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Veröffentlicht am 30.03.2024

Die Fehler der Vergangenheit

Wir sitzen im Dickicht und weinen
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Das Buch „Wir sitzen im Dickicht und weinen“ von Felicitas Prokopetz handelt von Liebe, Schmerz, Krankheit und einer Mutter - Tochter Beziehung die nicht immer einfach ist, so zusagen wie das Leben eben ...

Das Buch „Wir sitzen im Dickicht und weinen“ von Felicitas Prokopetz handelt von Liebe, Schmerz, Krankheit und einer Mutter - Tochter Beziehung die nicht immer einfach ist, so zusagen wie das Leben eben spielt in all seinen Facetten.

Die Protagonistin heißt Valerie, sie hat einen Sohn der demnächst gerne ein Auslandsjahr machen möchte um seine Sprachkenntnisse und Lebenserfahrung positiv für seine berufliche Zukunft zu gestalten. Valerie hegt jedoch viele Zweifel und hat darüber hinaus auch Angst vor dem alleine sein. Dies alles spitzt sich zu als ihre Mutter plötzlich krank wird. Valeries Welt bricht von heute auf morgen auseinander.

Der Roman spielt in mehreren Zeitepochen, damit hatte ich anfangs sehr große Schwierigkeiten die Charaktere auseinander zuhalten und auch den Roten Faden in dem Roman zu folgen. Letztlich hat jede beschriebene Zeitepoche etwas mit dem damaligen Erziehungsstil der Generationen zu tun gehabt und wurde auch davon geprägt wie sich die einzelnen Charaktere entwickelten. Die Geschichte spielt immer wieder die Schwierigkeiten zwischen Mutter und Töchter Beziehungen an. Es werden viele unverarbeitete Traumata angeschnitten.

Mein Fazit, es ist kein spannender Roman das muss er auch nicht sein er ist zart beschreibend und feinfühlig aufgebaut, teilweise lassen manche Aussagen der Autorin viel Interpretationsspielraum, der zum nachdenken anregt.

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Veröffentlicht am 27.03.2024

Die Sonne von Kamerun

Issa
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Was für ein Debüt, Mirrianne Mahn liefert einen vielschichtigen Roman über kulturelle Identität und was es heißt ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

"Meine Freundinnen in der Schule wollten ...

Was für ein Debüt, Mirrianne Mahn liefert einen vielschichtigen Roman über kulturelle Identität und was es heißt ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

"Meine Freundinnen in der Schule wollten Arielle sein, ich hingegen immer Mami Wata, denn anders als Arielle muss sie ihre Stimme nicht an eine Meerhexe verkaufen, um an Land laufen zu können."

Issa ist schwanger und begibt sich auf den Rat ihrer Mutter nach Kamerun um dort diverse Rituale zu vollziehen damit ihr Kind gesund und stark zur Welt kommt. Schnell kristallisiert sich heraus das Issa einen Koffer voller Sorgen und Probleme mit an Bord gebracht hat.

Wie fühlt es sich an in der Mitte beider Kulturen zu stehen und doch das Gefühl zu haben nicht dazu zugehören?

Das Buch handelt von 5 Frauenschicksalen im Laufe der Zeit, wie sie sich unterdrücken ließen und für ihre Selbstbestimmtheit kämpften, jede Frau auf ihre Art und Weise.

Mirranne Mahn hat mehrere Erzählstränge fein in eine Familiengeschichte verwoben und damit einen flüssigen und bildgewaltigen Schreibstil erschaffen. Das Thema kulturelle Identität und Selbstbestimmung aber auch Emanzipation über mehrere Generationen hinweg, wurden in diesem Buch bis ins kleinste Detail umgesetzt.

Mein Fazit, wer Lust auf eine kulturelle Reise nach Kamerun verspürt und die Geschichten von starken Frauen lesen möchte ist hier goldrichtig.

Ich habe Issa sehr gerne gelesen und bin immer wieder überrascht worden.
Definitiv ein starkes Debüt das ihres gleichen sucht.

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