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Veröffentlicht am 02.01.2018

Leben und Tod liegen nirgendwo sonst so eng beieinander.

Ich kam, sah und reanimierte
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Das Buch gibt Einblicke in den Alltag eines Notarztes, wobei Falk Stirkat hierbei nichts beschönigt oder gar verschweigt, er schildert seine Einsätze und dabei gemachte Erfahrungen. Im Buch erläutert er ...

Das Buch gibt Einblicke in den Alltag eines Notarztes, wobei Falk Stirkat hierbei nichts beschönigt oder gar verschweigt, er schildert seine Einsätze und dabei gemachte Erfahrungen. Im Buch erläutert er außerdem immer wieder die verschiedenen medizinischen Fachbegriffe bzw. wie manches vonstatten geht und gemacht wird.

Bereits mit „Ich kam, sah und intubierte“ hat Falk Stirkat einen Bestseller geliefert – und da mir dieses Buch bereits bekannt war, war ich nun auf das zweite Buch dieser Art sehr gespannt.

Die Art und Weise wie er seine erlebten Notarzteinsätze schildert finde ich als sehr angenehm zu lesen, eine sicherlich nicht unbedingt leichte Lektüre, aber soweit gut verständlich, keine ellenlangen Sätze, etc. Geht es mal um medizinische Fachbegriffe oder warum was wie getan wird, dann erläutert er das immer wieder in Fußnoten, so dass man hier also selbst quasi kein Wissen im medizinischen Bereich braucht.

Das Buch ist in verschiedene Kapitel eingeteilt, so wird in elf Kapiteln von den verschiedensten Einsätzen berichtet, beispielsweise auch von ungeklärten Notfällen, also welchen, die es auch bleiben, außerdem von psychosomatischen Notfällen sowie Kindernotfällen bis hin zu „Standardnotfällen“. Sämtliche Ereignisse im Buch sind aber so verfremdet, dass sich die entsprechenden Patienten keinesfalls wiederfinden können.

Mir hat dieses Buch gut gefallen, die Schilderungen habe ich als sehr interessant und aber auch informativ empfunden, habe wieder ein Stück neues Wissen auch für mich mitgenommen. Es sind zwar durchaus auch schlimme Einsätze die im Buch geschildert werden, dennoch gibt es aber auch immer wieder Lichtblicke – und natürlich auch erfolgreiche Einsätze. Wer sich generell mit dieser Thematik auseinandersetzen mag, dem gefällt dieses Buch sicher auch, zumindest ist das mein Eindruck vom Buch. Mir hat der Stil gefallen, es ist durchaus nie langweilig und langatmig geschrieben, sondern durchaus sehr lesenswert erzählt.

Entsprechend kann ich hier eine absolute Empfehlung aussprechend und vergebe 5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 27.12.2017

Die Biografie, eine wunderbare Gelegenheit, eine Person näher kennenzulernen.

Ich war mein größter Feind
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Die Schauspielerin Adele Neuhäuser wird 1959 in Griechenland geboren - als Kind eines griechischen Vaters und einer österreichischen Mutter wächst sie in gewisser Weise zwischen zwei Welten auf. Die Eltern ...

Die Schauspielerin Adele Neuhäuser wird 1959 in Griechenland geboren - als Kind eines griechischen Vaters und einer österreichischen Mutter wächst sie in gewisser Weise zwischen zwei Welten auf. Die Eltern trennen sich, als sie gerade einmal neun Jahre alt ist - und sich selbst dazu entschließt, dass sie beim Vater wohnen möchte. Die Zerrissenheit sowie die Schuldgefühle, die sie dadurch hat bringen sechs Selbstmordversuche mit sich, jedoch versöhnt sie sich mit den Jahren mit sich selbst. Im Buch erzählt sie all das mitsamt tiefen Einblicken in ihr Privatleben sowie in ihren Werdegang als Schauspielerin - bin hin zum heutigen Dasein als Schauspielerin im Tatort, im Fernsehen.

Mal wieder eine Biografie lesen, und das von und über eine Frau, die ich als Schauspielerin sehr mag, ist mir doch die sympathische Bibi Fellner aus dem österreichischen Tatort sehr ans Herz gewachsen. Hier dann einmal tiefer hinter die Fassade der Schauspielerin Adele Neuhauser blicken zu dürfen - einfach wunderbar!

Die Biografie ist sehr angenehm geschrieben, ein Schreibstil, bei dem man immer und immer einfach weiter lesen möchte, das Buch eigentlich gar nicht aus der Hand legen möchte. Es ist sehr verständlich geschrieben, dennoch aber hat es einen gewissen Anspruch. Einfache Lektüre sieht anders aus, denn allein inhaltlich ist das Leben von Adele Neuhauser nicht einfach gewesen.

Sie erzählt dies alles sehr ehrlich, macht kein Geheimnis daraus, dass ihre Laufbahn als Schauspielerin so erst einmal nicht von ihren Eltern für sie geplant war, vielleicht auch direkt zu Beginn nicht so lief, wie sie es sich selbst gewünscht hätte. Auch dass familiär nicht immer alles Eitel Sonnenschein war, damit geht sie sehr offen um, dennoch verliert sie nie ein böses Wort, sondern scheint sehr versöhnt mit der Situation zu sein. (Trennung der Eltern, später die Trennung von ihrem Mann bzw. Vater ihres Sohnes Julian)

Überhaupt habe ich die Biografie als sehr Mut-machende Erzählung empfunden, es war schön zu lesen, wie doch alles immer wieder weitergeht, egal wie düster manche Situation gerade aussieht.

Interessant ist es, wenn man dann noch erfährt, an welchem Theater sie gespielt hat, das man selbst schon kennt aus Besuchen dort - und dass es ihr dort wohl sehr gut gefallen hat. (Was ich absolut nachvollziehen kann, denn das Markgrafen-Theater in Erlangen ist einfach ein wunderschönes Theater.) Ebenso war es sehr interessant zu lesen, wie sie ihrem Bruder mit einer Stammzellenspende geholfen hat und dazu in einem Krankenhaus in Stuttgart war.
Manchmal hat man da selbst immer wieder das Gefühl, dass die Welt doch einfach sehr klein ist.

Mich hat die Biografie von Adele Neuhauser sehr beeindruckt, ich habe soviel über diese wunderbare Schauspielerin erfahren, was mir bislang gar nicht bekannt war. Auch der Stil, wie sie schreibt, ist einfach toll, außerdem sind im Buch immer wieder Fotos abgedruckt, die Adele in den verschiedenen Jahren zeigen, Fotos, auf denen sie mit ihrer Familie zu sehen ist, Fotos, auf denen ihre Familie abgebildet ist. All das macht die Biografie noch einmal mehr lebendiger, denn man bekommt hier einen wunderbaren Einblick in ihr Leben, was ja doch auch alles etwas sehr privates ist.

Mir hat diese Biografie sehr gut gefallen, wer sich für Adele Neuhauser interessiert oder auch einfach mal einen Blick hinter die Fassade werfen möchte, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen, vergebe 5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 21.12.2017

Ein weiblicher Körper darf aber doch Kurven haben…

Thinner Leaner Stronger
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Mit diesem Buch unterstütz der Fitnesscoach Michael Matthews Frauen auf dem Weg zur Traumfigur, all das ohne Diätenwahn und Fitnessmärchen. Der Autor hat jahrelang sämtliche Trainingsmethoden und die neuesten ...

Mit diesem Buch unterstütz der Fitnesscoach Michael Matthews Frauen auf dem Weg zur Traumfigur, all das ohne Diätenwahn und Fitnessmärchen. Der Autor hat jahrelang sämtliche Trainingsmethoden und die neuesten Ernährungstrends ausprobiert, jedoch mit nur geringem Erfolg. Entsprechend hat er sich damit beschäftigt, wie Muskelauf- und Fettabbau funktionieren und außerdem einen eigenen Trainings- und Ernährungsplan aufgestellt. Dann stellten sich schnell die gewünschten Ergebnisse ein, dies vermittelt er nun alles im Buch, damit man mit den enthaltenen Fitnessplänen und dem jeweiligen Hintergrundwissen erfolgreich sein kann.

Ein handliches oder gar dünnes Buch ist „Thinner Leaner Stronger“ definitiv nicht, das sei mal vorweg gesagt, falls man auf ein handliches Buch mit Informationen im kurzen, knappen Stil gehofft hat.

Im Buch erläutert der Autor in verschiedene Abschnitte und Kapitel eingeteilt zuerst einmal die Grundlagen, weiterhin dann wie wichtig die innere Einstellung ist, generelles zur Ernährung sowie zum Training, noch ein wenig zu Ergänzungsmitteln und ein paar Tipps zum Einstieg in das Ganze.

Der Aufbau des Buches ist meiner Ansicht nach eher ein wenig „Amerikanisch“, so dass der Autor immer wieder erst einmal sich selbst loben muss bzw. dann erzählen muss, um was es im Buch geht, statt direkt zum Punkt zu kommen. Hier hätte man doch einige Seiten sparen können, ebenso mit der Aufführung von verschiedenen Begriffen, die erläutert werden (Körperfettanteil, Bio-Lebensmittel, Mineralstoffe, Dehydrierung, u.v.m.). Es ist interessant, wie der Autor mit verschiedenen Irrtümern aufräumt („Gigantische Gewichte bringen Erfolg“, „wer gut trainiert muss nicht auf die Ernährung achten“).

Unterstützt werden seine Aussagen immer wieder mit vorher-nachher-Fotos von Frauen, die bevorzugt im knappen Sportop oder Bikini abgebildet sind – vorher mit einer schlanken, tollen Figur, nachher mit Sixpack – und ggf. weniger Oberweite (wirkt zumindest so auf mich).

Im Ernährungsteil ist es dann so, dass zwar gute Lebensmittel ausführlich erläutert werden, auch verschiedene Ernährungspläne aufgeführt werden, jedoch leider nicht mit Rezepten umgesetzt werden. Sinnlos finde ich beispielsweise dann Angaben, dass man sich mittags einen Salat zubereiten soll, der aus einer halben Salatgurke (i.O.) sowie einer halben Karotte und einer halben Tomate (plus Putenfleisch) besteht. Eine halbe Tomate – und eine halbe Karotte… solche Überbleibsel finde ich unnötig, zumal eine Tomate dann auch durchaus an Geschmack verliert.

In einem weiteren Kapitel findet man dann Abbildungen über die verschiedenen Übungen, die man machen soll, um den Körper zu trainieren. Sicher ist Gewichtheben sinnvoll, die Zeichnungen finde ich jedoch nicht sonderlich optimal, meiner Ansicht nach wäre es gut, wenn hier wichtige Sachen (in die Knie gehen, Beine bzw. Knie durchstrecken, etc.) noch besser sichtbar dargestellt werden. So sind die schwarz-weiß-Zeichnungen auf einen weißen Hintergrund gedruckt, der allerdings nicht gänzlich weiß ist, sondern wie „altbackenes“ Papier wirkt (als hätte der Kopierer Flecken drauf gemacht). Über die Nahrungsergänzungsmittel möchte ich lieber kein Wort verlieren, denn ich finde, dass man auch ohne solche Pulver und Co. effektiv sein sollte.

Mich hat dieses Buch leider eher enttäuscht als großartig etwas gebracht. Der Ansatz hat mir generell gut gefallen, auch die optische Aufmachung für jedes Kapitel, das mit einem durchaus motivierenden Zitat eines bekannten Menschen gestaltet ist, fand ich sehr ansprechend.

Leider hatte ich mir dann inhaltlich aber irgendwie mehr bzw. eine andere Art der Wissensvermittlung erhofft, es ist mir einfach oftmals zu sehr in die Länge gezogen und zu übertrieben dargestellt. Eine Lektüre mit vielleicht nur 100 Seiten, kurz und knapp gehalten und ohne Beispielfotos hätte mir einfach noch besser gefallen. Ebenso wären ein paar Rezepte wünschenswert gewesen, die man dann entsprechend einfach abwandeln und so variieren kann.

Das enthaltene Wissen im Buch ist sicher nicht verkehrt und für manche Leser auch sehr hilfreich, ich finde es jedoch ein wenig übertrieben, wenn Frauen mit einem Sixpack herum laufen (außer es ist einer, der unter dem Arm eingeklemmt heim transportiert wird, dann freut sich Mann sicher… ;) ).

Entsprechend kann ich hier leider keine Empfehlung aussprechend und vergebe 2 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 19.12.2017

Wenn das quietschige Glühwürmchen lehrt.

Gloria Glühwürmchen
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Gloria Glühwürmchen wohnt tief im Wald und ist ein kleines, aufgewecktes und hilfsbereites Glühwürmchen. So kann sie anderen dank ihrer Leuchtkraft helfen, um zum Beispiel den Weg zu finden, wie sie das ...

Gloria Glühwürmchen wohnt tief im Wald und ist ein kleines, aufgewecktes und hilfsbereites Glühwürmchen. So kann sie anderen dank ihrer Leuchtkraft helfen, um zum Beispiel den Weg zu finden, wie sie das bei einem verirrten Tier auch nutzen konnte. Außerdem glänzt sie hie und da mit ihrem Wissen und sorgt mit musikalischer Unterhaltung für schöne Geschichten.

Hörbücher zum Einschlafen sind doch etwas wunderbares, vor allem wenn eine CD dann noch mit solch wunderbaren Aufklebern bestückt ist, wie es bei Gloria Glühwürmchen der Fall ist. Der CD sind nämlich Leuchtaufkleber beigelegt, die in der Nacht leuchten – so dass man Gloria dann auch nachts noch sehen kann, wie sie so schön leuchtet. Eine tolle Beilage!

Die Geschichten rund um und mit Gloria Glühwürmchen sind sehr schön erzählt, allerdings muss man die Stimme auch mögen, ich habe sie als sehr quietschig und fast schon ein wenig nervig empfunden, was aber wohl nur mein Empfinden war, denn ansonsten kam die CD bei jung und alt wirklich gut an.

Auch die Informationen die man so in der Geschichte bekommt sind interessant, so kann man auch noch ein bißchen was lernen, während man die CD anhört. (Wobei mir nicht ganz klar ist, ob das alles so stimmt oder ob hier auch Phantasie mit im Spiel ist.) Das Hörspiel ist dank der schönen musikalischen Untermalung und den immer mal wieder auftauchenden verschiedenen Liedern sehr abwechslungsreich, man hat die Geschichte liebevoll gestaltet.

In unserem Fall war es aber so, dass die Geschichte wohl zu spannend war um einzuschlafen. Vielleicht war die Müdigkeit auch noch nicht groß genug, aber die CD hat selbst hat es diesmal nicht geschafft, dass einfach eben mal einschlafen möglich war. Dennoch hat sie gut gefallen und war sehr unterhaltsam und reich an Informationen.

Alterstechnisch kann man die CD sicher schon ab vier Jahren zum Einschlafen vorführen, ab acht Jahren wird sie dann aber vielleicht als zu klein-kindlich empfunden.

Für uns war das mal eine ganz andere Art von Geschichte, eben ein Hörbuch mit Gutenachtgeschichten, was schön erzählt und sehr unterhaltsam ist. Entsprechend kann ich hier eine Empfehlung aussprechend und vergebe 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 14.12.2017

Manchmal tut Mut so gut.

Für immer vielleicht
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Rosie und Alex sind Freunde seit Kindertagen, beste Freunde. Schon in der Schule schreiben sie sich immer Nachrichten – und verlieren sich auch im Erwachsenenalter nicht aus den Augen, gehen gemeinsam ...

Rosie und Alex sind Freunde seit Kindertagen, beste Freunde. Schon in der Schule schreiben sie sich immer Nachrichten – und verlieren sich auch im Erwachsenenalter nicht aus den Augen, gehen gemeinsam durch dich und dünn. Jeder ist für den anderen da, egal ob Unterstützung gebraucht wird in Liebesdingen, Hochzeit und Scheidung. Davon, dass Männer und Frauen Freunde sein können, sind sie absolut überzeugt – aber ist da vielleicht nicht doch mehr zwischen den beiden…?

Geschichten von Cecilia Ahern habe ich bislang noch keine gehört oder gelesen, entsprechend kannte ich also die Buchvorlage zu diesem Hörbuch nicht. Was aber meiner Ansicht nach absolut nichts macht. Die Geschichte wird im Nachrichten-Stil erzählt, das heißt Alex und Rosie schreiben sich gegenseitig Nachrichten, die dann vorgelesen werden, man erfährt aber kurz vorher immer, wer an wen schreibt. Außerdem gibt es dann im Leben der beiden immer weitere Menschen, von denen auch Nachrichten oder Chats vorgetragen werden.

Da die unterschiedlichen Personen auch von verschiedenen Sprechern (männlich wie weiblich) dargestellt werden, ist es wirklich ein wahrer Hörgenuss, wie ich finde. Ich habe mich unheimlich gut unterhalten gefühlt, denn die Geschichte war auch sehr abwechslungsreich. Die Geschichte ist schon eher „typische Frauenliteratur“, mir hat das aber gut gefallen. Es war auch nie so, dass es schwer verständlich war, aber auch nicht absolut stupide oder einfach.

Mir hat „Für immer vielleicht“ als Hörbuch unheimlich gut gefallen, ich wurde gut unterhalten, es war manchmal vielleicht ein wenig vorhersehbar, aber das finde ich in Ordnung. Es war ein lustiges wie emotionales Hörbuch, sehr unterhaltsam und echt angenehm zu hören.
Von mir gibt’s dafür 5 von 5 Sternen und eine absolute Empfehlung.