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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.07.2021

Tief berührt

Die Wütenden und die Schuldigen
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Das Buch wird als Hardcover geliefert und gefällt mir in Optik & Haptik sehr. Kleine Beigabe, das inkludierte Leseband.

Zum Inhalt: Die gesamte Geschichte dreht sich um den Beginn der Corona Pandemie ...

Das Buch wird als Hardcover geliefert und gefällt mir in Optik & Haptik sehr. Kleine Beigabe, das inkludierte Leseband.

Zum Inhalt: Die gesamte Geschichte dreht sich um den Beginn der Corona Pandemie und deren Auswirkungen auf eine deutsche Familie. Die Charaktere werden mit großer Sorgfalt vorgestellt.

Zu Beginn lernen wir Richard einen Pfarrer, welcher sich im letzten Abschnitt seines Lebens befindet, kennen. Um ihn in seiner baldig erwarteten Sterbephase zu begleiten und unnötiges Leid von ihm fernzuhalten, reisen seine Enkelin und eine mit der Familie befreundete Palliaativmedzinierin Dr. Kuhn in die Uckermark. Währenddessen erleben wir Richards Tochter Maria und andere Menschen, deren verordnete Corona-Quarantäne, mit allen damit verbundenen Herausforderungen.

Fazit: Schon nach wenigen Zeilen, habe ich mich in die Geschichte hinein gesogen gefühlt. Die Charaktere, deren Emotionen, Gedanken und Körperlichkeit wurden für mich greifbar. Ich war tief berührt von den Ereignissen & musste sogar weinen. So klar wurden die menschlichen Nöte, Sorgen & Gedanken kommuniziert. John von Düffel hat hier ein Werk geschaffen, das viele Menschen tief berühren wird. Definitiv keine leichte Kost. Eine Leseempfehlung an Alle, die nicht auf eine geschlossene rundum festgezurrte Story bestehen. Der Autor hat genug Raum für eigene Gefühle & Emotionen der Leser gelassen. Er gab den Rahmen für eigene Überlegungen und Gedanken vor, den Rest dürfen wir mit unserem Eigenem füllen. Außergewöhnlich und lesenswert.

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Veröffentlicht am 11.07.2021

Mit allen Sinnen...

Fälschung à la Provence
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Cover: Die schönen Lavendelfelder im Vordergrund mit dem sehr gut durchdachtem Titel, ergeben eine einladende Komposition. Ich spüre förmlich die Wärme & den Duft, eingebettet in den Willen, den Inhalt ...

Cover: Die schönen Lavendelfelder im Vordergrund mit dem sehr gut durchdachtem Titel, ergeben eine einladende Komposition. Ich spüre förmlich die Wärme & den Duft, eingebettet in den Willen, den Inhalt zu entdecken.

Inhalt: Pascal ist Dorfpolizist. Er hatte selbst die Entscheidung getroffen, seinen Posten in der Stadt aufzugeben, um das Leben auf dem Land genießen zu können. Da er für sein kriminalistisches Gespür bekannt ist, wird er von der Police Nationale in einem Mordfall um Hilfe gebeten. Die junge Museumsführerin Doria ist ermordet worden. Schon bald ist Pascals Leben nicht mehr so ruhig & beschaulich.

Fazit: Ein authentischer Lokalkrimi mit einer großen Brise "Provence". Das Buch bescherte mir eine Reise durch die französische Region. Nicht nur kann der Leser die geographischen Gegebenheiten förmlich sehen, auch die kulinarischen Spezialitäten sowie der Duft des Lavendel, strömen dem Leser entgegen. Der Verlauf der Geschichte ist logisch aufgebaut und bindet den Leser emotional an das Geschehen. Dem Autor gelang es eine Nähe zu Pascal und seinem Umfeld herzustellen, dem man sich nur schwer entziehen kann.

Andreas Heineke kommuniziert Begriffe oder Gegebenheiten häufig mittels der Landesüblichen französischen Sprache. Eine kleine Legende zu sprachlichen Eigenheiten sowie grobe Skizzierung der Örtlichkeiten, wäre von sehr großem Nutzen.

Ich vergebe eine sehr gute 4 Sterne Leseempfehlung für Leser, die einen guten Mix aus Leben, Genuss, Kunst & Mord, zu schätzen wissen.

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Veröffentlicht am 28.06.2021

Kann ich mir trauen?

Die Fremde - Du darfst nicht leben
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Das Bild auf dem Cover: eine, im dunklen Wald, weglaufenden Frau.
Es vermittelt den Gedanken der Flucht & inneren Unruhe.
Im Zusammenspiel mit dem Titel, werden meine Erwartungen auf eine spannende & ...

Das Bild auf dem Cover: eine, im dunklen Wald, weglaufenden Frau.
Es vermittelt den Gedanken der Flucht & inneren Unruhe.
Im Zusammenspiel mit dem Titel, werden meine Erwartungen auf eine spannende & ungewöhnliche Geschichte geweckt. Und, das zurecht.

Der Inhalt:
Die Story beschäftigt sich mit 2 Schwestern, die mit der Ermordung ihrer Eltern und ihrem eigenem Überleben, klar kommen müssen.
Die ermittelnden Kommissare und auch andere Menschen in ihrem Umfeld, stellen nicht nur Fragen nach dem "Wer hat das getan?". Auch die dunkelsten Hintergedanken & Vorkommnisse ihrer Vergangenheit & Gegenwart werden beleuchtet.

Fazit:
Die Autorin hat in dieser Geschichte einen Fall konstruiert, der spannend ist & es dem Leser so gut wie unmöglich macht, den Täter sofort zu erraten.
Sie schafft es, dass fast jeder der Akteure mehr oder wenig verdächtig erscheint.
Ein gekonntes Verwirrspiel.
Zum Finale werden dann die ausgelegten Fährten aufgenommen & der Täter entlarvt.
Sehr gut gemacht!
Kleines Manko war, der nach den ersten Kapiteln leider abfallende Spannungsbogen.
Daher vergebe ich 4 sehr gute Sterne mit einer klaren Leseempfehlung für Leser, die gerne tiefere Einblicke in die Motive & die Persönlichkeiten der einzelnen Akteure nehmen.

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Veröffentlicht am 24.06.2021

Sehr guter. klischeefreier Krimi

Seelensplitterkind
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Das Cover:

ist für mich leicht irrführend gestaltet. Einem Foto ähnlich, sieht man ein junges Frauengesicht, durch Spiegelscherben verzerrt.

Der Titel:

"Seelensplitterkind" hat in Zusammenspiel mit ...

Das Cover:

ist für mich leicht irrführend gestaltet. Einem Foto ähnlich, sieht man ein junges Frauengesicht, durch Spiegelscherben verzerrt.

Der Titel:

"Seelensplitterkind" hat in Zusammenspiel mit dem Klappentext etwas für Klarheit gesorgt.

Inhalt:

Es handelt sich um den 10. Fall der beiden Mordermittler Sibels & Till. Beide hatten sich, um für einen gewissen Zeitraum in anderen Ermittlerteams tätig zu werden, aus Frankfurt verabschiedet.

Nun sind sie zeitgleich wieder nach Frankfurt & ermitteln in der Mordkommission. Als Team waren & sind sie großartig. Zu ihrem Erstaunen hat sich in der Mordkommission, einiges zu ihrem Vorteil geändert. Jasmin ist die neue Team Assistentin, welche schon nach kurzer Zeit, für das Team eine wertvolle Ergänzung darstellt.

Der Fall:

Es wird ein namhafter Rechtsanwalt tot aufgefunden. Auf seiner Brust gut sichtbar: das Foto einer jungen Frau...

Persönlicher Eindruck:

Die Story ist so interessant wie ungewöhnlich. Die nach kurzer Zeit als Hauptverdächtige angenommene Frau, leidet unter dissoziativen Identitätsstörung. Durch jene werden die Ermittlungen und Befragungen deutlich geprägt und erfordern die Flexibilität der Ermittler.

Fazit:

ein wirklich sehr gut recherchierter Kriminalroman.

Das Ermittlerteam wird präzise und bildhaft gezeichnet. Die Besonderheit der psychischen Erkrankung, einer Hauptverdächtigen ist gut recherchiert und ohne Klischee, in die Geschichte integriert worden. Der Schreib-& Erzählstil ist flüssig & sehr gut lesbar.

Ein gelungener Kriminalroman mit großem Unterhaltungswert ohne Klischees.

Einen negativ Punkt möchte ich nicht unerwähnt lassen:

Das Cover macht leider keinen sehr hochwertigen Eindruck.

Unterschwellig könnte ein klischeehafter Umgang mit der psychiatrischen Bewusstseinsstörung suggeriert werden. Aufgrund dessen könnten potenziellen Leser von der Lektüre Abstand nehmen. Das wäre sehr schade.

Von mir eine klare Leseempfehlung mit 4 Sternen ausgezeichnet.

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Veröffentlicht am 19.06.2021

Typisch: Sherlock & Watson

Mycrofts Comeback
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Die schönen roten Doppeldeckerbusse auf der Themsebrücke, nahe dem Big-Ben/ London, zieren das Cover.

Der Titel und Klappentext gibt mir gute Hinweise zum Inhalt und Autorin. Es handelt sich hier um den ...

Die schönen roten Doppeldeckerbusse auf der Themsebrücke, nahe dem Big-Ben/ London, zieren das Cover.

Der Titel und Klappentext gibt mir gute Hinweise zum Inhalt und Autorin. Es handelt sich hier um den dritten Band der Sherlock-Reihe, im heutigen London, von Beate Baum.

Inhalt:

Sherlock Holmes und Watson sind im Post-Corona London unterwegs. Mit allen politischen Hürden sowie den mangelnden NHS Hilfestellungen konfrontiert, untersuchen sie den Mord an Sylvia Clark. Schon nach kurzer Zeit haben sie einige Ermittlungsansätze, von denen sich aber keiner so richtig festigt. Sherlocks Bruder Mycroft, ein Politiker wird mit auf den Plan gerufen. Er soll das politische Dickicht lichten. Es kommt zu tiefgreifenden neuen Erkenntnissen, welche den Fall noch mehr verdichten. Ein großes Konglomerat verschiedenster Möglichkeiten sorgen für erheblichen Ermittlungs- & Zeitaufwand.

Fazit:

Ich habe bisher noch keinen Band dieser Reihe gelesen. Somit war alles neu für mich. Das heutige Großbritannien mit seinen Brexit-Themen, die Post-Corona Not der britischen Bürger, die unredlichen Machenschaften von Firmen und Politik. Beate Baum hat sich hier wirklich sehr viel Mühe gemacht, den Leser vollumfänglich in den Alltag, der beiden Ermittler hineinzu"saugen".

Nach wenigen Seiten habe ich Sherlock, Watson und Mycroft bildlich vor Augen. Die kleinen Hänseleien zwischen den Protagonisten bringen mich immer wieder zum Lächeln. Die Aufklärung des Falls folgt den logischen Holmes - Argumenten.

Beim Finale bleiben keine offenen Ermittlungsstränge oder Fragen.

Einziger Kritikpunkt sind die doch fehlenden Spannungselemente.

Meine Freude an dem Sherlock/Watson Team & den Erzählungen von politischer Fakten, haben meinen Leseeifer bestärkt.

Daher vergebe ich sehr gute 4 Sterne. Sicher eine sehr interessante Lektüre für Leser, die es gern etwas weniger gruselig und anspannend mögen und gern in die typisch britische Mentalität eintauchen möchten.

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