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Veröffentlicht am 25.03.2025

atemberaubende Achterbahnfahrt - sehr spannend - voller Action - temporeich - Intermezzo

Amari und der Preis der Magie
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Amari hat das Spiel der Magier überlebt. Allerdings hat sie ihre Magie verloren. Der Sieger Dylan hat sich die Krone aufgesetzt und ist nun Anführer der Magierallianz. Er ist wild entschlossen, einen Krieg ...

Amari hat das Spiel der Magier überlebt. Allerdings hat sie ihre Magie verloren. Der Sieger Dylan hat sich die Krone aufgesetzt und ist nun Anführer der Magierallianz. Er ist wild entschlossen, einen Krieg anzuzetteln. Gemeinsam mit ihren Freunden macht sich Amari auf die Suche nach „Wundern“, besonderen magischen Gegenständen, damit diese nicht der dunklen Seite der Magierallianz in die Hände fallen.

Diese Geschichte ist eine atemberaubende Achterbahnfahrt. Sehr spannend und voller Action erzählt der Autor in einem beeindruckenden Tempo. Die Geschehnisse schließen direkt an den Cliffhanger von Band zwei an. Der Leser springt ins kalte Wasser und ist sofort mitten drin. Innerhalb weniger Tage entwickelt sich die rasante Handlung bis zum erstaunlichen Ende. Gemeinsam mit Amari werden viele besondere Schauplätze besucht, die sprunghaft wechseln und per Handgelenks-Transporter, durch geomagische Portale oder einen magischen Schlüssel erreicht werden. Die Themen Freundschaft, Familie und Verantwortung stehen im Vordergrund der zu bewältigenden Abenteuer. Im Verlauf der Ereignisse entscheidet sich Amari, sehr viel Verantwortung zu übernehmen. Für meinen Geschmack sogar viel zu viel Verantwortung für die jugendliche Hauptperson. Weiterhin stehen ihr dabei ihre imponierenden Freunde hilfreich zur Seite, aber es tauchen auch neue Charaktere auf und alte verschwinden. Leider bekommt Cosmo, der Treuhänder der Magierallianz, nur wenig Screentime und ist nicht mehr von Bedeutung. Am Ende des letzten Bandes schien es so, als wenn sein geheimnisvoller Charakter eine besondere Rolle einnehmen würde. Aber ich kann noch hoffen, denn die Reihe wird fortgesetzt. Alles in allem enthält der vorliegende Band ein faszinierendes Intermezzo. Offene Fragen aus den vorherigen Bänden werden nicht geklärt, zusätzlich tauchen viele neue Rätsel auf. Mir hat die Story gut gefallen, leider wurde das große Ganze in Amaris Fantasiewelt nicht voran gebracht, neues Hintergrundwissen nicht präsentiert und die zwischenmenschlichen Beziehungen nur ansatzweise vertieft. Nachdem dieses Buch schnell ausgelesen war und meine Zukunftsvisionen für alle Charaktere angeregt hat, warte ich nun sehnsüchtig auf den nächsten Band.

Für alle Fans der magischen Amari-Reihe sehr zu empfehlen. Am besten vor dem Start noch einmal die letzten Kapitel von Band zwei lesen, denn die Geschichte geht nahtlos weiter. Die spannende, rasante und spektakuläre Story beantwortet keine offenen Fragen. Sie ist professionell und kurzweilig geschrieben, aber lässt den Leser staunend und auf Band vier hoffend zurück.

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Veröffentlicht am 16.03.2025

gelungener Einstieg in eine neue Fantasie-Welt - spannend - geheimnisvoll - düster - Wer ist Freund? - Wer ist Feind?

Magisterium - Der Weg ins Labyrinth
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Von klein auf bekommt Callum Hunt von seinem Vater erzählt, dass er sich von allem Magischen fern halten soll. Als er unbewusst Magie anwendet, bekommt er eine Einladung zum Auswahlverfahren. Obwohl Call ...

Von klein auf bekommt Callum Hunt von seinem Vater erzählt, dass er sich von allem Magischen fern halten soll. Als er unbewusst Magie anwendet, bekommt er eine Einladung zum Auswahlverfahren. Obwohl Call sein Bestes gibt, um durchzufallen, wird er zum unterirdischen Magisterium zugelassen. Wie wird er sich in dieser unbekannten Welt zurechtfinden?

Wunderschön ruhig, langsam und stetig lernt der Leser gemeinsam mit dem Hauptcharakter Call die neue Fantasiewelt rund um die unterirdische Schule „Magisterium“ kennen. Die Geschichte startet in der Realität und gibt erst nach und nach den Blick auf die magische Welt preis. Call gewöhnt sich mit der Zeit an das unterirdische Leben, die verschlungenen Wege und sonderbaren Transportmöglichkeiten. Zusammen mit Call entdeckt der Leser eine begrenzte, sehr fantastievolle Welt, die einige Gemeinsamkeiten mit „Harry Potter“ aufzuweisen hat, aber auch viele neue spektakuläre Ideen präsentiert. Nicht nur durch das unterirdische Setting, auch durch die sprachlich erzeugte Stimmung und das zentrale Thema erscheint die Geschichte sehr düster. Bis zum Schluss bleibt im Unklaren, wem Call vertrauen kann und wem nicht. Der Text enthält viele Andeutungen auf noch unbekannte Bestandteile der magischen Welt und Hinweise auf eventuelle zukünftige Ereignisse sowie eine sonderbare Prophezeiung. Mit den Worten: „Ich sehe eure Zukunft vor mir. Einer von euch wird scheitern. Einer von euch wird sterben. Einer von euch ist bereits tot.“, ist die Spannung kaum auszuhalten. Die Autorinnen scheinen uns allerdings auf die Folter spannen zu wollen. Eine Auflösung und weitere Informationen werden auf die nächsten Bände vertagt.
Begeistert haben mich besonders zwei Nebencharaktere, die eingeführt wurden, aber in denen viel Potential für weitere Auftritte steckt. Sehr geheimnisvoll ist Warren, ein Feuerelementarier. Er bringt Spannung, weil er meistens sehr plötzlich auftaucht und in mystischen Sätzen spricht. Außerdem scheint er mehr über Call zu wissen, als er zugibt. Mit Mordo, einem chaosbesessenen Babywolf, wird ein tierischer Charakter eingebaut, der nicht nur Calls Herz erobert. Alle Szenen mit dem Wolfsbaby bringen Entspannung, Belustigung oder sind niedlich. Diese Wohlfühltextstellen sind ein gelungener Kontrapunkt zur düsteren Stimmung in anderen Szenen. Gerne würde ich in den nächsten Bänden mehr gemeinsam mit diesen beiden Charakteren erleben und sie näher kennenlernen.

Allen Magie-Begeisterten sehr zu empfehlen. Trotz einigen Parallelen zu den Harry-Potter-Geschichten gelingt eine ganz neue Sichtweise auf magische Schulwelten. Die Stimmung ist eher düster, aber sehr reizvoll und besonders Jungen ab 12 oder 14 Jahren haben mir positive Rückmeldungen gegeben. Geheimnisumwittert, langsam und mit stetig ansteigender Spannung lernt der Leser die unterirdische Welt und alle wichtigen, zum Teil undurchsichtigen, Charaktere kennen. Ein sehr guter Einstieg in die Magisteriums-Welt, Fortsetzung folgt.

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Veröffentlicht am 15.03.2025

Ermittlungen undercover von junger Mutter - tatkräftige Unterstützung von Seniorinnen-Quartett

Sylter Verrat
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In einem neuen, sehr persönlichen Fall, ermittelt die Undercover-Polizistin Kari Blom erneut auf Sylt. Unterstützung erhält sie von den vier ortsansässigen alten Damen der Häkelmafia. Diese spielen nicht ...

In einem neuen, sehr persönlichen Fall, ermittelt die Undercover-Polizistin Kari Blom erneut auf Sylt. Unterstützung erhält sie von den vier ortsansässigen alten Damen der Häkelmafia. Diese spielen nicht nur gerne Detektiv, sondern helfen auch liebevoll bei der Betreuung ihrer kleinen Tochter.

Mit diesem zehnten Band durfte ich endlich die eigentliche Hauptdarstellerin Kari Blom kennenlernen. Die Damen der Häkelmafia kannte ich aus der Winterepisode „Der Weihnachtsmordclub“. Kari Blom war mir auf Anhieb sympathisch. Es war überhaupt kein Problem, dass ich erst mit dieser Geschichte in die Reihe eingestiegen bin. Ohne Vorwissen konnte ich alle ihre Gedankengänge und Handlungsweisen nachvollziehen. Sie ist eine liebevolle und verantwortungsbewusste junge Mutter, die versucht Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. Ohne die tatkräftige Unterstützung der alten Damen würde ihr das kaum gelingen. Kari bekommt von ihnen ein Dach über dem Kopf, etwas Nahrhaftes, seelischen Beistand, detektivische Ratschläge und Kinderbetreuung serviert. Ein bisschen oft wird das Thema „Stillen“ im Text angeschnitten, auch immer im fast gleichen Wortlaut. Außerdem habe ich mir Gedanken über die Regelmäßigkeit der Stillzeiten gemacht. Karis Mann, der nichts von ihren Ermittlungen weiß, kehrt zur gleichen Zeit an seinen alten Arbeitsplatz auf Sylt zurück. So kommt es, dass sie einzeln am selben Fall arbeiten. Komische Begebenheiten sind also vorprogrammiert.
Das Setting gefällt mir sehr. Die vielen gemütlichen Beschreibungen des herbstlichen Sylts führen dazu, dass man am liebsten den Koffer packen möchte. Das Sightseeing durch Berlin hat Spaß und Lust auf mehr gemacht. Interessant, dass der Autor als Schauplätze zwei so unterschiedliche Orte gewählt hat. Auf der einen Seite das beschauliche Sylt mit seinem Blick übers weite Meer mit Ruhe und Entspannung. Demgegenüber steht die laute, quirlige Großstadt Berlin mit viel Verkehr und Hektik. Allen Charakteren gefällt der Ausflug ins Stadtleben, aber ihr Herz gehört der Insel Sylt. Das kann ich sehr gut nachvollziehen. Für Kari würde ich mir wünschen, dass sie gemeinsam mit ihrem Mann und seiner Familie auf Sylt sesshaft wird. Allerdings wird es dann schwer mit der Undercover-Arbeit. Mal sehen, was der Autor plant für seine Hauptakteure. Ich lasse mich gerne in den nächsten Bänden überraschen.

Dieser leichte Krimi ist besonders geeignet für alle, die es nicht ganz so blutig mögen. Ein verzwickter Fall wird undercover und offiziell logisch und nachvollziehbar gelöst. Große Themen sind außerdem Sightseeing auf Sylt und in Berlin sowie ganz viel Zwischenmenschliches und alltägliche Babypflege.

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Veröffentlicht am 03.03.2025

Spannung - Action - Magie - große Geheimnisse

Magisterium - Das 2. Jahr
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Call hat sich entschieden, für das zweite Jahr seiner Ausbildung ins Magisterium zurückzukehren. Aber sein Vater ist weiterhin dagegen. Als Call von illegalen Machenschaften erfährt, geht er gemeinsam ...

Call hat sich entschieden, für das zweite Jahr seiner Ausbildung ins Magisterium zurückzukehren. Aber sein Vater ist weiterhin dagegen. Als Call von illegalen Machenschaften erfährt, geht er gemeinsam mit seinen Freunden und einem unerwarteten Begleiter der Sache auf den Grund.

Es geht magisch weiter. Dieser zweite Band der Magisteriums-Reihe ist eine gelungene, sehr spannende Fortsetzung, die mehr Action enthält als Band eins. In der ersten Hälfte des Buches ist der Schauplatz die unterirdische Schule. Aber dieses Mal steht der Schulaspekt nicht so im Vordergrund. Denn in der zweiten Hälfte bewegen sich die Schüler Call, Aaron, Tamara und Jasper hauptsächlich außerhalb der Schule und bestehen zahlreiche Abenteuer. Während dieser Reise raufen sie sich zusammen und der Leser erfährt mehr über die Charaktere, ihren Hintergrund, ihre Herkunft, ihre Beziehungen untereinander und ihre Geheimnisse. Die Hauptpersonen lernen dazu, entwickeln ihre magischen Fähigkeiten und machen sich Gedanken. Dabei bleibt weiterhin im Ungewissen, wer der wirkliche Gegenspieler ist. Wem kann Call innerhalb und außerhalb der Schule trauen? Zusätzlich gibt es einen leichten Cliffhanger sowie einen Ausblick auf kommende Schwierigkeiten, die ein Weiterlesen notwendig machen. Das Autorinnenduo glänzt mit vielen fantasievollen Ideen. Ein Highlight für mich ist weiterhin Mordo, der chaosbesessene Haustier-Wolf von Call. Er sorgt für Wohlfühlmomente. Dabei ist er gleichzeitig niedlich und gruselig, eine tolle Mischung. Auch Warren, obwohl wie immer undurchsichtig, ist mir ans Herz gewachsen. Mit seinem plötzlichen Auftauchen und seinen Prophezeiungen sorgt er für Spannung und mystische Elemente. Gerne lasse ich mich in den nächsten Büchern überraschen, wie es mit den Hauptpersonen weitergehen wird.

Allen Fans von Band eins wird garantiert auch dieser Folgeband gefallen. Die Geschichte nimmt richtig Fahrt auf. Spannend, actionreich und geheimnisvoll entwickelt sich das Leben von Callum Hunt. Am Ende des Textes bleiben viele Fragen offen und einige spektakuläre zukünftige Ereignisse werden angedeutet. Nach dem Genuss der ersten beiden Bände werden alle Freunde der Magisteriums-Welt im Anschluss die Bände drei, vier und fünf lesen wollen.

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Veröffentlicht am 16.02.2025

Winter an der Küste - Weihnachten, Schnee und viele Probleme

Sommerby 3. Für immer Sommerby
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Dieses Mal wird die ganze Familie die Winterferien bei Oma Inge in Sommerby an der Küste verbringen. Die Geschwister Martha, Mikkel und Mats freuen sich, alle tierischen und menschlichen Freunde wieder ...

Dieses Mal wird die ganze Familie die Winterferien bei Oma Inge in Sommerby an der Küste verbringen. Die Geschwister Martha, Mikkel und Mats freuen sich, alle tierischen und menschlichen Freunde wieder zu sehen. Neben unvorhersehbaren Ereignissen, ungünstigen Wetterverhältnissen sowie kleinen Wundern setzen sie sich mit ihren ganz eigenen großen und kleinen Problemen auseinander. Außerdem gilt es Weihnachten vorzubereiten.

Am liebsten habe ich die Kapitel gelesen, in denen ein Schneesturm über das Dorf zieht. Die Auswirkungen von klirrender Kälte und massig Schnee sowie dem dadurch verursachten Stromausfall sind sehr gut beschrieben. Alle im Dorf helfen einander, rücken näher zusammen, machen das Beste aus der Situation und finden positive Lösungen. Mir wurde ganz warm ums Herz. Ebenfalls die Stellen mit Plattdeutschem Dialekt haben mich angesprochen. Sie bringen den Flair des Lebens an der Küste gut rüber. Falls einzelne Passagen zu schwierig sein sollten, kann der Leser im Anhang die Bedeutung nachschlagen.
Obwohl ich mit meiner Tochter gerne andere Bücher der Autorin, z.B. die „Möwenweg“-Reihe, gelesen habe, konnte mich diese Geschichte nicht überzeugen. Es wird aus den Perspektiven der drei Kinder in der dritten Person erzählt. Aber der Blickwinkel wechselt an den sonderbarsten Stellen, was mich total durcheinander gebracht hat. Außerdem ist eine sehr negative Grundstimmung tonangebend. Die Autorin schildert eine krasse Realität, die überladen wirkt. Die einzelnen Probleme tauchen zu dicht gedrängt auf. Es werden kaum Lösungsansätze aufgezeigt, geschweige alle verzwickten Situationen vollständig aufgelöst. Die Konflikte schwelen weiter. Hoffentlich werden diese in einem weiteren Band zu einem Ende gebracht. Richtige Weihnachtsstimmung kam nicht auf. Hier ein Zitat über Weihnachtskarten aus dem Buch: „Keine Chance, mein Schatz“, sagt Mama. „Das kauft keiner. Die Karten zeigen, wonach wir uns sehnen, nicht die Wirklichkeit. Das wollen die Leute.“ Stimmt, vor den Weihnachtstagen sind die meisten Leute voll im Stress und in vielen Familien liegen die Nerven blank. Warum soll ich also diese Geschichte lesen? Damit ich mich danach besser fühle, weil es in anderen Familien noch mehr Streitereien und größere Probleme gibt? Oder brauche ich nicht etwas „heile Welt“ wie auf den Weihnachtskarten?

Gerne empfohlen zum Vorlesen bei einer Zuhörerschaft aus unterschiedlichen Altersstufen. Für jedes Alter existiert mit Sicherheit ein Charakter zum Identifizieren und ein Problem, das diskutiert werden will. Ansonsten sollten diejenigen zugreifen, die den norddeutschen Dialekt kennenlernen möchten. Im Anhang werden die plattdeutschen Worte und Sätze gut erklärt. Allen, die es trotz Problemen etwas unbeschwerter und positiver mögen, empfehle ich die Solupp-Reihe von Annika Scheffel. Winterlich weihnachtliche Stimmung findet ihr in Band zwei „Winter auf Solupp“.

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