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Veröffentlicht am 24.02.2018

Jeder braucht Träume

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Eins vorweg, da mir das gerade bei diesem Buch sehr aufgefallen ist.
Wer eh gerade genug vom New Adult Genre hat, die Geschichten zwischen armen Mädchen und reichen Jungen schon so häufig gelesen hat ...

Eins vorweg, da mir das gerade bei diesem Buch sehr aufgefallen ist.
Wer eh gerade genug vom New Adult Genre hat, die Geschichten zwischen armen Mädchen und reichen Jungen schon so häufig gelesen hat oder auch einfach keine Lust auf Drama hat, der sollte die Finger gleich von diesem Buch lassen. Doch nun zu meinem Leseerlebnis.

Ruby ist eine starke und entschlossene 17 Jährige, die trotz ihrer Herkunft aus ärmlichen Verhältnissen sich an der Maxton Hall durchkämpft, damit sie nach Oxford gehen kann.
Doch plötzlich stolpert sie in das Büro ihres Lehrers und sieht ihn dort bei einem Techtelmächtel mit Lydia Beaufort.

James Beaufort, Lydias Bruder, würde alles für seine Schwester tun und versucht Ruby mit Geld zu bestechen. Doch diese ist nur angeekelt und schleudert ihm das Geld um die Ohren. Weil James aus sehr reichen Verhältnissen kommt und sich bisher alles erlauben konnte, schlägt er gerne über die Stränge und boykottiert eine Schulveranstaltung. Daraufhin muss er als Strafe in das Veranstaltungskomitee, bei dem Ruby den Vorsitz hat.

Nach und nach kommen sich beide näher, doch Ruby verliert ihren Traum nicht aus den Augen und James hat keinen Traum, denn er wird von seinen Eltern in eine Richtung gedrängt. Ruby schafft es aber an seiner Versade zu kratzen und ihm klar zu machen, dass jeder Träume braucht um glücklich zu sein.

Ich mochte Ruby sehr. Sie ehrgeizig und bestimmt, trotzdem aber fürsorglich und sehr familiennah.
James hingegen ist schwer. Am Anfang mag man ihn nicht, dann schon eher und dann mag man ihn wieder nicht. Aber hey genau das macht doch so ein Buch aus, wo es um Gefühle geht.

Mona Kasten erfindet das Genre mit der Geschichte nicht neu, doch da ich noch nicht so viele "Arm Reich " Geschichten gelesen habe, habe ich mich unterhalten gefühlt. Ich habe die Chemie zwischen den beiden Gefühlt und mitgefühlt mit Ruby und James. Das wird unterstützt durch den üblich lockeren Schreibstil von Mona und dass man die Geschichte aus beiden Sichten liest. Gerade bei James hat es mir ein wenig geholfen.

Ich fand das Kennenlernen der beiden war gut gewählt und erfrischend. Mich konnten die Geschehnisse um die beiden wirklich fesseln und ich hatte Spaß sie zu begleiten. Die Dramen wirkten nicht aufgesetzt, sondern nachvollziehbar und realistisch, wenn man sich die Welten der beiden anschaut.

Und als Warnung: Das Ende ist ein fieser Cliffhanger, war aber bei 3 Bänden um die beiden nicht anders zu erwarten. ;)

Ich vergebe die volle Punktzahl.

Veröffentlicht am 18.02.2018

Toller Einstieg in die Bibliomantik

Die Seiten der Welt
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Wer würde nicht gerne in einer Welt voller Bibliomantik leben ? Eine Welt in der einige Menschen die Begabungen haben rund um Bücher und die Kraft aus diesen schöpfen. Nur durch die Liebe zu Büchern bleibt ...

Wer würde nicht gerne in einer Welt voller Bibliomantik leben ? Eine Welt in der einige Menschen die Begabungen haben rund um Bücher und die Kraft aus diesen schöpfen. Nur durch die Liebe zu Büchern bleibt die Kraft bestehen und mit Hilfe deines Seelenbuches kannst du Dinge vollbringen.

Doch wo es Macht gibt, gibt es Machthungrige und Unterdrückte. Auch dieses muss Furia lernen, nachdem ihr bisheriges leben auf den Kopf gestellt wird. Denn ihr Vater hat ihr einiges verschwiegen.



Furia ist ein 15 Jähriges Mädchen mit bibliomantsichen Kräften, doch noch ohne Seelenbuch. Mit ihrem Vater und ihrem kleinen Bruder Pip wohnt sie abgeschieden von den Machenschaften der Adametischen Akademie, doch Bedrohungen kommen von verschiedenen Seiten.

Kai Meyer hat mit Furia wieder ein starkes junges Mädchen erschaffen, wie auch schon in "Die fließende Königin". Sie weiß sich zu helfen und hat eine gute Portion Misstrauen Fremden gegenüber. Und um ihren Bruder zu retten, muss sie das auch haben.



Wir werden direkt zu Beginn mit einigen Gefahren rund um die Bibliomantik bekannt gemacht und starten somit auch gleich mit einer spannenden Szene ins Buch. Diese Szenen ziehen sich durch das gesamte Buch durch und lassen dadurch keine Längen aufkommen, obwohl uns Kai Meyer erst einmal in die Welt der Bibliomantik einweisen muss. Dieses schafft er sehr gut einzubinden.

Auch die Beschreibungen von Figuren und Schauplätzen sind wie ich es von dem Autor gewohnt bin ausführlich genug, aber nicht zu ausschweifend. Ich kann mir alles wirklich gut vorstellen.



Wir lernen verschiedenste Charaktere kennen, dadrunter auch die, die uns begleiten werden. Zu einem Pip, Furias kleinen Bruder, der Angst vor Clowns hat und deswegen immer mit Clownsschminke im Gesicht raus geht. Oder Cat, die Diebin aus dem Ghetto von Libropolis und ihre heimliche Liebe, Finnian, der so manches Geheimnis hat. Bis hin zu Furias Lesesessel und Leselampe, die Dank Bibliomantik sprechen und laufen können.

Alle Charaktere sind gut ausgearbeitet und waren mir direkt sympathisch. Cat sorgt dank ihrer großen Schnauze auch gerne für den einen oder anderen Lacher.



Fazit:

Ich bin an Furias Seite nur so durch die Seiten der Welt geflogen. Es passiert immer wieder was. Wir treffen tolle Charaktere und entdecken immer mehr unmögliche Dinge. Spannende Wendungen und Intrigen runden die Geschehnisse ab, so dass ich rund um unterhalten bin. Im typischen Kai Meyer Stil wird man in die Welt der Bibliomantik eingeführt und zum Teil des Teams um Furia gegen die Akademie.

Veröffentlicht am 18.02.2018

Eine liebreizende Geschichte

Das Schloss in den Wolken
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Es ist mal wieder ein typisches Königskind. Von außen eher unscheinbar, aber innen immer gut für eine Überraschung.

Zu Beginn, dachte ich nicht, dass mich die Geschichte von Valancy so mitnehmen könnte, ...

Es ist mal wieder ein typisches Königskind. Von außen eher unscheinbar, aber innen immer gut für eine Überraschung.

Zu Beginn, dachte ich nicht, dass mich die Geschichte von Valancy so mitnehmen könnte, denn eigentlich lese ich eher weniger Bücher aus der Zeit, wo Frauen noch bestimmten Regeln gehorchen mussten.

So auch Valancy Stirling. Mittlerweile 29 Jahre alt und unerheiratet, laut anderen Menschen nicht sonderlich hübsch. Sie fügt sich ihrem Dasein und macht wiederwillig das, was ihre Mutter und ihre Tante von ihr Verlangen. Doch ihre heimlichen Wünsche verfolgt sie nachts in ihrem blauen Schloss.
Die Stirling Familie ist groß und sehr auf ihren Ruf und das Ansehen bedacht. Ihr Onkel und die anderen machen gerne blöde Witze über Valancy, die sie über sich ergehen lässt.
Doch als sie eine erschütternde Nachricht erhält, entscheidet sie sich der Enge ihres bisherigen Daseins und der Familie zu entfliehen und auf eigenen Beinen zu stehen. Zum Entsetzen ihrer Familie zieht sie aus und beginnt ihr eigenes unkonventionelles Leben.

Dieses Buch ist eine Mischung aus Komödie und tragischer Liebesgeschichte. Lucy Maud Montgomery schafft es mit ihrem eher altertümlichen Schreibstil (man vergesse nicht, das Buch kommt aus den 1920ern) und sehr bildhaften Beschreibung sehr schön Valancys Zwickmühle dazustellen. Und gerade später, wo es sehr um die Natur geht, sind die blümeranten Umschreibungen sehr bildgewaltig.

Mir hat es sehr viel Spaß gemacht Valancy auf ihrem Weg zur Befreiung und ihrem leben danach zu begleiten und sie hat mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Ein wirklich zauberhaftes Königskind.

Veröffentlicht am 28.01.2018

Toller Abschluss !

Verliere mich. Nicht.
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Achtung, kann Spoiler zu Band 1 enthalten !

Nach dem fiesen Ende von Band 1 musste ich direkt Band 2 lesen. Und typisch für eine Geschichte, die sich so entwickelt, wie zum Ende des ersten Bandes, wirkt ...

Achtung, kann Spoiler zu Band 1 enthalten !

Nach dem fiesen Ende von Band 1 musste ich direkt Band 2 lesen. Und typisch für eine Geschichte, die sich so entwickelt, wie zum Ende des ersten Bandes, wirkt der erste Teil von Band 2 etwas langatmig. Sages Ängste sind präsenter als je zu vor, denn Alan fängt an sich ihr wieder aufzudrängen.
Luca macht sich auch weiterhin Sorgen um Sage, doch sie bringt es nicht über sich ihm die ganze Wahrheit zu erzählen.
Während wir Sage weiter begleiten, wie sie ihre Ängste bekämpft und sich weiter entwickelt, schafft es Alan immer mehr im Hintergrund präsent zu sein und man vermutet schon bei jeder Situation das Schlimmste. Diese Atmosphäre schafft es wieder, dass ich dieses Buch wieder nur so weggelesen habe.
Hinzu kommt im diesen Band wieder der locker leichte Schreibstil von Laura Kneidl.

Die Therapie fängt an zu wirken und Sage fängt an sich mehr zu trauen. Daher macht Sage wirklich eine starke Entwicklung durch, die zu einem wirklich tollen Ende führt.

Noch ein Pluspunkt ist der Freundeskreis von Sage, denn wir lernen auch Megan, Connor, Aaron und Sage besser kennen.

Alles in allem, fand ich es eine schöne, runde und wichtiger noch realistischen Abschluss der Dilogie.

Veröffentlicht am 28.01.2018

Ein wirklich toller 1. Band

Berühre mich. Nicht.
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Ich habe keine Angst.
Die Angst ist nicht real.

Sage hat eine schwierige Kindheit hinter sich, denn sie wurde ein Opfer von häuslicher und sexueller Gewalt. Daher bekommt sie immer noch regelmäßig Panikattacken, ...

Ich habe keine Angst.
Die Angst ist nicht real.

Sage hat eine schwierige Kindheit hinter sich, denn sie wurde ein Opfer von häuslicher und sexueller Gewalt. Daher bekommt sie immer noch regelmäßig Panikattacken, wenn sie in Menschenmengen ist oder fremden Männern begegnet.
Doch sie kommt nach Nevada um ein neues Leben anzufangen. Sie will Psychologie studieren, eine eigene Wohnung finden und muss Geld verdienen. Dass das nicht einfach ist, merkt sie schnell, doch dank Aprils Hilfe (ihrer neuen Freundin) hat sie bald ein Dach übern Kopf. Nur wäre da nicht Aprils Bruder Luca.

Laura Kneidel schafft in diesem New Adult Roman mit einem lockeren Schreibstil und mit Sage eine Figur, die mich direkt in den Bann gezogen hat. Nicht nur aus Mitleid, sondern weil sie eben trotzdem so stark ist. Was genau vorgefallen ist und wie weit die sexuelle Misshandlung geht, wird immer wieder durch Erinnerungsfetzen eingestreut, die bei den Panikattacken auftauchen. Wie schwer das Leben mit solchen Attacke und solchen Gedanken ist, merkte ich als Nichtbetroffene dank Sage schnell.

Auch die Konflikte, die Sage mit sich im Inneren ausficht, in Hinsicht auf Luca oder darauf, dass irgendwer rausfinden könnte, wieso sie so ist, konnte ich voll und ganz nach vollziehen.

Luca als Gegenpol, der zwar aus einem reichen Familienhaus kommt, aber auf der einen Seite seine intakte Familie mit seinem Vater, seiner Stiefmutter und April hat, auf der anderen Seite aber seine Mutter, die nie da war und ihn nur beformunden will, harmoniert dazu sehr gut. Auch Lucas Verhalten konnte ich gut nachvollziehen.

Ich hatte das Gefühl, dass sie mit den Problemen und Geschehnissen die in der Geschichte auftauchen sehr reell umgegangen wird. Auch die Entwicklung von Sage in Hinsicht auf Luca fand ich sehr realistisch.

Ich habe das Buch nur so weggesuchtet und war froh, dass ich den 2. Band nach diesem Ende auch direkt hier liegen hatte.
Volle Punktzahl und klare Kaufempfehlung.