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Veröffentlicht am 24.03.2025

Potenzial leider verschenkt, daher sehr enttäuschend

Diviners – Aller Anfang ist böse
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“Diviners. Aller Anfang ist böse” ist der erste Band der “Diviners”-Reihe von Libba Bray.

Inhalt:
Evie O’Neill, ein 17-jähriges Teenagermädchen aus Ohio, besucht ihren Onkel Will in New York. Gemeinsam ...

“Diviners. Aller Anfang ist böse” ist der erste Band der “Diviners”-Reihe von Libba Bray.

Inhalt:
Evie O’Neill, ein 17-jähriges Teenagermädchen aus Ohio, besucht ihren Onkel Will in New York. Gemeinsam mit ihrer Freundin Mabel genießt sie das aufregende Partyleben in der Metropole. Doch dann wird eine grausam zugerichtete Leiche nach der nächsten gefunden. Merkwürdig ist jedoch das Verhalten und Vorgehen des Täters, auf dessen Schliche sie zu kommen versucht. Denn Evie ist ein Diviner und hat eine besondere Fähigkeit: Sie kann durch Gegenstände Geheimnisse über deren Besitzer erfahren. Bald aber müssen sich Evie, Onkel Will, sein Gehilfe Jericho und Gelegenheitsdieb Sam fragen: Hat der Mörder übernatürliche Kräfte?


Meine Meinung:
Die Idee der Geschichte von einem Mädchen, dass mithilfe ihrer übernatürlichen Diviner-Kräfte einen Mörder verfolgt, fand ich grundsätzlich sehr gut, interessant und originell. An der Umsetzung mangelt es allerdings sehr.

Während des gesamten Buches ist die Stimmung deutlich düsterer und grausamer, als das schöne, bunte Cover und der Klappentext zunächst annehmen lassen. Auch die Einordnung des Buches in das Genre Romantasy oder gar die Bezeichnung einer “Slow Burn Romance” oder einer “Enemies-to-Lovers-Romance”, kann ich leider absolut nicht nachvollziehen. Es ist zwar eine Fantasygeschichte, allerdings ohne jeglichen Anflug von Romantik.

Des Weiteren werden mir die Toten in dem Buch auch bei diesem Klappentext etwas zu detailliert beschrieben, besonders bei einer bestimmten Leiche hätte aus meiner Sicht eine Triggerwarnung herausgegeben werden müssen.

Zwischendurch war ich kurz davor, das Buch abzubrechen, da es sich ewig lang zog und kaum Spannung aufgebaut wurde. Ich bekam des Öfteren das Gefühl, dass man die Geschichte auf die Hälfte hätte reduzieren können, da viele Szenen unnötig für den Handlungsstrang waren und alles nur noch unübersichtlicher machen.

Den Schreibstil der Autorin Libba Bray fand ich nur mittelmäßig, man gewöhnt sich aber im Laufe der über 600 Seiten daran. Sie beschreibt alles unnötig detailliert und ausschweifend, sodass der Fokus des Geschichte verloren geht. Auch wenn ich detaillierte Beschreibungen normalerweise wirklich sehr gern lese, waren diese Beschreibungen viel zu übertrieben genau. Wer sich durch die zähe erste Hälfte des Buches gekämpft hat, wird mit einer deutlich spannenderen zweiten Hälfte belohnt. Besonders die letzten Kapitel sind spannend und es macht viel Spaß, sie zu lesen.

Die gesamte Geschichte wird ohne Muster aus sehr vielen verschiedenen Perspektiven erzählt. Normalerweise finde ich eine solche Erzählweise sehr gut, allerdings wurde auch das in diesem Buch total übertrieben. Es wurde aus insgesamt um die zehn verschiedenen Perspektiven erzählt, jedoch ohne den Namen der Perspektive zum Kapiteltitel zu schreiben, was das Verständnis des Buchs an manchen Stellen erschwerte. Zum Beispiel wurde ein Kapitel aus der Perspektive des Windes beschrieben, diese Szene war aber für den Rest des Buches und insbesondere das Verständnis der Geschichte gar nicht notwendig gewesen und verwirrte nur.

Leider konnten mich auch die Figuren nicht überzeugen. Sie alle machten auf mich einen oberflächlichen und klischeehaften Eindruck. Das traf besonders auf die Protagonistin Evie O’Neill zu. Sie wirkte leider naiv, oberflächlich und wie ein klischeehaftes Teenagermädchen. Auch ihre Einstellung gegenüber Alkohol ist etwas fragwürdig. Ihr Verhalten den anderen Figuren gegenüber war größtenteils egozentrisch und nicht freundschaftlich.

Der Lesespaß wurde besonders in der ersten Hälfte durch alle diese Aspekte leider sehr gedämpft.


Fazit:
“Diviner. Aller Anfang ist böse” hält leider nicht, was der Klappentext und das Cover versprechen. Das Buch sollte eher in das Genre “gruselige oder paranormale Fantasy” eingeordnet werden. Besonders die erste Hälfte des Buches ist sehr zäh, wodurch der Lesespaß sehr gedämpft wird. Mich konnte leider weder der übertrieben detaillierte Schreibstil, noch die oberflächlichen Figuren und die unübersichtliche Erzählung aus verschiedenen Perspektiven überzeugen. Obwohl die Idee ein großes Potenzial hat, mangelt es leider sehr an der Umsetzung, weshalb ich das Buch leider nicht empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 02.03.2025

Echtes Wohlfühlbuch mit kleinen Schwächen

Broadway Lights 1: Broken Shine
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„Broken Shine“ ist der Auftaktband der neuen „Broadway Lights“-Dilogie der deutschen Liebesromanautorin Elle Ellis und erschien im Carlsen Verlag.

Inhalt
Cassies große Chance ist gekommen! Sie zieht nach ...

„Broken Shine“ ist der Auftaktband der neuen „Broadway Lights“-Dilogie der deutschen Liebesromanautorin Elle Ellis und erschien im Carlsen Verlag.

Inhalt
Cassies große Chance ist gekommen! Sie zieht nach New York, um an einem neuen Broadwaymusical teilnehmen zu können und endlich ihr altes Leben hinter sich lassen zu können. Dort trifft sie auf den nervigen Jake, den Hauptdarsteller des Musicals und leider auch schon bald ihr neuer Mitbewohner. Auch er hat mit seinen Schatten zu kämpfen.
Schon bald knistert es zwischen ihren Streitigkeiten gewaltig zischen ihnen. Doch was passiert, wenn ihre Schatten die beiden einholen?

Meine Meinung
Cover
Das Cover ist einfach nur atemberaubend schön. Die Farbgebung ist wunderschön und auch der Farbschnitt ist ein Traum. Insgesamt passt die Aufmachung des Buches perfekt zu seiner zuckersüßen Geschichte.

Schreibstil
Der Schreibstil der Autorin Elle Ellis ist sehr leicht, was den Einstieg in die Geschichte sehr erleichtert. Die Kapitel sind kurz und aus der Sicht der beiden Protagonisten Cassie und Jake geschrieben. Elle Ellis schreibt flüssig, locker, humorvoll und sehr angenehm. Die Übergänge von Situationen sind sehr logisch.

Spannungsbogen
„Broken Shine“ ist durchgehend spannend, aber besonders am Ende hat die Autorin noch einmal alles an Spannung herausgeholt und lässt am Ende mit einem superfiesen Cliffhanger auf den zweiten Band warten.

Figuren
Cassie war mir von Anfang an sehr sympathisch und hat einen sehr authentischen Charakter, weshalb man sich gut in sie hineinversetzen kann. Im Laufe der Geschichte entwickelt sie sich von der schüchternen und eher schwachen Protagonistin zu einer selbstbewussten und starken.
Bei Jake war das für mich ein wenig anders. Er hat einige Dinge getan, die absolut nicht in Ordnung waren und durch die er sehr schwer einzuordnen war.
Insgesamt haben beiden Protagonisten aber sehr tiefgründige Hintergrundgeschichten und erscheinen gut ausgearbeitet.
Meine absolute Lieblingsfigur aber war die beste Freundin von Cassie und Protagonistin von Band 2: Zelda. Sie ist eine sehr liebenswerte und hilfsbereite Person und ihr Umgang mit anderen Figuren ist einfach nur herzerwärmend.

Themen
Im Buch werden tiefgründige und teilweise schwierige Themen behandelt. Die Protagonisten haben mit Gewalt und Trauer zu kämpfen. Näheres dazu kann der Content Note am Ende der Geschichte entnommen werden.

Originalität und Umsetzung
Die Idee von „Broken Shine“ fand ich sehr gut und tiefgründig. Die Umsetzung ist genial und macht die Geschichte für mich zu einem absoluten Wohlfühlbuch. Mir persönlich war es an ein paar wenigen Stellen etwas zu viel Drama und Hin und Her, aber dafür war die Geschichte so durchgehend spannend.

Fazit
Insgesamt hat mir das Lesen von „Broken Shine“ sehr viel Spaß bereitet. Das Buch ist sehr tiefgründig und durchgehend spannend. Es gibt einiges an Drama und der Protagonist Jake ist teilweise etwas schwierig. Dafür sind die Protagonistin Cassie und Zelda einfach großartig. Mir hat auch der sehr leichte Schreibstil der Autorin sehr gefallen. Ich vergebe 4,5 Sterne.
Wer also auf der Suche nach einem absoluten Wohlfühlbuch ist, sollte „Broken Shine“ unbedingt lesen!

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Veröffentlicht am 01.03.2025

Altersempfehlung irreführend – Nicht für Kinder ab 11 Jahren geeignet!!

Die Bibliothek der Wahren Lügen
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„Die Bibliothek der Wahren Lügen“ ist das Kinder- bzw. Jugendbuchdebüt von Jesús Cañadas, erschien im Coppenrath-Verlag und hat 304 Seiten. Die vom Verlag angegebene Altersempfehlung beträgt 11 Jahre.

Inhalt
Oskar ...

„Die Bibliothek der Wahren Lügen“ ist das Kinder- bzw. Jugendbuchdebüt von Jesús Cañadas, erschien im Coppenrath-Verlag und hat 304 Seiten. Die vom Verlag angegebene Altersempfehlung beträgt 11 Jahre.

Inhalt
Oskar kann es kaum glauben: Er hat den Schreibwettbewerb seines Lieblingsautors Simon Bruma gewonnen und darf ihn für einen Schreibkurs besuchen! Doch der Autor hat Hintergedanken: Bruma ist davon überzeugt, dass Oskar der Einzige ist, der seine schwer kranke Tochter November heilen kann – und das ausgerechnet mit einer Geschichte.

Meine Meinung
Cover
Das Cover ist wunderschön und spricht die Zielgruppe sehr an. Der Farbschnitt passt farblich perfekt. Allerdings ist die Aufmachung so süß und kindlich, dass man von dem vielen Blut im Buch sehr überrascht wird, dazu später mehr.

Schreibstil
Der Schreibstil von Jesús Cañadas ist sehr ausschweifend und auch ziemlich anspruchsvoll für ein Kinderbuch. Der Autor umschreibt viel, sodass die blühende Fantasie des Protagonisten Oskar, aus dessen Sicht das Buch geschrieben ist, deutlich wird.
Häufig schweift der Autor allerdings ein wenig ab und Übergänge sind etwas abrupt, was bei mir zu Verwirrung führte.
Außerdem sind einige Szenen, die für den Verlauf der Handlung nicht unbedingt relevant sind, deutlich zu blutig für ein Kinderbuch geraten, hier hätte man in jedem Fall kürzen können.

Spannungsbogen
Am Anfang wird nur langsam Spannung aufgebaut, das Buch liest sich etwas zäh. Später ist das Erzähltempo deutlich rasanter.

Figuren
An sich sind mir die beiden Protagonisten Oskar und November sehr sympathisch. Die Chemie zwischen den beiden ist echt super und die Art und Weise, wie sie sich langsam aneinander annähern sehr gut beschrieben.
Allerdings sind die Beweggründe für ihr Handeln und die Hintergrundgeschichten überwiegend sehr flach, sodass keine wirkliche Tiefe der Figuren entsteht und die Figuren manchmal schwer greifbar waren.
Oskar ist meist authentisch und entwickelt sich im Laufe des Buches zu einem mutigen, am Ende deutlich erwachsener wirkenden Jungen.

Themen
Das Buch thematisiert die Bedeutung von Familie und Freundschaft sowie die Auswirkungen von unheilbaren Krankheiten auf Familienmitglieder und Freunde der Betroffenen. Diese Themen können für Kinder sehr belastend sein, weshalb sich Kinder unter 14 Jahren und ihre Eltern gut überlegen sollten, ob sie das Buch lesen oder es gegebenenfalls lieber mit einem Erwachsenen gemeinsam lesen möchten. Genaueres dazu kann dem Spoiler-Teil am Ende der Rezension entnommen werden.

Originalität und Umsetzung
Die grundlegende Idee des Buches liebe ich sehr. Das Worldbuilding, eine Welt, in der Geschichten leben, ist genial. An der Umsetzung scheiterte leider einiges. Viele Teile der Handlung sind unlogisch, wirr oder unzureichend erklärt, was verwirrt und vom Leser als frustrierend wahrgenommen werden kann.

Fazit
Insgesamt ist „Die Bibliothek der Wahren Lügen“ ein Buch mit einer großartigen Grundidee, aber zahlreichen Schwächen bei der Umsetzung. Die Geschichte thematisiert einige für Kinder belastende Themen, weshalb ich das Buch in der Hinsicht eher ab 14 Jahren empfehlen würde. Für ein Buch ab 14 Jahren sind es mir persönlich aber viel zu viele Lücken in der Geschichte, weshalb das Buch wahrscheinlich vom Verlag auch die Altersempfehlung ab 11 Jahren erhielt.
Wer das Buch gern lesen möchte und noch nicht 14 Jahre alt ist, sollte das Buch am besten mit einem Erwachsenen gemeinsam lesen, um Albträume zu vermeiden und verwirrende Situationen zu klären.
Ich bin etwas enttäuscht, da die Geschichte meiner Meinung nach ein deutliches Potenzial hatte und vergebe 3 Sterne.

!!!ACHTUNG!!! Ab hier Spoiler für die gesamte Geschichte!!!
Ich schreibe wirklich nie Rezensionen mit Spoilern. Allerdings finde ich, dass hier die Kinder (oder jene, die das Buch für Kinder kaufen wollen) dringend vorgewarnt werden sollten, was den Leser im Buch erwartet. Neben viel Blutvergießen, einigen Kampfszenen, rohen Herzen etc. gibt es einige für Kinder sehr belastende Inhalte. Beispielsweise hat das Buch auch kein Happy-End (sehr ungewöhnlich für Kinderbücher), denn die Protagonistin November erliegt am Ende ihrer schweren Krankheit. Der Protagonist Oskar, aus dessen Sicht das Buch geschrieben ist, ist dabei, als sie stirbt, und die beschriebene Situation kann beim Lesen sehr belastend sein. Weiterhin sei gesagt, dass November nicht die einzige Figur ist, die stirbt.
Die vom Verlag angegebene Altersempfehlung ist meiner Meinung nach nicht gerechtfertigt. Ich empfehle das Buch Kindern ab 14 Jahren, die mit solch belastenden und blutigen Situationen umgehen können.

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Veröffentlicht am 02.02.2025

Geniale Mischung aus historischem Roman und Romantasy

Geheimnisse des Nil, Band 1 - What the River Knows
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„What the river knows“ ist der erste Band der „Geheimnisse des Nil“-Dilogie der US-amerikanisch-bolivianischen NYT-Bestsellerautorin Isabel Ibañez. Er erschien am 30.01.2025 im Ravensburger Verlag.

Inhalt
Das ...

„What the river knows“ ist der erste Band der „Geheimnisse des Nil“-Dilogie der US-amerikanisch-bolivianischen NYT-Bestsellerautorin Isabel Ibañez. Er erschien am 30.01.2025 im Ravensburger Verlag.

Inhalt
Das Buch handelt von der jungen Inez Olivera aus Buenos Aires, die den plötzlichen und äußerst mysteriösen Tod ihrer als Archäologen in Ägypten arbeitenden Eltern aufklären möchte. Daher reist sie nach Kairo und begegnet dort ihrem merkwürdigen Onkel und seinem gleichermaßen attraktiven wie nervigen Gehilfen Whit.
Was Inez jedoch nicht ahnt: In Ägypten warten nicht nur Antworten auf ihre verzweifelten Fragen, sondern auch jede Menge Intrigen, dunkle Geheimnisse und gefährliche Machenschaften auf sie…

Meine Meinung
Cover und Illustrationen
Das Cover ist mit der dunklen Farbgebung und besonders den edlen, goldenen Akzenten sehr ansprechend gestaltet worden und spiegelt das Mysteriöse und Geheimnisvolle im Buch sehr gut wider. Außerdem passt es ausgesprochen gut zum Setting Ägypten. Hin und wieder gibt es einige sehr passende Illustrationen, die dem Lesenden Beschriebenes noch deutlicher vor Augen führen.

Schreibstil
Besonders den Schreibstil der Autorin finde ich großartig. Er passt sehr gut zum historischen Genre, ist aber nicht zu veraltet. Isabel Ibañez schreibt flüssig, gefühlvoll und sehr angenehm. Sie schafft durch ausreichend Details eine fesselnde, sehr logisch aufgebaute Geschichte mit einer mysteriösen Atmosphäre, die mir schnell ans Herz gewachsen ist. Besonders gern mag ich ihre humorvolle Art, durch die Chemie zwischen Inez und Whit greifbar wird.

Spannungsbogen
Die Spannung wird gemächlich aufgebaut, besonders zum Ende ist aber ein großes Maß an Spannung vorhanden. In der Mitte des Buches ist die Geschichte für kurze Zeit ein wenig zäh, dies wird aber schnell wieder ausgeglichen. Die gesamte Geschichte hat aber eine stark fesselnde Wirkung, durch die das Buch nur schwer wegzulegen ist. Das Buch ist voll von gleichermaßen aufregenden wie unerwarteten Wendungen, sodass ich mich immer gefragt habe, was wohl als nächstes passiert. Diese Frage musste ich mir auch nach dem spannenden Ende und dem superfiesen Cliffhanger stellen.

Figuren
Die Figuren in „What the river knows“ sind mir sehr schnell ans Herz gewachsen, besonders die freche, kluge und sehr sympathische Inez mochte ich sofort. Inez hat außerdem neben ihren Stärken auch einige Schwächen, die sie für mich nahbar und authentisch machten. Ihre Gedankengänge sind größtenteils logisch, sodass man sich sehr gut in sie hineinversetzen kann.

Originalität und Umsetzung
Was ich aber besonders an „What the river knows“ liebe, ist die fantastische Verbindung aus wahren Begebenheiten (einige Menschen, die zu der Zeit lebten, Götter, wahre Ereignisse) und Fiktion, die der Autorin mit einem nahtlosen Übergang gelungen ist. Auch die Verknüpfung des Genres Romantasy mit dem historischen Roman ist etwas Neues und verleiht dem Buch einiges an Originalität.

Fazit
Insgesamt wurden in „What the river knows“ meisterhaft Fiktion und Geschichte verknüpft und dabei ist eine großartige Geschichte mit authentischen Figuren, vielen aufregenden Wendungen und einem wundervollen und atmosphärischen Schreibstil entstanden. Für mich ist „What the river knows“ auf jeden Fall ein Monatshighlight, bekommt 4,5 Sterne und eine ganz klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 12.01.2025

Der perfekte Wohlfühlroman für zwischendurch!

We between Worlds
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„We between worlds“ ist der Young Adult-Auftakt der neuen „Ferham Creek“-Dilogie von Francesca Peluso aus dem one-Verlag.

Inhalt
Das Buch handelt von der ehrgeizigen Peyton Torres, die durch ein Stipendium ...

„We between worlds“ ist der Young Adult-Auftakt der neuen „Ferham Creek“-Dilogie von Francesca Peluso aus dem one-Verlag.

Inhalt
Das Buch handelt von der ehrgeizigen Peyton Torres, die durch ein Stipendium von der armen Westside der Stadt Ferham Creek auf die reiche Eastside kommt. Ihr großer Traum ist es, Fotografie in Boston zu studieren. Doch genau dieser droht zu zerplatzen, als Peyton erfährt, dass ihre soziale Situation der Grund dafür sein könnte, dass sie nicht angenommen wird. Da kommt ihr das Angebot von Charles McCoy, dem Sohn der wohlhabenden Bürgermeisterin, gerade recht.
Dessen Idee, der Westside einen Streich zu spielen, ist komplett nach hinten losgegangen - und dieser Fehltritt könnte seine Mutter das Amt kosten. Um seinen Schaden zu begrenzen, so denkt Charles, wäre es ideal, wenn seine Familie das Image als Unterstützer und Freunde der Westside bekäme. Und wie ginge das besser, als wenn seine Freundin von der Westside käme? Also schlägt er Peyton einen Deal vor: Sie ist seine Fake-Freundin und er hilft ihr, ein Empfehlungsschreiben der Bürgermeisterin für Boston zu bekommen. Je mehr Zeit sie miteinander verbringen, desto näher kommen sie sich. Und schon bald stellt sich für beide die Frage: Wie viel ist wirklich noch Fake?

Meine Meinung
Cover
Das Cover ist genauso zuckersüß wie die, sehr ästhetisch und der Effekt beim Titel einfach nur zauberhaft. Auch der Farbschnitt ist wunderschön und harmoniert perfekt mit dem Cover. In der Erstauflage ist außerdem ein großartiges Page-Overlay enthalten.

Schreibstil
Auch wenn das Buch mit 447 Seiten eine durchschnittliche Länge hat, bin ich quasi nur so durch die Seiten geflogen. Das ist vor allem auf Francesca Pelusos großartigen, flüssigen und sehr leichten Schreibstil zurückzuführen. Sie schreibt locker und humorvoll, sodass Peytons und Charles‘ Geschichte eine wahre Wohlfühlgeschichte ist!

Spannungsaufbau
Es gibt zwar mehrere kleinere Spannungshöhepunkte, die fesselnde Wirkung von „We between worlds“ ist aber der Emotionalität des Buches und dem großartigen Schreibstil zuzuschreiben. Durch die Probleme, die Peyton und Charles am Anfang des Buches haben, wird aber trotzdem ein gewisser Grad an Spannung aufgebaut, der dafür sorgt, dass man das Buch nicht mehr weglegen möchte.

Figuren
Meiner Meinung nach sticht „We between worlds“ vor allem durch die sehr gut ausgearbeiteten, sehr authentischen Figuren hervor. Beide wurden mir im Verlauf des Buches immer sympathischer und ich konnte mich immer besser in sie hineinversetzen. Sowohl Peyton als auch Charles machen im Verlauf der Handlung eine sehr große charakterliche Entwicklung durch, was sie noch nahbarer macht.

Originalität und Themen
Im Buch werden die Unterschiede von Armut und Reichtum sowie die Benachteiligung von Menschen, die nicht so viel Geld haben, thematisiert. Die Geschichte basiert also auf einem gängigen Thema, die großartigen und sehr gegensätzlichen Figuren sowie der Fake-Dating-Trope machen „We between worlds“ aber dennoch zu einer sehr originellen Geschichte.
Mir gefiel das gesamte Buch sehr. Es hat mir großen Spaß gemacht, das Buch zu lesen und ich kann den Erscheinungstermin des zweiten Bandes kaum erwarten!

Fazit
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass „We between worlds“ eine süße Geschichte mit zwei großartigen und sehr liebenswürdigen Protagonisten ist, die durch ihre große charakterliche Entwicklung sehr authentisch sind. Der Schreibstil, bei dem man quasi nur so durch die Seiten fliegt, macht „We between worlds“ für mich zum perfekten Wohlfühlroman für zwischendurch! Ich vergebe 4,5 Sterne.

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