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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.12.2018

Ich liebe Drachen einfach

Der Drachenflüsterer - Die Feuer von Arknon
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Ben kämpft immer noch für die Wahrheit. Also gegen den Orden und für die Drachen. Denn der Orden macht weiterhin Jagd auf die Drachen und schneidet ihnen ihre Flügel ab, angeblich um sie zu befreien. Aber ...

Ben kämpft immer noch für die Wahrheit. Also gegen den Orden und für die Drachen. Denn der Orden macht weiterhin Jagd auf die Drachen und schneidet ihnen ihre Flügel ab, angeblich um sie zu befreien. Aber dadurch werden sie willenlos und tuen alles was man ihnen sagt. Und Ben möchte die Drachen befreien.

Diesmal ist das Cover schon recht düster, aber mir gefällt es sehr gut. Allein schon, weil ein Drache vorne drauf ist. ;)
Ich liebe ja Drachen und besonders Bücher in denen diese nicht die böse Rolle übernehmen und so habe ich vor Jahren die Reihe um den Drachenflüsterer Ben begonnen. Nun ist das schon etwas her, dass ich die ersten drei Bände gelesen habe und ich hatte etwas Angst nicht mehr gut in die Geschichte hineinzufinden. Aber diese war unbegründet, denn Boris Koch macht es einem leicht wieder in die Welt um Ben hineinzukommen. Denn es wird zunächst aus der Sicht von Cathe erzählt und diese glaubt weiterhin die Wahrheit des Ordens und hält Ben für einen Samothanbeter. Und so wird einiges kurz nochmal wiederholt.
Der Schreibstil macht es einem dann auch nochmal leicht in die Story zu finden, denn sie ist nicht zu kompliziert und Boris Koch schreibt sehr lustig. Besonders die fantasievollen Flüche und Schimpfwörter, die sich die Bande um Ben an den Kopf wirft ist sehr witzig und hat mir sehr gefallen. Obwohl ich sonst nicht so der Fan von Schimpfwörtern in Büchern bin. ;)
Außerdem gefallen mir die Zeichnungen die im Buch zu finden sind. Allerdings sind das einfach viel zu wenige. Schade. ;)
Cathe ist ein toller Charakter und sie zeigt ganz deutlich wie schwierig es sein kann in einer Welt, in der nur eine Wahrheit gilt und alles andere als Ketzerei abgestempelt wird, eine andere Meinung zu haben bzw. seine Meinung zu ändern.
Aber genau dieser Zwiespalt beschreibt Koch ausgesprochen gut und man kann diese Zerrissenheit von Cathe sehr gut nachvollziehen.
Ben hat mir ja von Anfang an gut gefallen und auch hier ist er wieder sympathisch dargestellt. Er bildet den Kopf der „Ketzerbande“, obwohl er eigentlich kein Anführer sein möchte. Aber die anderen schauen zu ihm auf und er nimmt seine „Pflicht“ sich um die anderen zu kümmern ernst. Irgendjemand muss halt die Richtung angeben.
An manchen Stellen hätte dieses Buch, wie auch die anderen, ein Märchen sein können, wenn da nicht diese Ausdrucksweise gewesen wäre. ;)
Aber trotzdem ist es wieder eine spannende Geschichte. Allerdings ist auch hier das Ende nicht abschließend, was vermuten lässt das noch ein fünfter Teil erscheinen könnte. Ich hoffe dieser lässt dann aber nicht so lange auf sich warten.
Sehr interessant fand ich auch diese kurze extra Geschichte am Ende des Buches.

Mein Fazit: Trotz der langen Zeit zwischen dem Erscheinen der Bände, kam ich wieder gut in diesen Teil hinein und bin mit Begeisterung in diese fantastische Drachenwelt eingedrungen. Mir hat dieses Buch auch wieder gut gefallen, denn nicht nur die Drachen liebe ich, auch die Protagonisten sind sehr gut beschrieben und zeigen eine tolle Entwicklung. Nun warte ich auf einen eventuellen nächsten Band der Drachenflüsterer-Reihe. :)

Veröffentlicht am 14.12.2018

Zieht euch warm an

Angstrausch
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Simon und sein Freund führen eine Website, für die sie menschliche Tragödien filmen wollen. Deshalb klettert Simon in eine unterirdische Höhle, in der drei junge Männer umgekommen sind. Deren Leichen sind ...

Simon und sein Freund führen eine Website, für die sie menschliche Tragödien filmen wollen. Deshalb klettert Simon in eine unterirdische Höhle, in der drei junge Männer umgekommen sind. Deren Leichen sind immer noch dort. Doch dann geht was schief und Simon gerät selber in Gefahr.

Das Cover ist jetzt nicht direkt so meins, obwohl ich zugeben muss, dass ich das blau sehr mag. 
Der Schreibstil ist okay, also die Geschichte lässt sich gut lesen. Allerdings sind für meinen Geschmack die Kapitel etwas zu lang. Es gibt nicht so viele Pausen und es scheint, als wäre das Buch ein einziges, langes Kapitel. Das ist nicht so meins, denn ich mag es lieber, wenn ich zwischendurch mal klar abgegrenzte Kapitel habe.
Ich muss zugeben, dass ich etwas schwer in die Geschichte reingekommen bin, denn Simons Teil am Anfang, sein Abenteuer in der Höhle wirkte auf mich etwas überladen mit Worten und so nimmt die Autorin etwas die Spannung aus dem Ganzen raus.
Simon ist jetzt auch nicht so ein Charakter, den man von Anfang an mag. Das liegt vielleicht daran, weil seine Beweggründe (auch seinen späteren Ausflug zum Everest) nicht die besten sind. Ich habe wirklich lange gebraucht, bis ich ihm einen netten Charakterzug abgewinnen konnte, denn auch später handelt er immer ein wenig kommerziell würde ich jetzt mal sagen.
Juliets Teil, also ihre Tagebucheinträge zur Everest Besteigung, fängt schon viel interessanter an. Und da ging für mich die Geschichte auch erst so richtig los. Denn hier spürt man die Kälte und die Anspannung der Personen und obwohl es auch hier nicht sehr spannend wird (Thriller fand ich auch etwas übertrieben für dieses Buch), war ich total gefesselt von den Beschreibungen der Autorin. Ich bin ja kein Kältefan und so musste ich bei der Lektüre immer in einer Decke gehüllt dasitzen, sonst hätte ich das wohl nicht überstanden. ;)
Die Bedrohung in dem Buch ist eher subtiler Natur, denn irgendwie scheint alles nur im Kopf der Protagonisten zu geschehen. Dadurch wirkt das Buch stellenweise recht mystisch und ich war wirklich sehr gespannt auf die Auflösung am Ende.
Doch gegen Ende ist wieder viel Gerede und es ist ähnlich wie am Anfang des Buches. Das wirkte auf mich wenig interessant und ich war leider vom Ende etwas enttäuscht. Keine klare Auflösung erfolgt und das mysteriöse wird einfach ein wenig übergangen. Das fand ich sehr schade.

Mein Fazit: Vielleicht hätte sich die Autorin mehr auf die Geschichte um und auf dem Mount Everest konzentrieren sollen, denn genau an dieser Stelle ist das Buch sehr interessant geschrieben und man ist von dieser Welt dort einfach nur gefesselt. Alles andere drumherum war für mich etwas zu viel des Ganzen und Simon ist auch nicht der netteste Charakter, dem man seitenweise lauschen möchte. Auch geht der mystische Anteil im Buch, der mir gut gefallen hat, weil er passte, etwas am Ende verloren und eine richtige Aufklärung erhält man auch nicht. Ein teilweise empfehlenswertes Buch.

Veröffentlicht am 11.11.2018

Manchmal verwirrend, aber gut

Nachruf auf den Mond
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Matthews Bruder Simon ist in seiner Kindheit gestorben. Seitdem ist sein Leben ein auf und ab. Momentan geht er in eine Tagesklinik und dort schreibt er die Geschichte von damals auf.

Das Cover ist gut ...

Matthews Bruder Simon ist in seiner Kindheit gestorben. Seitdem ist sein Leben ein auf und ab. Momentan geht er in eine Tagesklinik und dort schreibt er die Geschichte von damals auf.

Das Cover ist gut gemacht und gefällt mir wirklich, aber so im Nachhinein muss sagen, dass es dann doch eher Bezug auf den Klappentext nimmt und deshalb nicht so richtig passt. Denn dieser lässt einem Dinge im Buch vermuten, die zwar drin vorkommen, aber keine zentrale Rolle spielen.
Dadurch das Matt seine Geschichte für die „Nachwelt“ aufschreibt spricht er einen direkt an und das mag ich ja immer besonders an Büchern. Außerdem ist das Buch generell in einem interessanten Stil aufgebaut. Man findet Zeichnungen mittendrin oder Wortfetzen. Der Autor arbeitet auch viel mit Wiederholungen und damit ist man mitten in der Geschichte und kann die Krankheit und die Verwirrtheit von Matt viel besser nachvollziehen.
Durch den Tod seines Bruders, der schon ziemlich am Anfang zur Sprache kommt, bekommt die Geschichte eine Traurigkeit, die sich durch den ganzen Roman zieht. Denn wie Nathan Filer im Interview am Ende erklärt, kann man Trauer nicht innerhalb von ein paar Kapiteln beenden, denn sie bleibt vielleicht sogar ein Leben lang. Und das hat meiner Meinung nach dem Buch Authentizität gegeben.
Der Stil ist an einigen Stellen sehr einfühlsam, aber dann wieder eigen und ich würde fast schon an einigen Stellen kindlich sagen. Aber das hat mir gut gefallen.
Allerdings konnte man manchmal der Zeitschleife nicht ganz so folgen, denn Matt springt gerne mal von der Gegenwart in die Vergangenheit und zurück. Das war manchmal schon anstrengend und verwirrend.
Außerdem war ich mir manchmal nicht so sicher, ob man Matts Erzählung glauben kann. Ist wirklich alles so passiert? Oder sind einige Textstellen nur Produkte seiner Fantasie? Dieser Eindruck entstand, weil Matt auch einige Medikamente gegen seine Krankheit nehmen muss.
Was sich aber durch das ganze Buch als Thema zieht und Matt sehr wichtig scheint, sind Erinnerungen. Vielleicht schreibt er deshalb die Geschichte auf, um Simon nicht zu vergessen.
Er versucht einfach sein bisheriges Leben seinen Bruder nicht ganz zu verlieren und so nähert sich diese tragische Geschichte einem scheinbaren Fiasko an.
Man kann leicht vergessen, wie jung Matt eigentlich noch ist und was er schon alles erlebt und vor allem durchlebt hat.
Aber am Ende hatte ich doch trotz allem Hoffnung für Matt und das hat das Buch dann rund gemacht.

Mein Fazit: An einigen Stellen ist das Buch nicht leicht zu verfolgen, denn es gibt viele unübersichtliche Zeitsprünge, aber ich mag den Stil in dem das Buch aufgebaut ist und irgendwie passen diese Wechsel von Gegenwart und Vergangenheit einfach zu Matts Charakter.
Eine einfühlsame Sprache, die einem die Macht von Trauer und Erinnerungen näher bringt. Ich mochte das Buch.

Veröffentlicht am 29.08.2018

Eine grausame Welt

Die Hochhausspringerin
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Riva ist Hochhausspringerin, in einer Welt in der alles perfekt sein soll. Alles wird kontrolliert. Doch eines Tages hört Riva einfach auf und nun soll die Wirtschaftspsychologin Hitomi Riva dazu bringen ...

Riva ist Hochhausspringerin, in einer Welt in der alles perfekt sein soll. Alles wird kontrolliert. Doch eines Tages hört Riva einfach auf und nun soll die Wirtschaftspsychologin Hitomi Riva dazu bringen wieder zurück zu kehren. Zum Springen, zu ihrem bisherigen Leben, zur Kontrolle.

Das Cover ist schlicht, aber gut. Mir gefallen die Farben und wie alles zusammen spielt.
Ich habe schon ein bisschen gebraucht um in die Geschichte reinzukommen, denn ich bin nunmal ein Fan von klarer Abgrenzung von wörtlicher Rede zum Rest des Textes. Das ist hier leider nicht gegeben und scheint alles in einem fast vollständigen Fließtext zu bestehen. (Es sind kleine Bindestriche, die einem die wörtliche Rede anzeigen, aber mir persönlich ist das zu wenig.)
Ansonsten erschafft Julia von Lucadou eine wie ich finde grausame Welt.
Alles wird kontrolliert, jeder Schritt, ja sogar der Schlaf. Und so fällt Riva natürlich schnell auf, denn warum will sie nicht mehr springen? Sie hat doch alles, sie konnte aus den Peripherien raus und hat jetzt einen sehr guten Creditscore. Einen angesehenen Status.
Damit kommt Hitomi ins Spiel. Denn sie soll Riva wieder dazu bringen zu trainieren. Auch ihre Handgriffe werden in jeder Sekunde überwacht und ihr Chef gibt ihr fast auf die Sekunde genau Feedback. So steigt oder sinkt ihr Mitarbeiterstatus stetig.
Beide leben in dieser kontrollierenden Welt, die schon fast etwas Voyeuristisches hat.
Die eine, Riva, die einfach aussteigen möchte und die andere, Hitomi, die das gar nicht verstehen kann.
Riva ist hierbei sehr undurchsichtig, denn wir bekommen alles nur aus der Ich-Perspektive von Hitomi erzählt. Und diese hat fast im ganzen Buch nur den Beobachtungsposten von außen.
Man fragt sich unwillkürlich, ob Riva Depressionen bekommen hat, weil ihr diese ganze Kontrolle einfach zu viel ist. Und man als Leser kann viel Verständnis für sie aufbringen, aber in ihrer „perfekten“ Welt reagieren alle nur mit Unverständnis.
Hitomi hingegen möchte nichts mehr als ihren Status zu halten oder sogar zu verbessern. Sie macht alles was man von ihr verlangt und steigert sich immer mehr in eine Art Obsession rein.
Es scheint ein Vergleich der Angepasstheit gegen eine Art Revolution zu sein.
In einer Welt, in der der Mensch, das Selbst immer mehr verschwindet und zurückweicht bleibt einfach nur noch ein Wesen, das funktionieren soll.
Aber Riva will das nicht mehr und riskiert in die Peripherien geschickt zu werden, wo die Menschen noch bei ihren Biofamilien leben und keine Möglichkeit haben etwas für die Gesellschaft zu leisten. Aber hier gibt es das, was sie scheinbar vermisst: Familie, Nähe, Menschlichkeit.
Möchte sie einfach raus aus der Stadt?
Man bekommt auch hier nur Hitomis Blickwinkel zu sehen, die die Peripherien in den schwärzesten Farben beschreibt und man ein Bild bekommt, in dem die Menschen fast wie Tiere zusammen leben.
Dieses Buch erzählt von Sprüngen, aber auch von Abstürzen. Eine für mich grausame Welt, in der jeder Moment für jeden sichtbar ist und man sich einfach nicht entziehen kann.
Das Ende ist für mich sehr passend, obwohl es auch meiner Meinung nach sehr grausig ist. Aber hier hätte ein Happy End wohl nicht gepasst.

Mein Fazit: Obwohl Riva scheinbar im Mittelpunkt steht, nimmt Hitomi als Ich-Erzählerin viel Raum ein. Alles wird aus ihrer Sicht erzählt und zeigt einem eine Welt in der alles kontrolliert wird.
Der Stil, ohne wörtliche Rede, fand ich etwas schwierig, da ich da eine klare Abgrenzung bevorzuge, aber ansonsten ist diese Dystopie großartig, grausig und das schlimme ist, diese Art von Kontrolle und Medienbeeinflussung kann man sich einfach nur zu gut vorstellen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Atmosphäre
  • Idee
Veröffentlicht am 25.08.2018

Was für Liebhaber

Skulduggery Pleasant (Band 10) - Auferstehung
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Skulduggery hat einen Spion in eine Gruppe, die sich das Gegensanktuarium nennt, eingeschleust. Nun ist dieser aufgeflogen und er braucht Walküre um Temper wieder zu befreien. Doch diese ist nicht mehr ...

Skulduggery hat einen Spion in eine Gruppe, die sich das Gegensanktuarium nennt, eingeschleust. Nun ist dieser aufgeflogen und er braucht Walküre um Temper wieder zu befreien. Doch diese ist nicht mehr dieselbe, aber Skulduggery versucht sie zu überzeugen, wieder an seiner Seite zu kämpfen.

Das Cover ist eigentlich typisch. Dominant ist natürlich das Skelett vorne drauf, aber mir gefallen der Stil und die Art wie das Cover gestaltet ist.
Wer schon einmal ein Buch von Derek Landy gelesen hat, weiß was er für einen lockeren, leichten Stil er hat. Und genau deshalb lese ich seine Bücher gerne. Die Charaktere liefern sich die meiste Zeit sehr witzige Wortgefechte und gerade Skulduggery ist einfach ein ganz eigener und toller Charakter. Und wer ihn mag, der sollte auch zu diesem weiteren Teil der Reihe greifen. Obwohl diese ja schon mit Band 9 abgeschlossen war. Und ich war auch erst skeptisch, denn eigentlich mag ich es nicht so gerne, wenn ein Autor noch einen Band hinterherschiebt, nur weil sich die Reihe gut verkauft hat. Aber wie gesagt, ich mag Skulduggery sehr gerne und war neugierig was in Teil 10 passiert.
Ich muss sagen, dass dieses Buch an einigen Stellen etwas schwerfälliger war als die anderen Romane. Dies liegt vielleicht daran, weil Walküre einfach eine andere Persönlichkeit aufweist. Nachdem das mit Daquise passiert ist, hatte sie sich ja zunächst aus dem Geschäft herausgezogen. Und badet etwas in Selbstmitleid. Und als dann Skulduggery auftaucht, hat sie auch zunächst kein großes Interesse an einer erneuten Zusammenarbeit mit ihm.
Und so ist leider die Handlung etwas zäh, denn alles was passiert baut sich recht langsam auf. Immer wieder unterbrochen, von einer selbstzweifelnden Walküre. Ich bin ehrlich, an einigen Stellen hätte ich fast aufgegeben, aber dann bekommt Derek Landy noch mit einem Witz die Kurve und ich habe dann einfach doch weitergelesen. Ich mag einfach seine Art zu schreiben. Und trotzdem hatte ich öfters das Gefühl, dass hinter dieser blödelnden Fassade ein ernster Hintergrund schwebt. Man muss einfach nur tiefer schauen. ;)
Walküre war jetzt nie so richtig mein super Lieblingscharakter, denn ich fand das schon von Anfang an etwas übertrieben, wie sie sich verhält. Irgendwie passte es nicht immer zu ihr. Ich hatte das Gefühl, die versuchte einfach Skulduggery zu imitieren. Aber in dem Buch hat sie einen so extremen melancholischen Tatsch, das sie auf die andere Seite der Skala gefallen ist. Und das hat mir noch weniger gefallen. Klar kann ich ihre Schuldgefühle verstehen, aber was genau möchte sie? In Ruhe gelassen werden? Oder doch wieder Abenteuer erleben? Ich habe nicht richtig durchgeblickt bei ihr. Und so wird einfach viel gegrübelt und philosophiert und die eigentliche Handlung verfiel etwas in den Hintergrund an manchen Stellen.
Das Ende war natürlich offen, denn es folgt ja noch ein weiterer Band der Reihe. Und obwohl ich hier einige Kritikpunkte aufzähle, werde ich aber wohl irgendwann zu diesem Buch greifen, um zu erfahren, was Skulduggery Pleasant noch so alles erlebt. Im Ernst, er ist einfach klasse!

Mein Fazit: Das Buch ist garantiert eine nette Zerstreuung für zwischendurch, denn ich mag einfach den Witz von Derek Landy (der meist schon in der Widmung beginnt :D ). Aber trotzdem ist es nicht so gut, wie einige andere Bücher der Reihe um den Skelettdetektiv. Aber für einen Nachzügler kann man es auf jeden Fall lesen.