Cover-Bild Tintenwelt 4. Die Farbe der Rache
Band 4 der Reihe "Tintenwelt"
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23,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Dressler
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 352
  • Ersterscheinung: 12.10.2023
  • ISBN: 9783751300070
Cornelia Funke

Tintenwelt 4. Die Farbe der Rache

Cornelia Funke (Illustrator)

Der Nr. 1 SPIEGEL-Bestseller, von Millionen Fans sehnsüchtig erwartet: Cornelia Funkes Fortsetzung der Tintenwelt-Reihe.

Fünf Jahre sind seit den Geschehnissen in „Tintentod“ vergangen. Fünf glückliche Jahre. Aber dann wird Eisenglanz gesichtet, der Glasmann von Orpheus, dem erbitterten, silberzüngigen Feind von Meggie, Mo und Staubfinger. Der Grund: Orpheus plant Rache an allen, die ihn zu Fall gebracht haben, doch vor allem an Staubfinger, und er nutzt einen furchtbaren Zauber. Sind Bilder mächtiger als Worte? Staubfinger zieht aus, die Antwort zu finden. Der Schwarze Prinz aber macht sich auf die Jagd nach Orpheus.

Staubfinger ist zurück! Ein neues, packendes Abenteuer aus der Tintenwelt.

  • Der vierte Band der international erfolgreichen Tintenwelt-Reihe, „Die Farbe der Rache“, macht aus der Trilogie eine Tetralogie. Endlich geht die Story weiter.
  • Lass dich noch einmal entführen in diese Welt, in der es möglich ist, die unglaublichsten Geschöpfe und Fabelwesen in Geschichten hinein- und herauszulesen.
  • Von Cornelia Funke, der weltweit erfolgreichsten deutschen Kinder- und Jugendbuchautorin. Ihre Bücher wurden ausgezeichnet und verfilmt und begeistern längst auch eine riesige erwachsene Fangemeinde.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.11.2023

Eine wunderschöne Fortsetzung der Tintenwelt-Trilogie!

1

Keine Bücher haben mich so sehr geprägt wie die von Cornelia Funke. Vor allem mit ihrer Tintenwelt-Reihe verbinde ich so viele schöne Kindheitserinnerungen! Meine Freude war daher natürlich riesengroß, ...

Keine Bücher haben mich so sehr geprägt wie die von Cornelia Funke. Vor allem mit ihrer Tintenwelt-Reihe verbinde ich so viele schöne Kindheitserinnerungen! Meine Freude war daher natürlich riesengroß, als ich hörte, dass es nach so langer Zeit weitergehen wird. Endlich, 16 Jahre nach dem Erscheinen von Band 3, öffnen sich die Tore in die Tintenwelt wieder, endlich können wir uns von der Meisterin der Fantasie wieder in diese einzigartige magische Welt entführen lassen. Wie sehr habe ich mich darauf gefreut. Und ich wurde nicht enttäuscht.

Fünf Jahre sind seit dem Ende von „Tintentod“ vergangen. Für Meggie, Mo, Staubfinger und die anderen Bewohner von Ombra waren es fünf glückliche und friedliche Jahre. Mit der sorgenfreien Zeit ist es aber jäh vorbei, als Orpheus wieder auftaucht. Dieser hat nach seiner Flucht ein jämmerliches Leben im Norden geführt, durchtränkt von Hass und Rachegefühlen. Orpheus will sich an allen rächen, die ihn verraten haben, vor allem Staubfinger soll büßen für das, was er ihm angetan hat. Um seine Rache zu bekommen, ist ihm inzwischen jedes Mittel recht, er schreckt vor nichts mehr zurück.

Da ich die dreibändige Hauptreihe zuletzt in meiner Jugendzeit gelesen habe, wollte ich eigentlich einen schnellen (und eh längst fälligen) Reread einlegen, ehe ich zum vierten Band greife. Leider habe ich es aus Zeitmangel dann doch nicht geschafft, sodass ich es ohne eine ausführliche Erinnerungsauffrischung gewagt habe. Zum Glück erleichtert uns Cornelia Funke den Einstieg mit einer kleinen Zusammenfassung der vorangegangen Ereignisse sowie einem mehrseitigen Personenregister hinten im Buch. Die Zusammenfassung ist allerdings wirklich kurz und etwas mit Vorsicht zu genießen, da sie aus Orpheus’ Sicht geschrieben ist. Ich rate daher sehr, die Trilogie erst einmal zu rereaden bzw. Neueinsteigern, sie kennenzulernen.

Mir ist meine Rückkehr in die Tintenwelt erstaunlicherweise dann doch recht leicht gefallen. Ich habe die erste Seite aufgeschlagen...und war Zuhause. Es war fast, als wäre man nie weg gewesen, obwohl auch vieles anders war. Das Cover ist daher mehr als gelungen. Es passt optisch perfekt zur Reihe, hebt sich durch den Titel gleichzeitig aber auch etwas ab und zeigt dadurch, dass sich dieser Band von den drei Vorgängern unterscheidet.
Man merkt der Geschichte schon an, finde ich, dass sie deutlich später als die vorherigen Bände geschrieben wurde. Zudem ist die Atmosphäre noch düsterer und brutaler als in den Vorgängern und unsere alten Helden haben nur einen kleinen Gastauftritt. Dennoch hat es Cornelia Funke in meinen Augen geschafft, den besonderen Tintenzauber nach all den Jahren zu erhalten. Ihr Schreibstil ist wie gewohnt bildgewaltig, poetisch und detailverliebt, ein wahrer Genuss! Die deutsche Autorin hat sich einfach schon immer bestens darin verstanden, Welten zu schaffen, die trotz der ganzen Düsterkeit absolute Wohlfühlorte sind und ein warmes und heimeliges Gefühl vermitteln. Die sowohl wunderschön als auch märchenhaft grausig sind und Jung und Alt gleichermaßen faszinieren. Auch „Die Farbe der Rache“ fesselt von den ersten Zeilen an und erzählt eine fantastische Geschichte voller Magie, Gefühl und Tiefe. Eine Geschichte, in der es um Liebe, Freundschaft und Zusammenhalt geht, aber auch um Hass, Verrat , Machtgier und Rache.

Geschrieben ist auch dieser Band in der personalen Erzählperspektive und wird aus dem Blickwinkel vieler verschiedener Charaktere geschildert. Dabei hat mich überrascht, dass Staubfinger als einer der Hauptprotagonisten gar nicht so sehr im Vordergrund steht und es dafür mehr um den Schwarzen Prinzen geht. Ich mochte es unheimlich gern, mehr über seine Vergangenheit und die Freundschaft zwischen ihm und Staubfinger zu erfahren, hätte mir aber gewünscht, noch ein bisschen mehr von meinem geliebten Feuertänzer zu lesen.
Auch über mehr Momente mit Meggie, Mo, Elinor und weitere alte Bekannte hätte ich mich natürlich gefreut, aber da Cornelia Funke bereits vor der Veröffentlichung gesagt hat, dass dieser Band nicht ihnen gewidmet ist, war ich darauf vorbereitet, dass wir sie nur kurz wiedersehen.

Auch wenn Staubfinger als Hauptfigur nicht ganz so zur Geltung kommt wie ich es mir erhofft habe und das Ende etwas zu schnell und plötzlich da ist, hat sich meine Lieblingsautorin wieder einmal sofort in mein Herz geschrieben. Ich habe es geliebt neue Ecken im Tintenreich zu entdecken, neben vertrauten Gesichtern vielen neuen Charakteren zu begegnen und auf kleine Parallelen zur Reckless-Reihe zu stoßen. Von den ersten Zeilen an war ich völlig gebannt von der Handlung, ganz verzaubert von Cornelia Funkes magischen Worten und ihren kleinen schwarz-weiß Illustrationen. Es war einfach großartig, sich in dieses Buch hineinziehen zu lassen und nach 352 Seiten voller wohliger Nostalgie-Gefühle wieder daraus aufzutauchen.

Fazit: „Die Farbe der Rache“ ist eine wundervolle Fortsetzung der Tintenwelt-Trilogie. Ein großes Muss für alle Tintenwelt- und Fantasy-Fans und die ideale Lektüre für die dunkle Jahreszeit. Ich habe mich zurecht so sehr auf dieses Buch gefreut. Noch einmal in die Tintenwelt einzutauchen und ein neues spannendes Abenteuer in ihr zu erleben, war wie nach Hause kommen, ein wunderschön nostalgisches Erlebnis. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 09.11.2023

Tolles Spin-Off

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Titel: Die Farbe der Rache
Autorin: Cornelia Funke
Verlag: Oetinger
Preis: 23,00€
Seitenzahl: 352 Seiten


Inhalt:

Fünf Jahre sind seit den Geschehnissen in „Tintentod“ vergangen. Fünf glückliche Jahre. ...

Titel: Die Farbe der Rache
Autorin: Cornelia Funke
Verlag: Oetinger
Preis: 23,00€
Seitenzahl: 352 Seiten


Inhalt:

Fünf Jahre sind seit den Geschehnissen in „Tintentod“ vergangen. Fünf glückliche Jahre. Aber dann wird Eisenglanz gesichtet, der Glasmann von Orpheus, dem erbitterten, silberzüngigen Feind von Meggie, Mo und Staubfinger. Der Grund: Orpheus plant Rache an allen, die ihn zu Fall gebracht haben, doch vor allem an Staubfinger, und er nutzt einen furchtbaren Zauber. Sind Bilder mächtiger als Worte? Staubfinger zieht aus, die Antwort zu finden. Der Schwarze Prinz aber macht sich auf die Jagd nach Orpheus.


Meine Meinung:

Als ich jünger war, haben die Geschichte von Cornelia Funke es geschafft das ich auf so einige Abenteuer gegangen bin. Egal ob es nun mit den wilden Hühnern war oder dem Herrn der Diebe. Doch vor allem die Tintenwelt war für mich etwas ganz besonderes, weswegen ich mich unglaublich gefreut habe nun nach all den Jahren zurückzukehren.

Wichtig ist dabei allerdings zu bedenken, dass die eigentliche Reihe in sich abgeschlossen ist und der vierte Band mehr ein Spin-Off ist, der Jahre nach den Ereignissen von Band Drei einsetzt und die Geschichte von Staubfinger, dem schwarzen Prinzen und ihrem Abenteuer Orpheus aufzuhalten erzählt.

Dass das Cover des neuen Buchs so hervorragend zu den vorherigen Büchern passt, ist für mich einfach nur großartig. Zudem hat es gerade dadurch, dass es zu den anderen Bücher der Reihe passt einen fantastischen Wiedererkennungswert. Obwohl es von der dicke her nicht ganz an die anderen Bücher rankommt, was ich gar nicht so schlimm finde, sehen die Bücher insgesamt einfach großartig zusammen aus.

Wenn ich ehrlich bin, bin ich nicht mit all zu großen Erwartungen an das Buch rangegangen, denn obwohl ich mich sehr auf die Geschichte gefreut hatte, hatte ich einfach Angst das es mich enttäuschen würde. Ich denke, dass dies für mich hier ein Vorteil war, denn ich muss sagen, dass ich die Geschichte sehr mochte, obwohl sie für einige Schwächen aufgewiesen hat. Was ich etwas Schade fand, war das alles in meinen Augen sehr schnell abgehandelt wurde und Charakteren nicht immer der Raum gegeben wurde, denn sie gebraucht hätten. Gerade weil hier auch eine Vielzahl an Charakteren zu Wort gekommen ist und die Handlung recht schnell vorangeschritten ist, (was ich irgendwie auch verstehen kann, da es für die Tintenwelt ein recht kurzes Buch ist), muss ich dennoch zugeben, dass ich hin und wieder etwas den Anschluss verloren habe.

Mein persönliches, kleines Highlight war ehrlich gesagt die Freundschaft zwischen Staubfinger und dem schwarzen Prinzen. Liebesgeschichten sind immer schön, aber wenn es eine großartige Freundschaft in einem Buch gibt, in der sich zwei Charaktere unterstützen und immer für einander da sind und das zudem noch auf so großartige Weise dargestellt wird, dann bin ich einfach immer absolut dabei. Gerade weil man in den vorherigen Bänden immer leichte Teaser zu der Vergangenheit der Beiden gefunden hat, war ich umso gespannter hier nun endlich mehr darüber zu lernen.

Aber auch als einzelne Charaktere hat man sehr viel über Staubfinger und den schwarzen Prinzen gelernt, allen voran ihre Namen. So hat Staubfinger hier einen sehr emotionalen Prozess durchlaufen, da ihm die Menschen genommen wurden, die ihm alles bedeuteten, so dass seine Gefühle hier immer sehr präsent und greifbar waren.
Was den schwarzen Prinzen betrifft, so muss ich auch bei ihm sagen, dass ich mit ihm sehr mitgefühlt habe. In diesem Buch wurden auf jeden Fall sehr viele Themen behandelt, die mir sehr nah gegangen sind und mich berühren konnten, so dass ich auf jeden Fall von der Geschichte gefesselt war.

Es gab sehr viele spannende Elemente, gerade dadurch, dass Orpheus so sehr besessen ist von seiner Rache und nicht über Konsequenzen oder der gleichen nachdenkt hat alles einen sehr spannenden Lauf genommen. Gerade da es hier nicht nur um die Macht der Worte, sondern auch die von Bildern ging, fand ich sehr interessant. Es hat nicht zu sehr von dem abgewichen, was man aus den vorherigen Büchern kennt und war dennoch ein neuer Ansatz, der hier mit reingebracht wurde.

Das Cornelia Funke großartig schreiben kann, sollte für niemanden mehr ein Geheimnis sein und obwohl es schon lange her ist, seit dem ich die anderen Bücher der Autorin so richtig gelesen habe, viele es mir dennoch sehr leicht in die Geschichte zu finden. Cornelia Funke konnte mich wieder auf ganz besondere Weise mit ihrer wundervollen Art zu schreiben berühren, so dass mir die Worte regelrecht unter die Haut gegangen sind. Es war einfach unglaublich schön und hat mich auch leicht nostalgisch gemacht.
Sie hat hier einerseits so einige düstere und gruselige Themen in die Geschichte eingebracht und konnte mir andererseits ein wundervoll magisches, fast schon märchenhaftes Gefühl beim lesen verbreiten, so dass ich absolut verliebt in die Atmosphäre der Geschichte allein war.

Insgesamt kann ich glaube ich nur sagen, dass es ein Abenteuer war noch einmal in die Tintenwelt zurückkehren zu dürfen und wieder dieses Gefühl von Kindheit, vom ersten Lesen dieser Reihe zurück zu bekommen.

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Veröffentlicht am 15.01.2024

Neue Bilder, neue Worte

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Fünf Jahre sind seit den Geschehnissen in "Tintentod" vergangen. Fünf glückliche Jahre.
Aber nun plant Orpheus, der erbitterte, silberzüngige Feind von Meggie, Mo, Staubfinger und dem Schwarzen Prinzen, ...

Fünf Jahre sind seit den Geschehnissen in "Tintentod" vergangen. Fünf glückliche Jahre.
Aber nun plant Orpheus, der erbitterte, silberzüngige Feind von Meggie, Mo, Staubfinger und dem Schwarzen Prinzen, Rache zu nehmen an allen, die ihn zu Fall gebracht haben.
Und dazu nutzt er einen furchtbaren Zauber.
Sind Bilder mächtiger als Worte? Staubfinger zieht aus die Antwort zu finden, der Schwarze Prinz aber macht sich auf die Jagd nach Orpheus.

2003 hat mich Cornelia Funke mit "Tintenherz" absolut begeistert.
Die magische Tintenwelt-Trilogie wurde 2005 mit "Tintenblut" wunderbar fortgesetzt und 2007 mit "Tintentod" für mich perfekt beendet.
2023 - 20 Jahre nachdem ich mich in Staubfinger verliebt hatte, geht es mit "Die Farbe der Rache" weiter!
Aber will ich nach so langer Zeit wirklich nochmal in die bunte Tintenwelt eintauchen?

Eines vorab: Man sollte Teil 1-3 gelesen haben, sonst macht Teil 4, trotz Namensregister und kurzer Zusammenfassung der früheren Geschehnisse, keinen Sinn.

Die Handlung von "Die Farbe der Rache" spielt komplett innerhalb der Tintenwelt. Manche Orte und Protagonist(inn)en sind altbekannt, andere sind neu oder bekommen mehr Raum.
Auch wenn Meggie, Mo, Farid und viele andere beliebte Figuren (zumindest kurz) wieder vorkommen, sind nun Staubfinger und der Schwarze Prinz (der jetzt mit Nyame einen Namen hat!) die Hauptpersonen.
Und waren in der Trilogie Capricorn und sein böser Handlager Basta die Antihelden, so schlüpfen nun der missgünstige Orpheus und der grausame Baldassare Rinaldi in diese Rollen.

"Die Farbe der Rache" ist für Fans der Tintenwelt wie ein Besuch bei guten Freunden, die man länger nicht gesehen hat.
Wir sind älter geworden, die Neugier und die Leichtigkeit sind etwas verschwunden, aber wir kennen und lieben uns noch immer.
Die Handlung selbst hat neben verschiedenen "fantastischen", auch wieder sehr viele spannende Aspekte und ich finde die Fortführung der Geschichte ausgesprochen gut gelungen.
Erneut reisen die Helden (statt Mo und Staubfinger nun Staubfinger und Nyame) durch die Tintenwelt um das Leben von Freunden und Familie zu retten.
Doch diesmal geht es nicht um die Kraft der Worte, sondern um die Macht von Bildern.
Für manche ist der 4. Band ein Muss, andere zögern vielleicht noch.
Ich habe ihn sehr gern und mit Vergnügen gelesen.

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Veröffentlicht am 29.12.2023

Die Farbe der Rache

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Als ich gehört habe, dass die bekannte Autorin Cornelia Funke einen weiteren Band zur Tintenwelt- Reihe veröffentlicht, war die Vorfreude natürlich bei mir groß. „Die Farbe der Rache“ ist mittlerweile ...

Als ich gehört habe, dass die bekannte Autorin Cornelia Funke einen weiteren Band zur Tintenwelt- Reihe veröffentlicht, war die Vorfreude natürlich bei mir groß. „Die Farbe der Rache“ ist mittlerweile der vierte Band, die vorherigen drei Bücher sind schon vor länger Zeit auf dem Buchmarkt erschienen. Ich persönlich würde empfehlen, dass man die vorrangegangenen Werke aus dieser Reihe bereits kennt, da sonst das Lesevergnügen geschmälert wird.

Klappentext:
Fünf Jahre sind seit den Geschehnissen in „Tintentod“ vergangen. Fünf glückliche Jahre. Aber dann wird Eisenglanz gesichtet, der Glasmann von Orpheus, dem erbitterten, silberzüngigen Feind von Meggie, Mo und Staubfinger. Der Grund: Orpheus plant Rache an allen, die ihn zu Fall gebracht haben, doch vor allem an Staubfinger, und er nutzt einen furchtbaren Zauber. Sind Bilder mächtiger als Worte? Staubfinger zieht aus, die Antwort zu finden. Der Schwarze Prinz aber macht sich auf die Jagd nach Orpheus.

Ich persönlich habe die Tintenwelt- Bücher damals mit großem Vergnügen gelesen – sie hat mich durch meine Kindheit und frühe Jugend begleitet, besonders Staubfinger hatte es mir damals angetan, ich mochte seine Art und auch sein dramatisches Leben mit den Schicksalsschlägen konnte mich in seinen Bann ziehen. Als ich dann gelesen habe, dass in „Die Farbe der Rache“ Staubfinger einen wesentlichen Part einnimmt, war meine Vorfreude noch zusätzlich gesteigert. Meine Erwartungen an dieses Buch waren hoch und leider konnten sie nicht vollständig zufrieden gestellt werden.
Für mich persönlich war es wie ein lang erwarteter Besuch bei alten Freunden, welche ich schon viel zu lang nicht mehr gesehen hatte. Dieses Gefühl, welches beim Aufschlagen des Buches aufgekommen ist, war ein durchaus positives. Die Vorfreude, auf die Abenteuer und magischen Geschichten, welche einen innerhalb der doch recht wenigen Seiten erwarten könnte, war riesig. Auf der einen Seite war es ein wirklich tolles Gefühl, wieder in die Tintenwelt- Reihe einzutauchen, aber auf der anderen Seite wurden meine Erwartungen nicht komplett gestillt.
Zu Beginn des Buches erfolgt der Hinweis, dass eine Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse aus der Sicht von Orpheus im Anschluss zu finden ist. Diese Umsetzung fand ich recht gelungen und hat zusätzlich den Einstieg in das Buch erleichtert. Ebenfalls hilfreich war auch dieses Mal wieder der bildhafte Schreibstil. Funke hat einen leichten und zum Teil recht poetischen Erzählstil, dieser kann gekonnt Emotionen transportieren. Mit viel Talent werden hier Bilder mit Worten gemalt, sodass eine dichte und überzeugende Atmosphäre entsteht, welche mich auch dieses Mal wieder in ihren Bann ziehen konnte.
Wirklich wunderbar wird hier die Freundschaft zwischen Staubfinger und dem Schwarzen Prinzen dargestellt. Die beiden verstehen sich auch ohne Worte und haben schon viele Abenteuer und auch Hürden zusammen gemeistert. Die beiden verbindet ein tiefes Band und man merkt es den beiden an, wie verbunden diese miteinander sind. Dennoch möchte Staubfinger lieber das Problem aus „Die Farbe der Rache“ alleine lösen, möchte seinen Freund nicht gefährden und vertraut lieber auf seine eigenen Talente. Was mir persönlich leider etwas zu kurz kam, waren die alten Protagonisten. Im vierten Band steht die Beziehung zwischen Orpheus und Staubfinger im Zentrum. Dabei gelangen Meggie, Mo, Farid und Co leider in den Hintergrund. Zu ihnen gibt es nur ein paar kurze Szenen. Dies fand ich persönlich etwas schade, denn nur zu gerne hätte ich mehr über sie erfahren wollen. Wie ihr Leben sich in den vergangenen fünf Jahren entwickelt hat, hätte mich wirklich sehr interessiert.
Gelungen fand ich auch die Darstellung von dem Antagonisten Orpheus. Aus den vorherigen Büchern hat man schon einiges über sein Leben erfahren und damit auch über seine Beweggründe. In diesem Band wird dies noch einmal intensiviert. Man bekommt tiefere Einblicke in seine Kindheit und auch in seine Denkweise. Dadurch konnte man Orpheus als Leser besser verstehen, auch wenn ihn dies nicht zwingend sympathischer gemacht hat.
Ein Kritikpunkt ist für mich der Umfang des Buches. Dies war mir persönlich zu kurz, manche Szenen hätte man meiner Meinung nach detaillierter darstellen können. Auch fehlten mir manchmal die Hintergrundinformationen oder ein paar Ausschmückungen. Manchen Szenen hat die fehlende Tiefe nicht gutgetan und es wirkte auf mich unvollständig. Teilweise habe ich zurückgeblättert, weil ich sichergehen wollte, dass ich nichts überlesen habe. Auf mich wirkte das Werk nicht ausgereift, hier hätte mehr Tiefgang dem fantastischen Buch gutgetan. Auch das Ende kam mir persönlich zu plötzlich. Die Auflösung der Thematik und auch die Lösung des grundsätzlichen Problems kamen mir zu schnell. Am Ende geht alles Schlag auf Schlag, die Lösung kommt so plötzlich, dass ich auch hier wieder das Gefühl hatte, dass ich etwas überlesen hatte. Hier hätte man definitiv mehr aus dem Grundproblem machen können. Ich hatte den Eindruck, dass der Autorin die Zeit gefehlt hat, hier mehr in die Tiefe zu gehen. Ein paar Szenen oder Ausführungen mehr dazu, wären in meinen Augen sinnvoll gewesen.

Insgesamt konnte mich Cornelia Funke mit „Die Farbe der Rache“ gut unterhalten. Es hat mir großes Vergnügen bereitet, zusammen mit Staubfinger gegen Orpheus vorzugehen. Dennoch hätte ich mir in viele Situationen mehr Tiefgang oder auch Hintergründe gewünscht. Dies hat mein persönliches Lesevergnügen etwas geschmälert. Daher möchte ich 4 Sterne vergeben.

Veröffentlicht am 20.11.2023

Wie nach Hause kommen und doch anders

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Nach so vielen Jahren wieder zurück in die Tintenwelt rund um Meggie, Mo und Staubfinger. Staubfinger, der hier mit dem Schwarzen Prinzen und dem Bösewicht Orpheus im Fokus steht. Was habe ich geschaut, ...

Nach so vielen Jahren wieder zurück in die Tintenwelt rund um Meggie, Mo und Staubfinger. Staubfinger, der hier mit dem Schwarzen Prinzen und dem Bösewicht Orpheus im Fokus steht. Was habe ich geschaut, als bekannt wurde, das ich erneut in diese magische Welt eintauchen darf. Eine Welt voller Worte, Gefühle, Magie und für mich ein klein wenig wie Familie.
Zuerst war ich etwas befangen, da man gleich mitten in die Geschichte geworfen wird, bereits fünf Jahre vergangen waren und ich die vorherigen Bücher in meiner Jugend gelesen hatte. Da zwar mehrfach, aber ist ja doch schon eine Weile her. Doch nach ein paar Kapiteln war ich mittendrin und hätte meine geliebten Charaktere am liebsten gewarnt und beschützt vor Orpheus. Aber dann müsste es ja dieses Buch nicht geben. Orpheus ist der typische Schurke und doch hatte ich auch Mitleid mit ihm und hätte mir für ihn einfach Freunde an seiner Seite gewünscht. Die Idee von Cornelia Funke nicht mehr nur auf Worte, die alles ändern können, zu verweisen, sondern die Frage aufzuwerfen, was mächtiger ist, das Wort oder das Bild, gefällt mir sehr und zieht sich bis zum Ende der Geschichte. Ein Ende, das doch relativ schnell da ist, denn dieser vierte Band hat deutlich weniger Seiten als die Vorgänger. Was zwar schade ist, aber der Geschichte nicht unbedingt geschadet hat. Klar, es gibt Szenen, die gerne ausführlicher hätten sein können und doch fand ich es so ausreichend. Die kurze Zusammenfassung der bisherigen Geschehnisse aus Orpheus Sicht hat mir auch gut gefallen und meine Erinnerungen etwas aufgefrischt, auch wenn man durchaus sagen kann, dass Orpheus schon einen ganz bestimmten Blick auf seine Umwelt hat.
Mir hat es auch gefallen, das man noch etwas mehr über die Tintenwelt erfährt, es neue Charaktere mit interessanten Fähigkeiten gibt und ich einfach noch ein Abenteuer mit Staubfinger und Co. Erleben durfte. Wobei ja die meisten bekannten Charaktere keine allzu große Rolle spielen.

Für mich war es schön wieder in die Tintenwelt einzutauchen, auch wenn es mich nicht so mitreißen konnte wie die Trilogie. Aber es ist eben doch ein paar Jahre her und ich etwas älter. Dennoch ein empfehlenswerter Band, um alte Freunde wieder zu treffen.