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Veröffentlicht am 15.02.2019

ansteckendes Buch: in Erinnerungen und Rezepten schwelgen

Apfelduft & Heidelbeerblau
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My Feldt, unter anderem Köchin und Konditorin mit eigener Bäckerei/Konditoreiund in Schweden wohl bekannt durch ihre eigene Fernsehshow, hat hier ein ganz besonderes Back-, Lese- und Wertschätzungsbuch ...

My Feldt, unter anderem Köchin und Konditorin mit eigener Bäckerei/Konditoreiund in Schweden wohl bekannt durch ihre eigene Fernsehshow, hat hier ein ganz besonderes Back-, Lese- und Wertschätzungsbuch geschaffen, das zudem noch wunderschön illustriert wurde.

Das Buch ist nach Jahreszeiten eingeteilt; Geschichten und Rezepte wechseln sich ab. Dabei sind nicht nur die 70 Rezepte ein Genuss, sondern vor allem auch ihre Erinnerungen an ihre Kinderzeit, an Erlebnisse mit ihrer Oma und Glücklichsein in der Natur. Von der ersten Seite an steckt sie mit ihrer Begeisterung über die Schönheit der Natur an, mit ihren Erinnerungen, wunderschönen Fotos und kleinen gemalten Details auf vielen Seiten ( mal eine Biene, eine Blüte, eine Frucht) und weckt die eigenen Erinnerungen...

Sehr gut gefällt mir ihre grundsätzliche Erklärung zu den Rezepten, dass man sie nicht strikt und stur nacharbeiten, sondern mit Selbstvertrauen einfach abwandeln soll, dass Rezepte genau davon leben ( und auch vom Weitergeben) und dass, selbst wenn etwas nicht so schmecken sollte wie erwartet, man ja immerhin etwas dazugelernt habe und beim nächsten Versuch etwas abwandeln kann. Ihre in diesem Buch vorgestellten Rezepte, die auch nicht alle ursprünglich von ihr stammen, sollen also ein Grundgerüst darstellen, mit dem sich gut und schmackhaft arbeiten lässt, bei dem man aber auch kreativ ans Werk gehen soll.

So werden im Jahresverlauf unterschiedliche, saisonale Früchte verarbeitet und es finden sich beispielsweise Rezepte für Rhabarberkompott oder -saft, verschiedene Rhabarberkuchen, Fliedersirup, Marmeladen, Karamelle, Kuchen, Torten und anderes Gebäck mit Äpfeln, Himbeeren, Sanddorn u.v.m. . Die Rezepte sind gut erklärt, ergänzt durch schöne Fotos, die Linda Lomelinos Handschrift nicht verleugnen können.

Ich finde ganz besonders aufregend: Fliedersirup, Rhabarber-Vanille-Schnecken ( haben etwas Ähnlichkeit mit Berliner Ballen), Saft von Holunderblüten und schwarze-Johannisbeer-Blätter, "Omas Gewürzkuchenrezept" im Original von 1935 und die ausgesprochen originellen Zimtschnecken, die an Wollknäule erinnern. Ich freue mich schon sehr aufs Nachmachen.

Insgesamt spricht mich dieses Buch total an; die Erinnerungen der sympathischen Autorin lassen den Leser mitschwelgen, auch in der eigenen Kindheit. Die Rezepte sind ganz eigen, mit Gewürzen oder Zutaten, die ich manchesmal selber nicht gewählt hätte. Die Illustration gefällt mir sehr gut. Ich finde diese Mischung rundum gelungen, vielseitig, abwechslungsreich, einfach schön.

Veröffentlicht am 14.02.2019

Nimm dir Zeit und Aufmerksamkeit für dich

Entdecke dich
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Nimm dir Zeit und Aufmerksamkeit für dich

Elena Brower, unter anderem Yogalehrerin, greift in diesem Achtsamkeits-Journal kapitelweise verschiedene Aspekte auf und führt den Leser so auf eine Erkundungsreise ...

Nimm dir Zeit und Aufmerksamkeit für dich

Elena Brower, unter anderem Yogalehrerin, greift in diesem Achtsamkeits-Journal kapitelweise verschiedene Aspekte auf und führt den Leser so auf eine Erkundungsreise sich selbst gegenüber.

Die Kapittel beginnen mit einer Meditation, bieten Fragen, Affirmationen, Zitate verschiedener persönlichkeite, Fragenkataloge, kleine Aufgaben und jede Menge Platz für eigene Eintragungen. Gefördert wird der eigene Dialog und die Weisheit des eigenen Herzens, wenn man sich Gedanken darüber macht, wie sich beispielsweise Liebe, Stille, Vergeben, Intergrität oder Loslassen zum richtigen Zeitpunkt anfühlt. Sehr gut gefällt mir auch eine Übung, die sich mit der eigenen Erinnerung an bestimmte, zeit- und entwicklungsbedingte Situationen im Verlauf des eigenen Lebens auseinandersetzen lässt. Das Buch wurde sehr dezent mit Aquarelltechnik und Fotos illustriert, wirkt insgesamt sehr ansprechend; manchesmal hätte ich mir jedoch etwas mehr Tiefe gewünscht.

Ich habe es zunächst von Anfang bis Ende gelesen und bin froh, dass man nicht in dieser Reihenfolge eintragen muss, sondern auch seine ganz eigene Wahl treffen und einfach irgendwo beginnen und fortfahren kann. So kann jeder in seinem eigenen Tempo und eigenen Schwerpunkten über sich, sein Leben, seine Werte nachdenken, sich seiner Aufmerksamkeit sich selber gegenüber bewusst werden und sein ganz eigenes Buch gestalten, das so gut wird, wie man es selber zulässt.

Veröffentlicht am 14.02.2019

sehr anschaulich vermittelt und hilfreich

Die illustrierte Rückenschule
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Der Physiotherapeut Frédéric Srour erklärt kapitelweise, wie man sich zu Hause, u.a. bei der Hausarbeit, im Büro ( u.a. am Computer /Schreibtisch), mit seinen Kindern, in Sport und Freizeit und auf längeren ...

Der Physiotherapeut Frédéric Srour erklärt kapitelweise, wie man sich zu Hause, u.a. bei der Hausarbeit, im Büro ( u.a. am Computer /Schreibtisch), mit seinen Kindern, in Sport und Freizeit und auf längeren Fahrten mit Pkw oder Bahn rückenschonend verhält sowie eine Entlastung durch diverse, leicht auszuführende Übungen bewirkt.

Mittlerweile habe ich bereits mehrere Bücher zu diesem Thema gelesen; meistens stand die Theorie im Vordergrund und es waren seitenlange Erklärungen zu lesen, die ich nach und nach vergessen und nicht wirklich in meinen Alltag integriert habe. Dieses Buch kommt ganz anders daher: Kurze, knappe Erklärungen, viele Zeichnungen, die den Sachverhalt, die Körperhaltung oder Bedingungen auf den Punkt gebracht aufzeigen - so dass sich Änderungen viel leichter umsetzen lassen. Mich persönlich haben gerade die aufgezeigten Verbesserungen im Haushalt sehr angesprochen, denn es handelt sich um Tätigkeiten, die man schon viele Jahre, völlig unreflektiert automatisch durchführt. Mittlerweile räume ich meine Spül- und Waschmaschine auf eine ganz andere, rückenschonende Art ein und merke den Unterschied.

Sehr gut gefallen mir auch die Seiten, auf denen kleine Übungen zur Entspannung, Muskellockerung, Dehnung und Vorbereitung zu Sportarten aufgezeigt werden. Dieses originell und witzig geschriebene sowie illustrierte Buch werde ich immer wieder zur Hand nehmen und meine Bewegungsabläufe / Arbeitsbereiche überprüfen bzw. verbessern.

Veröffentlicht am 13.02.2019

gut erklärte Einführung in eine sehr schwierige Sprache

Einführung in die thailändische Schrift
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Ich war auf der Suche nach einem Buch, das die thailändische Sprache auch denen ohne Vorkenntnisse vermittelt und war hocherfreut, dieses Buch von Ulf Stopperka zu finden. Tatsächlich übersteigt es meine ...

Ich war auf der Suche nach einem Buch, das die thailändische Sprache auch denen ohne Vorkenntnisse vermittelt und war hocherfreut, dieses Buch von Ulf Stopperka zu finden. Tatsächlich übersteigt es meine Erwartungen bei Weitem, denn es führt auch in die thailändische Schrift ein.

Zunächst wird die differenzierte Lautschrift sehr detailreich unter Zuhilfenahme deutscher Wörter samt deren Betonung erklärt, was ich sehr schlüssig und leicht umsetzbar fand. Das Buch beinhaltet zwei ausklappbare Faltkarten, links mit Konsonanten, rechts mit Vokalen, die sich so während des Arbeitens im Buch nutzen lassen.

Beginnend mit dem Erarbeiten der Konsonanten wird man schrittweise in Schriftzeichen, Name, Bild, Bedeutung, Tonhöhe und Lautschrift, Betonung und Laut eingeführt. Zur Vertiefung und dem Einüben finden sich vorbereitete Schreibübungen. Seitenweise trägt man die einzelnen Schriftzeichen in vorbereitete Kästchen im Buch ein, was mich sehr an die früher gebräuchlichen "Brause-Schönschreibhefte" in der Grundschule erinnert hat. Auch hier kann man zunächst schwach vorgedruckte Schriftzeichen nachmalen und danach frei selber schreiben. Diese Methode finde ich sehr ansprechend und unterstützend. Nach und nach werden Vokale eingeführt, Leseübungen, Zahlen und themenbezogene Leseübungen eingeführt.

Für mich wurde das Buch sehr schlüssig aufgebaut und es lässt sich sehr gut damit lernen und arbeiten. Allerdings muss ich gestehen, dass die Sprache weitaus schwieriger zu erlernen ist, als ich mir im Vorfeld zugestehen wollte und ich immer nur in ganz kleinen Schritten voran komme. Dazu muss ich aber auch erwähnen, dass das Erlernen einer Fremdsprache für mich eher Jahrzehnte zurückliegt und ich da keinesfalls im Training bin. Manchesmal habe ich mir gewünscht, es läge dem Buch eine CD bei, um die Aussprache eines Muttersprachlers hören zu können. So fehlte mir doch etwas Sicherheit, obwohl die Lautschrift wirklich gut ausgearbeitet und erklärt wurde, und, wenn ich es genau betrachte auch eine gewisse Rückmeldung. Wahrscheinlich erleichtert es ungemein, wenn man hin und wieder, oder vielleicht auch nur zu Beginn, an den Klang der Sprache gewöhnt wird oder dieses Buch als Ergänzung zu einem Sprachkurs nutzt.

Veröffentlicht am 12.02.2019

Kochen ist was anderes

LouMalou Entspannt kochen
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Diesem Buch entnehme ich, dass Nadja Zimmermann unter dem Namen LouMalou einen Blog betreibt, auf verschiedenen sozialen Netzwerken unterwegs ist und 13 Jahre für TV und Radio tätig gewesen sein soll. ...

Diesem Buch entnehme ich, dass Nadja Zimmermann unter dem Namen LouMalou einen Blog betreibt, auf verschiedenen sozialen Netzwerken unterwegs ist und 13 Jahre für TV und Radio tätig gewesen sein soll. Vor dem Lesen dieses Buches war mir die Autorin vollkommen unbekannt.


Nadja Zimmermann beschreibt zunächst die Zeiten, in denen sie niemals gekocht, sondern in Restaurants gegessen hat und nur wegen ihrer Kinder selber zu Kochen begann. Seitdem steht sie nach eigenen Angaben nahezu den ganzen Tag in der Küche um Essen zuzubereiten. Egal, wann ihre Kinder nach Hause kommen, sie treffen sie in der Küche an. In "Entspannt kochen" stellt sie ihre persönlichen "100 einfache Rezepte für jeden Tag" vor.

In ihrer Einführung zum Kochen findet sich eine Liste mit Produkten, die sich stets in ihrem Vorrat befinden, wobei ich nach Lesen des Buches erst merke, dass ihre absoluten Hauptzutaten, nämlich Fertigteig wohl immer frisch gekauft werden - aber dazu später mehr.

Dem schließen sich ihre "Top 10 der Küchen-Hacks" an, beispielsweise einen Wochenplan erstellen, die doppelte Menge kochen, Gemüse im Essen verstecken oder Kräuterbutter selber zu machen.

Die folgenden Rezepte sind kapitelweise sortiert:


- Wenn es morgens hektisch wird:

z.B. selbstgemachtes Granola gemischte Nüsse, Kerne und Samen und eine Flockenmischung zusammenkippt, Bananenmilch mit Zimt Rührei mit Tomaten, gekaufte Vollkornbrötchen mit Speck und Käse belegen, warmer Haferbrei


- Spät dran:

z.B. Pizzadillas ( mit Tomaten und Mozarella belegte und zugeklappte Fertigtortillas), Nudeln mit daruntergeschnibbelten Gemüsen, Croque MOnsieur / Toasties,, Mini-Pita-Pizza ( gekaufte Pita-Brote belegt und überbacken), Flammkuchenrollen aus Flammkuchen-Fertigteig


Fleischlos glücklich:

z.B. bunte Bowl, Hirsebowl mit gerösteten Kchererbsen und einige andere Bowls ( = gemischte Salatschüsselchen), Sellerieschnitzel,


Keine Lust zu kochen:

z.B. Ofengemüse ( Pommes, Süßkartoffel-, Rote Beete--, Kohlrabisticks auf dem Backblech), Gemüsebrot ( diese Pizzaversion wurde nich mit Fertigteig, sondern Brotscheibe als Boden zubereitet), Pizzaschnecken ( aus gekauftem Pizzateig), Käsewähe ( aus Packung Fertigkuchenteig), kalte Gurkensuppe,


Fernweh:

z.B.Thai-Curry, Udon Noodle Soup, Tofu Teriyaki mit Broccoli und Reis, Falafel Wrap ( mit gekauften Wraps), erfrischender Glasnudelsalat, Oriental Veggie Bowl


Wenn die Kinder den Menüplan bestimmen:

panierte und fritierte Minimozarella, gefüllte Fertig-Pitabrote, Chicken Nuggets mit Süßkartoffel-Pommes und Wasabi-Mayo, Spagetti Cinque P ( Nudelsauce aus Sahne mit Tomatenmark, gewürzt mit Petersilie und Parmesan), Kartoffelpüree mit Pilzrahmsauce und getrockneten Tomaten


Kreative Resteverwertung:

z.B. übriggebliebenes Kartoffelpüree mit Gemüsebouiion und Creme fraîche verlängern und schon hat man eine cremige Kartoffelsuppe oder Reisreste einfach aufbraten, mit Soja- und Fischsauce würzen oder aus Gemüse- und Käsereste einfach einen Gratin zubereiten,


Wenn das Immunsystem schwächelt:

z.B. Ingwershot ( aus Ingwer und Apfelsaft) oder Ingwerwasser mit Zitrone, Federkohl-Chips ( solo oder im Salat, auf einer Karottensuppe mit Ingwer) - und ganz besonders zu empfehlen die "Wunderwaffe Salbeitee" ( tatsächlich ein ganzseitiges Rezept, wie man aus 5-6 Salbeiblättern mit Wasser Tee aufgießt!)


Etwas mitbringen:

z.B. Blätterteigstangen aus Fertigblätterteig, griechischer Spiess ( Salatgurke, Feta, Cherrytomaten und Oliven abwechselnd auf Holzspiesschen stecken), Couscoussalat mit Joghurtsauce, Schokocroissants aus Fertigblätterteig und Schokoladenrippe, Aprikosenkissen ( Fertigblätterteig mit aufgelegten halben Dosenaprikosen)


Dessertsund Süßes:

z.B. Schnelle Inge ( zerbröselte Baisers, Beeren und Schlagsahne in Gläser einschichten), Frucht-Tiramisu, Schokoschnecken ( aus selbstgemachtem !!!!! Hefeteig) , Luftiger Schmarrn, gefüllte Pfannkuchen, gefüllte Birnen-Buchteln



Ich muß gestehen, dass das Buch bzw. die Rezeptauswahl mich völlig fassungslos zurückläßt. Für die meisten Rezepte werden Fertigprodukte, insbesondere Fertigteige, verwendet und deren Belegen und Abbacken würde ich nicht wirklich als "Kochen" bezeichnen. Für mich gehören die meisten vorgestellten Speisen in den Bereich Fast Food. Ich bin ganz unschlüssig, wer diese vorgestellten Rezepte gebrauchen kann - auf den Fertigteigpackungen stehen doch bereits Rezepte und selbst, wenn nicht - jeder kann doch eine Pizza ohne Anleitung belegen. Einige Rezepte habe ich mit meiner Tochter zubereitet, als sie im Kindergartenalter war, wie beispielsweise die Blätterteigstangen aus Fertigteigplatten. Als Drei- oder Vierjährige hatte sie einen Mordsspaß, die mit Pizzaroller geschnittenen Streifen umeinander zu drehen und mit geriebenem Käse zu bestreuen. Für mich sind die absoluten Knaller die Rezepte für Rührei, Wasser mit Ingwer oder der Salbeitee - aber auch bei allen anderen bin ich zuversichtlich, dass jeder, der eine Küche schon einmal von innen gesehen hat, diese Zubereitungen aus dem Stegreif hinbekommt. Lobend erwähnen sollte ich vielleicht, das keine FIX-Tüten-Produkte oder fertige Tiefkühlpizzen verwendet wurden, die kinderleichten Rezepte auch kindgerecht, meist auf einer ganzen Seite, erklärt und durch ein meist ganzseitiges Foto ergänzt wurden. Fans der Autorin werden sich über die vielen persönlichen Fotos freuen, wie diese beispielsweise in einem Topf umrührt, mit Handy am Ohr spazierengeht, eine Bowl oder Teigkugel festhält.


Ich werde keines dieser Rezepte nachkochen und kann dieses Buch auch nicht weiterempfehlen; für mich hat das Aufgezeigte eher wenig mit (gesundem) Kochen zu tun.