Profilbild von kayla

kayla

Lesejury Star
offline

kayla ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit kayla über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.03.2017

Erwachsen werden

Die alltägliche Physik des Unglücks
0

Info:
" Blue hat den Blues. Ihr Vater, der Universitätsprofessor, zieht schon wieder um. Nie länger als ein Semester bleiben Tochter und Vater an einem Ort. Bald kennt Blue jedes College. Zum Glück hat ...

Info:
" Blue hat den Blues. Ihr Vater, der Universitätsprofessor, zieht schon wieder um. Nie länger als ein Semester bleiben Tochter und Vater an einem Ort. Bald kennt Blue jedes College. Zum Glück hat sie die Bücher – ihre engsten Vertrauten. Und so hungrig wie sie Geschichten auf Papier verschlingt, so lustvoll stürzt sie sich ins pralle Leben: Charmant und witzig besticht sie als wandelndes Lexikon und läßt zugleich keine Wodkaflasche an sich vorbeiziehen. Jeder weiß, Blue ist besonders. Man liegt ihr zu Füßen. Und dann passiert ein mysteriöser Mord, und ihr Leben gerät aus den Fugen. Ein Aufsehen erregender und temporeicher Roman und ein spannend komischer Streifzug quer durch die Sätze von Shakespeare bis Cary Grant."

Meine Einschätzung:
Das Finale des Romans war spektakulär!



Umzüge - Eine Konstante im Leben der Protagonistin Blue van Meer. Als Tochter eines Dozenten wird sie jedoch endlich in einer Stadt heimisch und findet sogar Anschluß.

Blue wähnt sich am Ziel ihrer Träume, doch die Idylle währt nicht lange...

Pessls Roman scheint zunächst ein klassischer coming of age Roman zu sein, doch es kommen sukzessive neue Ebenen hinzu.

Sprachlich liest er sich zuweilen wie ein wissenschaftliches Papier; inhaltlich erinnert er dunkel an Donna Tartts "Die geheime Geschichte". Und doch ist Pessls Werk einzigartig, da eine schier unglaubliche Wendung eintritt.Aber Vorsicht: Es gibt auch Längen im Roman, und er ist keine leichte Kost!

Fazit: Lesetip!

Veröffentlicht am 21.03.2017

Evermore

Evermore 1 - Die Unsterblichen
0

Vorab:

Ein Fantasybuch, das sich primär wohl an junge Leser wendet.

Diesen Roman kann man getrost im Original lesen, da er sprachlich nicht besonders schwierig zu lesen ist.
Man kann zügig und schnell ...

Vorab:

Ein Fantasybuch, das sich primär wohl an junge Leser wendet.

Diesen Roman kann man getrost im Original lesen, da er sprachlich nicht besonders schwierig zu lesen ist.
Man kann zügig und schnell lesen.



Meine Meinung:



Ever hat viel erlebt: Bei einem Unfall starb ihre Familie, und ihre kleine Schwester Riley erscheint ihr regelmässig als Geist.
In der Schule hat Ever wenige, aber gute Freunde. Ansonsten ist ihr Leben recht trostlos.
Dies ändert sich, als der geheimnisvolle Damen auftaucht, ein 'tall, dark and handsome'- Typ.

Die beiden verlieben sich, doch es wendet sich nicht alles zum Guten ...

Gewisse Aspekte erinnerten mich an Twilight, andere waren neu.
Besonders Evers Trauer und die Figur Riley fand ich anrührend.

Fazit: Eigentlich ein schöner Schmöker, wenn man das Genre mag!

Veröffentlicht am 21.03.2017

Klasse Krimi

Russisches Poker
0

Auch der 5. Band der Reihe rund um Erast Petrowitsch Fandorin liest sich wieder ausgesprochen gut!
Toll finde ich, dass sich keine Langeweile einschleicht, denn dieser recht kurze Roman hat nichts von ...

Auch der 5. Band der Reihe rund um Erast Petrowitsch Fandorin liest sich wieder ausgesprochen gut!
Toll finde ich, dass sich keine Langeweile einschleicht, denn dieser recht kurze Roman hat nichts von der düsteren Atmosphäre des Vorgängers!
Insofern wird die Reihe nicht fad! Und wieder werden neue Figuren eingeführt. Fandorins Adjutant, Anissi Tulpow, ist quasi eine menschliche Brücke zu Fandorins Vergangenheit, und das Wohlwollen seines "Chefs" ist rührend. Natürlich ist der wackere Masa wieder dabei. Nicht so gerne mochte ich die untreue Gräfin und auch die Tatsache, dass Fandorin neuerdings Züge eines Playboy traegt - irgendwie out of character.

Der Fall ist einigermassen simpel - ein Betrüger narrt die Moskauer Oberschicht. Sogar der Vorgesetzte des Protagonisten wird ein Opfer des Trickbetrügers; was Fandorin auf den Plan ruft. Der Gauner soll mit seinen eigenen Waffen geschlagen werden. Doch als Fandorin erkennt, dass hauptsächlich die korrupte Moskauer Oberschicht dran glauben muss, handelt er einen Deal aus...

Dieser Roman zeichnet sich vor allem durch eine humorvolle Erzählweise aus. Aber auch die Gesellschaftskritik kommt nicht zu kurz : Die Obrigkeit hält eine schützende Hand über nützliche Kriminelle. Mit Geld lässt sich die Freiheit erkaufen...doch der wackere Held Fandorin ist unbestechlich!

Die Moral der Geschichte lässt sich auf viele Gesellschaften übertragen, insofern kann der historische Kern auch für die Gegenwart gelten.

Fazit:

Ein klasse Krimi. Nur leider viel zu kurz!

Veröffentlicht am 21.03.2017

Ein Cowboy als Mann

Das Glück trägt Cowboystiefel
0

Ann - Marie Drummond, genannt Ree, erzählt in diesem Buch von ihrem Leben auf dem Lande und ihrer grossen Liebe.
Ihren Traummann nennt sie Marlboro Man. Das Buch besteht aus 3 Teilen - Kennenlernen, Hochzeit, ...

Ann - Marie Drummond, genannt Ree, erzählt in diesem Buch von ihrem Leben auf dem Lande und ihrer grossen Liebe.
Ihren Traummann nennt sie Marlboro Man. Das Buch besteht aus 3 Teilen - Kennenlernen, Hochzeit, Eheleben.

Zum Inhalt: Ree zieht vorübergehend zu ihren Eltern nach Oklahoma, nachdem sie L.A. den Rücken kehrte, wo sie studiert hatte. Die nächste Station soll eigentlich Chicago sein, doch sie verliebt sich in einen Rancher und wechselt "from Black Heels to Tractor Wheels". Ree ist schon ein kleines Modepüppchen, sie verweist immer auf ihre "Anne Klein " - Jeans und sonstiges Markenzeug. Trotzdem mochte ich die Schreibweise und den Tonfall.
Auch ein wenig Selbstironie ist dabei, als sie erzählt, wie sie dazu abkommandiert wird, bei Kühen die Temperatur zu messen.
Auch Rees Sorgen werden thematisiert, etwa die Scheidung ihrer Eltern.
Das Buch ist nicht besonders tiefsinig, manches wird sicher idealisiert dargestellt. Trotzdem bietet es eine unterhaltsame und kurzweilige Lektüre. Man kann jedoch keine philosophisch - existenzialistischen Abhandlungen erwarten .

Auch das schön gestaltete Cover gefällt mir , ich habe den Kauf des Buches nicht bereut.

Veröffentlicht am 21.03.2017

Wirklich gut

Marionetten
0



Bewertet mit 5 Sternen

Le Carré beweist einmal mehr, dass Schreiben eben doch eine Kunst ist.
Besonders beeindruckt hat mich seine differenzierte Figurenzeichnung, der Sprachwitz, der Aufbau, der leise ...



Bewertet mit 5 Sternen

Le Carré beweist einmal mehr, dass Schreiben eben doch eine Kunst ist.
Besonders beeindruckt hat mich seine differenzierte Figurenzeichnung, der Sprachwitz, der Aufbau, der leise Sarkasmus.
Vordergründig ein Thriller, ein Krimi ? Der Autor widerlegt die These, dass ein Krimischriftsteller eben "nur" spannend schreiben können muss.

Zum Inhalt will ich nicht zuviel verraten:

"Ein junger Moslem reist illegal über die Türkei und Dänemark nach Deutschland ein. Im Hamburger Stadtteil Altona bittet er eine türkische Familie um Hilfe. Nur langsam finden die verängstigten Gastgeber heraus, wer der Fremde ist und was er in der Hansestadt will. So beginnt John le Carrés meisterhaft komponierter Roman über unsere Gesellschaft des Verdachts nach dem 11. September 2001. In einem raffiniert gesponnenen Netz aus privaten und politischen Interessen bewegen sich seine Figuren zwischen Gewissenlosigkeit und Nächstenliebe, eiskaltem Kalkül und Gleichgültigkeit. Die Bedrohung durch den islamistischen Terror wird zur Kulisse für ein skrupelloses Spiel der Geheimdienste."

Issa, Erna Frey und wie sie alle hiessen, konnte ich förmlich vor meinem inneren Auge sehen...

Plastisch, fantastisch, meisterhaft erzählt und noch immer am Puls der Zeit.