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Veröffentlicht am 03.10.2018

Aktuelles Thema humorvoll und unterhaltsam verpackt

Ich habe gar keine Enkel
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Endlich ist die kultige Online-Omi zurück.
In ihrem aktuellen Buch widmet sie sich einem aktuellen Thema, den Enkeltrick-Betrügern.
Eine solche Bande scheint in Berlin ihr Unwesen zu treiben und einige ...

Endlich ist die kultige Online-Omi zurück.
In ihrem aktuellen Buch widmet sie sich einem aktuellen Thema, den Enkeltrick-Betrügern.
Eine solche Bande scheint in Berlin ihr Unwesen zu treiben und einige ältere Menschen sind offenbar schon darauf reingefallen. Da muss eine Renate Bergmann handeln, damit den Betrügern das Handwerk gelegt wird. Aber zuerst muss die Polizei abgelenkt werden, damit die Renate nicht ins Handwerk pfuschen.
Renate trommelt ihre Freunde Gertrud, Ilse und Kurt zusammen und gemeinsam schmieden sie einen Plan, wie sie die Bande in die Falle locken wollen.

Mit dem von Renate Bergmann gewohnten, ganz besonderen Humor erzählt sie uns diese Geschichte. Trickreich und kreativ lockt Renate mit ihrer „CSI Kukident“ die Betrüger in die Falle. Dabei schweift sie, wie man es von ihr kennt, oft ab und erzählt viele Anekdoten aus ihrem Leben.
Sehr witzig war ihre Freundin Gertrud, die ein Auge auf einen der Polizisten geworfen hat und hemmungslos flirtet. Das kann Renate natürlich nicht durchgehen lassen, schließlich haben sie wichtigeres zu tun.

Mir hat es gut gefallen, dass hier ein aktuelles Thema humorvoll verarbeitet wird. Auf die Enkeltrick-Betrüger sind in der Realität leider schon viele ältere Menschen hereingefallen und hier wird neben allem Humor gut aufgezeigt, wie solche Betrüger vorgehen und wie man sich schützen kann.
Der besondere Schreibstil und Renate Bergmanns Erzählweise haben mich wieder begeistert und oft laut lachen lassen.
Renate Bergmanns neues Abenteuer ist spektakulär, aktuell und bietet wieder beste, amüsante Unterhaltung!


Fazit: 5 von 5 Sternen



© fanti2412.blogspot.com

Veröffentlicht am 02.10.2018

Lebendig erzählte Familiensaga mit historischem Hintergrund

Der Gutshof im Alten Land
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Im Jahr 1919 kämpft die Familie von Voss um das Überleben ihres Gutshofs. Das Familienoberhaupt liegt im Sterben, der jüngere Sohn und Erbe Lennart wird als Soldat in Frankreich vermisst und der ältere ...

Im Jahr 1919 kämpft die Familie von Voss um das Überleben ihres Gutshofs. Das Familienoberhaupt liegt im Sterben, der jüngere Sohn und Erbe Lennart wird als Soldat in Frankreich vermisst und der ältere Sohn Gerrit ist nach Amerika ausgewandert, um dort Journalist zu werden.
Nun führen zwei Frauen den Hof, die Gutsherrin und Tochter Finja. Diese soll nun mit ihrem habgierigen Cousin Roland verheiratet werden, damit der Hof gerettet werden kann.
Da taucht Clemens Curtius auf und überbringt der Familie den Militärpass und die Marke von Lennart. Clemens sieht Lennart verblüffend ähnlich und die Gutsherrin beschließt, Clemens als Lennart auszugeben und so den Hof zu sichern bis evtl. Lennart aus dem Krieg zurückkehrt.
Wird die Scharade gelingen?

Micaela Jary erzählt in einem fesselnden Schreibstil die Geschichte der Familie von Voss.
Es war interessant dabei auch einiges über das Leben vor rund 100 Jahren zu erfahren.
Schnell war ich in die Geschichte eingetaucht und sah das alte Land mit seiner schönen Landschaft bildlich vor mir.
Gut gefallen hat mir, wie auch durch die Handlung die Veränderungen deutlich gemacht werden, die nach Kriegsende begonnen haben.
Standesunterschiede sollen verschwinden und vor allem die Frauen werden selbstbewusster. Sie haben während des Krieges das Leben ohne die Männer meistern müssen und streben jetzt nach mehr als nur Hausfrau und Mutter zu sein. Am Beispiel der Tochter Finja wird das besonders deutlich.

Spannend war auch zu beobachten, ob die Scharade gelingt, Clemens Curtius als Lennart auszugeben. Clemens leidet noch unter einer Verwundung und braucht opiumhaltige Schmerzmittel. Auch fehlen ihm ja wichtige Vorkenntnisse über die Familie, so dass der Schwindel jederzeit auffliegen könnte. Ich war gespannt, wie die Autorin dies am Ende auflösen wird.
Es gilt auch noch das Schicksal weiterer Figuren aufzuklären, wie es Gerrit in Amerika ergangen ist und vor allem auch der Verbleib von Lennart. Dadurch bleibt es bis zum Ende spannend, allerdings werden nicht alle Fragen beantwortet.
Deshalb hoffe ich, dass diese lebendig erzählte Familiensaga mit historischem Hintergrund eine Fortsetzung erhalten wird, denn es war ein unterhaltsames Lesevergnügen mit Wendungen und Überraschungen!



Fazit: 4 von 5 Sternen


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Veröffentlicht am 02.10.2018

Gute Einführung in den Roman

Der Gutshof im Alten Land
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Dies ist die Vorgeschichte zum Roman „Der Gutshof im alten Land", die nur als eBook erschienen ist.
Wir lernen die Familie von Voss kennen, die seit Jahrhunderten einen Gutshof im alten Land betreibt .
Lennart ...

Dies ist die Vorgeschichte zum Roman „Der Gutshof im alten Land", die nur als eBook erschienen ist.
Wir lernen die Familie von Voss kennen, die seit Jahrhunderten einen Gutshof im alten Land betreibt .
Lennart von Voss, der jüngere Sohn und Erbe, lernt kurz vor seiner Volljährigkeit im Jahr 1914 die Arbeitertochter Jenny kennen und es entsteht ein Flirt bzw. eine Verliebtheit.
Gerrit, der ältere Sohn, soll nach Deutsch-Südwest Afrika gehen und dort eine Landwirtschaft aufbauen und steht kurz vor seiner Verlobung.
Doch er hat andere Pläne und möchte lieber Journalist werden.
Auch Tochter Finja möchte nicht zu einer „höheren Tochter" erzogen werden, sondern interessiert sich eher für Pferde und möchte Tiermedizin studieren.
In einem zweiten Erzählstrang befinden wir uns bereits im Jahr 1918 und
im 1. Weltkrieg.
Lennart lernt in Frankreich den Soldaten Clemens Curtius kennen, der ihm verblüffend ähnlich sieht. Die beiden sind Kameraden und erleben einiges zusammen.

Diese Vorgeschichte gibt bereits einen guten Einblick in die Familie von Voss, man lernt die Protagonisten kennen und die Lebensweise im alten Land zur damaligen Zeit. Auch Standesunterschiede werden deutlich gemacht und die Grundlage für die eigentliche Geschichte gelegt.
Der Schreibstil ist fesselnd und mitreißend und macht Lust auf den eigentlichen Roman und das weitere Schicksal der Familie von Voss!



Fazit: 4 von 5 Sternen



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Veröffentlicht am 29.09.2018

Spannender Krimi mit aktuellen Themen

Stille Sünden
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Nach „Die Nacht der tausend Lichter" ist dies der zweite Fall für Hauptkommissarin Sina Engel in Weinheim.
Eigentlich sind es gleich zwei Fälle, die die junge alleinerziehende Mutter zu lösen hat.
Der ...

Nach „Die Nacht der tausend Lichter" ist dies der zweite Fall für Hauptkommissarin Sina Engel in Weinheim.
Eigentlich sind es gleich zwei Fälle, die die junge alleinerziehende Mutter zu lösen hat.
Der 11-jährige Fabian ist offenbar ohne Grund von zu Hause weggelaufen und es gilt ihn schnell zu finden, denn es ist Winter und in der Kälte kann er draußen nicht lange überleben .
Vor einer Flüchtlingsunterkunft wird ein Flüchtling aus der Ferne erschossen. Es scheint keinen erkennbaren Grund zu geben, so dass ein rechtsradikaler Hintergrund angenommen wird.
Sina Engel, die nach der Geburt ihrer kleinen Tochter noch nicht lange wieder im Dienst ist, bekommt Matthias Sommer als Unterstützung zugeteilt. Matthias ist der ehemalige Polizei-Partner von Sinas verstorbenem Mann und die beiden haben auch schon im vorherigen Fall zusammengearbeitet. Da gab es zwischen den beiden schon ein gewisses Knistern. Werden sie gemeinsam die Fälle aufklären können und kommen sie sich diesmal näher?

Der Fall es kleinen Fabian ist nicht nur Sina Engel als junge Mutter unter die Haut gegangen sondern auch mir beim Lesen. Im Gegensatz zur Polizei hat man als Leser einen Wissensvorsprung und weiß, was dem Jungen geschehen ist. Auch die Flucht des Jungen erlebt man mit und kennt seine Verstecke. Ich habe sehr mit dem kleinen Fabian gelitten und ständig gehofft, dass man ihn rechtzeitig findet.
Bei dem tödlichen Anschlag auf den Flüchtling erlebt man als Leser die Täterperspektive ohne aber den Täter zu kennen. Hier tappt man also ebenso wie die Polizei über Täter und Motiv im Dunkeln.
Als die Polizei einen alten Fall eines verschwundenen Jungen findet, der Parallelen zum Verschwinden von Fabian aufweist, kam in mir der Verdacht auf, wie der Mord mit dem Verschwinden von Fabian zusammenhängen könnte. Meine Idee stellte sich später als falsch heraus, denn die Autorin hält da noch einige Überraschungen für die Ermittler und die Leser bereit.
Der Plot ist wirklich toll und gekonnt konstruiert und inszeniert, denn nur stückweise setzt sich das gesamte schreckliche Bild zusammen.
Die Spannung ist durchgängig hoch und ich habe ständig mitgerätselt und war von den Ermittlungen gefesselt.
Dazu kommt die Romanze zwischen Sina und Matthias. Sina leidet noch sehr unter dem Verlust ihres Verlobten, der auch Polizist war und im Dienst ermordet wurde. Die Geburt seiner kleinen Tochter hat er nicht mehr erlebt. Daher kommt Sina mit ihren Gefühlen für Matthias nicht so richtig klar und auch Matthias zögert. Aber dennoch spüren beide die gegenseitigen Gefühle und kommen sich allmählich näher. Die Schilderung der Romanze ist für mich gelungen, glaubhaft und sie fügt sich gut in die Kriminalgeschichte ein.
Auch die Wechsel zwischen den polizeilichen Ermittlungen und dem Privatleben der Protagonisten sind ausgewogen.

Silke Ziegler hat mit dem zweiten Fall für Sina Engel einen spannenden Krimi vorgelegt, in dem sie aktuelle Themen toll inszeniert hat. Die Thematik hat mich berührt und aufgewühlt und ich habe mit der sympathischen Kommissarin beruflich und privat mitgefühlt.
Ich hoffe, Sina Engel wird bald wieder einen Fall lösen!



Fazit: 5 von 5 Sternen


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Veröffentlicht am 27.09.2018

warmherziger Roman um eine Jugendliebe, verpasste und neue Chancen und ganz viele leckere Bonbons

Eine Tüte buntes Glück
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Frederike, genannt Rikke, kehrt nach 18 Jahren zurück auf die dänische Ostseeinsel Fünen, der Heimat ihres verstorbenen Mannes Søren. Hier hat sie früher als Kind und Jugendliche viele schöne Sommer bei ...

Frederike, genannt Rikke, kehrt nach 18 Jahren zurück auf die dänische Ostseeinsel Fünen, der Heimat ihres verstorbenen Mannes Søren. Hier hat sie früher als Kind und Jugendliche viele schöne Sommer bei ihrem Großvater verbracht. Nun ist dieser verstorben und Rikke soll für ihre Mutter das Haus des Großvaters herrichten, damit es verkauft werden kann. Gleich nach ihrer Ankunft auf Fünen begegnet sie ihrer Jugendliebe Rasmus und die längst verloren geglaubten Gefühle sind schnell wieder da.
Bei Oma Henni entdeckt sie auch ihre frühere Leidenschaft fürs Bonbonkochen wieder und sie bemerkt, dass auch ihre alten Freunde sie wieder freundschaftlich aufnehmen. Da sie zu Hause in Frankfurt alles verloren hat und sie dort eigentlich nichts mehr hält, reift in ihr der Plan, auf Fünen im Haus des Großvaters zu bleiben und dort einen Bonbonladen zu eröffnen. Doch auch Rasmus hat ehrgeizige berufliche Pläne.
Wird Frederike auf Fünen ein neues Zuhause und ihr Glück finden?

Wir begleiten Frederike auf ihrer Reise nach Fünen, erleben ihre Ankunft und wie ganz schnell ihre Erinnerungen und Gefühle aus der Kindheit zurückkehren. Das wird unterstützt durch Bonbonrezepte zwischen jedem Kapitel die jeweils mit den passenden Erinnerungen aus der Jugend verbunden sind.
So erfährt man nach und nach wie aus einem Tagebuch, was Frederike damals erlebt hat.
Die Geschichte hat mich schnell in ihren Bann gezogen, denn es war eine Freude, Frederike zu begleiten und ihre Gedanken- und Gefühlswelt zu erleben. So nach und nach erfährt man auch, was in Frankfurt geschah und was Frederike dort ertragen musste. So ist es mir leicht gefallen, Frederike zu verstehen und ihr nahe zu sein.
Auch wenn ein paar Dinge in Bezug auf die neue Liebesgeschichte mit Rasmus vorhersehbar waren, war es schön zu erleben, wie die beiden sich vorsichtig wieder kennenlernen und aufeinander einlassen.
Auch die anderen Figuren wie Oma Henni und Frederikes alte Freunde sind gut charakterisiert und runden die Geschichte ab. Besonders Oma Henni mochte ich sehr, da sie warmherzig, einfühlsam und lebensklug wirkt. Eben genau so, wie man sich eine liebevolle Oma vorstellt.
Gut gefallen haben mir die Beschreibungen der Insel Fünen, die besonders bildhaft waren, so dass ich die tolle Landschaft vor mir sah und das Meer förmlich rauschen hörte. Auch das Lebensgefühl der Bewohner der Insel ist gut bei mir angekommen.

„Eine Tüte buntes Glück“ ist ein warmherziger Roman um eine Jugendliebe, verpasste und neue Chancen, der mich mit abwechslungsreichen Themen und Details gut unterhalten hat!



Fazit: 4 von 5 Sternen


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