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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.01.2022

Mit Ecken und Kanten

DU und ICH und WIR
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Meinung:

Alison Hammer veröffentlicht mit "DU und ICH und WIR" ihr Debütroman, der die Geschichte einer kleinen Familie erzählt über Liebe, Trauer und Abschied. Der Klappentext erzählt eigentlich schon ...

Meinung:

Alison Hammer veröffentlicht mit "DU und ICH und WIR" ihr Debütroman, der die Geschichte einer kleinen Familie erzählt über Liebe, Trauer und Abschied. Der Klappentext erzählt eigentlich schon alles, was einen beim Lesen erwartet und verspricht eine emotionale Geschichte. Leider konnte mich die Umsetzung nicht so mitreißen wie erhofft.

Der Einstieg in die Geschichte ist mir leicht gefallen. Mit dem Thema der Krebsdiagnose findet sich schon eine sehr emotionale Grundlage und diese Richtung wird sehr schnell eingeschlagen. Dabei hat sich der Fokus für mich aber schnell wieder verloren. Tommy begleitet die Geschichte noch sehr lange, aber trotzdem gibt es nicht allzu viele Szenen mit ihm zusammen und durch die zeitlichen Sprünge ist sein Krankheitsverlauf wenig greifbar. Das ist aber nicht der Ausschlag für meine Bewertung.

Bis zum Schluss bin ich mit Alexis einfach nicht richtig warm geworden, denn es gibt zwei Punkt, die für mich nicht nachvollziehbar waren. Alexis fährt mit ihrer Familia nach Florida, in den Heimatort von Tommy und ihr. Dort treffen sie auch auf die Ex-Frau von Tommy und dadurch wird die Eifersucht Alexis sehr deutlich, obwohl auf den Seiten nicht ein wirklicher Grund dafür zu finden ist. Ich fand die Eifersucht zunehmend störend und sehr überzogen. Neben dieser Eifersucht habe ich Alexis Einstellung Beau gegenüber, dem Sohn ihrer Freundin der im Hinblick auf Cece eine große Rolle spielt, nicht verstanden. Sie schmeißt Beau mit dessen Vater in ein eine Schublade und ist in ihren Vorurteilen und Vorwürfen so festgefahren, frei nach dem Motto: "Wie der Vater so der Sohn". Wie die erwähnte Eifersucht, finde ich auch diesen Punkt überzogen und sehr störend.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Alexis und Cece geschrieben, wodurch es deutliche Abwechslung gibt, die mir gut gefallen hat. Cece ist mit ihrem Charaktere so wie man eine 14 Jährige eben erwartet, wodurch die Autorin ein wenig Punkten kann. Wie schon erwähnt liegt nicht wirklich der Krebsverlauf von Tommy im Vordergrund, sondern eher die Beziehung zwischen Alexis und Cece. Leider hat mir in vielen Szenen die Ernsthaftigkeit der Geschichte gefehlt, denn sie verliert sich eher in Banalitäten und wirkt dabei Oberflächlich und ohne klare Linie. Die Szenen sind locker, was das flotte voran kommen erleichtert, aber dafür an Emotion einbüßt. Der Schreibstil hat mir gut gefallen, aber dafür war die Umsetzung und die Gestaltung für mich am Inhalt vorbei.

Fazit:

Ich bin flott durch das Buch gekommen und habe das Buch schnell durchgehab, was an den lockeren Szenen liegt. Leider verliert sich das Thema um die Krebsdiagnose etwas und der Schwerpunkt findet sich auch nicht klar in der Mutter-und-Tochter-Beziehung zwischen Alexis und Cece. Der Charaktere von Alexis war mir bis zum Schluss eher unsympatisch und ich konnte sie bei der Eifersucht der Ex-Frau von Tommy gegenüber, aber auch der Einstellung dem Sohn ihrer Freundin gegenüber nicht nachvollziehen.

Trotz meiner Kritik ist das Buch nicht gänzlich schlecht und verdient für mich trotzdem noch 3 Sterne. Wer jedoch eine emotionale Geschichte sucht, sollte aber eher zu einem anderen Buch greifen.

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Veröffentlicht am 29.12.2021

Lesenswert, trotz Schwächen

Raubtieraugen
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Meinung:

Horrorfilme sind nicht so mein Ding, aber ich wollte es mal mit einem Buch versuchen und da habe ich gerne nach dem aktuellen Buch "Raubtieraugen" von Tobias Quast gegriffen.

Kurz vor Weihnachten ...

Meinung:

Horrorfilme sind nicht so mein Ding, aber ich wollte es mal mit einem Buch versuchen und da habe ich gerne nach dem aktuellen Buch "Raubtieraugen" von Tobias Quast gegriffen.

Kurz vor Weihnachten verliert Julius nicht nur seinen Job, sondern auch seine Wohnung, dabei steht der Besuch seiner 6-jährigen Tochter Emilia an. Da kommt die Einladung nach Wargrave Castle der Familie Hardings wie gerufen, doch schnell verblast bei Julius die Freude, denn sein Handy verschwindet und er hört immer wieder Schritte. Trotzdem möchte er den Besuch seiner Tochter genießen, aber die Hardings nehmen sie so ein, dass Julias sein Tochter kaum sieht, aber dabei bleibt es nicht...

Der Leser steigt vorne in die Geschichte ein und erlebt als erstes, wie sich Julius Leben an einem Tag verändert. Nebenbei gibt es auch noch Kapitel aus der Vergangenheit, die sich jedoch noch nicht wirklich mit der Gegenwart in Einklang bringen lassen und dabei entstehen einige Fragen, die ersten am Ende aufgeklärt werden. Mir hat der Einstieg sehr gut gefallen, der durch einen angenehmen Schreibstil und einer Bodenständigen Geschichte überzeugen kann. Mit Bodenständig meine ich, dass der Autor nicht gleich mit der ersten Seite versucht Horror Elemente einzubauen, auch wenn es trotzdem schnell dazu kommt. Der Leser lernt Julius nach und nach immer besser kennen und die Geschichte wird genau richtig aufgebaut.

Während mir die erste Hälfte sehr gut gefallen hat und der Autor mich mit seiner Gestaltung fesseln konnte, auch wenn von Horror noch eher weniger zu spüren war. Irgendwann finden sich Julius und Emilia dann auf Wargrave Castle wieder und ab da hat die Geschichte für mich leider etwas abgenommen. Es wird schnell klar, dass nichts mit rechten Dingen zu geht, aber mir war es ein Deut zu offensichtlich, so das die Spannung für mich etwas verloren gegangen ist.

Wie schon erwähnt finden sich auch abwechselnd Kapitel aus der Vergangenheit, die sich zunächst nicht mit der Gegenwart verbinden lassen. Die Kapitel sind anders gestaltet als die aus der Gegenwart und bringen dadurch Abwechslung mit. Leider hatte ich mit diesen Kapiteln Schwierigkeiten und ich habe keinen richtigen Draht zu der Seite der Geschichte gefunden. Dafür hatte ich keine Schwierigkeiten mit den Wechseln.

Obwohl ich mit den Kapiteln aus der Vergangenheit nur wenig anfangen konnte sind sie sehr wichtig für die Geschichte und bauen auf ein sehr überraschendes und hervorragendes Ende hin, mit dem ich nicht gerechnet habe und das mir durchaus die Sprache verschlagen hat.

Fazit:

Es gibt einzelne Aspekte an dem neuen Horrorthriller von Tobias Quast, die mich nicht ganz ansprechen konnten. Darunter zum einen die schnell und zu deutlichen Horrorelemente, die mir die Spannung etwas genommen haben und die Kapitel aus der Vergangenheit zu denen ich irgendwie keinen Draht gefunden habe.

Auf der anderen Seite hat mir das Gesamtbild der Geschichte gut gefallen und der Autor kann mit der Gestaltung aufjedenfall punkten. So sind die Unterschiede zu den Kapiteln aus der Gegenwart und Vergangenheit deutlich und bringen Abwechslung mit sich. Jede Seite baut auf ein überraschendes Ende auf, welches das Buch lesenswert macht, mit dem ich nicht gerechnet habe.

Mit ein paar Schwächen schafft das Buch bei mir keine 5 Sterne, aber bekommt mit 4 Sternen trotzdem aufjedenfall eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 19.12.2021

Spannend und Umfangreich

Lady of the Wicked
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Meinung:

Nachdem ich das Buch in der Buchhandlung in der Hand hatte und die erste Seite gelesen habe durfte das Buch gleich mit nachhause und es musste auch nicht lange darauf warten gelesen zu werden.

Um ...

Meinung:

Nachdem ich das Buch in der Buchhandlung in der Hand hatte und die erste Seite gelesen habe durfte das Buch gleich mit nachhause und es musste auch nicht lange darauf warten gelesen zu werden.

Um die Herrin der Wicked zu werden, müssen dreizehn Hexen getötet werden. Dieses Ziel verfolgt Darcia Bonnet um ihre Schwester aus dem Jenseits zurückzuholen. Mit bedacht geht sie dieser Aufgabe nach und sie kommt ihrem Ziel immer näher als plötzlich Valens Mariquise vor ihr steht und sie darum bittet, den grausamen Fluch, der auf ihm lastet, aufzuheben. Darcia möchte lieber nichts mit ihm zutun haben, aber die Wege der beiden Scheinen verknüpft zu sein...

Der Einstieg in die Geschichte hat mir sehr gut gefallen und die ersten 100 Seiten waren sehr schnell gelesen. Schnell baut die Autorin die Geschichte um Darcia und Valens, aber auch das Seeting rund um New Orleans und der Schattenwelt auf. Der Leser findet sich zwischen Hexen, Trollen, Magie und vieles mehr wieder und ich wurde gleich von der Welt eingefangen. Gerade auf der ersten Seiten passiert sehr viel und alles geht schlag auf schlag, dabei habe ich aber nie den Überblick verloren. Nach dem starken und rasanten Einstieg kommt die Geschichte erstmal ein wenig zur Ruhe und die Geschichte dreht sich eher etwas im Kreis. Auch wenn es im Vergleich zum Einstieg ruhiger ist, bleibt es trotzdem spannend und man bleibt gefesselt.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Darcia und Valents geschrieben, aber es kommt auch eine unerwartete dritte Perspektive hinzu. Jeder Protagonist zeichnet sich mit seinem Charaktere und seinem Hintergrund stark von den anderen ab und dadurch wird das ganze sehr fassenten Reich. An jeder Ecke gibt es neue Protagonisten die man kennenlernt, aber auch bei den Alten findet sich immer etwas neues, was sich offenbart. Trotz des Umfangs an Geschichte und Protagonisten sind mir gerade Darcia und Valents schon ein Stück weit ans Herz gewachsen.

Auf den rund 400 Seiten des ersten Teils von zweien passiert schon einiges, wobei die Geschichte mit Überraschungen auf den Leser wartet. Trotz des etwas ruhigeren Mittelteils wüsste ich nichts, was an der Geschichte noch zu ändern wäre. Band 1 von "Lady of the Wicked" ist rasant, umfangreich und spannend. Für alle Leser die gerne in eine Welt voller Hexen, mit Magie und Flüchen eintauchen möchte, ist hier genau richtig!

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Veröffentlicht am 15.12.2021

Tolle Geschichte, die gelesen werden muss

Das geheime Band
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Meinung:

Das schöne Cover mit den harmonischen Farben ist für mich ein Blickfang in der Buchhandlung und der Klappentext hat für mich den Ausschlag gegeben zu dem Buch zugreifen. Es geht um die irische ...

Meinung:

Das schöne Cover mit den harmonischen Farben ist für mich ein Blickfang in der Buchhandlung und der Klappentext hat für mich den Ausschlag gegeben zu dem Buch zugreifen. Es geht um die irische Krankenschwester Katie und harmlos aussehende Armbänder, hinter denen sich eine schockierende und bewegende Geschichte verbirgt. In den 70er-Jahren wurden junge Mütter gegen ihren Willen von ihren Kindern getrennt und haben immer noch nicht wieder zueinander gefunden, doch dies soll sich nun ändern.

Der Leser steigt mit Blick auf die Vergangenheit in die Geschichte ein und lernt zunächst die Protagonistin mit dem Namen Patricia kennen und danach macht die Geschichte einen Wechsel in die Gegenwart zu Katie. Diese Wechsel gibt es durch das ganze Buch hinweg , was mir sehr gut gefallen hat, denn dadurch bekommt der Leser bessere Einblicke, die für die Geschichte sehr wichtig sind. Die Autorin konnte mich schnell mit ihrem Schreibstil und der Gestaltung einnehmen und es gelingt ihr die berührende und schockierende Geschichte an den Leser zu vermitteln. Neben den Wechsel zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart finden sich auch viele Perspektivwechsel, die für mich am Anfang zwar unerwartet waren, aber ebenfalls gut in die Geschichte passen. Mit den verschiedenen Perspektiven hatte ich keine Probleme und ich konnte der Geschichte gut folgen, wobei es viel Abwechslung gibt. Zum Ende hin hatte ich mit den Namen zeitweise aber doch meine Schwierigkeiten. Die Einrichtung, in der die jungen Mütter mit ihren Kindern untergebracht waren, haben die Namen der Mütter geändert, hinzu kommen auch die Namensänderungen der Kinder von ihren Adoptiveltern. Nach und nach hatte jede Person zwei verschiedene Namen und dadurch habe ich zum Ende hin ein wenig den Überblick verloren, was zum Schluss aber kein Problem mehr war.

Wie schon erwähnt wird die Geschichte aus der Sicht mehrerer Protagonisten erzählt. Dazu hat jeder auch seine eigene Geschichte zu erzählen, die sich von den anderen unterschiedet, wodurch das Lesen nie langweilig wird. Als erstes findet sich Katie, die als Krankenschwester in der Einrichtung gearbeitet hat und jetzt die Kinder mit den Mütter zusammenbringen möchte. Ihr Charakter bleibt in der Geschichte vielleicht etwas im Hintergrund, aber dennoch ist sie mir beim Lesen ein Stück weit ans Herz gewachsen. Es wird schnell klar, dass Katie auch noch ein Geheimnis verbirgt, aber das wird erst am Ende richtig deutlich. Neben Katie gibt es zum einen noch Ailish, die ihre Mutter kennenlernen möchte, aber nebenbei noch mit der Situation zuhause zu kämpfen hat, Brendon, der zwar seine Mutter kennenlernen möchte, aber plötzlich noch mehr ungeahntes erfährt und noch viele weitere. Jeder Protagonist findet seinen Platz in der Geschichte und ist für mich nicht wegzudenken. Am Eindrucksvollsten fand ich jedoch Patricia und mit ihr die Einblicke aus der Vergangenheit. Patricia hat einen starken Charaktere, aber auch an ihr gehen die Vorgänge auf der Einrichtung nicht spürbar vorbei und das gleiche passiert auch mit dem Leser.

Die Autorin hat eine erschreckende Geschichte zu erzählen, die von wahren Ereignissen inspiriert ist und die sie mir ihrer Gestaltung eindrucksvoll und berührend an den Leser weiter gibt, ohne dass sie dabei auf harte Schilderungen zurück greifen muss, sondern erzählt Bodenständig und nah am Leser. Während jede der rund 560 Seiten schon einiges zu bieten haben, weiß die Autorin auch am Ende noch etwas draufzulegen und hat mich ein wenig sprachlos aus dem Buch entlassen.

Fazit:

Schon vor dem Lesen habe ich mit einer berührenden, emotionalen und schockierenden Geschichte gerechnet und diese Beschreibung passt sehr gut zu dem Buch "Das geheime Band". Racheal English erzählt die Geschichte junger Mütter, die früh von ihren Kindern getrennt wurden und auch nach fast 50 Jahren immer noch nicht zueinander gefunden haben. Mit einem sehr angenehmen Schreibstil und einer treffenden Gestaltung habe ich jede Seite verschlungen. Die Autorin hat die Geschichte mit Perpektiv- und Zeitwechsel genau richtig aufgebaut und bringt Abwechslung rein, die neben der Geschichte selber keine langweile aufkommen lässt. Obwohl die Story schnell klar ist war ich bis zur letzten Seite gefesselt und wurde von der Autorin auch zum Schluss noch überrascht.

Für mich ist "Das geheime Band" ein sehr gelungenes Buch, basierend auf wahren Ereignissen, welches von Anfang bis Ende Lesenswert ist und von mir eine klare Empfehlung bekommt.

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Veröffentlicht am 12.12.2021

Ein Top Thriller von Sandra Brown

Dein Tod ist nah
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Meinung:

"Dein Tod ist nah" ist für mich das zweite Buch der Autorin, wodurch ich ungefähr wusste, was mich erwartet und Sandra Brown konnte dem sehr gut entsprechen. In diesem Thriller geht es um den ...

Meinung:

"Dein Tod ist nah" ist für mich das zweite Buch der Autorin, wodurch ich ungefähr wusste, was mich erwartet und Sandra Brown konnte dem sehr gut entsprechen. In diesem Thriller geht es um den FBI Agenten Drex Easton, der ein persönliches Ziel verfolgt und zwar den Betrüger und Mörder Weston Graham zu schnappen. Seit Jahren hat dieser es auf Frauen und ihr Vermögen abgesehen, die er, nachdem er sich ihr Geld erschleichen konnte, ermordet hat. Seinem Ziel noch nie so nahe, verbeißt er sich immer weiter in sein Vorhaben, doch er hat nicht mit Talia Shafter gerechnet, dass nächste Opfer von Weston Graham, und die Anziehung, die zwischen den beiden herrscht.

Bevor ich zu dem Buch gegriffen habe, habe ich mir keine wirkliche Vorstellung gemacht, wie die Geschichte aufgebaut ist, umso mehr konnte mich die Autorin damit überraschen. Mir hat der leichte Einstieg gut gefallen und ich habe mich schnell in die Geschichte eingefunden. Während die Autorin von den Handlungen eher einen ruhigen Start gewählt hat, baut sich dennoch gleich eine Grundspannung auf, die mich sehr eingenommen hat. Während der Fokus stärker auf Drex Easton liegt und die meiste Zeit aus seiner Perspektive erzählt wird, wechselt diese auch zu Westen Graham und Talia Shafter, wodurch die Autorin aber nie zu viel verrät und noch einmal das Gewisse etwas rein bringt. Im Englischen findet sich der Titel "Outfax" und das beschreibt den Verlauf der Geschichte sehr gut, denn Drex und Weston versuchen sich die ganze Zeit gegenseitig auszustechen und Sandra Brown hat es auch geschafft mich ein wenig an der Nase herum zu führen, was mir das ein oder andere mal ein wenig die Sprache verschlagen hat. Dabei hatte ich nie das Gefühl eine aufgesetzte und künstliche Geschichte zu lesen.

Es gibt nicht sehr viele Protagonisten in der Geschichte, aber das braucht es auch nicht. Der Fokus ist sehr gut gewählt und umgesetzt, so das mir nie etwas gefehlt hat. Mit Easton, Graham und Talia gibt es drei verschiedene Charaktere, die genau wissen, wie die Seiten mit Spannung gefüllt werden können und die Gefühle und Gedanken der Protagonisten wurden für mich sehr gut vermittelt. In Sachen Gestaltung des Settings und Verlauf der Geschichte, aber auch den Protagonisten konnte die Autorin mich auf ganzer Linie überzeugen und ich habe dadurch jede Seite in dem Buch gerne gelesen.

Die Geschichte ist Abwechslungsreich und ich bin in keinem Punkt enttäuscht. Mit den rund 570 Seiten hat das Buch aber auch einen gewissen Umfang, wodurch es doch zu einem deutlich ruhigeren Mittelteil kommt, was mir zwar auch gefallen hat, aber für die Geschichte keine große Auswirkungen hat. Der Verlauf, denn die Geschichte nach dem ruhigeren Mittelteil nimmt, konnte mich nicht mehr ganz so mitreißen wie der Start, wodurch die Geschichte von mir in der Bewertung einen kleinen Abzug bekommt, aber im gesamt Bild trotzdem einen Starken und spannenden Thriller abgibt.

Fazit:

In "Dein Tod ist nah" findet sich ein spannender Thriller, mit einer gelungenen Umsetzung, die Spannung und Abwechslung mit bringt. Der Schreibstil von Sandra Brown lässt sich schnell und flüssig lesen und macht dabei keine Abstriche. Die Geschichte wird aus der Sicht von drei Personen geschrieben, wobei jeder seine eigenen Interessen verfolgt, der Leser aber nie zu früh weiß was geplant wird. Trotzdem hatte ich nie das Gefühl, dass die Autorin absichtlich etwas verheimlicht oder eine gekünstelte Geschichte produziert. Es gibt starke Charaktere, die mit ihren Fassetten, Gedanken und Handlungen klar sind. Die Geschichte nimmt einen spannenden Verlauf und wartet mit Überraschungen an jeder Ecke, wobei es nie langweilig wird. Trotz des ruhigeren Mittelteils ist es ein durch und durch gelungener Thriller.

"Dein Tod ist nah" hat mir sehr gut gefallen und bekommt von mir, trotz eines kleinen Abzugs und insgesamt 4,5 Sternen, eine Empfehlung!

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