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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.03.2024

Besonders

König von Albanien
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Otto Witte ist das was man früher einen Herumtreiber nannte, einen Hallodri, einen Tausendsassa, einen Hans Dampf in allen Gassen. Er war eine schillernde Persönlichkeit und hatte immer die Unterstützung ...

Otto Witte ist das was man früher einen Herumtreiber nannte, einen Hallodri, einen Tausendsassa, einen Hans Dampf in allen Gassen. Er war eine schillernde Persönlichkeit und hatte immer die Unterstützung seines besten Freundes Max. Sie leben von kleinen Gaunereien, von Kunststücken auf der Straße und hin und wieder von einem Freund dem sie eine Weile auf der Tasche liegen.

Wir lernen ihn kennen als er in Salzburg in eine geschlossene Anstalt eingewiesen wird, er sagt er sei der ehemalige König von Albanien. Grund genug ihn weg zu sperren. Dort erzählt er dem jungen Arzt Schilchegger seine Geschichte.

Ist diese Geschichte von Münchhausen, Till Eulenspiegel oder einfach nur vom Leben inspiriert. Was die Menschen haben wollen, bekommen sie, sie sehen nur was sie sehen wollen. Und Menschen wie Otto haben die Fertigkeit und den Charme genau das darzustellen.

Ist dieses Buch ein Schelmenroman, eine Erzählung über eine wahre Begebenheit oder einfach nur eine gelungene Fiktion. Die historischen Daten sind das Grundgerüst und darum herum hat der Autor wieder einmal eine wunderbare Geschichte gewebt.

Andreas Izquierdo ist ein Meister seines Fachs. Ich liebe seine Figuren egal ob es junge Menschen mitten in Kriegszeiten, ein Postbote oder wie hier ein besonderer Hochstapler sind . Die Protagonisten machen neugierig, sie sind Menschen mit Ecken und Kannten, sie verhalten sich oft nicht vorhersehbar, das macht die Lektüre so spannend.

Gleichzeitig ist es die Sprache, sie wirkt wie eine Lieblingsspeise dessen Rezept man nicht kennt. Man lässt sie sich im Mund zergehen, versucht jede Nuance auszukosten. Zu erraten welche Zutat es ist. Die eine sind die Bilder die das Kopfkino hervor ruft. Eine bunte Stadt wie Konstantinopel erscheint beim Lesen vor dem inneren Auge. Dann die Gefühle für Freundschaft und eine unerfüllte Liebe, auch hier kribbelt es im Bauch. Die Planungen für einen Krieg schrecklich genau diese Gedanken könnte man zur Verhinderung eines solchen verwenden.

Danke für ein tolles Buch, in Erwartung auf das Nächste.

Veröffentlicht am 03.03.2024

Die Wiege der Menschlichkeit

Tage des Todes
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Cato ist ein ehemaliger desillusionierter Geheimagent. Als sein Vater, zu dem er ein schwieriges Verhältnis hat, ihn bitte ein Päckchen von den Orkney Inseln abzuholen, macht er sich auf den Weg. Einen ...

Cato ist ein ehemaliger desillusionierter Geheimagent. Als sein Vater, zu dem er ein schwieriges Verhältnis hat, ihn bitte ein Päckchen von den Orkney Inseln abzuholen, macht er sich auf den Weg. Einen Weg der von Toten gepflastert ist. Warum? Was war in dem mittlerweile verschwundenen Päckchen warum müssen Menschen diesseits und jenseits de Atlantiks sterben? Er bekommt Hilfe von Menschen die er nicht kennt, deren Beweggründe er erst nicht versteht und von seiner Tochter, die ein weiteres schwieriges Kapitel in seinem Leben ist. Cato weiß nur eins, er will die Wahrheit wissen , er will die unschuldigen Toten rächen, er will alles tun um skrupellose Machtmenschen zu Fall zu bringen. Er will Frieden für sich, seine Freunde und dazu beitragen das es auch für die Menschen weniger Krieg und dafür mehr Frieden gibt.
Ein großes hehreres Ziel dem sich mehr Menschen widmen als er ahnt. Gemeinsam kämpfen sie und philosophieren auch wie es am besten umgesetzt werden kann. Zweifel sind erlaubt aber schon sehr viel ältere und längst verstorbene Wissenschaftler haben auf dieses Ziel hin gearbeitet.
Genau das ist das Thema in diesen Buch. Nicht die Verfolgungsjagden nach einem äußerst seltenen Gegenstand, die brutalen Morde und ihre Aufklärung, sondern die Gespräche und Betrachtungen über die Menschheit als eine Einheit und keine einzelnen Individuen. Fast etwas viel Philosophie aber in der Mischung mit der Action ist eine gute Herausforderung für den Geist über diese Fragen nach zudenken.
Cato ist ein zwiespältige Persönlichkeit, ein Fragender auch sich selbst gegenüber. Er ist noch nicht Inspektor Shan der mittlerweile in sich ruht. Dieser Autor gehört zu meinen Lieblingsautoren denn seine Protagonisten sind einfach anders.

Veröffentlicht am 03.03.2024

Team Omega

Last Line of Defense, Band 1: Der Angriff. Die neue Action-Thriller-Reihe von Nr. 1 SPIEGEL-Bestsellerautor Andreas Gruber!
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Junge Menschen die bisher keinen leichten Lebensweg hatten werden von einer geheimen Regierungsorganisation rekrutiert und ausgebildet. Sie sollen im Gegensatz zum MI6 noch geheimer arbeiten ...

Junge Menschen die bisher keinen leichten Lebensweg hatten werden von einer geheimen Regierungsorganisation rekrutiert und ausgebildet. Sie sollen im Gegensatz zum MI6 noch geheimer arbeiten und sind die letzte Linie der Verteidigung. Gerade mit dem ersten Teil der Ausbildung fertig, gerät Jayden bei seinem ersten Auslandseinsatz ganz schön in die Bredouille, nun zeigt sich wie gut seine Ausbildung bisher war. Und ob er sich auf seine Teamkollegen Lenny und Eric verlassen kann.
Die Geschichte besteht von der ersten bis zur letzten Seite nur aus Action, die Figuren sind integer und dadurch sehr sympathisch. Abwechselnd wird in der Gegenwart das Abenteuer erzählt und im Rückblick der ca. anderthalb Jahre beginnt wird von der Ausbildung berichtet.
Das Ganze wirkte auf mich wie ein Computerspiel. Ich muss meine Figur durch viele knifflige Szenen manövrieren und kann im Rückblick auf das Gelernte in der Ausbildung zurück greifen. Die erlernten Fähigkeiten kommen nicht von ungefähr, zu der harten Ausbildung kommen die Erfahrungen die die Jugendlichen aus ihrer Vergangenheit mitbringen.
Diese Zusammenhänge werden sehr gut dargestellt, auch das Recht und Mitgefühl stehen immer im Vordergrund. Es geht den Guten nicht um Macht sondern um das Wohl aller.
Ein spannendes Buch für jugendliche Leser und natürlich auch jung-gebliebene Erwachsene. Es gibt Fortsetzungen im Herbst und im kommenden Frühjahr. Trotzdem hatte das Buch einen Schluss und der Cliffhanger hält sich in Grenzen. Die Neugier ist geweckt, aber ich kann gut warten bis der nächste Band erscheint.

Veröffentlicht am 29.02.2024

Ein schöne Einladung zum Lesen

Lesen NERVT! – Bücher? Nein, danke! (Lesen nervt! 1)
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Karoline Kneberwecht lebt im Bücherregal, als sie ein Lesender stört, will sie ihn auf den schnellsten Weg verscheuchen. Leider sind ihre Ideen warum Lesen so närvig ist, geradezu ein Paradebeispiel ...

Karoline Kneberwecht lebt im Bücherregal, als sie ein Lesender stört, will sie ihn auf den schnellsten Weg verscheuchen. Leider sind ihre Ideen warum Lesen so närvig ist, geradezu ein Paradebeispiel wie spannend, witzig, unterhaltsam, abenteuerlich und noch vieles mehr ein Buch sein kann. Sie stellt Buchstabenrätsel vor, Lückengeschichten wo Buchstaben fehlen oder ganze Wörter, im Grunde in etwa wie selbst eine Geschichte schreiben. Sie stellt dabei fest es gibt ein paar Kleinigkeiten wobei sie sich geirrt hat. Das Nonplusultra ihrer Tirade ist das Gedicht. Das ist nun definitiv langweilig, ihrer Meinung nach. Dumm nur das es ein Gedicht ist, das ein Loblied auf die Spinne singt. Da ist sie überzeugt, sie lag die ganze Zeit falsch und sie würde sich freuen wenn der oder die Lesende öfter vorbei kommt und mit ihr zusammen etwas liest, gerne bei einer Tasse Tee.
Die Mischung aus der zeternden Spinne und den niedlichen Bildern zu den Geschichten die vorgestellt werden. ist grandios. Die Leserätsel machen Spaß und fördern das Leseverständnis. Lesen ist mehr als nur eine Aneinanderreihung von Buchstaben zu Wörtern, es ist ein Spiel mit der Phantasie. Wer lesen kann, dem steht die Welt offen, er findet über Geschichten und das gemeinsame Lesen neue Freunde. Vielleicht auch jemand wie Karoline Kneberwecht.
Es war eine große Freude das Buch zu lesen und vor zu lesen, für alle Beteiligten. Wir werden es öfter lesen und die Geschichte mit den fehlenden Wörtern werden wir mit neuen Ideen noch sehr oft schreiben.

Veröffentlicht am 26.02.2024

Gefühlt zwei Bücher

Die Halbwertszeit von Glück
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Drei Frauen zu unterschiedlichen Zeiten, es sind die Geschichten von Johanna, 1987 im Grenzgebiet der DDR, Holly, 2003 in Los Angeles und Mylene, 2019 in Paris. Wie passen sie zusammen, haben ...

Drei Frauen zu unterschiedlichen Zeiten, es sind die Geschichten von Johanna, 1987 im Grenzgebiet der DDR, Holly, 2003 in Los Angeles und Mylene, 2019 in Paris. Wie passen sie zusammen, haben sie etwas gemeinsam oder versucht die Autorin nur eine Zeitreise. Auf dem ersten Blick haben die Frauen nichts gemeinsam, erst am Ende erfährt man mehr über die Verbindung zwischen ihnen, die eine echte Überraschung war.
Ich hatte das Gefühl ich habe zwei verschiedene Bücher gelesen.
Die Charaktere waren außer Johanna dermaßen egozentrisch, kindisch und sich wenig an die Wahrheit haltend dargestellt, das sie sehr unsympathisch für mich waren. Gleichzeitig waren die Recherchen zur Geschichte der DDR mangelhaft und das war unverständlich, denn die neuere deutsche Geschichte ist leicht zu recherchieren und für mich als geborene Westdeutsche waren die Fehler schon zu viel, wie geht es denn Lesern die in dieser Zeit dort gelebt haben. Für sie muss es wie Geschichtsklitterung wirken.
Nun zum zweiten Teil meiner Meinung.
Die Autorin hat einen wunderschönen Schreibstil. Gedanken zum Glück und seiner Vergänglichkeit, zu den kleinen Freuden des Lebens, die Spannung durch die verschiedenen Frauen und Zeiten das alles war wunderschön zu lesen. Einige dieser Textstellen habe ich mir rausgeschrieben um sie bei passender Gelegenheit weiter zu geben.
Mir ist die Diskrepanz zwischen diesen beiden Meinungen sehr bewusst, aber das Buch wirkt so auf mich. Im Grunde muss ich akzeptieren das die Autorin für mich schreckliche Figuren geschaffen hat, kein großes Interesse an Recherche hatte, aber sehr gut mit der Sprache und den Worten umgehen kann.

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