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Veröffentlicht am 28.12.2022

Basics und traditionelle Gerichte in vegan

Omi, ich bin jetzt vegan!
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Angelique kam aus gesundheitlichen Gründen zur veganen Ernährung. In den ersten Kapiteln dieses Buches beschreibt sie ihren Weg und ihre Entwicklung dahin. Schon nach kurzer Zeit stellte sie fest, dass ...

Angelique kam aus gesundheitlichen Gründen zur veganen Ernährung. In den ersten Kapiteln dieses Buches beschreibt sie ihren Weg und ihre Entwicklung dahin. Schon nach kurzer Zeit stellte sie fest, dass die neue Ernährungsweise nicht nur bei ihren gesundheitlichen Problemen hilfreich ist, sondern dass sie damit auch der Umwelt etwas Gutes tut und Tierleid verhindert, soweit es in ihrer Macht steht. Bald war die Stunde der Wahrheit gekommen, denn ein Besuch bei der Familie stand an und damit ein Geständnis. „Omi, ich bin jetzt vegan“, war der erste Satz, den sie beim Besuch ihrer Großmama sagte. Ingeborg Teßmann kocht und backt mit Leidenschaft, und diese Information von ihrer Enkeltochter löste erst einmal Verwirrung aus. Aber bei genauerem Nachdenken fielen ihr die Gerichte ein, die ihre Mutter in der Nachkriegszeit gekocht hat. Damals konnte man sich Fleisch gar nicht so oft leisten, und es kam auf den Tisch, was der Garten hergab. Was damals geschmeckt hat, ist auch heute noch lecker und außerdem auch gesund. Mit diesen Gedanken machten sich Oma und Enkelin daran, die geliebten traditionellen Gerichte in vegan umzugestalten. Das Ergebnis präsentieren sie in diesem Kochbuch. Wie in vielen Kochbüchern gibt es auch hier einen theoretischen Teil, der sehr viele Informationen zur Vorratshaltung, zu den Nährstoffen und für den regionalen und saisonalen Einkauf bietet. Auch eine Liste, wie man Eier, Butter, Milch oder Käse am besten ersetzen kann, ist vorhanden.
Der umfangreiche Rezeptteil bietet alles was das Herz begehrt. Da gibt es wärmende Suppen und Eintöpfe und ganz viele Basics. Man erfährt, wie man eine Mehlschwitze macht, wie man Letscho, Apfelmus oder Marmelade einkocht und wie man seine eigene Suppengemüsepaste herstellt. Da gibt es gefüllte Paprikaschoten, Zucchiniauflauf, Bohneneintopf, Königsberger Klopse, gefüllte Teigtaschen und sogar ein Rezept für veganen Kaierschmarrn. Besonders toll finde ich aber den großen Anteil an traditionellen Backrezepten. Da ist vom einfachen Gugelhupf über Pflaumenkuchen, gedeckten Apfelkuchen bis hin zu Buchteln, Hefezopf und Osterlamm alles dabei. Ich gebe zu, dass ich in den vergangenen Jahren, seit ich mich weitgehend vegan ernähre, nicht mehr viel gebacken habe, da mir richtig gute Rezepte fehlten und meine Ergebnisse nicht sehr ermutigend waren. Das ist nun anders, denn auf die bewährten Rezepte von Ingeborg Teßmann und ihrer Enkelin kann man sich wirklich verlassen. Mit den Rezepten für Weihnachtsgebäck hat es mir heuer richtig Freude gemacht, und ich habe einige Sorten gebacken. Es sind Kugelplätzchen mit Marmelade, Spitzbuben und Butterplätzchen entstanden. Letztere (natürlich mit veganer Butter) habe ich ein klein wenig abgewandelt, indem ich eine winzige Menge Matchapulver zum Teig gegeben habe, denn es sollten Starwars-Kekse werden, und der kleine Grogu musste natürlich grün sein.
Nachdem die Weihnachtsplätzchen so gut geworden sind, habe ich mich an mein Rezept für Elisenlebkuchen gewagt und es veganisiert. Das hat super geklappt, und das Ergebnis war besser als die ursprünglichen Elisen.
Dieses tolle Kochbuch ist eine Bereicherung, denn es kann nicht nur mit über siebzig guten Rezepten aufwarten, sondern es macht auch Mut, die eigene Phantasie spielen zu lassen und auch mal ein Rezept ein wenig abzuwandeln oder eben eigene Ideen umzusetzen. Für mich ist dies ein Kochbuch, mit dem ich intensiv arbeite. Auf fast jeder Seite klebt mittlerweile ein Post-It mit ergänzenden Bemerkungen. So habe ich die Plätzchenrezepte beispielsweise halbiert, da wir ein kleiner Haushalt sind und ich mich sonst hätte auf eine Sorte beschränken müssen.
Als nächstes werde ich die gebrannte Reissuppe kochen, denn die erinnert mich an meine eigene Kindheit; diese Suppe gab es oft bei meiner Oma.
Ich finde, dieses Kochbuch sollte in keinem veganen Haushalt fehlen, denn mit den enthaltenen Rezepten kann man nicht nur sich selbst leckere Gerichte zaubern, sondern auch Skeptiker überzeugen.

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Veröffentlicht am 28.12.2022

Ein weihnachtlicher Wohlfühlroman

Unter dem Abendstern
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Katja wird von ihrer früheren Schulkameradin Carola eingeladen, die Weihnachtstage mit ihr und einigen anderen in einem Ferienhaus in Dänemark zu verbringen. Da sie nicht das beste Verhältnis zu ihren ...

Katja wird von ihrer früheren Schulkameradin Carola eingeladen, die Weihnachtstage mit ihr und einigen anderen in einem Ferienhaus in Dänemark zu verbringen. Da sie nicht das beste Verhältnis zu ihren Eltern und ihrer Schwester hat, legt sie keinen Wert auf ein gemeinsames Weihnachtsfest mit der Familie und sagt Carola spontan zu. Kurz nach ihrer Ankunft bereut Katja schon fast, mitgekommen zu sein, denn zu der Gruppe, die in Dänemark die Ferien verbringen wird, gehört auch Nick, ihr Jugendschwarm.

Die Geschichte ist flüssig und plastisch erzählt, wobei mir besonders die Beschreibungen der Landschaft gefallen haben. Das Ferienhaus am Meer wird richtig schön gemütlich beschrieben, und man kann sich gut in die Atmosphäre hinein versetzen.

Die Gruppe der Urlauber ist recht bunt zusammengewürfelt. Es sind einige weniger sympathische Zeitgenossen dabei, aber unter anderem lernt man hier auch Nicks besten Freund Jeffrey kennen. Er ist teilweise ein ziemlicher Spaßvogel, hat aber durchaus auch seine ernsten Seiten und steht Nick mit viel Empathie zur Seite. Auch Katja mag ihn, und als er sie ständig mit anderen Vornamen anspricht, ist sie nicht etwa beleidigt, sondern steigt auf seine Späße ein und ist selten um eine Antwort verlegen.

Während ihres Aufenthalts kommen sich Katja und Nick unweigerlich wieder näher, und Katja stellt fest, dass ihre Gefühle ihm gegenüber nicht einseitig sind. Aber etwas hindert Nick daran, auf sie zuzugehen. Dieses „Problem“ zieht sich durch die ganze Geschichte, und Nick macht zwar mehrere Anläufe, um Katja seine Befürchtungen mitzuteilen, aber es kommt ständig etwas dazwischen, und es dauert lange, bis eine Aussprache stattfinden kann.

Diese Verzögerungstaktik bringt ein paar Längen in die Geschichte. Es passieren aber einige andere Dinge, die das Spannungslevel wieder enorm heben. Ich habe den Roman gerne gelesen, denn er ist eine leichte und ideale Lektüre für Advent und Weihnachten oder für die Zeit zwischen den Jahren. Wer die anderen Winter-Romane der Autorin gelesen hat, wird hier auch alte Bekannte wieder „treffen“.

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Veröffentlicht am 27.12.2022

Kochen ist Chemie

Eine Frage der Chemie
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Elizabeth Zott ist eine außergewöhnliche Frau, besonders wenn man die Zeit bedenkt, in der die Geschichte spielt. Es ist Anfang der 60er Jahre. Damals sahen die Frauenrechte noch anders aus als heutzutage. ...

Elizabeth Zott ist eine außergewöhnliche Frau, besonders wenn man die Zeit bedenkt, in der die Geschichte spielt. Es ist Anfang der 60er Jahre. Damals sahen die Frauenrechte noch anders aus als heutzutage. Frauen waren für Haushalt, Küche und Kinder zuständig, Karriere machten nur die Männer und das sogar, wenn ihnen die Fähigkeiten dafür eigentlich völlig abgingen.
Wie Elizabeth am eigenen Leib erfahren muss, sind manche Männer in ihrem Umfeld übergriffig und das im mehrfachen Sinn, denn hier geht es nicht allein um körperliche Belästigung, sondern die Übergriffe betreffen auch das geistige Eigentum. Nicht nur einmal erlebt die intelligente junge Frau, dass ihre Ideen von Männern geklaut und als deren eigenes Gedankengut ausgegeben werden. In Calvin Evans, dem Anwärter für den Nobelpreis, findet Elizabeth Zott eine Art Seelenverwandten, und die beiden werden ein Paar. Elizabeth ist nicht nur blitzgescheit, sondern sie ist ihrer Zeit weit voraus, nicht nur was das Berufliche angeht, sondern auch in ihren Ansichten über Partnerschaft, Familie und Ehe. Calvin respektiert ihre Ansichten und ist wohl der einzige, der sie versteht. Der Hund, der dem Paar zuläuft und den sie adoptieren und Halbsieben nennen, ist ebenfalls intelligenter als die meisten seiner Spezies. Zwischendurch dürfen die Leser auch an seinen Gedanken und Gefühlen teilhaben. Halbsieben bringt Elizabeth die Loyalität entgegen, die sie bei ihren Mitmenschen vermisst. Der Hund ist treu und stets besorgt, zuerst um sie, später dann um ihre kleine Tochter.
Elizabeth Zott schlägt sich mit großer Energie durchs Leben. Ihr Verhalten ist eine tolle Mischung aus Ungläubigkeit über die Ignoranz ihre Mitmenschen, Geradlinigkeit, indem sie sagt was sie denkt und nicht hinter den Berg hält und manchmal einer anrührenden Sichtweise, was die praktischen Dinge des Alltags angeht. Aber sie weiß sich zu helfen, und es ist vergnüglich zu lesen, wie sie beispielsweise einen Kaffee zubereitet, denn wenn man Elizabeth fragt, ist auch das Chemie. Sie ist eine Koryphäe ihres Fachs und setzt ihr Wissen auch in ganz alltäglichen Situationen ein. Sowohl ihre Tochter als auch ihren Hund behandelt sie mit großem Ernst und äußerst gleichberechtigt. Als sie eine Kochshow angeboten bekommt, nimmt sie an, jedoch hat sie ihre eigenen Vorstellungen von der Umsetzung, die ihren Vorgesetzten nicht nur einmal dazu bringen, sich die Haare zu raufen. Letztendlich wird sie zur Kultfigur ihrer Frauengeneration. Sie macht den Frauen Mut, sich selbst zu verwirklichen. Zu schade, dass es Elizabeth Zott nicht wirklich gegeben hat, denn eine Frau wie sie würde ich gerne kennenlernen.
Der Roman ist vielschichtig und bringt viele heikle Themen zur Sprache. Er ist anrührend und ernst, zugleich wohnt ihm aber auch ein ganz feiner, besonderer Humor inne. Es gibt so viele Szenen, die mich zum Schmunzeln gebracht aber genauso viele, die mich nachdenklich gemacht haben. Nicht nur die Autorin, auch die Übersetzer haben hier großartige Arbeit geleistet. Und nicht zuletzt ist es Luise Helm, die Sprecherin des Hörbuchs, die dem Roman einen ganz eigenen Zauber verleiht, die Stimmungen perfekt wiedergibt und die einzelnen Personen so wunderbar mit ihrer Stimme zum Leben erweckt. Sie ist die ideale Sprecherin für diesen Roman. Alles in allem ist dies auf jeden Fall eines meiner Jahres-Highlights. Ich hoffe stark, dass dies nicht das letzte ist, was wir von Bonnie Garmus zu lesen bekamen.

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Veröffentlicht am 27.12.2022

Super für Einsteiger

Happy vegan mit 5 Zutaten
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Auch wer sich vegan ernährt, macht das nicht unbedingt immer gesund, denn es gibt viele Speisen und Gerichte, die vegan sind, uns aber trotzdem nicht gut tun. Gerade Einsteiger in die vegane Küche scheuen ...

Auch wer sich vegan ernährt, macht das nicht unbedingt immer gesund, denn es gibt viele Speisen und Gerichte, die vegan sind, uns aber trotzdem nicht gut tun. Gerade Einsteiger in die vegane Küche scheuen oft den Aufwand für manche Rezepte, vor allem wenn man viele verschiedene Zutaten benötigt, die dann womöglich zum Teil auch nur schwer zu bekommen sind.

Lena Merz zeigt in ihrem Kochbuch, dass es auch anders geht. Für jedes ihrer veganen Rezepte braucht man nicht mehr als fünf Zutaten!

Die Rezepte sind in drei Kapitel gegliedert. Zu Beginn stehen kleine Gerichte, Vorspeisen und Suppen (Mangold-Börek, Pilz-Bruschetta, Mango-Avodaco-Salat, Maronen-Ingwer-Suppe...), es folgen die Hauptspeisen (Auberginen-Pide, Nacho-Auflauf, Süßkartoffel-Kumpir...), und im dritten Kapitel sind Rezepte für Süßes und Gebäck (Pistazieneis, Milchreis mit Bratapfel, Kirschkuchen mit Streuseln...).

Den Abschluss bilden ausführliche Informationen zum Einfrieren auf Vorrat und zur Resteverwertung, zu den wichtigsten Produkten für den veganen Vorratsschrank und zu sinnvollen Kombinationen verschiedener Lebensmittel, die sich besonders gut ergänzen.

Ich habe mir alle Rezepte genauer angesehen, und es ist erstaunlich, was für tolle Sachen man aus nur fünf Zutaten zaubern kann. Ausprobiert habe ich bisher hauptsächlich Hauptgerichte, so zum Beispiel die Linguine mit Tomaten-Gin-Sauce und Pasta Stroganoff. Beides war extrem lecker und kam bei uns sicher nicht zum letzten Mal auf den Tisch. Interessant finde ich auch die Kartoffeln mit Fenchel-Zaziki. Die Kombination hatte ich in dieser Art noch nicht gegessen, fand sie aber sehr gut. Man sollte hierfür aber Fenchel mögen, denn er schmeckt doch recht intensiv. Auch Gnocchi auf dem Blech (zusammen mit Zucchini, schwarzen Oliven und Pinienkernen) ist ein tolles Gericht und so unkompliziert umzusetzen.

Dieses Buch nimmt Schwellenängste, denn die genannten Rezepte lassen sich spielend leicht und schnell nachkochen, und da die Zutaten so überschaubar sind, braucht man nicht mal einen Einkaufszettel. Alles was ich bisher ausprobiert habe, hat mir sehr gut geschmeckt, und das ist ja wichtig, vor allem am Anfang einer Ernährungsumstellung, denn die kleinen Erfolgserlebnisse geben Mut und spornen zum Weitermachen an.

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Veröffentlicht am 27.12.2022

Gelungener Einstieg in die Welt der französischen Küche im 19. Jahrhundert

Die Köchin - Lebe deinen Traum
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Fabienne ist die jüngste Tochter des Schleusenwärters am Canal du Midi. Ihre Mutter kocht für die Barkenschiffer, die bei ihnen anlegen, und Fabienne unterstützt sie mit Freude. Wenn sie ihrer Maman in ...

Fabienne ist die jüngste Tochter des Schleusenwärters am Canal du Midi. Ihre Mutter kocht für die Barkenschiffer, die bei ihnen anlegen, und Fabienne unterstützt sie mit Freude. Wenn sie ihrer Maman in der Küche helfen kann oder den Schiffern ihr Essen serviert und diese sie „Mademoiselle bon appétit“ nennen und ihr ein Trinkgeld zustecken, ist sie in ihrem Element. Daneben träumt sie von der großen Liebe und einer Ehe mit Eric. Wenn sie den Geliebten trifft, ist sie glücklich. Nach dem Tod ihrer Mutter ändert sich alles. Der Vater holt sich eine neue Frau ins Schleusenwärterhaus, und Fabienne ist nur noch für die niedersten Hilfsarbeiten gut.

Als sie feststellen, dass sowohl Fabiennes als auch Erics Vater gegen eine Verbindung zwischen ihnen ist, beschließen sie, durchzubrennen. Schnell merkt Fabienne, dass sie in Eric nicht den treuen, liebenden Gefährten gefunden hat wie erhofft. Er lässt sie im Stich, und die Minderjährige steht alleine da. Nach Hause will sie nicht mehr, und so ist sie am Rand der Verzweiflung, als sie Stéphanie begegnet. Die exzentrische junge Frau nimmt Fabienne mit zum Weingut ihrer Eltern, und dort sieht es danach aus, als könnte sie bleiben und glücklich werden. Aber wieder meint es das Schicksal nicht gut mit ihr…

Ich liebe die Romane von Petra Durst-Benning und war sehr gespannt auf den Auftakt ihrer neuen Trilogie, die uns in die Welt der französischen Küche entführt. Die brillanten, bildhaften Beschreibungen von Land, Leuten und den traditionellen Gerichten haben mir wieder sehr gefallen, und das Lesen war ein wahrer Genuss.

Bei den Protagonisten, muss ich gestehen, hat es einige Zeit gedauert, bis ich ihnen näher gekommen bin. Fabienne wirkt am Anfang noch sehr naiv, wobei man natürlich sagen muss, dass sie noch minderjährig ist und außer dem Schleusenwärterhaus noch nichts von der Welt gesehen hat. Eric ist nur eine Randfigur und hat sich ja sehr schnell wieder aus Fabiennes Leben und damit aus der Geschichte verabschiedet. Mit Stéphanie hatte ich bis zuletzt meine Probleme. Sie ist sehr exzentrisch und ein undurchsichtiger Charakter. Manchmal scheint sie echtes Mitgefühl zu empfinden, dann wieder wirkt sie sehr egoistisch, gefühllos und nur auf ihren Vorteil bedacht.

Ungefähr ab der Hälfte hatte mich die Handlung dann so gepackt, dass ich das Buch gar nicht mehr weglegen wollte. Fabienne begegnet auch liebenswerten Menschen, zum Beispiel macht sie Bekanntschaft mit einigen der Mères Lyonnaises, die es als erste Frauen wagten, ein Restaurant zu eröffnen. Dann ist da auch der sympathische Yves, der Fabienne ein treuer Freund wird. Die junge Frau entwickelt eine ungeheure Stärke und findet ihren Weg. Zwar ist sie von einer Spitzenköchin, wie es im Klappentext heißt, noch weit entfernt, aber es kommen ja schließlich noch zwei weitere Teile, auf die ich schon sehr gespannt bin, denn der Schluss weist schon darauf hin, dass es in der Fortsetzung sicher wieder richtig spannend wird.

Bis zum Erscheinen des zweiten Teils kann man sich die Zeit in der Küche vertreiben, denn im Anhang liefert die Autorin gleich ein paar von Fabiennes Rezepten zum Nachkochen.

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