Faszinierendes Paralleluniversum: Sophia Kimmig entführt in die Dunkelwelt und öffnet die Augen für die Wunder der Nacht direkt vor unserer Tür. Wenn die Sonne untergegangen ist, wird es bei den Wildtieren erst richtig interessant: Wo tagsüber Menschen auf Busse warten, durchwühlt eine Wildschweinfamilie den Mülleimer an der Haltestelle. Füchse suchen nach Futter, Glühwürmchen senden Blinksignale an potenzielle Partner, Waschbären durchstöbern das Gebüsch. Die Nacht ist nicht nur eine Zeit, sondern ein vielfältiger Lebensraum, über den wir immer noch zu wenig wissen. Die Wildbiologin Sophia Kimmig ist den Geheimnissen der Nacht auf der Spur. Sie stellt dabei nicht nur ihre wilden Bewohner vor, sondern zeigt auch, wie es ist, in dieser Parallelwelt zu leben: Wie sie entstand, wie es dort aussieht, sich anfühlt oder riecht. Eine faszinierende Reise zu den Wundern der Nacht. (Klappentext)
Wer weiß schon, was oder wer aus der Tierwelt in der Nacht unterwegs ist. Noch dazu in Ortschaften und Städten? Dieses gut lesbare Buch vermittelt einen kurzen Überblick darüber, wie interessant das nächtliche Tierleben sein kann. Auch ein Ausflug in die Pflanzenwelt ist vorhanden, z.B. von einem Kaktus, der in der Nacht seine Blüten öffnen. Alles ist verständlich be- und geschrieben und ich konnte mir das alles sehr gut vorstellen. Manche Geräusche, die ich in der Nacht unter meinem Fenster höre, haben jetzt eine vorstellbare Erklärung. Es gibt ein paar wenige Fotos oder Illustrationen. Von denen hätte ich mir gerne viel mehr gewünscht, um noch alles besser verstehen oder vorstellen zu können. Auf jeden Fall ein sehr interessantes Buch, welches sich zu lesen gelohnt hat. Ich werde es sicherlich noch öfters zur Hand nehmen, um das eine oder andere Kapitel nochmals nachzulesen