Nicht wirklich sympathische Figuren und vieles wirkte sehr unglaubwürdig auf mich
Die YachtAls ich dieses Buch bei NetGalley entdeckte, reizte mich die Inhaltsangabe und ich freute mich sehr, dass meine Anfrage für ein Rezensionsexemplar erfolgreich war.
Hannah ist bereits seit ihrer Kindheit ...
Als ich dieses Buch bei NetGalley entdeckte, reizte mich die Inhaltsangabe und ich freute mich sehr, dass meine Anfrage für ein Rezensionsexemplar erfolgreich war.
Hannah ist bereits seit ihrer Kindheit mit Libby befreundet. Obwohl sie mittlerweile nicht mehr viel gemeinsam haben – im Gegensatz zu Libby muss Hannah für ihren Lebensunterhalt arbeiten – und sie und Libbys reicher Ehemann Olly sich nicht ausstehen können, wird sie nach wie vor zu deren dekadenten Partys eingeladen.
Diesmal findet die Silvesterparty auf einer Luxusyacht im Hafen von Ventimiglia statt. Eingeladen sind außerdem die erfolgreiche Modedesignerin Maggie (auch mit ihr ist Hannah seit Kindestagen befreundet), deren Verlobter Leon sowie Harry, ein ehemaliger Kommilitone, der sein Studium zwar abbrach, inzwischen mit seiner Kunst allerdings trotzdem erfolgreich ist und dennoch einigermaßen bodenständig blieb.
Der Großteil der Gäste lässt Hannah die sozialen Unterschiede schon kurz nach ihrer Ankunft spüren. Daher beschließt sie, am Neujahrsmorgen sehr früh abzureisen und sich das nie wieder anzutun. Doch am Morgen treibt die Yacht auf dem offenen Meer. Der Tank ist leer und Vorräte gibt es kaum. Auch die Handys haben keinen Empfang und eine andere Möglichkeit Hilfe zu rufen, gibt es nicht. Als über Nacht dann auch noch eine Person spurlos verschwindet, traut Keiner den anderen mehr über den Weg…
Das Buch ist in der ersten Person aus der Perspektive von Hannah geschrieben. Den Schreibstil empfand ich zwar durchaus als flüssig, aber die Handlung an sich nervte mich ziemlich schnell und war für mich teilweise auch sehr unglaubwürdig. Wirklichen Thrill verspürte ich kaum. Es passierten zwar etliche schlimme Dinge, aber da ich nicht wirklich Beziehungen zu den Figuren aufbauen konnte und vieles auf mich wie an den Haaren herbeigezogen wirkte, quälte ich mich regelrecht durch und machte viele Lesepausen.
Hannah und Harry waren die Einzigen, denen ich während des Lesens stellenweise wenigstens ein bisschen Sympathie entgegenbringen konnte. Allerdings verstand ich, je mehr ich über die handelnden Charaktere erfuhr, bereits in der ersten Hälfte immer weniger, wieso sich Hannah überhaupt auf die weite Reise zu der Party gemacht hatte. Es war ja dort nicht das erste Mal, dass sie von den Freundinnen und deren Partnern wegen ihrer eigenen finanziellen Situation gedemütigt wurde.
Als die Yacht dann auf offener See trieb, stellte sich schnell heraus, dass nicht alles Gold ist, was glänzt. Hier hatte ich jedoch bald das Gefühl von sich ständig wiederholenden Situationen, die jeweils nur in andere Worte gekleidet waren. Je weiter die Geschichte voranschritt, desto unglaubwürdiger empfand ich das Verhalten der Figuren oder die beschriebenen Resultate daraus. Die Auflösung wirkte auf mich ebenfalls nur schlecht zurechtkonstruiert.
Hätte ich dieses Buch nicht als Rezensionsexemplar bekommen, hätte ich es wahrscheinlich schon vor der Hälfte abgebrochen. Wirklich spannend oder irgendwie spektakulär empfand ich die darin erzählte Geschichte leider nicht.