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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.08.2024

Minni ist die Größte

Minnie Minerva Maus
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Sie ist nicht unbedingt zu beneiden, die kleine einfallsreiche und enthusiastische Minni. Zu oft wird ihr Streben nach einer etwas besseren Welt missverstanden. Sie interessiert sich für schier alles, ...

Sie ist nicht unbedingt zu beneiden, die kleine einfallsreiche und enthusiastische Minni. Zu oft wird ihr Streben nach einer etwas besseren Welt missverstanden. Sie interessiert sich für schier alles, was um sie herum geschieht und findet dabei, dass auch alles ein wenig besser gemacht werden könnte. Nur wie soll sie das ihrer Umgebung beibringen? Da ist guter Rat teuer. Da ist auch noch dieser Schulwettbewerb, den sie unbedingt gewinnen will.
Mit viel Esprit und tollen Ideen schärft der Comic durch die Augen Minnis den jungen Lesern für kleine bis große Missständen, die auch ihnen alltäglich begegnen. Sei es Verschwendung, zu wenig Grün. Im Grunde genommen geht es um das aktuelle Thema Nachhaltigkeit. Minnie und ihre Freunde sind dabei auf vielen Gebieten gedanklich und tatsächlich unterwegs.
Wer Comics mag, wird auch das vorliegende Kinderbuch sehr mögen. Kleine Schrift in Blasen, diverse Geräuschwörter, bunte niedliche Bildchen, wichtige Message – ein zeitgemäßer Comic eben, nicht mehr, aber keineswegs weniger.

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Veröffentlicht am 25.08.2024

So unterhaltsam wie bunt

#buch4you: Dein Mitmach-Buch
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Toll, hier gibt es richtig viel zu entdecken, zu rätseln, zu planen, zu basteln, zu lesen. Jede Seite beinhaltet eine neue Idee, eine neue Info, eine neue kleine Welt; so voll von Inspiration, dass man ...

Toll, hier gibt es richtig viel zu entdecken, zu rätseln, zu planen, zu basteln, zu lesen. Jede Seite beinhaltet eine neue Idee, eine neue Info, eine neue kleine Welt; so voll von Inspiration, dass man sich wundert, dass das Buch überhaupt wieder zugeklappt werden kann. Ich wäre begeistert gewesen, wenn ich damals auch so ein vielseitiges Buch gehabt hätte. Es erklärt, bestärkt, öffnet, motiviert.
Pfiffige Kinder müssen meiner Meinung nach nicht erst warten, bis sie 10 Jahre alt sind, um sich ebenfalls für dieses Kaleidoskop in Buchform zu interessieren und mitreißen zu lassen. Es darf und soll sogar Hineingeschrieben werden, eigene Gedanken, Wünsche und vieles mehr. Wichtige Dinge sind durchzuführen, knifflige Rätsel zu lösen. Was weiß ich, was noch nicht, was möchte ich wann tun. Hier kann der junge Bucheigentümer seiner Phantasie freien Lauf lassen.

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Veröffentlicht am 25.08.2024

Kind sein in der DDR – ein Familienkinderbuch

Wie ein Vogel. Kindheitserlebnisse aus der DDR: poetisch erzählt, wunderschön illustriert.
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Ja, so war´s. Kindheitserinnerungen ohne Wehmut und Wertung und den innigen Wunsch, dieses Leben als Kind in der DDR auch ohne solche zu vermitteln. Viele Menschen wurden dadurch geprägt. Ja, es war schön. ...

Ja, so war´s. Kindheitserinnerungen ohne Wehmut und Wertung und den innigen Wunsch, dieses Leben als Kind in der DDR auch ohne solche zu vermitteln. Viele Menschen wurden dadurch geprägt. Ja, es war schön. Aber es war einmal. Von den Widrigkeiten bekam man ja als Heranwachsende nicht so viel mit und das soll auch nicht das vorrangige Thema sein. Der kleine Vogel Freiheit schwebt aber schon mit durch die Handlung.
Es ist vielmehr das einzigartige Flair jenseits der politischen und geschichtlichen Entwicklungen, die hier sehr wahrheitsgetreu wiedergegeben und vermittelt werden soll. Das Leben im Kleinen, in der engsten Familie; mit bunter Tapete, Kachelofen, dem unbedingten Mittagsschlaf und so vielem mehr, wovon nur noch diejenigen wissen, die es erlebt haben. Alle anderen können es sich gar nicht vorstellen oder wollen es auch gar nicht. Für so viele hatte sich ja nichts geändert, doch für viele andere schier alles.
Daher ist dieses Buch doch leider nur etwas für Menschen aus den neuen Bundesländern, speziell von der älteren Generation an die jüngere. Tausend eigene Geschichten und Erlebnisse können so begleitend zur Lektüre und den garantiert auftauchenden Fragen mit erzählt werden, Fotoalben und behaltene Gegenstände von früher kommen so wieder gebührend ans Tageslicht.
Schon beim Durchblättern wird man in die damalige Zeit versetzt. Die durchgehenden Zeichnungen geben haargenau das wider, woran man sich selbst erinnert, wenn man zurück denkt – Mode, Inneneinrichtung, Alltagsbegebenheiten, der familiäre Umgang miteinander.
Ich wünsche diesem Buch viel Glück bei der Suche nach interessierten (Vor)Lesern. Und wer dieses Buch für sich entdeckt, besitzt einen kleinen Schatz, ein eigenes Geschichtsbüchlein, das man gemeinsam lesen sollte, damit die jungen (Erst)Leser damit auch etwas anfangen können und das wirklich tolle Kinderbuch seinen stillen Charme auch voll entfalten kann

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Veröffentlicht am 25.08.2024

Aufklärung mit Nadelstichen

Alte Eltern
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Es betrifft so viele, doch immer noch ist es ein Tabuthema, dem man sich selbst nicht stellen möchte, über das man im Familienkreis nicht sprechen mag, von dem man nur hofft, dass es einem selbst oder ...

Es betrifft so viele, doch immer noch ist es ein Tabuthema, dem man sich selbst nicht stellen möchte, über das man im Familienkreis nicht sprechen mag, von dem man nur hofft, dass es einem selbst oder einem nahen Angehörigen nicht geschieht. Und schon da setzt ein durch Mark und Bein gehender Spruch gleich zu Buchbeginn ein.
Man kommt beim Lesen nicht zur Ruhe. Es wird irgendwie immer schlimmer, ständig kommt etwas neues hinzu. Kurze Verschnaufpausen, dann wieder Nadelstiche in Herz und Kopf, denn beim Lesen sieht man ununterbrochen sich selbst und die eigenen Angehörigen vor sich. Der Autor versteht es, durch einfaches und schonungslos offenes Erzählen, unter Preisgabe persönlichster Gedanken und Gefühle, beim Leser fast dieselbe Stimmung zu erzeugen, die während der gesamten letzten Lebensphase des Vaters in ihm und seinem Umfeld herrschte.
Das Buch beruhigt nicht. Man weiß ja nun, was kommt oder kommen kann. Man weiß es ja auch irgendwie schon vorher. Es gibt kein Entrinnen. Wenn es kommt, dann muss man durch. Doch dieses Irgendwie ist nach der Lektüre weg. Dieses am eigenen Leibe erleben und damit leben und umgehen MÜSSEN wird in einer Deutlichkeit klargemacht, dass es kein Wegducken mehr gibt. Wie man selbst damit umgehen wird, sagt dann auch sehr viel über einen selbst. Man ist intensiv bei sich und vor allem beim anderen. Man hat hat sich ja noch.
Ich bin froh über diesen persönlichen Erlebnisbericht. Dieser tiefe Einblick in das Innerste einer Familie, in Menschen hat mir die Angst zwar nicht genommen, doch eine Richtung vorgegeben. Ich nehme die Emotionen, Fragen und Fakten auf. Für alles weitere Drumherum gibt es abgeklärte Ratgeber. Die Hoffnung, dass es einen nie treffen möge, ist zwar ungebrochen, doch steht man andernfalls nicht mehr vor einem Abgrund und die persönliche Welt kann nicht mehr untergehen. Danke

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Veröffentlicht am 13.10.2024

Vor allem ein Weg zu uns selbst

Vom Dating-Frust zur glücklichen Beziehung
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Reflektieren und Probieren, zuhören und sich selbst öffnen. Man selbst bleiben und auf das Gegenüber eingehen. Aber was in welchem Maße? Ab wann verbiegt man sich, macht sich lediglich für den anderen ...

Reflektieren und Probieren, zuhören und sich selbst öffnen. Man selbst bleiben und auf das Gegenüber eingehen. Aber was in welchem Maße? Ab wann verbiegt man sich, macht sich lediglich für den anderen passend? Und muss es der/die eigentlich sein? Eine Gratwanderung, die Stress, Ängste und Selbstzweifel auslöst. Letztere hat man sicher auch schon sehr lange und auch in an anderen Orten. Dieses Arbeitsbuch soll Abhilfe schaffen. Obwohl mir „Arbeitsbuch“ als Wort an sich nicht gefällt, ist es doch eine gewisse Art Arbeit. Wissen, was man will und wer man ist und vor allem, warum.
Es braucht Zeit, es ist ein Prozess. Und so ist es auch mit diesem Buch. Obwohl leichtfüßig und locker geschrieben, braucht man Zeit, um sich hinein zu begeben. Die Textgröße ist mir wirklich zu klein, manche Abschnitte einfach zu lang. Die Übungen zwischendurch unterbrechen den Lesefluss und sind etwas unspezifisch formuliert. Dennoch sind sie sinnvoll positioniert, um die nachfolgenden Ausführungen zu ergänzen. Es ist wie eine Art Haus bauen – Stein für Stein.
Das Buch ist eine interessante Ratgeber-Variante; modern und jugendlich, wie die Protagonisten eben selbst. Sie sind bemüht und glaubwürdig. Garantien gibt es keine. Nirgends. Doch sich selbst besser kennen(lernen), sich vergegenwärtigen, welche Mechanismen und Auslöser wirken, ist enorm wichtig, egal, ob bei der Partnersuche oder nicht. Wer das kleine 1x1 der „Psychologie am eignen Leibe“ besteht, braucht sich vor dem großen 1x1 der „wahren Gefühle und des sich Erkennens“ nicht zu drücken.

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