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Veröffentlicht am 11.01.2024

Ein Albtraum-Crescendo

Die Tribute von Panem X. Das Lied von Vogel und Schlange
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"She took her time tuning the instrument and then played song after song, seemingly as starved for the music as for the meals he brought.” (S. 167)

Zu diesem Buch hätte ich schon viele eher greifen müssen. ...

"She took her time tuning the instrument and then played song after song, seemingly as starved for the music as for the meals he brought.” (S. 167)

Zu diesem Buch hätte ich schon viele eher greifen müssen. Die Panem-Trilogie hat mich damals wieder zum intensiven Lesen gebracht, weswegen sie mir sehr am Herzen liegt. Als diese Geschichte Jahre später veröffentlicht wurde hatte ich Vorurteile und Angst, dass es nicht mit der Originaltrilogie mithalten könnte. Doch hätte ich es damals einfach mal versucht, denn ich wurde absolut begeistert.

Das Cover: Ich besitze die englische Hardcoverausgabe und finde das Gewand gut, aber bin der Meinung, dass alle Panem-Bücher nicht mit schönen Covern ausgestattet wurden (mit Ausnahme der 10th anniversary editions).

Die Handlung: Präsident Snow ist bereits als skrupelloser und grausamer Präsident von Panem in der Original-Trilogie bekannt. Doch wie gestaltete sich eigentlich seine Vorgeschichte? Schon früh war er in die Hungerspiele verwickelt – hierbei jedoch als Mentor für den weiblichen Tribut Lucy Gray aus Distrikt 12. Coriolanus hatte sich jedoch jemanden aus den höheren Distrikten erhofft und begegnet Lucy Gray mit Vorurteilen – bis er merkt, dass sein Tribut für Gesprächsbedarf beim Publikum sorgt. Gemeinsam arbeiten die beiden daran, dass Lucy Gray es lebend aus den Hungerspielen hinausschafft. Doch das Kapitol spielt mit gezinkten Karten in den Spielen…

Meine Meinung: Diese Geschichte lebt von einem Crescendo. Langsam, aber sehr unheimlich baut sich die bedrückende Stimmung auf. Gegen Ende verdichten sich die grausamen Ereignisse, weswegen die Einteilung des Buches in die thematischen drei Teile sehr logisch war. Zu Anfang verfolgt man Coriolanus Snow, der unter sehr bescheidenen Umständen aufwächst. Später wird er ein hilfsbereiter Mentor in den Spielen, doch es ist zu Beginn bereits klar, dass alles auf einen Abgrund zusteuert. Letzteres war mir von Anfang an bewusst gewesen, doch so ganz glauben wollte ich es zu Beginn nicht. Doch die Anzeichen wurden von Suzanne Collins ganz fein in der Geschichte gestreut. Für mich war es beinahe etwas befremdlich aus seiner Perspektive zu lesen – dabei wurde hierbei nicht einmal die Ich-Perspektive gewählt. Seine Gedankenspiralen, das ungesunde Bestreben nach einem guten Ruf und die Unzufriedenheit waren im ersten Drittel vielleicht nicht stark zu spüren, doch gegen Ende wurden sie ihm zum Verhängnis. Ich gebe zu, dass ich am Anfang das Buch aufgrund von Längen eine Weile zur Seite legen musste (obwohl ich es sehr stark geschrieben fand), doch spätestens als die Spiele losgingen, konnte ich mich der Geschichte nicht mehr entziehen. Es ist in vielen Teilen bedrückend und erschreckend und dennoch gibt es immer wieder kleine Lichtblicke oder Hoffnung, dass er doch nicht zu dem Präsidenten mutiert, der er wurde. Doch die Geschichte ist wie ein unheimlicher Sog, dem man sich nicht entziehen kann und dem erlag auch der Präsident.

Die Charaktere: Coriolanus Snow ist definitiv ein vielschichtiger Protagonist. Sehr charmant, anfangs sogar sympathisch. Doch irgendwann nistet sich ein Unwohlsein ein, das an den Lesenden immer mal zwickt, aber zu sanft ist, als das es länger anhält – noch entschuldbar ist. Und bald wird aus dem Zwicken eine Wunde, die nicht mehr verheilt. Ein wahnsinnig spannender, aber auch absolut grausamer Charakter, deren Handlungen man nicht mehr entschuldigen kann! Lucy Gray auf der anderen Seite mochte ich sehr gern. Eine Sängerin, die plötzlich zum Kämpfen gezwungen wird und doch immer an ihrer Menschlichkeit festhalten will. Ihre verträumte, künstlerische Ader ging perfekt mit ihrer willensstarken Art einher und ich konnte nicht anders, als sie zu bewundern. Am liebsten hätte ich jedoch noch mehr von Tigris gelesen, die für mich ebenfalls so spannend war.

Fazit: Für mich eine erschreckende, aber auch bittersüße Geschichte, die mir noch immer im Gedächtnis herumgeistert. Ich habe schon lange nicht mehr so eingehend über eine Geschichte nachgedacht. Eine beeindruckende Dystopie, die mich auch noch viele Jahre später beschäftigen wird. Von mir gibt es hier 5/5 Sternen!

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Veröffentlicht am 11.01.2024

Jahreshighlight mit viel Gefühl

Like words on our skin
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„Es ist möglich, Trauer und Wut auszuleben, ohne Menschen um sich herum zu verletzen.“ (S. 403)

Mehwish begeistert auch in diesem Band mit ihrem Feinspitzengefühl für Worte. Ihr Talent, Emotionen noch ...

„Es ist möglich, Trauer und Wut auszuleben, ohne Menschen um sich herum zu verletzen.“ (S. 403)

Mehwish begeistert auch in diesem Band mit ihrem Feinspitzengefühl für Worte. Ihr Talent, Emotionen noch intensiver aufleben zu lassen lässt dieses Buch stark hervorstechen. Auch, wenn dies mein erstes Buch im neuen Jahr ist, so kann ich jetzt schon sagen, dass es ein Jahreshighlight ist.

Das Cover: Für mich eines der schönsten Cover, die ich kenne. Es wirkt beinahe wie ein geöffnetes Fenster, zu welchem um Mitternacht hinausgeschaut wird. Dazu noch die floralen Elemente und die goldenen Verzierungen und es ergibt sich ein Cover, welches ich minutenlang anblicken könnte. Wunderschön!

Die Handlung: Ibrahim und Sadia treffen sich nach einem Jahr Funkstille plötzlich auf einer Party wieder. Doch die Funkstille war nicht einvernehmlich, denn Ibrahim hat ohne Erklärung den Kontakt zu Sadia abgebrochen. Sadia ist sich bewusst, dass sie ihrem gebrochenen Herzen Ruhe und Abstand gönnen sollte, doch die Verbindung zwischen den beiden ist nach all der Zeit noch immer gefestigt, sodass sie wieder anfangen mehr Zeit zu verbringen. Bei all ihren Mitternachtstreffen werden die altbekannten Gefühle wieder aufgewirbelt, doch der Grund für Ibrahims Funkstille ist noch immer eine Konstante in seinem Leben.

Meine Meinung: Diese Geschichte ist unglaublich intensiv. Bereits nach dem wunderschönen Prolog, der bereits mein Herz erwärmt hat, bedient das Buch die gesamte Gefühlspalette. Ich habe geschmunzelt, mitgefiebert und seit Langem nicht mehr so viel bei einem Buch geweint wie in diesem Fall. Like words on our skin ist so eingehend, dass ich wirklich das Gefühl hatte, die beiden mitsamt ihrer wundervollen Ecken und Kanten am Ende zu kennen. Besonders das Thema Mental Health greift Mehwish erneut sehr respektvoll auf. Doch auch Alltagsrassismus oder Sexismus finden Platz in ihrer Geschichte. In meinen Augen gibt es im Bereich New Adult Romance noch viel zu wenig PoC Charaktere (besonders bei den Hauptcharakteren) und bin daher so froh, dass Mehwishs Geschichten in einem so bekannten Publikumsverlag einen Platz gefunden haben. Ihre Geschichten würde ich zwar übergreifend als Liebesgeschichte bezeichnen, aber sie sind darüber hinaus noch so viel mehr. Es geht nicht nur um romantische Liebe, sondern auch platonische Liebe, Liebe zur Familie und Liebe zu Leidenschaften. Für mich eine der besten Liebesgeschichten die ich je gelesen habe, die absolut mit dem ersten Band mithalten kann.

Die Charaktere: Ich werde die beiden so vermissen. In aller Genauigkeit und Detailliebe werden die beiden den Lesenden präsentiert. Ich habe die beiden angefeuert, mit ihnen gelitten und mich gefreut. Sadia mit all ihren Leidenschaften, die sich selbst immer als People-Pleaser sieht und Ibrahim mit dem Haifischgrinsen, der alle in seinem Umfeld von sich stößt und doch so viel fühlt. Die beiden haben es nicht immer leicht gemacht, aber es war unglaublich leicht, die beiden gernzuhaben. Wundervolle Hauptcharaktere, die auch von einem tollen Cast an Nebencharakteren unterstützt werden. Ich hoffe ja so sehr, dass auch Maya ihre Geschichte bekommt.

Fazit: Mehwishs Geschichte hat mich sehr begeistern können, weswegen ich hier eine große Leseempfehlung aussprechen kann und 5/5 Sternen vergebe. Liebe Mehwish, vielen Dank für diese schmerzhafte und wundervolle Geschichte!

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Veröffentlicht am 17.12.2023

Perfekte Einstimmung auf den Winter

Feels like Christmas
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„Keine Ahnung, wieso uns das so faszinierte. Vielleicht, weil Kunst ehrlich war und wir die meiste Zeit logen.“ (Gabriella Santos de Lima, S. 13)

Diese Kurzgeschichtensammlung des Loewe Intense Verlags ...

„Keine Ahnung, wieso uns das so faszinierte. Vielleicht, weil Kunst ehrlich war und wir die meiste Zeit logen.“ (Gabriella Santos de Lima, S. 13)

Diese Kurzgeschichtensammlung des Loewe Intense Verlags hatte ich seit der Ankündigung im Auge. Das Konzept, dass die Autorinnen aus dem Programm eine Kurzgeschichte mit Bezug zu ihren bereits erschienenen Trilogien schreiben durfte, sagte mir sehr zu. Nachfolgend werde ich auf jede Geschichte kurz einzeln eingehen.

Das Cover: Die Anordnung einer Weihnachtskugel wurde ansprechend und schlicht gelöst. Auch die Farbpalette ist ansprechend. Tatsächlich hätte ich mir vielleicht noch eine weitere Farbe gewünscht – vielleicht irgendwo ein Tannengrün um es noch lebendiger zu machen?

Gabriella Santos de Lima: Jetzt sind wir ewig
Tatsächlich war ich mir bereits nach Beenden der Geschichte sicher, dass es meine liebste der Sammlung werden würde. Für mich steckte hier so viel Gefühl, ein wenig Wintermagie und Nachdenklichkeit drin. Eine wundervolle Geschichte, die erneut von Gabriellas herausragendem Schreibstil begleitet wird. Ich liebe diese Ergänzung zur Jetzt-Reihe!

Marina Neumeier: Season of Love
Venedig war auch im winterlichen Zusammenhang ein gelungenes Setting. Da ich die Charaktere bereits kannte, hatte ich keine Probleme mich einzufinden, dennoch muss ich zugeben, dass ich mir lieber nur zwei Perspektiven gewünscht hätte, da ich die Erzählweise auf so wenig Seiten etwas chaotisch fand und daher teilweise keinen Zugang gefunden habe.

Kyra Groh: Alles, was sie mir bedeutet
Von Kyra hatte ich bisher noch nichts gelesen, was ich jedoch unbedingt ändern muss. Hier wird eine kurze Geschichte über Polly und Jonas erzählt, zu denen es bereits ein ganzes Buch gibt. Diese Geschichte beendete ich innerhalb einer Sitzung, da sie von Kyras lockerem Schreibstil und gekonnt eingesetztem Humor getragen wurde. Gelungen!

Alexandra Flint: Kein Leuchten zu hell
Sylt als Setting hat mir gut gefallen, auch das sympathische Chaos, das den Kern der Geschichte bildet. Dennoch hatte ich hier am längsten gebraucht, bis ich mich einfinden konnte da die ich die ganzen Anspielungen und auch Spitznamen den kurz vorgestellten Charakteren nicht immer gleich zuordnen konnte und somit immer ein bisschen aus der Geschichte gerissen wurde. Dennoch unterhaltsam!

Carolin Wahl: Vielleicht für immer
Auf diese Geschichte habe ich am meisten hingefiebert, da ich die Vielleicht-Reihe sehr liebgewonnen habe und die Charaktere ein wenig vermisste. Das Miteinander der Freundesgruppe untereinander war so herzerwärmend und ließ mich die gesamte Zeit wünschen, dass sie kein Ende finden würde. Zusammen mit Gabriellas Geschichte meine Liebste Kurzgeschichte der Sammlung.

Fazit: Eine gelungene Kurzgeschichtensammlung, die perfekt auf den Dezember einstimmt und sich perfekt für gemütliche Nachmittage und Abend eignet. Ich vergebe hier 3,5/5 Sternen und eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 10.12.2023

Eine Atmosphäre wie ein düsteres Schlaflied

Starling Nights 1
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„Es gibt genügend Kommata in meinem Leben, daher setze ich gern Punkte, wo es möglich ist.“
„Dann sprich nicht in Fragezeichen mit mir“, zischte ich. (S. 344)

Merits Mulberry-Mansion-Trilogie hat mich ...

„Es gibt genügend Kommata in meinem Leben, daher setze ich gern Punkte, wo es möglich ist.“
„Dann sprich nicht in Fragezeichen mit mir“, zischte ich.
(S. 344)

Merits Mulberry-Mansion-Trilogie hat mich nicht nur überrascht, sie zählt mittlerweile zu meinen Herzensbüchern (besonders Band 2). Daher war es für mich selbstverständlich auch diesen Auftakt von ihr zu lesen.

Das Cover: Es ist schlicht, aber gleichzeitig dynamisch und geheimnisvoll. Besonders die kupferfarbenen Elemente verleihen dem Ganzen den nötigen Eyecatcher – gefällt mir sehr gut!

Die Handlung: Mabel ist Stipendiatin an der Universität in Cambridge und arbeitet hart, um den Erwartungen gerecht zu werden. Doch schon bald ändert sich ihr Alltag schlagartig. Warum ist ihre beste Freundin ständig neben der Spur und emotional nicht anwesend? Hat es etwas mit der seltsamen Verbindung auf sich, über die in den Gängen geflüstert wird? Mabel versucht Antworten zu finden und die Geheimnisse rund um den Bund der Stare aufzudecken. Doch schneller, als ihr lieb ist, befindet sie sich recht weit oben auf der Liste von Menschen, die der Geheimbund möglichst bald loswerden möchte…

Meine Meinung: Merit schafft es eine Atmosphäre zu kreieren, die auch außerhalb der Buchseiten ein Eigenleben entwickelt und in den Bann zieht. Noch immer habe ich den fallenden Schnee auf dem düsteren Campus vor Augen oder die Orgel, die mitten in der Nacht bespielt wird. Die Autorin nutzt zum Verstärken dieser Düsternis ihre gelungenen Worte, die mich bereits in ihrer vorherigen Trilogie absolut begeistern konnte. Das Buch mag für manche womöglich zu ruhig sein – ich fand das Tempo hingegen passend. Schließlich deckt man erst langsam die Ereignisse gemeinsam mit Mabel auf. Gleichzeitig verstärkt das langsame Tempo das Unheilvolle. Mich konnte der Auftakt überzeugen, auch wenn ich meine Probleme mit dem Protagonisten habe, aber dazu gleich mehr.

Die Charaktere: Mabel als Protagonistin hat mir sehr gut gefallen. Sie ist nicht leicht zu beeinflussen, sie hält an ihren Prinzipien fest und konnte mich oft von sich begeistern. Cliff hingegen bereitete mir einige Schwierigkeiten. Anfangs leidet er viel, aber anstatt sich von negativen Einflüssen in seinem Alltag zu lösen, quält er sich stumm weiter. Auch hätte ich mir gewünscht, dass er als „grauer Charakter“ noch mehr von Mabel kritisiert worden wäre, da ich manche Aussagen oder Taten von ihm echt grenzwertig fand. Da hätte er noch mehr damit konfrontiert werden können.

Fazit: Für mich ein gelungener Auftakt mit Schwächen. Auch bin ich gespannt, wie das Ende weitergeführt wird, da ich noch nicht ganz zufrieden mit der Auflösung des Geheimnisses bin. Von mir gibt es 4/5 Sternen.

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Veröffentlicht am 05.11.2023

Danach wollen alle einen Fledermaus-Sidekick haben!

Buttercream Witch
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„[…] aber das konnte auch daran liegen, dass es als Hexe manchmal ganz schön schwer war, einzuschätzen, was Realität und was Magie war.“ (S 209)

Lea Melcher begeistert mich bereits seit Jahren mit ihren ...

„[…] aber das konnte auch daran liegen, dass es als Hexe manchmal ganz schön schwer war, einzuschätzen, was Realität und was Magie war.“ (S 209)

Lea Melcher begeistert mich bereits seit Jahren mit ihren herzlichen und gemütlichen Illustrationen, die sich bei mir zu Hause bereits in Buchform oder auch als Postkarten befinden. Da der Herbst meine Lieblingsjahreszeit ist und ich Lea Melchers Kunst sehr schätze, war diese Geschichte ein Muss!

Das Cover: Leas Buch ist im Selfpublishing erschienen, weshalb die Aufmachung für mich umso beeindruckender ist. Ein ansprechendes Cover, zwei wundervolle Illustrationen in den Innenklappen – und sogar in der Geschichte lassen sich vereinzelt Illustrationen vorfinden. Hier wurde viel Liebe hineingesteckt, die wirklich schön anzublicken ist!

Die Handlung: In Snickerford sind die Hexen los! Millie Battersea hingegen hat der Magie abgeschworen und gilt trotzdem als Hauptverdächtige, als die anderen Hexen plötzlich mit dunkler Magie infiziert werden. Als Tortenbäckerin, die regelmäßig magische Torten für die Hexen bäckt, scheint sie die naheliegendste Option darzustellen. Doch Millie weiß genau, was sich in ihren Torten befindet, weswegen sie sich gemeinsam mit dem Tortenlieferanten Remington und ihrem Fledermaus-Sidekick auf die Suche nach der wahren, schuldigen Person machen…

Meine Meinung: Diese Geschichte ist vor allem eins: gemütlich! „Buttercream Witch“ stellt die perfekte Geschichte zum Einkuscheln dar, die einfach für den Herbst geschaffen wurde. Ich habe mich beim Lesen rundum wohlgefühlt und stets mit Duftkerzen und einer Tasse Tee Millie und Remington auf ihrer Suche begleitet. Gleichzeitig war es nicht nur eine cozy Geschichte, sondern hielt auch einige spannende und aufregende Momente bereit. Für mich war die erste Hälfte jedoch etwas stärker als die zweite Hälfte der Geschichte. Bei der ersten konnte ich mehr mitfühlen und auch das Finale hätte ein paar Seiten mehr gebraucht. Doch abseits davon freue ich mich auf jede weitere Geschichte aus Snickerford, die wir nach dem Ende hoffentlich bekommen werden.

Die Charaktere: Millie stellt eine gelungene Protagonistin dar, die ich gern in ihrem Alltag begleitet habe. Ihr Mut, ihre Freundlichkeit und auch ihr großes Herz haben sie sehr sympathisch gemacht und man hat ihr durchgehend nur das Beste gewünscht. Remington als Charakter hat mir ebenfalls zugesagt, auch wenn ich ihn noch nicht ganz durchschaut habe (aber das ist hier sehr wahrscheinlich intendiert). Mein Highlight waren jedoch die Murphy-Schwestern. Ich will nicht zu viel vorwegnehmen, aber ich kann euch versprechen, dass sie herrlich skurril sind!

Fazit: Eine gelungene Geschichte, die den Herbst perfekt einfängt und wundervoll gemütlich ist. Von mir gibt es hier 4/5 Sternen und eine Leseempfehlung!

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