… aus den Niederungen seines Schwarzseins erheben
Das Cover von „Sehr blaue Augen“ ist sehr eindrucksvoll und hat mich sofort angesprochen. Es ist nicht mein erstes Buch von Toni Morrison, aber ihr erstes Buch.
Die Geschichte der Mädchen Pecola, Claudia ...
Das Cover von „Sehr blaue Augen“ ist sehr eindrucksvoll und hat mich sofort angesprochen. Es ist nicht mein erstes Buch von Toni Morrison, aber ihr erstes Buch.
Die Geschichte der Mädchen Pecola, Claudia und Frieda spielt in den 40er Jahren. Ihre Leben sind stark geprägt von Rassismus und Klassismus. Es ist eine tragische und schwer erträgliche Geschichte über Zurückweisungen und sexuellen Missbrauch. Gleichzeitig sehr ergreifend und gut geschrieben. Die Perspektivwechsel sind sehr gelungen. Das Buch gibt einem noch sehr lange zu denken.
"Wut erwacht, regt sich in ihr; sie öffnet ihr Maul und leckt, wie ein kleiner Hund, mit heißer Zunge die Reste ihrer Scham weg.
Wut ist besser. Wut birgt ein Gefühl von Sein. Eine Wirklichkeit und eine Gegenwart. Ein Bewusstsein von Wert. Ein wunderbares Wogen."
"Von all den Wünschen, mit denen die Leute zu ihm kamen - Geld, Liebe Rache -, schien in dieser der ergreifendste, der ist am meisten verdiente, erfüllt zu werden. Ein kleines Schwarzes Mädchen, das sich aus den Niederungen seines Schwarzseins erheben und die Welt mit blauen Augen sehen wollte."