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Odina

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.03.2025

Frauen im Aufbruch

Im Wind der Freiheit
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Der historische Roman "Im Wind der Freiheit" wurde von Tanja Kinkel geschrieben und erschien am 6. März 2025 beim Hoffmann und Campe Verlag. Das Buch umfasst 451 Seiten und das Cover zeigt revolutionäre ...

Der historische Roman "Im Wind der Freiheit" wurde von Tanja Kinkel geschrieben und erschien am 6. März 2025 beim Hoffmann und Campe Verlag. Das Buch umfasst 451 Seiten und das Cover zeigt revolutionäre Aufstände, was ebenso das Gefühl von Aufbruch und Veränderungen vermittelt. Die Handlung spielt im Jahr 1848, als die Menschen im Deutschen Bund gegen die autoritäre Herrschaft der Fürsten und die drückende Zensur revoltieren. In dieser Zeit treffen die mittellose Susanne und die mutige Schriftstellerin Louise Otto aufeinander. Gemeinsam kämpfen sie für Freiheit und Selbstbestimmung in einer Revolution, die das Land nachhaltig prägen wird. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm flüssig und fängt die Atmosphäre dieser Epoche gut ein. Dennoch fiel es mir anfangs schwer in die Geschichte einzutauchen. Einige Kapitel wirken langatmig und bremsen den Lesefluss. Die zahlreichen historischen Details sind zwar faszinierend, können aber auch die Handlung überladen, was die Spannung eher mittelmäßig erscheinen lässt. Die Charaktere sind grundsätzlich gut entwickelt und bieten verschiedene Perspektiven und Motivationen. Allerdings wird die Vielzahl der Figuren mit der Zeit etwas unübersichtlich. Besonders gefallen hat mir Susanne, die durch ihren starken Charakter und ihren Mut besticht. Insgesamt ist das Buch ein solider Roman, der insbesondere für Leser, die sich für die Epoche der 1848er Revolution interessieren, von Bedeutung ist.

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Veröffentlicht am 23.03.2025

Vertrauen und Wahrheit

Der zweite Verdächtige
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Der Krimi "Der zweite Verdächtige" wurde von Michael Tsokos und Florian Schwiecker geschrieben und erschien am 3. März 2025 beim Droemer Knaur Verlag. Das Buch umfasst 336 Seiten und das Cover passt perfekt ...

Der Krimi "Der zweite Verdächtige" wurde von Michael Tsokos und Florian Schwiecker geschrieben und erschien am 3. März 2025 beim Droemer Knaur Verlag. Das Buch umfasst 336 Seiten und das Cover passt perfekt zum Justizbereich und vermittelt sofort ein Gefühl für die Thematik des Buches. In der Geschichte begleiten wir den Strafverteidiger Rocco Eberhardt. Sein Mandant, Jan Staiger, wird beschuldigt, in einem Berliner Nachtclub einen Bekannten mit Liquid Ecstasy vergiftet zu haben. Trotz belastender Beweise beteuert Staiger seine Unschuld. Doch als ein weiteres Opfer auftaucht, das ebenfalls mit Liquid Ecstasy getötet wurde, droht die Anklage auf Doppelmord. Rocco muss sich fragen, ob er seinem Mandanten wirklich vertrauen kann. Bei der Überprüfung der Beweise und Ermittlungsschritte stoßen er und der Rechtsmediziner Dr. Justus Jarmer auf dunkle Geheimnisse, die die Wahrheit ans Licht bringen könnten. Der Schreibstil der Autoren ist angenehm und einladend. Man fliegt förmlich durch die Seiten und möchte wissen wie es weitergeht. Die Spannung ist also durchgehend hoch. Besonders die Gerichtsszenen ziehen den Leser in ihren Bann und machen die juristischen Auseinandersetzungen lebendig und nachvollziehbar. Die Figuren sind gut dargestellt und übersichtlich. Rocco Eberhardt ist ein interessanter Charakter mit dem nötigen Biss und der Entschlossenheit, die man von einem Strafverteidiger erwartet. Insgesamt ist das Buch ein fesselnder Krimi, der nicht nur Justiz-Fans begeistern wird.

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Veröffentlicht am 19.03.2025

Die Last der Vergangenheit

Vor hundert Sommern
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Der historische Roman "Vor hundert Sommern" wurde von Katharina Fuchs geschrieben und erschien am 3. März 2025 beim Droemer Knaur Verlag. Das Buch umfasst 544 Seiten und das schön gestaltete Cover deutet ...

Der historische Roman "Vor hundert Sommern" wurde von Katharina Fuchs geschrieben und erschien am 3. März 2025 beim Droemer Knaur Verlag. Das Buch umfasst 544 Seiten und das schön gestaltete Cover deutet auf eine tiefgründige Familiengeschichte hin. Die Handlung beginnt, als Lena mit ihrer Mutter Anja die Wohnung ihrer Großmutter ausräumt und den Nachlass von Anjas Großtante Clara entdeckt. Clara, die in den turbulenten 1920er Jahren lebt, zeigt anfangs wenig Interesse an der Politik, doch als sie dem Revolutionär Aleksei geheime Treffen in ihrem Hundesalon erlaubt, bringt sie sich und ihre Familie in Gefahr. Hundert Jahre später konfrontiert Lena die Schatten der Vergangenheit und erkennt, wie sehr Scham und Schuld ihre Familie bis heute prägen, was sie zu Entscheidungen zwingt, die von ihrer Familie nicht verstanden werden. Der Schreibstil ist lebendig und einladend, die Kapitel sind gut proportioniert und sorgen für einen angenehmen Lesefluss. Die Übergänge zwischen den verschiedenen Zeitebenen und Generationen sind geschickt gestaltet. Die Spannung bleibt konstant, da man neugierig darauf ist wie sich die Fäden von Vergangenheit und Gegenwart miteinander verweben. Die Protagonisten sind gut ausgearbeitet und klar charakterisiert. Clara, als zentrale Figur, beeindruckt durch ihre Stärke, während auch Lena mit ihrer eigenen Persönlichkeit überzeugt. Insgesamt ist das Buch ein guter historischer Roman für alle, die generationsübergreifende Geschichten lieben.

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Veröffentlicht am 19.03.2025

Unter dem Nordseehimmel

Die Bücherfrauen von Listland. Der Gesang der Seeschwalben
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Der Roman "Der Gesang der Seeschwalben" wurde von Gabriella Engelmann geschrieben und erschien am 3. März 2025 beim Droemer Knaur Verlag. Das Buch umfasst 352 Seiten und das Cover vermittelt bereits den ...

Der Roman "Der Gesang der Seeschwalben" wurde von Gabriella Engelmann geschrieben und erschien am 3. März 2025 beim Droemer Knaur Verlag. Das Buch umfasst 352 Seiten und das Cover vermittelt bereits den Nordseeflair mit einer harmonischen Farbpalette. In der Geschichte begleiten wir die 55-jährige Journalistin Anna auf ihrer Reise zum abgelegenen Lister Ellenbogen, um über die 85-jährige Bücherfrau Fenja Lorenzen zu berichten. Statt Fenja trifft Anna jedoch nur deren Tochter Elisa an. Ein plötzliches Gewitter zwingt die beiden Frauen die antiquarischen Schätze im Dachboden zu retten. Dabei entdeckt Anna einen alten Gedichtband, der nicht nur literarische Schätze birgt, sondern auch ein verstecktes Samtbeutelchen und eine silberne Dose. Diese Funde konfrontieren sie mit Geheimnissen aus der Vergangenheit, die tief mit der Familie Lorenzen verbunden sind. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm und flüssig, die Figuren sind klar und übersichtlich skizziert, sodass man sich leicht in ihre unterschiedlichen Welten hineinversetzen kann. Besonders die Figur der Lene hat mich sofort berührt und mein Herz erobert. Die Spannung wird durch die wechselnden Perspektiven von Gegenwart und Vergangenheit konstant gehalten, was die Neugier auf die Auflösung der Geheimnisse nur steigert. Insgesamt ist das Buch ein wunderbarer Wohlfühlroman für all jene, die Familiengeschichten und die Komplexität menschlicher Beziehungen schätzen. Ich kann es kaum erwarten den zweiten Band zu lesen!

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Veröffentlicht am 17.03.2025

Suche nach Identität

Die Summe unserer Teile
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Der Roman "Die Summe unserer Teile" wurde von Paola Lopez geschrieben und erschien am 15. März 2025 beim Tropen Verlag. Das Buch umfasst 256 Seiten und das Cover fällt eher nicht besonders auf. In der ...

Der Roman "Die Summe unserer Teile" wurde von Paola Lopez geschrieben und erschien am 15. März 2025 beim Tropen Verlag. Das Buch umfasst 256 Seiten und das Cover fällt eher nicht besonders auf. In der Geschichte geht es um drei Generationen von Frauen: die Großmutter, eine Chemikerin, die Mutter, eine Medizinerin, und die Tochter Lucy, eine Informatikstudentin. Ihre Beziehungen sind angespannt, besonders zwischen Lucy und ihrer Mutter, die von hohen Erwartungen geprägt sind. Als ein Klavier aus Lucys Kindheit geliefert wird, konfrontiert sie ihre Vergangenheit. Der polnische Geburtsname ihrer Großmutter führt sie spontan nach Sopot, um ihre Familiengeschichte zu erkunden und ihre Zukunft zu gestalten. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, allerdings kam ich schwer in die Handlung rein. Die wechselnden Zeitebenen geben die Möglichkeit die Zusammenhänge zu verstehen. Die Spannung ist eher gering und konnte mich nicht mitreißen. Die Charaktere sind klar und gut ausgearbeitet, doch die drei Frauen wirken in ihrer Komplexität häufig arrogant. Ihre wissenschaftlichen Erfolge und inneren Konflikte sind nachvollziehbar, doch der emotionale Zugang gelingt nicht immer. Insgesamt ist das Buch ein eher durchschnittlicher Familienroman, der tiefgründige Themen anspricht und zum Nachdenken anregt, jedoch nicht überzeugt.

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