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Veröffentlicht am 05.11.2023

Lernen Rücksicht zu nehmen

Leise sein für Anfänger
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"Leise sein für Anfänger" ist ein sehr schön illustriertes Kinderbuch. Die Texte sind für Kinder gut verständlich und sie können der Handlung gut folgen.
In diesem Buch begleitet man den kleinen Elefanten ...

"Leise sein für Anfänger" ist ein sehr schön illustriertes Kinderbuch. Die Texte sind für Kinder gut verständlich und sie können der Handlung gut folgen.
In diesem Buch begleitet man den kleinen Elefanten Hannibal, dessen ganzer Tag aus Spaß besteht, doch leider finden nicht alle Tiere diesen Spaß toll.
Kindgerecht wird den Kindern gezeigt, was Hannibal falsch macht, dies wird auch nochmal durch gezielte Fragen nach dem Verhalten von dem Elefanten verstärkt. Dadurch kommt es auch sehr intensiv zum Austausch mit dem Kind und man kann über das Gelesene sehr gut sprechen.
So wird versucht, den Kindern beizubringen, auf andere Rücksicht zu nehmen und zu versuchen, nicht nur sich selbst zu sehen.

Leider gibt es eine Stelle in dem Buch, die ich als etwas abrupt empfunden habe. So versucht eine kleine Maus, sich mit dem Elefanten über sein Verhalten zu unterhalten. Leider findet diese Unterhaltung im Buch direkt nicht statt, was ich sehr schade fand. Denn so hätten die Kinder nochmal eine kleine Zusammenfassung von den Geschehnissen erhalten und auch noch mal aktiv gehört, warum die anderen Tiere jetzt sauer auf Hannibal waren. Ich hatte in dem Moment das Gefühl, dass ich Seiten übersprungen habe und dadurch etwas fehlt.
Ansonsten hat mir das Buch sehr gut gefallen, die Moral der Geschichte ist gut zu erkennen und ich würde das Kinderbuch definitiv weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 13.10.2023

Ozean-Liebe

An Ocean so Wide
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"An Ocean so wide" ist das Herzensprojekt von Stefanie Santer und wer dieses Buch gelesen hat, kann auch nachvollziehen wieso. Man spürt die Liebe der Autorin zum Meer in jeder Zeile.

Gekonnt verbindet ...

"An Ocean so wide" ist das Herzensprojekt von Stefanie Santer und wer dieses Buch gelesen hat, kann auch nachvollziehen wieso. Man spürt die Liebe der Autorin zum Meer in jeder Zeile.

Gekonnt verbindet die Autorin eine Liebesgeschichte mit dem großen Thema Umweltschutz. Sie hat ein großes Fachwissen, welches sie mit in die Geschichte einfließen ließ. Ich empfand diese Informationen als sehr interessant und sehr gut eingebunden. Stefanie Santer schafft es auf den Umweltschutz, den Schutz der Meere und ihre Bewohner aufmerksam zu machen, ohne allzu belehrend zu wirken.
Dies fand ich sehr erfrischend, denn oftmals geht das Thema Umweltschutz mit dem erhobenen Zeigefinger einher.
Mich haben diese Informationen wirklich zum Nachdenken angeregt und ich habe mich selbst gefragt, welchen Beitrag ich zum Umweltschutz aktiv leisten kann.

Die Charaktere Amy und Ezra waren absolut sympathische, die Entwicklung ihrer Beziehung zueinander war perfekt. Es gibt so viele schöne Szenen zwischen ihnen. Ganz tolle Hach-Momente, in denen man einfach nur schwelgen möchte.

Das Buch hat sich ganz leicht in mein Herz geschlichen und mich wirklich sehr berührt.

Für mich war es fast ein Highlight, denn einen kleinen Kritikpunkt habe ich leider doch, aber dieser ist eher Geschmackssache und nur meine persönliche Empfindung.
In diesem Roman gibt es wie für dieses Genre typisch spicy Szenen, die die Autorin wirklich gut geschrieben hat, mir aber für meinen Geschmack etwas zu ausschweifend waren und im letzten Drittel des Buches doch recht viel Platz einnahmen, sodass ich das Gefühl bekam, dass das Ende etwas zu kurz kam.
Das Tempo im Buch hat durchweg gestimmt, nur leider am Ende hatte ich das Gefühl, dass sich die Ereignisse überschlagen würden und sehr viel auf einmal passiert.

Trotz diesem kleinen Kritikpunkt kann ich das Buch nur empfehlen, denn es hat mir viele schöne Lesestunden beschert.

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Veröffentlicht am 04.10.2023

Interessante Neuinterpretation

The Romeo & Juliet Society, Band 1: Rosenfluch
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Auf dieses Buch hatte ich mich schon sehr gefreut, einfach weil ich ein Faible für Romeo & Julia- Geschichten habe und es mag sie immer wieder neu zu erleben.

Sabine Schoder hat sich mit "The Romeo & ...

Auf dieses Buch hatte ich mich schon sehr gefreut, einfach weil ich ein Faible für Romeo & Julia- Geschichten habe und es mag sie immer wieder neu zu erleben.

Sabine Schoder hat sich mit "The Romeo & Juliet Society - Rosenfluch" wirklich etwas sehr Interessantes ausgedacht. Ich mochte das Setting an der Akademie, die Idee mit dem Rosenfluch und dem Unstern. Kurzum das Worldbuilding hat mir schon sehr gefallen, warf aber beim Lesen auch viele Fragen auf, von denen leider auch noch welche offen sind. Aber es soll ja auch eine Trilogie werden und so hoffe ich, dass am Ende alle Fragen geklärt sind.

Die Protagonisten Joy, Rhyme und Cut waren wirklich sehr sympathisch und konnten mich komplett überzeugen. Beim Klappentext hätte ich noch auf ein dramatisches Liebesdreieck getippt, bin aber froh, dass dieses Buch ganz ohne sinnloses Drama auskommt. Auf die weitere Entwicklung in den Folgebänden bin ich echt gespannt.

Die Nebencharaktere sind leider etwas blass gezeichnet und waren in manchen Situationen für mich etwas schwer auseinander zu halten.

Den Schreibstil fand ich sehr angenehm zu lesen. Auch der Humor kam meiner Meinung nach auch nicht zu kurz.
Was ich aber manchmal etwas verwirrend fand, waren einige Erklärungen bzw. Beschreibungen, denen ich nicht ganz folgen konnte.

Für ein Jugendfantasy-Roman fand ich ihn gut gelungen und ich würde auch die Folgebände lesen wollen.

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Veröffentlicht am 30.08.2023

Wohlfühlbuch

Stay Here - New England School of Ballet
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"Stay here" ist der zweite Teil der New Englang School of Ballet- Reihe von Anna Savas. Dieser hat mir im Vergleich zu "Hold me" auch viel besser gefallen.

Stay here besticht durch seine großen Emotionen, ...

"Stay here" ist der zweite Teil der New Englang School of Ballet- Reihe von Anna Savas. Dieser hat mir im Vergleich zu "Hold me" auch viel besser gefallen.

Stay here besticht durch seine großen Emotionen, die man auch wirklich spüren kann. Besonders zu Beginn konnte ich die Gefühle von Rayne sehr gut nachvollziehen.

Beide Charaktere sind wirklich sehr schön ausgearbeitet, sie bieten Tiefe und man kann sich sehr gut in sie hineinvollziehen.
Auch die Entwicklung der Beziehung zwischen Rayne und Easton war sehr gut gemacht. Friends to Lovers ist jetzt nicht unbedingt mein Lieblingstrope, aber hier finde ich es wirklich perfekt umgesetzt. Man merkte den beiden ihre innere Zerrissenheit sehr an und man konnte es auch fühlen. Besonders eine Szene war hier perfekt geschrieben, sie lief bei mir wie im Film ab.

Was ich auch sehr mochte war, dass beide Charaktere miteinander reden, wenn es Probleme gibt. Ich finde es immer gut, wenn Sorgen und Probleme angesprochen werden und es dadurch nicht zu Missverständnissen kommt, was unnötiges Drama heraufbeschwört.
Das gibt es hier alles nicht und das fand ich wirklich erfrischend.

Für mich ist "Stay here" ein Wohlfühlbuch mit sympathischen Charakteren und großen Emotionen. Perfekt für einen regnerischen Herbsttag, wenn man es sich mit einem guten Buch gemütlich machen will. Hier ist es.

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Veröffentlicht am 08.03.2023

sehr gefühlvolle Geschichte

Vor uns die Dämmerung
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Seitdem ich von John Green - Das Schicksal ist ein mieser Verräter gelesen habe, komme ich an Büchern mit einer ähnlichen Thematik nicht mehr vorbei.
In "Vor uns die Dämmerung" von B. Celeste geht es ...

Seitdem ich von John Green - Das Schicksal ist ein mieser Verräter gelesen habe, komme ich an Büchern mit einer ähnlichen Thematik nicht mehr vorbei.
In "Vor uns die Dämmerung" von B. Celeste geht es um Emery, die durch eine chronische Erkankung ihre Zwillingsschwester verloren hat. Da ihre Mutter sich nie ganz von diesem Schock erholt hat und es für Emery immer schwieriger in ihrer Nähe wird, beschließt sie zu ihrem Vater zu ziehen. Dort trifft sie auch auf ihren Stiefbruder Kaiden, zu dem sie sich schnell hingezogen fühlt. Beide lernen sich immer besser kennen, doch weiß Kaiden nicht, dass auch Emery an der gleichen Krankheit wie ihre Schwester leidet...

Mich hat dieses Buch von der ersten Seite an sehr mitgerissen. Es war ein wirklich sehr emotionales Buch und ich habe so sehr mit Emery mitgelitten. Manche Szenen waren wirklich sehr schwer zu ertragen und haben mir tief berührt.
Emery habe ich gleich zu Beginn ins Herz geschlossen, denn obwohl sie so krank war, hat sie sich doch nie unterkriegen lassen und immer versucht ihren Weg zu gehen. Ich empfand sie als sehr stark.
Mit Kaiden hab ich mich zu Anfang etwas schwer getan, denn ich konnte ihn nicht richtig einschätzen. Aber nach und nach habe ich auch ihn ins Herz geschlossen.

Die Thematik des Buches ist natürlich keine einfache, aber ich finde es sehr gut, dass die Autorin auf chronische Erkrankungen aufmerksam machen möchte. Dies fand ich auch sehr gut umgesetzt. Vor allem auch, dass die Autorin zeigt, dass manche Erkrankungen nicht immer zu sehen sind und mit welchen Vorurteilen manche Menschen dann konfrontiert werden.

Für mich kam das Ende des Buches irgendwie sehr überraschend. Damit hätte ich so nicht gerechnet, aber es passt perfekt zu diesem Buch.
Den Epilog empfand ich als etwas schwach. Er wirkte sehr abgeharkt und passte meiner Meinung nach nicht zu dem emotionalen Gesamtbild des Buches. Da hätte ich mir irgendwie mehr gewünscht.

Was ich auch etwas ungünstig fand, war das Bonuskapitel nach dem Epilog. Es passte meiner Meinung nach vom Timing überhaupt nicht darein.

"Vor uns die Dämmerung" ist ein wirklich lesenswertes Buch.


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