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Veröffentlicht am 19.02.2025

Unser Immunsystem aus ganzheitlicher Sicht

Kleine Kräuterkunde fürs Immunsystem
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In diesem feinen kleinen Buch von Ruth Pfennighaus, Gesundheits- und Ernährungsberaterin, erfährt der Leser sehr hilfreiche und einfache Tipps, wie er sein Immunsystem dauerhaft und präventiv stärken kann. ...

In diesem feinen kleinen Buch von Ruth Pfennighaus, Gesundheits- und Ernährungsberaterin, erfährt der Leser sehr hilfreiche und einfache Tipps, wie er sein Immunsystem dauerhaft und präventiv stärken kann. Die bunten und wunderschönen Illustrationen der freischaffenden Künstlerin Katja Hogh machen das informative Sachbuch zu einem Lesegenuss.

Da ich selbst schon seit 18 Jahren präventiv tätig bin, kann ich viele Tipps und Vorschläge nur unterstreichen. Zu Anfang bekommen wir eine Übersicht über unser Immunsystem aus ganzheitlicher Sicht und dann folgen alltagstaugliche Ratschläge wie wir unseren Körper dauerhaft stärken können mit kleinen Anpassungen unserer gedanklichen und gewohnheitsmäßigen Stellschrauben. Gesund zu bleiben ist auch immer eine Entscheidung, die Veränderungen unserer Gewohnheiten beinhaltet.

Wir lesen über nützliche Tipps unsere Darmflora zu stärken durch Fasten oder auch Entlastungstage, wie baue ich das Ölziehen, Trockenbürsten in meine tägliche Hygiene mit ein, welche Vorzüge haben Honig und Propolis und wie wichtig ist es mit Wasser innen und außen zu duschen.

Sehr informativ fand ich auch den Teil über Sebastian Kneipp, den Vater der Prävention und seine weisen Sprüche, die gemeinsam mit den Illustrationen vertiefen dieses wichtige Thema auf eine sehr schöne Art und Weise.

Auch die Tipps und natürliche Heilmittel für Atemwegserkrankungen und Erkältungskrankheiten bei Erwachsenen und Kindern und was es da an Möglichkeiten aus der Natur gibt, fand ich sehr wertvoll. Welche Kraft die Pflanzen von Wald und Wiese haben, wieviel Vitamine sich in den verschiedenen Obststräuchern verstecken und welche Heil- und Nahrungspflanzen uns dienen können, fand ich spannend zu lesen. Es erfüllt mich immer wieder mit Dankbarkeit, wie gut Gott in seiner Schöpfung uns damit versorgt, ob es die Vielfalt an Obst, Kräuter und Gemüse ist und deren Zusammenspiel oder welche Bäume ganz besonders heilsam für uns sind.

Dabei ist auch zu erwähnen, dass nicht jeder einen großen Garten braucht, um sich gesund und immunstärkend zu ernähren. Es reicht auch ein kleiner Balkon und vor allem auch gute rein natürliche und hochwertig hergestellte Vitalstoffe/Nahrungsergänzungen, die neben einer gesunden Ernährung dem Körper helfen alle 47 essentiellen Nährstoffe aufzunehmen, die er täglich braucht. Jeder Leser kann entscheiden, was für ihn passt und was er an Gesundem denn in seinen Alltag einbauen möchte.

Mir hat diese feine kleine Lektüre sehr gut gefallen und ich habe einige wertvolle Anregungen zusätzlich zu dem, was ich schon in meinem Leben habe und regelmäßig anwende, entnehmen können.

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Veröffentlicht am 05.02.2025

Lass mich nicht allein!

Das einzige Kind
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Wir befinden uns im ehemaligen Jugoslawien im Jahr 1939 und begleiten den damals 5-jährigen Djoko auf seiner schweren Lebensreise durch seine Kindheit inmitten von Krieg und Zerstörung. Djoko erzählt seine ...

Wir befinden uns im ehemaligen Jugoslawien im Jahr 1939 und begleiten den damals 5-jährigen Djoko auf seiner schweren Lebensreise durch seine Kindheit inmitten von Krieg und Zerstörung. Djoko erzählt seine Geschichte aus der Sicht des Kindes und bei vielen Schilderungen bleibt mir einfach der Atem stehen, so schlimm und grausam ist das was ihm und stellvertretend vielen kleinen Kinder in diesem sinnlosen Krieg angetan wurde.

Gemeinsam lebt er mit seinen sehr jungen Eltern, die einen kleinen Bauernhof betreiben, auf dem Land in bitterster Armut. Es ist ein Kampf ums tägliche Überleben gegen die Natur, Wölfe und auch immer mehr Partisanen. Die verschiedenen Gruppen mit unterschiedlichen Namen wechseln sich ab, doch das Morden bleibt gleich. Nach einem Partisanenangriff, bei dem sein Elternhaus komplett zerstört wird, schafft er es mit letzter Kraft und schwerverletzt aus dem Trümmern und befindet sich nun ohne Eltern auf der Flucht. Djoko überlebt als kleiner Junge Dinge, die sich kein Mensch vorstellen kann.

Nun ist er völlig auf sich allein gestellt und muss mutterseelenallein durch einen Teil des kriegsgeschüttelten Europas fliehen. Vor ihm liegen tausend Kilometer bis ins hoffentlich rettende Österreich. Dabei leidet der Leser die unsäglichen Qualen Djokos mit, körperlich sowie auch seelisch, denn wie soll eine kleine Kinderseele mit viel Schrecklichem fertig werden. Wie durch ein Wunder bekommt er immer im letzten Augenblick einen Menschen an die Seite gestellt, der ihm hilft, seien es Partisanen, Krankenschwestern oder auch feindliche deutsche Soldaten. Menschen, von denen der Leser dachte, sie haben jegliches Herz verloren, retten ihm ein um das andere Mal das Leben und setzen für ihn auch ihr eigenes Leben aufs Spiel. Djoko erfährt Verlust über Verlust und sobald er einen Menschen gefunden hat, der für ihn Familie sein könnte, verliert er ihn auch schon wieder und so manches Mal will er nicht mehr weiterleben, doch erstaunlicherweise siegt dann doch sein Überlebenswille und er wagt wieder einen neuen Schritt, um endlich in einer Familie, einem neuen Zuhause anzukommen.

Hera Lind hat mich mit diesem Buch wirklich überrascht. Ihr gelingt es dem Leser diese schlimme Geschichte aus den Augen eines Jungen zu schildern und die unschuldige Kindlichkeit, mit der Djoko Dinge erzählt, ich denke nur an die Geburtstagsfeier mit dem Lamm, lässt den Leser den Kopf schütteln und auch der Absurdität des Geschehens lächeln und ein anderes Mal könnte man nur noch weinen und möchte den Jungen am liebste aus dem Buch retten. Doch Djoko überlebt wohl aus dem Grund, dass seine Geschichte erzählt wird und allen Lesern klar wird, was Krieg anrichtet.

Unbedingt lesen!

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Veröffentlicht am 02.02.2025

Gottes bedingungslose Liebe

Winterleuchten am Liliensee
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Wir befinden uns im Schwarzwald im Jahr 1965. Charlotte Vogel aus dem Forsthaus Vogel am Liliensee bekommt Post aus dem Nachlass ihrer früheren Freundin mit der Bitte ihre kleine Tochter zu sich zu nehmen, ...

Wir befinden uns im Schwarzwald im Jahr 1965. Charlotte Vogel aus dem Forsthaus Vogel am Liliensee bekommt Post aus dem Nachlass ihrer früheren Freundin mit der Bitte ihre kleine Tochter zu sich zu nehmen, deren Patentante sie. Charlotte nimmt diese Bitte sehr ernst und freut sich auf das kleine Mädchen, doch bei ihrer Ankunft staunt sie.

Aus dem Auto, mit dem ihr Sohn Robert ihr Patenkind vom Bahnhof abgeholt hat, steigt eine junge schöne Frau, eindeutig erwachsen was die ganze Familie erstmal verdutzt zur Kenntnis nimmt. Lisa kommt mit einem Koffer und sehr viel unsichtbarem Gepäck namens Selbstzweifel und Ablehnung. Sie hofft im Forsthaus mehr über ihre Mutter zu erfahren und sehnt sich aus tiefstem Herzen nach einer Familie. Doch aufgrund ihrer Biografie glaubt sie fest daran, dass ihr das nicht zusteht. Der Leser erlebt sehr authentisch den inneren Kampf der jungen Frau mit die Vergangenheit loszulassen und innere Ruhe und Frieden zu finden.

Robert, der älteste Sohn und ebenfalls Förster, steht Lisa sehr skeptisch gegenüber und fühlt sich auf der anderen Seite auch von ihr angezogen. Doch eine große und immer noch schmerzende Wunde in seinem Herzen, was Frauen und Beziehungen betrifft, lässt ihn auf Distanz gehen. Charlotte hingegen, die sich sehr gerne als einen Engel der Liebe betätigt, wittert die Gunst der Stunde und versucht einen ihrer Söhne mit Lisa zusammenzubringen Großvater Johann beobachtet das alles und bespricht es mit dem, der alles in die richtigen Wege leiten wird.

Auf einer gemeinsamen Winterbergtour von Robert und Lisa, herbeigeführt von einem weiteren Engel der Liebe, nämlich Johann, kommen sich die beiden zögerlich näher. Ein plötzlicher Schneesturm bringt sie jedoch in höchste Gefahr und die Forstfamilie ahnt noch nichts davon. Derweil kommt das echte Patenkind, Trudi, mit ihren Pflegeeltern im Forsthaus an......

Elisabeth Büchle hat einen ganz wundervoll stimmungsvollen Winterroman geschrieben und dabei die 60er Jahre gekonnt wieder aufleben lassen. Die Landschaft und das Leben im Schwarzwald wurden mir so lebendig während des Lesens, ich fühlte mich förmlich am Liliensee und habe die wunderbare Natur genossen. Da mein Geburtsjahr in den 60ern liegt, war es mir auch ein ganz besonderes Vergnügen. Doch nicht nur die äußeren Stimmungen vermag die Autorin zu beschreiben sondern auch das Innenleben der Protagonisten, mit was sie zu kämpfen haben, was sie verletzt hat und immer noch verletzt und wie sie sich bemühen, die Vergangenheit hinter sich zu lassen um in Ruhe und Frieden ein neues Leben zu starten, das nur mit Gottes Hilfe möglich ist, liest sich einfach so gut. Auf eine ganz angenehme Weise wird der christliche Glaube in die Geschichte eingebettet und jeder Leser kann die kleinen versteckten Weisheiten Gottes für sich in Anspruch nehmen.

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Veröffentlicht am 31.01.2025

Jetzt erst mal eine gute Tasse Kaffee...

Café Hawelka
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Wir befinden uns in Wien und reisen in der Zeit zwischen 1945 und 1968, lernen Wien und seine Menschen kennen und vor allem seine köstlichen Kaffee-Variationen, die es geschafft haben bis in die heutige ...

Wir befinden uns in Wien und reisen in der Zeit zwischen 1945 und 1968, lernen Wien und seine Menschen kennen und vor allem seine köstlichen Kaffee-Variationen, die es geschafft haben bis in die heutige Zeit den Menschen eine genüssliche und friedliche Auszeit zu bescheren.

Im Jahr 1968 begegnen wir der Jutta, einer klugen jungen Jurastudentin, die sehr klar und geradlinig ihren Weg geht. Ihre Familie wohnt schon immer in Wien und das bis heute berühmte Cafe Hawelka ist für sie und ihre Mutter Else wie ein zweites Zuhause. Jutta und ihr Verlobter Bodo wollen heiraten und benötigen dazu einige Familiendokumente und nun muss Jutta erleben, dass ihre Mutter Else immer wieder Ausflüchte findet ihr diese Dokumente auszuhändigen. Nun beginnt für Jutta eine emotionale Achterbahnfahrt, denn sie beginnt und das auch genau so direkt und geradlinig wie sie ist, nachzuforschen. Das erfreut weder ihre Familie noch ihre zukünftige Schwiegerfamilie und Bodo verhält sich auch zunehmend merkwürdig. Bei ihrem Job in einer Anwaltskanzlei wird sie mit Tatsachen konfrontiert, die ihr ganzes Leben auf den Kopf zu stellen drohen...

Gleichzeitig reisen wir auch immer in das Jahr 1945 und begegnen Else, die in den letzten Kriegswirren nach einem Bombenangriff auf Wien ihre kleine Schwester Fritzi verliert und nun, da die Mutter in den Kriegsjahren verstorben und der Vater noch an der Front ist, ganz alleine zusehen muss, wie sie überlebt, immer wieder von Ängsten und Zweifeln geplagt, ihre kleine Schwester wiederzufinden. Else findet schließlich Zuflucht bei Josefine Hawelka, die mit ihrem Mann den Traum hat, endlich wieder ihr Kaffeehaus in Wien wiederzueröffnen und der Mut und die Entschlossenheit der praktischen Kaffeehausbesitzerin hat mir während des Lesens immer wieder imponiert. Sie und ihr Mann haben in dieser schweren Zeit immer wieder Wege gefunden ihren Gästen mit einer guten Tasse Kaffee den schweren Alltag zu versüßen. Else versucht ihr Leben wieder auf die Reihe zu bekommen, doch die Wahrheit um ihren verschollenen Vater bahnt sich ans Licht....

Maria Wachter ist es in diesem spannenden und historisch gut recherchierten Roman gelungen, die Stadt Wien der 30er und 40er Jahre wieder auferstehen zu lassen und nimmt den Leser auf eine so lebendige Art und Weise mit hinein, dass ich am liebsten sofort ins Cafe Hawelka gegangen wäre um eine gute Tasse Kaffee zu trinken. Die kurzen Kapitel, die immer wieder zwischen den beiden Zeitebenen abwechseln, lassen den Leser nur so durch das Buch fliegen und mit den Protagonisten mitleiden, mitfiebern und mit ihnen einen Kaffee trinken. Wir bekommen ein gutes Bild von Wien in der damaligen Zeit vermittelt, ohne dass die schlimme Wahrheit beschönigt wird und in mir sehr viel Lust geweckt hat, auf den Spuren der Protagonisten durch Wien zu wandern und eine Pause im berühmten Kaffeehaus Hawelka einzulegen und den besonderen Geist dieses Kaffeehauses, in dem viele Künstler verkehrt sind, einzusaugen. Vielleicht dauert die Pause so lange, dass es auch noch die legendären Buchteln zum Probieren gibt.

Einfach lesen und einen guten Kaffee dazu trinken!

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Veröffentlicht am 29.01.2025

Komm, lass uns was erfinden...

Die Erfinderchen
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Die beiden Jungen Ben und Bashar sind 8 Jahre alt, sehr gute Freunde und haben den Kopf voll mit witzigen Ideen, denn sie lieben es neue Dinge zu erfinden. Um auch alles gut umzusetzen, haben sie vier ...

Die beiden Jungen Ben und Bashar sind 8 Jahre alt, sehr gute Freunde und haben den Kopf voll mit witzigen Ideen, denn sie lieben es neue Dinge zu erfinden. Um auch alles gut umzusetzen, haben sie vier hilfreiche Gefährten in Form von Waschbären an ihrer Seite, deren bedeutungsschwere Namen schon auf einiges schließen lassen und Tesla, Da Vinci, Edison, Gutenberg und das Waschbärmädchen Anderson sind mit Eifer dabei. Sie kommunizieren über Übersetzungshelme miteinander, die jedoch irgendwie ein Eigenleben zu führen scheinen, naja, bei Erfindungen ist das manchmal so. Die Jungs haben schon eine Turbozahnbürste erfunden, wenn man jedoch alle Zähne behalten möchte, dann uffgebasst;):).

Im Kindergottesdienst bekommen sie eine geniale neue Idee vermittelt durch die Geschichte der Brotvermehrung von Jesus. Wie wäre es eine Brotvermehrungmaschine zu bauen. Die gleichaltrige Mia kommt auch mit in die junge Erfinderriege und nun geht es rasant los und der Leser kommt aus dem Lachen nicht mehr heraus:))), doch irgendwie fehlt noch etwas. Da könnte ein Professor helfen und dann....ach, lest es einfach selbst!

M. Florian Walz, Autor und Illustrator, hat ein superwitziges Kinderbuch geschrieben, alltagsnah, flüssig zu lesende Sprache, tolle Illustrationen und auch der Glaube an Gott fließt ganz natürlich mit ein. Ein lustiges Vorleseerlebnis für Erwachsenen und Kinder und durch die kurzen übersichtlichen Kapitel auch für die jungen Selbstleser ein witziges und spannendes Lesevergnügen!

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