Profilbild von melange

melange

Lesejury Star
offline

melange ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit melange über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.03.2024

Der schöne Schein

Die Auszeit
0

Zum Inhalt:
Der Besitzer eines Luxus-Retreats in den Bergen lädt eine Top-Influencerin und deren Entourage ein, um hochkarätige Werbung für sein Ressort zu machen. Als die Gruppe auftaucht, wird schnell ...

Zum Inhalt:
Der Besitzer eines Luxus-Retreats in den Bergen lädt eine Top-Influencerin und deren Entourage ein, um hochkarätige Werbung für sein Ressort zu machen. Als die Gruppe auftaucht, wird schnell klar, dass der glänzende Lack nur eine dünne Tünche ist. Und der Lack ist bald ab.

Mein Eindruck:
Emily Rudolf bewegt sich auf zwei Zeitebenen und experimentiert mit unterschiedlichen Sichten und Textarten. Dadurch kommt zusätzliche Spannung in eine Geschichte, die unaufhaltsam auf den Höhepunkt eines Mordes zurollt. Wer das Opfer ist, bleibt eine Weile unklar und auch das führt zu dem Zwang, immer weiter zu lesen, bis wenigstens hier Aufklärung erlangt wird.
Rudolf legt einige falsche Spuren und schafft ein gutes Fundament für ihre Figuren, so dass einige Charaktere ein glaubhaftes Motiv für die Taten haben.
Der Showdown ist wirklich gelungen und der Epilog rundet prima ab.

Mein Fazit:
Ein dickes Like!

Veröffentlicht am 10.03.2024

Hinterlistig

Wer zuerst lügt
0

Zum Inhalt:
Evie Porter lebt eine Lüge, da sie für "Mr. Smith" dubiose Fälle übernimmt; direkter und indirekte Auftraggeber bleiben ihr unbekannt. Sie wechselt ihre Identitäten - immer durch Mr. Smith ...

Zum Inhalt:
Evie Porter lebt eine Lüge, da sie für "Mr. Smith" dubiose Fälle übernimmt; direkter und indirekte Auftraggeber bleiben ihr unbekannt. Sie wechselt ihre Identitäten - immer durch Mr. Smith und seine Agentur bestens erdacht - bis ihr plötzlich eine Frau gegenübersteht, die Evies echte Identität als falsche benutzt. Evies Überlebensinstinkt führt dazu, diese Frau zu durchleuchten... und gegen Mr. Smith Allmacht zu kämpfen.

Mein Eindruck:
Nicht nur ist die Kaltschnäuzigkeit Evies bewundernswert. Auch die Kunst Elstons, ihre Geschichte zu konstruieren und die der Sprecherin Michaela Gaertner, dieser Leben einzuhauchen, nötigen Respekt ab.. Stück für Stück erfährt man die Gründe für Evies Lebenswandel und hangelt sich durch dir unterschiedlichen Fälle, die jeweils mit dramatischen Elementen ausgestattet sind. Da sich Evie positive Charaktereigenschaften bewahrt hat und die Story aus ihrer Sicht geschildert wird, fällt es trotz aller kriminellen Handlungen leicht, sich auf diese Figur einzulassen. Wie sich Evie durch ein eigenes kleines Netzwerk schützt und trotzdem immer wieder von einer Unwägbarkeit in das nächste Gefühlschaos fällt, macht Spaß und die leichten Anflüge von schwarzem Humor tun ihr Übriges für eine perfekte Unterhaltung.

Mein Fazit:
Macht Spaß und bleibt bis zum Ende spannend

Veröffentlicht am 08.03.2024

Gelungene Fortsetzung

Don't Kill the Queen
0

Achtung: Dieses Buch ist der zweite Teil einer Trilogie und baut auf "Don't Kill the Demon" auf

Zum Inhalt:
Liz muss ihre Herkunft immer mehr in Frage stellen, nachdem sie die fabelhafte Welt der Elfen, ...

Achtung: Dieses Buch ist der zweite Teil einer Trilogie und baut auf "Don't Kill the Demon" auf

Zum Inhalt:
Liz muss ihre Herkunft immer mehr in Frage stellen, nachdem sie die fabelhafte Welt der Elfen, Hexen und Drachen kennengelernt hat, die in relativer Ko-Existenz zur menschlichen existiert. Doch langwierige Abstammungsanalysen müssen warten, als sie nicht nur um das ihr zustehende Erbe kämpfen muss, sondern zusätzlich ihren Freunden beim Überleben und der Suche nach der Heimat helfen darf.

Mein Eindruck:
Diese Geschichte ist ein würdiger Mittelteil einer absolut spannenden Trilogie. Die Autorin Kate L. Gorien bringt nicht nur die Geschichte voran, sondern schafft es, die Spannungsschraube weiter anzuziehen, noch mehr fantastische Elemente einzubauen und auch die Liebe nicht zu vergessen. So zimmert sie das perfekte Jugendbuch (auch) für Erwachsene und lässt einen gleichzeitig ein Ende herbeisehnen und fürchten.

Mein Fazit:
Wirklich super!

Veröffentlicht am 03.03.2024

Sie sind unter uns

Ostfriesenhass
0

Zum Inhalt:
Serienmorde erschüttern Ostfriesland, die dortige Polizei verhält sich oftmals rustikal und viele Menschen glauben an die Landung von Außerirdischen.

Mein Eindruck:
Zuerst einmal gehört Klaus-Peter ...

Zum Inhalt:
Serienmorde erschüttern Ostfriesland, die dortige Polizei verhält sich oftmals rustikal und viele Menschen glauben an die Landung von Außerirdischen.

Mein Eindruck:
Zuerst einmal gehört Klaus-Peter Wolf leider nicht zu den Autoren, die gut lesen können. Er versucht zwar, seinen Figuren Farbe zu verleihen, richtig unterscheiden kann man sie als Hörer jedoch oftmals nicht. Außerdem macht er einige Fehler beim Lesen, die leider weder ihm noch einem Lektorat aufgefallen sind.
Nun zur Geschichte: Der Beginn gestaltet sich spannend, das ermittelnde Personal wird eingeführt und - der Ärger beginnt. Denn von der Gestaltung der Story sollte man davon ausgehen, dass es sich um einen ernsthaften Krimi handelt, der mit "Typen" aufgelockert wird. Hier sieht man aber Polizisten bei der Arbeit, die angetrunken Auto fahren, Verdächtige verletzen und sich auch sonst nicht um Dienstanweisungen scheren. Dazu eine überforderte Chefin und eine gottgleiche Hauptermittlerin, die selbst Tische zum Reden bringt. Und wenn das noch nicht reicht, gibt es gleich mehrere Frauen, die so dämlich und manipulierbar sind, dass man schreien könnte. Entweder überlassen sie einer Knalltüte ihr Geld und ihre gebrauchten Schlüpfer, gehen in dunkle Ecken alleine oder mit unbekannten Typen oder sie lassen sich von schönen Worten einlullen, bis sie selbst nur noch Gemüse sind.
Dieses Buch mag etwas für Liebhaber der Reihe sein, als Einstieg ist es nicht zu empfehlen und ein Ruppert mit ein paar coolen Sprüchen macht eben keinen Sommer.

Mein Fazit:
Abgehoben und unrealistisch in jeder Beziehung

Veröffentlicht am 03.03.2024

Spannend, aber überkonstruiert

Murder in the Family
0

Zum Inhalt:
Vor 20 Jahren wurde Luke Ryder, der junge Ehemann von Guys Mutter, ermordet und Guy - inzwischen Regisseur - will die Umstände dieses Verbrechens in einer True-Crime-Serie aufklären. Unterstützt ...

Zum Inhalt:
Vor 20 Jahren wurde Luke Ryder, der junge Ehemann von Guys Mutter, ermordet und Guy - inzwischen Regisseur - will die Umstände dieses Verbrechens in einer True-Crime-Serie aufklären. Unterstützt wird er von unterschiedlichen Experten im Metier der Kriminalverfolgung und einem Team der Produktion.

Mein Eindruck:
Durch die unterschiedliche Art der Medien (Zeitungsberichte, Live-Diskussionen, Mails....) lockert die Autorin ihre Geschichte sehr gut auf. Man fühlt sich der Gruppe zugehörig und ist mittendrin statt nur dabei. Die Steckbriefe zu Beginn stellen das Team vor der Kamera perfekt vor, die übrigen Figuren bleiben im szenischen Hintergrund. Wie sich der Fall bis hin zu Tathergang und Epilog aufbaut, ist Hunter wirklich gelungen, leider wirken einige Verwicklungen später (nach dem ersten großen Cliffhanger) überkonstruiert und deshalb wenig glaubwürdig. Das Ende des Opfers und die verantwortliche Person werden schlüssig hergeleitet und sind - mit der passenden Spürnase - schon vor dem "jetzt kann es ja nur noch .... sein" - Moment zu erkennen.

Mein Fazit:
Gute Unterhaltung - vor und hinter der Kamera