb Kriegssituation ist. Pläne in der Familie müssen über den Haufen geworfen werden, ...

Das Buch erzählt wirklich sehr realitätsnah und ergreifend, wie es für eine Familie in einer dramatischen Lage - zb Kriegssituation ist. Pläne in der Familie müssen über den Haufen geworfen werden, neue Pläne werden gemacht, es gibt Konsequenzen.
Das Buch zeigt wie schwer das Leben in Kriegsgebieten für Familien ist, vor was für Situationen man steht. Wie es ist, wenn Menschen ihre Heimat verlassen müssen. Saba, sein Bruder und der Vater fliehen vor dem Bürgerkrieg in Georgien. Die Mutter bleibt zurück - erst Jahre später wird nach ihr gesucht.
Der Schreibstil ist sehr beschreibend und flüssig lesbar. Beim Lesen spührt man die Angst der verschiednen Personen so richtig. Das Buch regt zum Nachdenken an und man lernt zu schätzen, dass man nicht in einem Kriegsgebiet lebt.
Von mir gibt es eine Empfehlung für dieses Buch - vielleicht ist gerade die jetzige Zeit genau richtig dafür.

Veröffentlicht am 10.05.2024

gemütlicher / langatmiger Krimi

Was der See birgt
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Das Cover finde ich sehr schön, und auch gut passend für einen lokalen / regionalen Krimi.
Gianni Pitti ist Polizeireporterin und schreibt für eine Lokalzeitung am Gardasee. Sie ist selbstbewusst, ...

Das Cover finde ich sehr schön, und auch gut passend für einen lokalen / regionalen Krimi.
Gianni Pitti ist Polizeireporterin und schreibt für eine Lokalzeitung am Gardasee. Sie ist selbstbewusst, und lässt sich nicht so leicht übers Ohr hauen - eine durchaus gelungene Protagonistin in meinen Augen. Am See wird ein toter gefunden - Gianni kennt die Person, mehr noch, am Tag davor haben sie sich noch gesehen. Sie beginnt zu ermitteln und recherchieren - es wird ungemütlich für sie.

Der Schreibstil ist in meinen Augen sehr eintönig und es wird nicht geschafft eine Atmosphäre aufzubauen.

Ich muss sagen, so ganz einfangen konnte mich der Krimi leider nicht, zum Einstieg ist es so dahingeplätschert - gemütlich wie eine Erzählung, aber ohne großen Spannungsbogen, wie ich es bei Krimis gerne habe. Die eigentliche Krimihandlung kommt nur schleppend in die Gänge, in der zweiten Hälfte wird es dann eine Spur besser.

Als Urlaubslektüre vielleicht ganz nett, aber ansonsten kann ich das Buch an Krimifans nicht wirklich weiterempfehlen.

Veröffentlicht am 05.05.2024

starke Frauen

Unter dem Moor
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In diesem Buch geht es um drei verschiedene Frauen, ihre Geschichte, ihre Schicksale, welche jeweils in drei verschiedenen Zeiten spielen, jedoch immer am gleichen Ort am Stettiner Haff. Es sind ...

In diesem Buch geht es um drei verschiedene Frauen, ihre Geschichte, ihre Schicksale, welche jeweils in drei verschiedenen Zeiten spielen, jedoch immer am gleichen Ort am Stettiner Haff. Es sind drei wirklich sehr starke Frauen, und hervorragend skizzierte Protagonstinnen für dieses Buch.
1930 gibt es die 14jährige Gine, die zum Stettiner Haff muss, in den 1970ern lebt die Schwiegermutter der Mutter Sigrun ebenda, sowie die dritte Geschichte spielt in der heutigen Zeit, die Ärztin Nina aus Berlin sucht am Stettiner Haff nach Ruhe und Erholung, denn sie leidet unter Burnout.

Der Schreibstil ist flüssig und gut lesbar. Die Erzählung über die Frauen ist nicht nur an der Oberfläche sondern geht tief, man bekommt wirklich richtig gute Einblicke, und das hat mir hervorragend gefallen. Es entsteht beim Lesen eine richtig besondere Stimmung.
Auch das Cover finde ich wunderschön und gelungen.


Veröffentlicht am 04.05.2024

macht nachdenklich

25 letzte Sommer
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Das Cover ist gelungen, passend und auch sommerlich. Das passt auch sehr gut, denn das Buch vermittelt generell Sommergefühle.

Das Buch erzählt die Geschichte über den Beginn einer besonderen ...

Das Cover ist gelungen, passend und auch sommerlich. Das passt auch sehr gut, denn das Buch vermittelt generell Sommergefühle.

Das Buch erzählt die Geschichte über den Beginn einer besonderen Freundschaft. Ein kurzer Moment zwischen zwei Fremden kann sich zu einer innigen Freundschaft entwickeln, auch wenn die beiden nicht am gleichen Punkt im Leben stehen, aber vielleicht macht es das auch interessanter. Einer der beiden ist der Erzähler - das macht es beim Lesen sehr interessant, dass der Erzähler gleichzeitig in Protagonist ist.

Der Schreibstil ist flüssig und leicht geschrieben. Auf der einen Seite vermittelt das Buch sommerliche Gefühle, auf der anderen Seite hat es viel Tiefgang. Man wird nach dem Lesen nicht losgelassen, das Buch macht nachdenklich.

Von mir gibt es eine Empfehlung, insbesondere der nachdenkliche Aspekt hat mir gut gefallen.