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Veröffentlicht am 22.03.2023

Aufstieg und Fall liegen nah beieinander

Saubere Zeiten
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Jakobs Vater liegt im Sterben. Der Sohn kehrt in seine Heimat an die Mosel zurück. Nach der Beerdigung beginnt er damit sich mit dem Werdegang der Familie zu beschäftigen. Er findet Tagebücher seines Opa’s ...

Jakobs Vater liegt im Sterben. Der Sohn kehrt in seine Heimat an die Mosel zurück. Nach der Beerdigung beginnt er damit sich mit dem Werdegang der Familie zu beschäftigen. Er findet Tagebücher seines Opa’s und Sprachaufnahmen des Vaters auf Tonbandspulen. Sein Großvater erlebt im Wirtschaftswunder Deutschland einen sagenhaften Aufstieg, er erfand ein Waschpulver und wurde richtig reich dadurch. Die Geschäfte laufen gut, es sind saubere Zeiten. Aufstieg und Fall liegen nah beieinander. Jakob beginnt zu recherchieren und dabei ist ihm kein Weg zu weit. Er landet in Brasilien und lernt die Tochter des jüdischen Besitzers der Drogerie kennen. In dessen Laden begann der Aufstieg des Theodor Auber. Familiengeheimnisse werden aufgedeckt, es gibt Schuldgefühle und Bestürztheit. An Dramatik nicht zu tippen. Jedoch die Verbindung zwischen Vater und Sohn ist sehr innig. Warum aber konnte er nie um seinen Vater weinen?

Der Autor erzählt etwas emotionsarm die Tragödie der Familie über zwei Generationen. Manchmal kam ich ein wenig durcheinander, einige Passagen waren mir was die Zeitsprünge betrifft zu ruckartig geschrieben. Hier die Familie und dann direkt wieder diese Eifersüchteleien die Jakob an den den Tag legte. Der rührende Brief von Bella entlockte mir ein paar Tränchen.

Der Roman hat mir gut gefallen, ich kenne ja Trier sehr gut, weil ich dort in der Jugend eine Zeitlang gearbeitet hatte. Guter Schreibstil und kurze Sätze lesen sich flüssig weg. Kapitel sind nicht so lang das fördert den Lesefluss. Die Art wie der Autor schreibt hört sich für mich sehr glaubwürdig an. Die Geschichte ist fiktiv aber dennoch sind wohl einige Passagen, die aus der eigenen Familie des Herrn Wunn stammen. So könnte ich es mir jedenfalls vorstellen.

Auf jeden Fall hat es sich für mich gelohnt diese spannende Geschichte, welche der Schreiber gelungen und spannungsvoll erzählt hat gelesen zu haben. Im Epilog erfährt man noch ein wenig mehr. Empfehle das Buch gerne weiter.

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Veröffentlicht am 05.03.2023

Mystisches Siebenbürgen

Tod in Siebenbürgen
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Der Journalist Paul Schwartzmüller steht vor einer schwierigen Entscheidung. Ein neuer lukrativer Arbeitsvertrag oder den Hof in Siebenbürgen erben. Eigentlich hatte er sein altes Leben abgestreift wie ...

Der Journalist Paul Schwartzmüller steht vor einer schwierigen Entscheidung. Ein neuer lukrativer Arbeitsvertrag oder den Hof in Siebenbürgen erben. Eigentlich hatte er sein altes Leben abgestreift wie ein paar Schuhe. Er ist aber trotzdem ein Siebenbürger Sachse. Er macht sich auf den Weg in seine alte Heimat mit dem Plan den Hof sofort zu verkaufen. Als er im Ort eintrifft sieht er seinen Freund Sorin aus Jugendtagen wieder. Dieser verdient sich sein Geld als Reiseführer im Schloss Bran.

Die Führung durch das Dracula Schloss endet mit einem Toten. Das Sicherheitssystem in der Folterkammer versagte. Sorin stolperte über das Seil, er ist jetzt der Hauptverdächtige seinen Widersacher Günther mit Absicht in die Kammer gelockt zu haben. Sehr gruselig wie er da zu Tode kam, es hat mich durchgeschüttelt. Während man Sorin verhaftet wendet er sich in seiner Verzweiflung an Paul um ihm zu helfen. Und dann beginnt dieser mit seinen Ermittlungen im Dorf und schon bald gesteht er sich ein, wie tief er doch mit seiner einstigen Heimat verbunden ist. Leicht hat er es nicht bei seinen Recherchen, die Leute im Dorf sind nicht hilfsbereit und hegen großen Misstrauen gegen Paul. Man spricht von einer alten Schuld seinerseits als er erst 14 war. Und welches Geheimnis verbirgt noch immer Maia.

Die Autorin versteht es die Spannung hochzuhalten. Das Buch ist nicht nur ein spannender Krimi mit einem Täter den ich so nicht erwartet hätte. Es wird sehr viel auch über Siebenbürgen geschrieben. Die gotischen Mauern, der orthodoxe Friedhof und viel über das Bran Schloss. Letzteres ist eigentlich nur ein Touristenort, ob da Dracula gelebt hat, glaube ich ist Fake. Man lernt die kulinarische Seite des Landes kennen ebenso wie deren Glaube an ihre Religion.
Ich fand es interessant das hin und wieder ein rumänisches Wort erwähnt wurde, so lernt man ein wenig die Sprache kennen. Ich war schon mal vor 10 Jahren in Bukarest, leider nicht in Sibiu. Es muss wunderschön in den Karpaten sein. Die Gegend wurde richtig schön bildhaft beschrieben. Das hat mir sehr gefallen.

Ich hatte unterhaltsame und spannende Lesestunden. Ich vergebe nicht oft die volle Punktzahl aber dieser Krimi hat es verdient.

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Veröffentlicht am 01.03.2023

Vegan ist gesund

Schnell mal vegan
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Am Anfang gibt es eine Einführung warum eigentlich vegan und das wir zu viel Tier essen. Dabei ist die Autorin selbst keine Veganerin wie man im Buch erfährt. Es gibt einige Seiten über Warenkunde die, ...

Am Anfang gibt es eine Einführung warum eigentlich vegan und das wir zu viel Tier essen. Dabei ist die Autorin selbst keine Veganerin wie man im Buch erfährt. Es gibt einige Seiten über Warenkunde die, wie ich finde sehr interessant sind.

Vegan kann wirklich gut schmecken und ist oft sehr schnell zubereitet. 30 Minuten Rezepte aus vielen Ländern mit echtem Geschmack. Man unterscheidet hier auch zwischen den Jahreszeiten, weil es auf das Gemüse ankommt. Obst und Gemüse sind das Kernstück einer saisonalen Küche. Die Autorin empfiehlt uns nach Möglichkeit immer Bio einzukaufen, ich kaufe oft Bio, leider ist da auch nicht immer Bio drin, wie man in den Medien schon gelesen hat.

Den Jasmin Reis hab ich schon in meinem Reiskocher nachgekocht, schmeckt echt lecker. Prima Rezept und das sogar ohne Salz. Das Pita Brot Rezept gehört neben dem Spinatsalat zu meinen Lieblingsrezepten im Buch. Und was ich bisher schon nachgekocht habe, u.A. Die gebratenen Knoblauchpilze hat auch meinem Besuch gut gemundet. Kulinarische Qualität die sehr lecker ist. Man kann auf Fleisch verzichten.

Die Infos über die jeweiligen Lebensmittel zum Gericht finde ich sehr informativ. Die Rezepte sind alle ohne künstliche Zutaten. Es werden nur reine pflanzliche Zutaten verwendet um den natürlichen Geschmack auch zu genießen.

Schnell mal vegan ist gesund und sättigt über mehrere Stunden. Ich bin froh das ich dieses Kochbuch habe, von mir gibt es eine Kaufempfehlung. Ich bin nicht wirklich eine Vegetarierin, dieses Buch hat mir aber gezeigt meine Ernährung etwas umzustellen.

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Veröffentlicht am 27.02.2023

Die Natur hat eine heilende Wirkung

Bäume für die Seele
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Ich liebe den Wald und die Bäume. Als ich dieses Buch sah, war mein erster Gedanke, dass möchte ich unbedingt lesen.

Der Autor nimmt uns in diesem Buch auf eine erholsame meditative Wanderung durch den ...

Ich liebe den Wald und die Bäume. Als ich dieses Buch sah, war mein erster Gedanke, dass möchte ich unbedingt lesen.

Der Autor nimmt uns in diesem Buch auf eine erholsame meditative Wanderung durch den Wald mit. Dabei lernen wir viele Heilbäume kennen. Von der Buche bis zur Linde und dem geheimnisvollen Ölbaum und noch mehr. Es ist ein wunderbares Farbenspiel der Schöpfung so schöne Bäume zu sehen. Bäume sind für mich wie ein empfindsamer Haltepunkt. Schon die Farbe Grün hat eine beruhigende Wirkung auf mich. Einen Baum zu umarmen ist immer eine innige Geste für mich. Es gibt eine Seelenverwandtschaft zwischen Baum und Mensch, da bin ich ganz sicher.

Die praktischen Anleitungen im Buch über Achtsamkeitsübungen lässt die Seele stärken. Besonders gut gefallen mir die Meditationen im Gebet. Achtsames und meditatives Gehen. Es wird leicht aber detailreich erklärt, das möchte ich mal nachvollziehen. Eindrücke bedeutender Naturmystiker sind dokumentiert und eindrucksvolle Gedichte namhafter Poeten findet man ebenso wie wunderschöne Fotos und deren Bedeutung.

Sehr empfehlenswert für Naturliebhaber und die es werden wollen. Die Natur hat eine heilende Wirkung auf uns. Sehr lesenswert.


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Veröffentlicht am 19.02.2023

Spannend und deprimierend

Abgelehnt
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Wenig Sympathie schlägt der Leiterin der Adoptionsbehörde entgegen. Hat sie etwa heimlich Geld für Adoptionen genommen? Eine oder mehrere Personen mussten sie so gehasst haben, dass man selbst vor Mord ...

Wenig Sympathie schlägt der Leiterin der Adoptionsbehörde entgegen. Hat sie etwa heimlich Geld für Adoptionen genommen? Eine oder mehrere Personen mussten sie so gehasst haben, dass man selbst vor Mord nicht zurückschreckte. Und zwar so brutal da hat es mich etwas geschüttelt.

Patrizia, die einst selbst adoptiert wurde, beginnt ihre Recherche und die ist aufreibend. Es geht um Bestechlichkeit, um ausgelaugte Liebschaften und das Ermessen des zuständigen Amtes wenn es um Adoption geht. Dieser Vierzehn ist schon ein mieser Kerl. Die Zahl der Verdächtigen ist nicht gering, einige hatten ein Motiv, die Spannung wird hochgehalten.

Die Autorin hat einen guten Schreibstil, wenn auch in manchen Passagen die Erkundigungen etwas langatmig waren. Wenigstens waren die Kapitel kurz gehalten. Ich war verblüfft, welcher Geistesblitz unserer Kommissarin Hölderlin beim joggen einfiel um den Fall aufzuklären. So richtig erkärt wurde es aber nicht. Was wird aus den drei adoptierten? Ein seltsames Ende für einen Krimi. Da wird es doch bestimmt ein Nachfolgebuch geben.

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