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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.04.2023

Frisch und berührend

Die unglaubliche Grace Adams
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Obwohl mir das Cover und der Titel zunächst überhaupt nicht gefallen haben - dieses Comicartige, Knallbunte ist einfach nicht mein Ding, was natürlich subjektiv ist -, habe ich das Buch angefangen zu lesen ...

Obwohl mir das Cover und der Titel zunächst überhaupt nicht gefallen haben - dieses Comicartige, Knallbunte ist einfach nicht mein Ding, was natürlich subjektiv ist -, habe ich das Buch angefangen zu lesen - und die Autorin hat mir mich begeistert!

Ich freue mich immer besonders über solche positiven Lese-Überraschungen.

Generell beschreibe ich in meinen Rezensionen nicht den Inhalt des Buches, die Personen oder die einzelnen Handlungsstränge, da dies jeder objektiv im Klappentext und auf den Websites der Verlage und Buchhandlungen nachlesen kann und dies für mich nichts mit einer Beurteilung des Buches zu tun hat.

Ein frischer und dennoch berührender Stil ist das, in dem die Autorin schreibt, immer perfekt die Balance findend zwischen Tragik, Komik, Verzweiflung und Selbstironie - und ach, wie sehr habe ich mich in Grace wieder erkannt - sowohl in der jungen ehrgeizigen Linguistin als auch in der verzweifelten Mutter einer Teenager-Tochter und in der Ehefrau, die sich nicht mehr wahr genommen geschweige denn geliebt fühlt....

Unbedingte Leseempfehlung!

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.04.2023

Spritzig mit ungewöhnlicher Perspektive

Fiese Brise in St. Peter-(M)Ording (St. Peter-Mording-Reihe 2)
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Bereits das Cover macht richtig gute Laune und schafft mit seinen klaren frischen Farben eine Atmosphäre von Sommer, Meer und gemäßigtem Abenteuer. Es sieht aus wie: Also ein Krimi ja, aber nicht brutal, ...

Bereits das Cover macht richtig gute Laune und schafft mit seinen klaren frischen Farben eine Atmosphäre von Sommer, Meer und gemäßigtem Abenteuer. Es sieht aus wie: Also ein Krimi ja, aber nicht brutal, sondern eher witzig und clever.

Ich habe Von Tanja Janz schon einige Bücher gelesen, aber nicht den direkten Vorgängerband, von daher waren mir die Protagonisten völlig neu.

Generell beschreibe ich in meinen Rezensionen nicht den Inhalt des Buches, die Personen oder die einzelnen Handlungsstränge, da dies jeder objektiv im Klappentext und auf den Websites der Verlage und Buchhandlungen nachlesen kann und dies für mich nichts mit einer Beurteilung des Buches zu tun hat.

Das Buch liest sich gut und flüssig, ohne schnörkelige schwierige Sätze. Der Text hält gut die Spannung bis zum Schluss, also humorvoll muss keineswegs langweilig sein. Besonders interessant finde ich, dass die Geschichte abwechselnd aus der Sicht des Täters - den ich dennoch nicht erraten habe bis zum Schluss - und aus Sicht der Ermittelnden und der Bewohner erzählt wird.

Leseempfehlung für Küstenliebhaber und Cozy-Krimi-Fans.


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Veröffentlicht am 20.04.2023

Sisi, Hedy, Macht und Kämpfen

Die einzige Frau im Raum
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Das Buch hat mir zu meinem eigenen Erstaunen, zuerst in der Leseprobe, dann aber auch beim Lesen des kompletten Textes sehr gut gefallen.

Eigentlich bin ich ein bisschen überdrüssig der Literatur über ...

Das Buch hat mir zu meinem eigenen Erstaunen, zuerst in der Leseprobe, dann aber auch beim Lesen des kompletten Textes sehr gut gefallen.

Eigentlich bin ich ein bisschen überdrüssig der Literatur über die 30er und 40er Jahre in Deutschland und Österreich, aber dieser Text klingt frisch und anders und beschäftigt sich auch mit anderen Perspektiven, der Welt des Theaters, der Erfindungen und der Frauenrolle zwischen Eigenwilligkeit und Unterordnung.

Hedwig wirkt klug und eigenwillig, und ich gehe davon aus, dass die Geschichte eng an die Biographie angelehnt ist.

Generell beschreibe ich in meinen Rezensionen nicht den Inhalt des Buches, die Personen oder die einzelnen Handlungsstränge, da dies jeder objektiv im Klappentext und auf den Websites der Verlage und Buchhandlungen nachlesen kann und dies für mich nichts mit einer Beurteilung des Buches zu tun hat.

Der Schreibstil ist wunderbar leicht und flüssig zu lesen, die Charaktere werden für mich deutlich und lebendig - alles, was ein gutes Buch in meinen Augen haben sollte.

Unbedingte Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 16.04.2023

Leuchtend, packend, geheimnisvoll

Tod in Siebenbürgen
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Ich habe bisher noch nie etwas von Lioba Werrelmann gelesen, und auch mit Siebenbürgen habe ich mich noch wie beschäftigt, bin aber von diesem Buch sehr angetan.
Bereits das Cover ist leuchtend und geheimnisvoll ...

Ich habe bisher noch nie etwas von Lioba Werrelmann gelesen, und auch mit Siebenbürgen habe ich mich noch wie beschäftigt, bin aber von diesem Buch sehr angetan.
Bereits das Cover ist leuchtend und geheimnisvoll und passt meiner Meinung nach gut zu der Geschichte. Es zeigt das, was man klischeehaft von Siebenbürgen erwartet, eine trutzige Burg, eingebettet in Berge, die teils schroff und abweisend wirken, aber durch die Bewaldung und ein schönes Licht, einen hellen Himmel auch wieder einladend.

Der Schreibstil ist außergewöhnlich lebhaft und spannend, gleich auf den ersten dreißig Seiten werden mehrere Geheimnisse angedeutet, so dass ich unbedingt weiter lesen wollte.

Die Protagonisten sind sehr lebendig beschrieben, man ist mit den beiden Freunden aus Kindertagen sowohl in der Vergangenheit als auch in der erzählten Gegenwart so unterwegs, als ob man wirklich dabei wäre. Das ist packend und spannend und eine echte Gabe der Autorin.
Dazu kommt die geheimnisvolle Kriminalgeschichte an sich, bei der die Spannung bis zum Schluss aufrecht erhalten wird, mit überraschenden Wendungen, fast philosophischen Überlegungen, Zitterpartien und Atemlosigkeit.
Ein Buch, das man kaum aus der Hand legen kann.
Leseüberraschung für mich, mit Sicherheit nicht mein letztes Buch von Lioba Werrelmann und unbedingte Leseempfehlung.
5 Sterne aus voller Überzeugung!


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Veröffentlicht am 12.04.2023

Feine Sprache voller Kraft und Emotion

Das Echo unseres Schweigens
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Die Protagonistin, äußerlich zart und teilweise sogar fragil erscheinend, balanciert an den Abgründen des Alltags entlang, stolpert dann und wann, stürzt in Tiefen, die manchmal lebensbedrohlich scheinen. ...

Die Protagonistin, äußerlich zart und teilweise sogar fragil erscheinend, balanciert an den Abgründen des Alltags entlang, stolpert dann und wann, stürzt in Tiefen, die manchmal lebensbedrohlich scheinen. Und genau in jenen Momenten zeigt sich ihre Kraft, ihre Zähigkeit, und sie klettert wieder „nach oben“. Wer kennt das nicht aus dem eigenen Leben?

Die Sprache der Autorin ist pointiert und klug und voller nie gesehener Bilder, meilenweit entfernt von allen gängigen Klischees. Sie drückt Sehnsüchte so aus, dass sie beim Lesen schmerzen und gleichzeitig Hoffnung wecken. Sie produziert Schweißperlen, wenn sie bizarre Beziehungssituationen schildert, und Kälteschauer, wenn Gewitterstürme im Garten und in den Köpfen der Menschen wüten.

Emotionen auf den Punkt gebracht und wundervoll bildhaft beschrieben – das genau macht für mich die Faszination dieses Buches aus. Ich hatte beim Lesen die ganze Zeit das Gefühl, über den Gartenzaun zu schauen – oder zum Fenster des weißen Hauses hinein…

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