Profilbild von Maja_Koellinger

Maja_Koellinger

Lesejury Profi
offline

Maja_Koellinger ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Maja_Koellinger über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.12.2017

Licht in der Finsternis

Die Lichtbringer von Enés
0

Ein Mädchen und ein Junge
machen sich auf den Weg,
um Licht in die Dunkelheit zu bringen
und die Schatten der Vergangenheit zu vertreiben.

Klappentext:

"Und eines Tages wurde es einfach nicht mehr hell."

Seit ...

Ein Mädchen und ein Junge
machen sich auf den Weg,
um Licht in die Dunkelheit zu bringen
und die Schatten der Vergangenheit zu vertreiben.

Klappentext:

"Und eines Tages wurde es einfach nicht mehr hell."

Seit sich Layla erinnern kann, herrscht in ihrer Heimat völlige Dunkelheit. In dieser Welt ohne Sonnenlicht besucht sie die Akademie für Sphärenmagier - jenen Menschen, die aus dem Nichts Licht erschaffen können.
Layla konzentriert sich völlig auf ihr Studium und lässt sich auch von dem gut aussehenden Frauenhelden Aris nicht ablenken. Bis sie ein Gerücht hört, dass ihr verschollener Bruder Zahid noch am Leben sein soll.
Gemeinsam mit Aris begibt sie sich auf eine abenteuerliche Suche in die unbekannte Finsternis. Dort erfährt sie Dinge über sich und ihre Familie, die sie nie für möglich gehalten hätte. Und auch Aris scheint nicht der oberflächliche, privilegierte Lehrersohn zu sein, für den sie ihn gehalten hat."

Meine Meinung:

Das Konzept der Geschichte gefiel mir unheimlich gut! Die Idee, dass eine dunkle Macht dafür sorgt, dass ein ganzes Land in Finsternis versinkt, war für mich neu und besonders, weshalb ich den Verlauf der Geschichte mit großem Interesse gefolgt bin.
Das Abenteuer entwickelt sich zudem ziemlich rasant, sodass keinesfalls Langeweile aufkommt.

Die Protagonistin Layla war mir sehr sympathisch. Sie ist bodenständig und klug, weshalb ich mich als Leser sehr mit ihr verbunden fühlte. Zwar konnte ich nicht jede ihrer Entscheidungen gutheißen oder komplett nachvollziehen, aber das ist in meinen Augen nicht gravierend.
Aris hingegen war mir am Anfang ziemlich unsympathisch. Er ist der typische Aufreißer und benimmt sich dementsprechend Layla gegenüber. Doch mit der Zeit entwickelt sich sein Charakter sehr, sodass er mir nach und nach immer besser gefiel. Diese Entwicklung nachvollziehen zu können, fand ich sehr schön.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig zu lesen. Die Seiten flogen nur so dahin, was an vielen Spannungshöhepunkten und Konflikten liegt, die im Buch gelöst werden. Ich hätte mir zum Schluss hin noch ein wenig mehr "Aufklärung" gewünscht (ACHTUNG SPOILER: zB. ein Gespräch zwischen Layla und ihrer besten Freundin, die zuvor ebenfalls eine Beziehung zu Aris hatte. SPOILER ENDE), doch im Großen und Ganzen konnte mich das Buch sehr gut unterhalten.

Fazit:

"Die Lichtbringer von Enés" ist ein mitreißendes Fantasybuch mit einer tollen Idee und einer schönen Umsetzung dieser. Ich bin schon sehr gespannt auf weitere Werke der Autorin!

Veröffentlicht am 11.11.2017

Eine geniale High Fantasy Geschichte!

Gladio
0

Eine magische Geschichte voller Abenteuer und Spannung!

Klappentext:

›Ein verschollenes Schwert, eine Prophezeiung und eine junge Frau, in deren Händen die Zukunft eines Landes liegt.‹

Nacht für Nacht ...

Eine magische Geschichte voller Abenteuer und Spannung!

Klappentext:

›Ein verschollenes Schwert, eine Prophezeiung und eine junge Frau, in deren Händen die Zukunft eines Landes liegt.‹

Nacht für Nacht wird Ai von dem immer gleichen Traum heimgesucht: der Anführer des feindlichen Landes durchbohrt sie mit seinem Schwert.
Eine Waffe, die ihrem Kettenanhänger, dem einzigen Überbleibsel ihrer Familie, überraschenderweise ähnelt. Als Ai in einem Tempel eine Zeichnung von Gladio, einem mächtigen und seit Generationen verschollenen Schwert, findet, gerät ihre Welt ins Wanken.
Warum gleicht die Zeichnung ihrem Anhänger in jedem Detail?
Es gibt nur ein Volk, das Licht ins Dunkel bringen kann: die Elfen.
Können sie Ai dabei helfen, das Geheimnis des Anhängers und ihrer Familie zu lüften und ihre wahre Bestimmung zu erkennen?

Der Grundgedanke der Geschichte konnten mich von Anfang an überzeugen und mitreißen. Zwar ist das Konzept der "Auserwählten" innerhalb des Genres High Fantasy nicht unbedingt neu, doch die Autorin K. K. Summer schafft es dennoch eine komplett fremde Welt zu erschaffen, die mich aus der Realität entführen konnte. Die Detailverliebtheit, die neu erfundenen Wesen und die genialen Wendungen innerhalb der Geschichte haben mich schließlich vollkommen von dem Buch überzeugt.

Die Charaktere hatten allesamt ihre Ecken und Kanten, doch das machte sie umso greifbarer. Diamanten sind schließlich auch nicht rund.
Besonders die Protagonistin Ai hat sich in meinen Augen sehr entwickelt. Als sie sich in die Welt der Elfen begeben hat, war für sie noch alles neu und fremd, weshalb sie oft mit geradezu kindlicher Neugierde oder Naivität auf die neuen Gegebenheiten reagiert hat. Auch die Begegnungen mit einem gewissen anderen Halbelfen liefen deswegen nicht immer unproblematisch ab. Doch zum Schluss war aus Ai eine wahre Kriegerin geworden, die wusste, was sie tun musste, um ihr Land zu beschützen.

Der Schreibstil von K. K. Summer lässt sich einfach als besonders bezeichnen. Und das definitiv im guten Sinne! Sehr literarisch, bildreich und irgendwie auch ein wenig "hochgestochen", was absolut perfekt zum Wesen der Elfen und dem Klang der Geschichte passte. Die fremden Begrifflichkeiten, wie beispielsweise "Wakizashi", wurden auch immer sehr effektiv eingesetzt und erläutert. Insbesondere die Beschreibungen der magischen Lebewesen haben mich begeistert!

Fazit:

Fans des Genres High Fantasy kommen bei dieser magischen Geschichte definitiv auf ihre Kosten! K. K. Summer hat eine wundervolle Welt erschaffen, die ich gerne wieder besuchen werde.

Veröffentlicht am 09.11.2017

Ideenreichtum, lebhafte Charaktere und toller Schreibstil!

Die Perfekten
0

Ein Mädchen, das sich den Regeln der Gesellschaft widersetzt.
Ein System, das jeden unterdrückt.
Ein Schicksal, das alles verändern wird.

Klappentext:
"Rain ist ein Ghost. Sie lebt außerhalb des Systems. ...

Ein Mädchen, das sich den Regeln der Gesellschaft widersetzt.
Ein System, das jeden unterdrückt.
Ein Schicksal, das alles verändern wird.

Klappentext:
"Rain ist ein Ghost. Sie lebt außerhalb des Systems. Seit ihrer Geburt ist sie auf der Flucht vor den Gesegneten, einer perfekten Weiterentwicklung der Menschen, die mit eiserner Hand regieren und das Volk unterdrücken. Rain weigert sich jedoch, sich ein Leben lang zu verstecken, und begeht einen fatalen Fehler. Sie bricht die wichtigste Regel der Ghosts: Vertraue niemandem!"

Das Konzept der Geschichte hat mir wahnsinnig gut gefallen. Zwar waren mir einige Elemente, wie beispielsweise "Die Auserwählte" durch das Genre Dystopie sehr vertraut, doch die Autorin Caroline Brinkmann hat einige Grenzen gesprengt und ein ganz eigenes Universum erschaffen, das mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen hat. Besonders der Weltenbau mit den verschiedenen Vierteln hat mich sehr beeindruckt, da sie alle sehr fein ausgearbeitet haben. Insbesondere Rains Heimat, das "Industrieviertel", hat mich beeindruckt.

Der Detailreichtum des Buches hat mich absolut überzeugt. Es gab so viele Kleinigkeiten, die die Bedachtheit und die Überlegungen der Autorin gezeigt haben, dass ich regelmäßig innehalten musste, weil ich dachte: "Oh mein Gott! Wie kann man sich so etwas Geniales ausdenken?" Besonders in Bezug auf das Gesellschaftssystem ist mir dieser Punkt sehr gut im Gedächtnis geblieben, zB. durch die gut durchdachten Tattoos aller Bewohner des Landes.

Besonders gefallen haben mir zudem die Charaktere.
Die Protagonistin Rain war für mich am Anfang nicht so leicht zu fassen oder zu begreifen, da sie in meinen Augen nicht die typische Heldin war. Doch gerade das hat sie so besonders gemacht. Eine loyale Rebellin, die für das kämpft, was ihr am Herzen liegt.
Weiterhin konnte mich Rose überzeugen. Sie war einfach ein unfassbar süßer Charakter, den ich wahnsinnig ins Herz geschlossen habe.
Insgesamt ist zu sagen, dass alle Charaktere sehr gut ausgearbeitet waren und wirklich "lebendig" wirkten. Sie hatten alle Stärken und Schwächen und waren einfach echt (abgesehen von den Perfekten/ Gesegneten natürlich). :D

Der Schreibstil hat mich vollkommen mitgerissen. Er war flüssig und tiefgreifend, sodass die Seiten nur so dahinflogen. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung dieses grandiosen Buches!

Fazit:

"Die Perfekten" von Caroline Brinkmann besticht besonders durch seinen Ideenreichtum, die lebhaften Charaktere und den genialen Schreibstil.

Veröffentlicht am 06.11.2017

Wenn Tote Geschichten erzählen könnten...

Infiziert
0

Die Welt wird nie wieder so sein wie zuvor.
Die Seuche verschont niemanden.
Und falls sie es doch tut, so wirst du nie wieder so sein wie zuvor.

Callie ist gerade einmal 12 Jahre alt, als sie spurlos ...

Die Welt wird nie wieder so sein wie zuvor.
Die Seuche verschont niemanden.
Und falls sie es doch tut, so wirst du nie wieder so sein wie zuvor.

Callie ist gerade einmal 12 Jahre alt, als sie spurlos verschwindet. Was dem Mädchen zustößt bleibt lange Zeit im Verborgenen. Erst, als die junge Shay sie auf einem Vermisstenplakat wiedererkennt, komt die Sache erneut ins Rollen. Zusammen mit Callies Bruder Kai geht sie den seltsamen Umständen von dem Verschwinden seiner Schwester auf den Grund.
Doch damit nicht genug: Eine seltsame Krankheit scheint ganz Großbritannien zu befallen und niemanden zu verschonen. Werden die beiden es schaffen das Geheimnis um Callie zu lüften, bevor sie von der Seuche befallen werden?

Das Konzept dieses psychologischen Jugendthrillers hat mir unglaublich gut gefallen! Ich konnte mich kaum von den Seiten lösen, weil das Geschehen so fesselnd und atemberaubend war. Die Handlung wurde an keiner Stelle langweilig und der Aufbau der Geschichte wurde von einem Spannungshöhepunkt nach dem anderen bestimmt. Besonders das Ende hatte es meiner Meinung nach in sich, weshalb ich umso gespannter die Folgebände der Reihe erwarte.

Die Charaktere waren in diesem Buch wahnsinnig faszinierend! Shay ist eine clevere Protagonistin, die nachdenkt bevor sie handelt (meiner Meinung nach eine erfrischende Abwechslung). Sie wirkte unglaublich sympathisch auf mich und ich kann es gar nicht erwarten, bald mehr von ihr zu lesen.
Doch auch Callie war ein vielseitiger Charakter. Besonders aufgrund ihres jungen Alters stellte sie einen starken Kontrast zu Shay dar und ihre Handlungen waren vielmehr von Impulsiven gesteuert.
Kai war für mich ein Protagonist mit vielen Tiefen und Schatten, die ihn ein bisschen "verborgen" haben. Allerdings machten ihn seine Ecken und Kanten erst richtig interessant. Diamanten sind schließlich auch nicht rund.

Der Schreibstil von Teri Terry ist flüssig und packend, deshalb an dieser Stelle eine kleine Warnung meinerseits: Ihr werdet dieses Buch nicht mehr loslassen können und an den Seiten kleben! Macht euch auf ein mitreißendes Abenteuer gefasst, das euch nicht so schnell wieder loslässt.

Fazit:

"Infiziert" ist der gelungene Auftakt der Dark Matters - Trilogie von Teri Terry und besticht vor allen Dingen durch seinen einmaligen Handlungsaufbau und einem Szenario, das in unserer heutigen Welt gar nicht so undenkbar wäre.

Vielen Dank an dieser Stelle an den Coppenrath Verlag, der mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Veröffentlicht am 06.11.2017

Geheimnisse können tödlich sein...

Niemand wird sie finden
0

Er hat ein Geheimnis vor ihr.
Ihr Verschwinden tritt eine unvorhersehbare Welle an Ereignissen los.
Und mit einem Mal ist er nicht mehr der einzige mit Geheimnissen.

Flynn und January sind erst ein paar ...

Er hat ein Geheimnis vor ihr.
Ihr Verschwinden tritt eine unvorhersehbare Welle an Ereignissen los.
Und mit einem Mal ist er nicht mehr der einzige mit Geheimnissen.

Flynn und January sind erst ein paar Monate zusammen, als sie von einem Tag auf den anderen verschwindet und einen Berg an Fragen zurücklässt. War es Mord? Ist sie davongelaufen? Lebt das junge Mädchen überhaupt noch? Warum gerade sie?

Die Idee der Geschichte fand ich sehr ansprechend und auch wenn der Anfang leicht schleppend verlief, steigerte sich die Handlung zum Schluss bis ins Dramatische. Der Autor führt einen sehr clever durch die Story, sodass man sich selbst mehrmals fragt, wer womöglich der Verbrecher sein könnte. Die Plottwists waren in meinen Augen nicht vorhersehbar und überraschend, was den Reiz der Geschichte ausgemacht hat. Es war nämlich sehr wahrscheinlich, dass innerhalb der nächsten 20 Seiten ein Twist auftauchte, der das komplette Denken des Lesers auf den Kopf stellt.

Die Protagonisten fand ich im Gegensatz zum Konzept der Geschichte leider nicht überragend. Besonders Flynn, der Protagonist, hat sich in einigen Situationen sehr unpassend verhalten, wodurch ich ihn nicht wirklich ins Herz schließen konnte.
Auch January wurde mir mit der Zeit immer unsympathischer, als ihre Lügen aufgedeckt wurden. Natürlich gab es für ihr Verhalten einen guten Grund, dennoch wurde ich nicht richtig warm mit ihr.
Kaz hingegen, ein Nebencharakter, hat mich total begeistert mit seiner offenen Art und aufgrund der Tatsache, dass er scheinbar der einzige war, der wirklich ehrlich und "nett" sein konnte.

Der Schreibstil des Autors ist mitreißend und flüssig, sodass man schnell durch die Geschichte rast. Die Spannung, die mit der Zeit im Buch aufgebaut wird, sorgt für den besonderen "Kick" beim Lesen.

Fazit:
Insgesamt hat mir die Idee und Umsetzung der Geschichte und insbesondere der Liebesgeschichte im Buch gefallen, allerdings konnte ich mit den Charakteren nicht warm werden, was den Lesespaß leider an manchen Stellen gedämpft hat.

Vielen Dank an dieser Stelle an den Verlag für das Rezensionsexemplar.