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Veröffentlicht am 01.12.2019

Einer der besten Shonen-Mangas

Dr. Stone 1
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Die Welt, wie wir sie kennen, existiert nicht mehr. Es begann mit versteinerten Schwalben, die vom Himmel stürzten. Kurz darauf versteinerte die ganze Menschheit!
So auch der Highschool-Schüler Taiju, ...

Die Welt, wie wir sie kennen, existiert nicht mehr. Es begann mit versteinerten Schwalben, die vom Himmel stürzten. Kurz darauf versteinerte die ganze Menschheit!
So auch der Highschool-Schüler Taiju, der gerade seiner großen Liebe Yuzuriha seine Gefühle gestehen wollte.
Dreistausend Jahre später erwacht Taiju. Er stellt schnell fest, dass auch sein bester Freund Senku, ein wahnsinniges Genie, schon ein halbes Jahr wach ist. Gemeinsam versuchen die Freunde andere Menschen zu befreien - und haben bald schon ein großes Problem ...


"Dr. Stone" ist so ein Manga, der mich am Anfang Null interessiert hat. Aber dann sah ich, dass Crunchyroll ihn diese Season im Programm hatte - und dass es sogar ein Shonen Jump Manga ist! Mit Shonen Jump Mangas macht man nie was falsch, oder? Es gibt nur eine Handvoll Mangas, die ich überhaupt nicht mag (Food Wars, Dragon Ball ... und ... ähm. Nein. Naruto und One Piece mag ich sogar ein wenig).

Dr. Stone ist ein typischer Shonen Jump Manga: Er ist als erstes natürlich mehr auf das männliche Publikum zugeschnitten, macht aber sicher auch vielen Frauen Spaß. Der Fokus liegt natürlich sehr stark auf Action und Adventure. Eine Lovestory gibt es am Anfang mit Taiju und Yuzuriha, aber als Anime-Seher kann ich euch schon mal vorwarnen, dass der Manga bald eine andere Richtung einschlagen wird. Der Held in der Geschichte ist nun mal der verrückte Wissenschaftler Senku!

Und oh mann, Senku ist ein wirklich toller Charakter. Er ist unglaublich (also wirklich übertrieben) intelligent. Sein größtes Ziel ist es, der Steinwelt die Wissenschaft nahezu bringen. Man merkt aber auch, dass er alles für seine Freunde tun würde. Er und Taiju sind wirklich toll zusammen.


Shonen Jump Fans haben wahrscheinlich schon längst zugegriffen: Wer Naruto, Demon Slayer, One Piece, HunterxHunter und Black Clover mag, kann auch hier bedenkenlos zugreifen!


Bei der Bewertung tu ich mir jetzt schwer, weil ich den Manga eigentlich 4 Sterne geben wollte, da es nun mal ein Auftakt war und ich nicht wusste, was mich erwarten würd. Nachdem ich nun schon einige Manga-Folgen gesehen habe, würde ich sogar ganze 5 Sterne vergeben!

Veröffentlicht am 01.12.2019

Kein guter Start

Please Love Me 1
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Oh je ... Michiko ist total abgebrannt. Nur wenige Yen bleiben der jungen Frau - nun da sie arbeitslos ist. Wenigstens läuft die Beziehung zu ihren jüngeren Freund richtig gut! Doch dann muss Michiko erfahren, ...

Oh je ... Michiko ist total abgebrannt. Nur wenige Yen bleiben der jungen Frau - nun da sie arbeitslos ist. Wenigstens läuft die Beziehung zu ihren jüngeren Freund richtig gut! Doch dann muss Michiko erfahren, dass ihr Freund eigentlich nur ihr Geld an ihr reizend findet ...


Bei "Please Love Me" handelt es sich um einen Josei, einen Manga, der für Frauen geschrieben ist und sich von Mangas für Teenager abgrenzt. Das heißt für einen Manga, dass die Charaktere älter sind und wirkt sich auch dementsprechend auf die behandelten Themen aus.

Der Manga stellt die rund 30-jährige Michiko in den Fokus. Sie ist arbeitlos, knapp bei Kassa - aber glücklich, da ihr jüngerer Freund sie liebt. Das denkt sie zumindest, denn in Warheit will der Student sich nur von ihr aushalten lassen. Michiko ist leider so naiv und nimmt sogar einen neuen Job an, der ihr gar nicht liegt, damit sie ihm weiter Geld in den Hintern schieben kann. Sorry, aber in dieser Hinsicht fand ich Michiko einfach dumm.
Als "neuer" Love-Interest taucht Michikos alter Vorgesetzter auf, der einen schlechten Eindruck bei ihr hinterlassen hat. Er ist aber gar nicht so ein Grobian, wie sie ihn in Erinnerung hatte und bietet ihr sogar einen Job in seinem Cafe an. Ich mochte ihn wirklich sehr gerne! Leider spricht Michiko ihn nie bei seinem wirklichen Namen an, weshalb ich mir nicht einmal seinen Namen merken konnte ...


"Please Love Me" ist ein Frauenmanga, der mir leider kaum gefallen hat. Michiko war eine nervige und naive Protagonistin mit kaum Selbstbewusstsein. Sie lebt und arbeitet nur für ihren Freund, der sie ausnutzt.

Veröffentlicht am 10.11.2019

Was fühlt eine Maschine?

The Kingdom
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In Zukunft ist The Kingdom der Vergnügungspark: Es gibt zahlreiche Attraktionen, biotechnische Lebewesen und natürlich die Prinzessinnen: Wunderschöne biotechnische Wesen mit künstlicher Intelligenz.
Ana ...

In Zukunft ist The Kingdom der Vergnügungspark: Es gibt zahlreiche Attraktionen, biotechnische Lebewesen und natürlich die Prinzessinnen: Wunderschöne biotechnische Wesen mit künstlicher Intelligenz.
Ana ist eine von ihnen - und sie steht unter Mordverdacht. Angeblich soll sie den Angestellten Owen getötet haben. Das würde jedoch bedeuten, dass sie - die AI - Emotionen und sogar eine Moral entwickelt hat.



"The Kingdom" habe ich an einem einzigen Tag gelesen. Es ist nicht besonders dick, aber die Geschichte um Ana und ihre "Entwicklung" war spannend geschrieben. Neben dem Einblick in Ans Gefühlsleben liest man nämlich auch Gerichtsakten und Interviews, die alle der Frage nachgehen, ob eine Maschine wie Ana wirklich menschliche Gefühle entwickeln kann.

Das ist natürlich eins der Themen der Neuzeit: Wie weit geht die künstliche Intelligenz? Spielen wir Menschen damit Gott? Was ist moralisch vertretbar? Wie weit können wir gehen? Wie weit wollen wir gehen?
Das Buch behandelt diese Themen ein wenig, geht aber teilweise nicht zu sehr darauf ein. Natürlich. Am Ende ist es nur eine Young Adult Geschichte mit einer Prise Romance. Das ist auch das Einzige, das mir nicht so gefallen hat: Die Lovestory. Sie ist sehr wichtig für die Geschichte, aber hat mir einfach nicht gefallen. Ich konnte die Anziehung der Figuren leider nicht spüren.

Es ist noch nicht sicher, ob ein zweiter Teil erscheinen wird. Ich für meinen Teil würde es mir sehr wünschen, da einige Sachen in einem zweiten Teil näher ausgeführt werden könnten.



Die Geschichte um Ana ist sehr spannend erzählt - nur an der Liebesgeschichte hat es etwas gefehlt. Trotzdem war ich total gefesselt und kann das Buch nur weiterempfehlen!

Veröffentlicht am 29.10.2019

Jugendlicher Dan Brown

Society - Der Kreis der Zwölf
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Die Highschool-Schülerin Avery muss herausfinden, dass ihre Familie einer Geheimgesellschaft angehört und dass sie noch tiefer drin steckt, als ihre Eltern: Angeblich taucht ganz normale Avery in einer ...

Die Highschool-Schülerin Avery muss herausfinden, dass ihre Familie einer Geheimgesellschaft angehört und dass sie noch tiefer drin steckt, als ihre Eltern: Angeblich taucht ganz normale Avery in einer Prophezeiung auf! Das macht sie natürlich zur Zielscheibe böser Mächte. Sie muss schnell herausfinden, was es wirklich damit zu tun hat!


Für mich war "Society" eins dieser Bücher, wo ich nur kurz mal reinlesen wollte - und kurz darauf das ganze Buch fertig hatte.

"Society" ist ein wirklich unterhaltsames Buch. Der Schreibstil ist einfach und die Charaktere nicht besonders ausgereift (aber es ist erst Band 1 einer Reihe), aber ich hatte durchaus meinen Spaß Averys Reise um den halben Globus mitzuverfolgen. Besonders viel Spaß hat mir gemacht, dass sie mehr Selbstbewusstsein bekommen hat. Diese Verwandlung war sehr nachvollziehbar.

Das einzige, das mich richtig gestört hat, ist die sich anbahnende Dreiecksgeschichte: Avery wird nämlich von zwei sehr gut aussehenden Männern unterstützt - oder verfolgt einer ein ganz anderes Ziel? Natürlich kann ich das aufgrund von Spoilern nicht verraten. Ich kann nur so viel sagen, dass ich zumindest hoffe, dass die Liebesgeschichte in Band 2 nicht in den Vordergrund rückt, denn so ist Society wirklich eine tolle Alternative für die, denen der "Da Vinci Code" zu trocken ist und Jugendbücher bevorzugen.



Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 08.09.2019

Schönheit ist eben (nicht) alles ...

The Belles 1: Schönheit regiert
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Die junge Camelia besitzt eine ganz besondere Kraft: Sie kann das Aussehen von anderen Menschen mit Magie verändern. In Orleans, wo alle Menschen mit grauer Haut, roten Augen und strohigen Haaren zur Welt ...

Die junge Camelia besitzt eine ganz besondere Kraft: Sie kann das Aussehen von anderen Menschen mit Magie verändern. In Orleans, wo alle Menschen mit grauer Haut, roten Augen und strohigen Haaren zur Welt kommen, ist es eine wertvolle Gabe. Jeder will schön sein und darum sind Camelia und ihre Schwestern - die Belles - besonders hoch angesehen.
Doch das ist alles nur Schein. Schon bald wird Camelia die Wahrheit hinter ihrer Kraft und das tragische Schicksal aller Belles herausfinden ...


Seien wir ehrlich, "The Belles" hat so eine wunderschöne Aufmachung, da schaut man schon mal mehr auf das Äußere. Ich selbst habe vom englischen Buch wenig gehört und es war wirklich die Aufmachung, die mich dazu verleitet hat, dass ich das Buch lesen will.

Am Anfang brauchte ich etwas um in das Buch reinzukommen. Das Buch ist High-Fantasy und die Welt von Orleans ist sehr eigen. Sehr bunt, französisch - oder eher kreolisch? - angehaucht und Schönheit ist hier nun mal alles. Es geht im Buch eigentlich nur um Schönheit und dementsprechend gibt es sehr viele Beschreibungen zu lesen. Bei den schrägen Outfits wirkt sogar das Kapitol aus "Die Tribute von Panem" wie eine graue Maus!
Natürlich hat so eine strahlende Welt auch eine Schattenseite und die war wirklich gruselig und gut gemacht. Als die dunklen Geheimnisse immer mehr ans Licht kamen, wurde das Buch für mich auch richtig fesselnd.

Neben dem hat mir das Magiesystem der Belles gut gefallen. Ich will und kann nicht so viel dazu sagen, da es schon etwas komplizierter ist, aber es ist innovativ und interessant. Ich bin gespannt, ob die Autorin das in Band 2 noch weiter ausbaut.

Das einzige, was mir nicht so gefallen hat, waren die leichten Anspielungen auf mögliche Liebesbeziehungen. Die waren mir einfach zu stereotyp und haben den Plot meiner Meinung nach verlangsamt.

Es wurde ja viel diskutiert, ob das Buch ein ungesundes Bild von Schönheit vermittelt. Meiner Meinung nach zeichnet es ein realistisches Bild des Schönheitswahns nach - nur ohne den Finger ermahnend zu erheben. Das passt auch nicht zum erzählenden Charakter Camille, die erst nach und nach merkt, dass alles, was sie über ihre Pflicht als Belle zu wissen meinte, falsch ist. Als Leser sollte einem aber schon klar sein, dass es - zum Beispiel - nicht okay ist, dass ein kleines Kind eine "Schönheitsbehandlung" bekommt und darunter Schmerzen leidet. Der Mutter ist es egal. Hauptsache ihr Kind ist schön. Das hat mich zum Beispiel stark an die Kinder-Schönheits-Wettebewerbe in unserer Welt erinnert. Schönheitsbehandlungen in Orleans enden auch manchmal mit dem Tod - ist bei uns doch auch nicht anders, oder? Ich finde, dass das Buch zeigt, wie oberflächlich wir Menschen doch sind und was wir in Kauf für Schönheit nehmen ...


Ich vergebe dem Buch 4 von 5 Sternen.