Story braucht lange, um Fahrt aufzunehmen, und wird durch einen Cliffhanger beendet. Bildgewaltig in Szene gesetzt mit tollen Easter Eggs.
Inhalt:
In einer Welt, in der alle anderen Superkräfte haben, arbeitet Normal in einer Notrufzentrale.
Tag für Tag der gleiche Trott. Seine Kollegin verschwindet immer, wenn unliebsame Arbeit ansteht, ...
Inhalt:
In einer Welt, in der alle anderen Superkräfte haben, arbeitet Normal in einer Notrufzentrale.
Tag für Tag der gleiche Trott. Seine Kollegin verschwindet immer, wenn unliebsame Arbeit ansteht, sein Kollege - der Beamte - ist unkündbar und Chefin Simona kann jedem mit einem stechendem Blick ihren Willen aufzwingen.
Doch es kommt noch schlimmer, denn seit die ultramoderne BackApp an den Start gegangen ist, arbeiten für die Notrufzentrale nur noch Helden mit absurd lachhaften Fähigkeiten.
Als ein neuer Superschurke auftaucht und allen Superhelden ihrer Kräfte beraubt, sind Normal und die "Zero Heroes" plötzlich die Einzigen, die sich ihm in den Weg stellen können.
Schließlich haben sie nichts zu verlieren ...
Hinweis:
Dies ist Band 1 von 2!
Die Fortsetzung erscheint laut Verlag am 11. November 2025.
Illustrationen:
Eine Zusammenarbeit von Florian Biege und Marc-Uwe Kling klingt vielversprechend. Auch die Entstehungsgeschichte von der Idee bis zum fertigen Buch ist faszinierend.
Kurz: Es musste erst ein "Verrückter" gefunden werden, der diesen Wust von Ideen und diese gewaltigen Dimensionen zeichnet und es wird Jahre dauern, bis das Projekt fertig ist.
Da Florian Biege bereits mit der Umsetzung von Walter Moers' "Die Stadt der träumenden Bücher" eine Mammutaufgabe grandios bewältigt hat, habe ich mich besonders auf die zeichnerische Gestaltung gefreut.
Witzige Easter Eggs wie beispielsweise Panzerknacker und die Daltons als Schurken oder ein NEINhorn (und sogar Marc-Uwe Kling höchstpersönlich) als Anspielung ziehen sich durch die Geschichte.
Das Characterdesign, das Timing und der Bildaufbau sind sehr gelungen.
Durch das Platzieren der Panels wird aus dem Streitgespräch zwischen Normal und seinem Freund eine Art Pro- und Contra-Liste und das Debakel, in dem der Antiheld ohne Superkräfte steckt, wird noch deutlicher.
Im Anhang finden sich zahlreiche Skizzen und weitere (fiktive) Highlights aus dem NCU (Normal Comic Universe). Ein spannender Blick hinter die Kulissen.
5 von 5 Sterne für die Illustrationen
Mein Eindruck:
Das Skript ist von Marc-Uwe Kling und Jan Cronauer.
Von anderen Büchern aus der Feder von Marc-Uwe Kling ist man Wortwitz, Ironie und reichlich Sarkasmus und schonungslose Gesellschaftskritik gewohnt ... perfekt verpackt in eine fesselnde Geschichte.
Die Idee hinter "Normal und den Zero Heroes" gefällt mir sehr gut. Auch sind die Superhelden und ihre Superkräfte sehr kreativ angelegt: Chefin Simona, die Gedanken anderer kontrollieren und ihren eigenen Willen aufzwingen kann "Simona sagt ..." (in Anlehnung an das Spiel "Simon says ...") oder auch Nebenfiguren , die oft nur einen einzigen Auftritt haben, z. B. Leatherman (Mensch gewordenes Werkzeug).
Leider ist die Story unerwartet dünn, braucht sehr lange, um endlich Fahrt aufzunehmen, und endet dann abrupt mit einem fiesen Cliffhanger.
Es sind witzige Szenen, Easter Eggs und Running Gags dabei, aber nicht von der erwartet Qualität und zum Großteil sehr flach. Die versprochenen "2.000 Gags" auf 200 Seiten suche ich noch immer
3 von 5 Sterne für die Story.
Dank des Cliffhangers ist der zweite Band der Reihe aber dennoch auf die Leseliste gewandert.
Fazit:
Eine absurde Mischung aus Ironie und Parodie auf das Superhelden-Genre; gleichzeitig aber auch eine Hommage mit reichlich Herzblut!
Von der Story hatte ich mir mehr erhofft. Die zeichnerische Gestaltung jedoch ist auf den Punkt und eindrucksvoll.
Insgesamt reicht es noch knapp für 4 von 5 Sterne.
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Rezensiertes Buch: "Normal und die Zero Heroes" aus dem Jahr 2024