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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.02.2025

Toller Cosy Krimi

Die Posaune im Watt
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Die Posaune im Watt ist ein unterhaltsamer Cosy Krimi. Wie der Titel verrät befinden wir uns im hohen Norden. Posaunenteile werden bei einer Wattwanderung gefunden, Mike - ein Musiker eines lokalen Orchesters ...

Die Posaune im Watt ist ein unterhaltsamer Cosy Krimi. Wie der Titel verrät befinden wir uns im hohen Norden. Posaunenteile werden bei einer Wattwanderung gefunden, Mike - ein Musiker eines lokalen Orchesters wird vermisst, wenig später taucht eine Leiche auf. Ein klarer Fall? Zunächst scheint es so, aber dann kommen immer mehr rätselhafte Fakten zu Tage. Ein Kommissar aus Hamburg eilt zur Unterstützung und mittendrin Rose, pensionierte Journalistin, und Heidemarie, Freundinnen von Kindesbeinen an.

Gesa Schröder hat einen tollen Schreibstil. Man liest sich mitten ins Watt hinein und schaut den Figuren über die Schulter. Der Krimi ist unblutig geschrieben, obwohl wir mit einigen unangenehmen Verbrechen konfrontiert werden. Der Kriminalfall ist gut konstruiert und die Auflösung war für mich überhaupt nicht vorhersehbar und hat mit richtig gut gefallen.

Das Setting wird detailreich beschrieben, vom Watt bis hin zu Heidemaries Garten, die Pflanzen- und Tierwelt konnte ich förmlich aufblitzen sehen.

Die Autorin hat authentische Figuren kreiert, die meisten Einwohner aus dem fiktiven Wattendorf. Von einigen wird so manches Geheimnis aufgedeckt.

Insgesamt ein toller Krimi, ruhig und dennoch spannend erzählt. Ich konnte ihn an einem Stück lesen und gebe eine klare Kaufempfehlung.

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Veröffentlicht am 19.02.2025

Toller Abschluss

Die Glücksfrauen – Das Geheimnis der Rosen
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Das Geheimnis der Rosen ist der Abschlussband dieser bewegenden Romanreihe. Man kann durchaus quer in die Reihe einsteigen, ich empfehle aber eher, der Reihe nach zu lesen. Es geht um drei junge Frauen ...

Das Geheimnis der Rosen ist der Abschlussband dieser bewegenden Romanreihe. Man kann durchaus quer in die Reihe einsteigen, ich empfehle aber eher, der Reihe nach zu lesen. Es geht um drei junge Frauen (beste Freundinnen), die im zweiten Weltkrieg emigriert sind, um den Gräuel des Naziregiems zu entfliehen. Louise (Band 1) hinterlässt ihrer Enkelin June in ihrem Testament die Aufgabe, Marie und Anni bzw. deren Nachkommen zu finden, um eine alte Schuld zu begleichen. Nachdem sich June und Sandra (Marias Enkelin) gefunden haben, führt sie ihre Recherche nach Tansania zu Annis Enkelin Wendy.

Es gibt wieder zwei Erzählstränge, einmal in der Vergangenheit ab 1938 aus Sicht von Anni und einmal in der Gegenwart in Tansania aus Wendys Sicht. Der Schreibstil ist wie gewohnt mitreißend und ich bin wieder schnell in die Geschichte hineingekommen.

Annis Part ist absolut fesselnd. Sie ist mit Siegfried (arbeitet bei der Gestapo) verlobt und glaubt immer noch, dass er Gutes verrichten kann. Ihre Naivität bringt sie in ziemliche Bedrängnis und nach dramatischen Erlebnissen schlägt sie einen völlig anderen Weg ein. Anna Claire hat hier ein interessantes Thema aufgenommen, dass ich wegen der Spoilergefahr nicht näher benennen möchte. Am Ende führt es Anni nach Tansania. Wie es ihr dort erging, lest am besten selbst. Tansania als Exilland ist ganz wunderbar beschrieben, die Gegebenheiten vor Ort, die Rosenfarm sind sehr interessant.

Am Ende schließt sich der Kreis um Louise, Maria und Anni. Es ist unfassbar, wieviel Leid sie erfahren mussten und trotzdem sind sie ihren Weg gegangen. Mir hat der Abschluss sehr gefallen und ich schließe das Buch mit einem weinenden und lachenden Auge. Ich empfehle den Roman oder vielmehr die komplette Reihe sehr gerne weiter.

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Veröffentlicht am 16.02.2025

Unsere Oma wird 100!

Unsere Oma wird 100
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„Unsere Oma wird 100“ ist Band 10 der Rabauke und Biene Reihe. Ein tolles Jubiläum und ein Andenken an die Mama von Anna Maria Kuppe, die 100 Jahre geworden wäre.

In diesem Band geht es vor allem um ...

„Unsere Oma wird 100“ ist Band 10 der Rabauke und Biene Reihe. Ein tolles Jubiläum und ein Andenken an die Mama von Anna Maria Kuppe, die 100 Jahre geworden wäre.

In diesem Band geht es vor allem um die Vorbereitungen der Geburtstagsfeier der Katzenoma, die 100! Jahre wird. Sie fühlt sich wohl im Kreise ihrer Lieben und natürlich mit den beiden Katerbrüdern. Zusammen mit der Katzenmama planen sie den Ehrentag, machen sich Gedanken über Geschenke und wie man den Tag am besten verbringen soll. Dabei kommen viele Erinnerungen aus Omas Leben zu Tage, Rabauke und Biene sind ganz Ohr.

Das Buch ist wieder richtig gut gestaltet, liebevoll illustriert und kindgerecht geschrieben. Als Vorlesebuch gibt es durch die vielen Bilder einiges zu entdecken und zum selbst lesen würde ich es ab dem 2. Schuljahr empfehlen.

Das Buch vermittelt vor allem Geborgenheit, Familienzusammenhalt und Liebe. Ich kann auch diesen Band uneingeschränkt empfehlen. Danke an BoD für das Rezensionsexemplar.

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Veröffentlicht am 14.02.2025

Das Haus der Bücher und Schatten

Das Haus der Bücher und Schatten
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Das Haus der Bücher und Schatten ist der dritte Band über das Graphische Viertel in Leipzig, das Herz der Bücherstadt Leipzig. Es gibt zwei Zeitebenen, zwei Erzählstränge. 1933: Cornelius Frey kehrt nach ...

Das Haus der Bücher und Schatten ist der dritte Band über das Graphische Viertel in Leipzig, das Herz der Bücherstadt Leipzig. Es gibt zwei Zeitebenen, zwei Erzählstränge. 1933: Cornelius Frey kehrt nach seiner Entlassung wieder in den Polizeidienst zurück, um einen Mord an ein junges Mädchen und Kriminalkommissar aufzuklären. Am Tag zuvor, ist er genau dieses Mädchen begegnet. Bei seinen Ermittlungen stößt er in ein Netz aus Verschwörern, Freimaurern und Fanatikern.
1913: Baltikum kurz vor Beginn des ersten Weltkrieges. Die junge Lektorin Paula reist mit ihrem Verlobten Jonathan nach Livland, um das Manuskript des Autors Aschenbrands einzusehen bzw. zurück nach Leipzig zu bringen. Aschenbrand entpuppt sich als faszinierender Exzentriker, der ein dunkles Mysterium wahrt.
Cornelius versucht indessen 20 Jahre später den besagten Mord aufzuklären, nicht nur die Nazis machen ihm die Ermittlungen schwer - während der Spurensuche stellt sich plötzlich die Frage: Welcher Zusammenhang besteht zwischen Paula und Jonathan und den jüngsten Verbrechen in der Gegenwart?

Der Schreibstil hat mir richtig gut gefallen - spannend, mystisch, schaurig, ich konnte richtig gut ins Geschehen abtauchen. Der Erzählstrang in der Vergangenheit packte mich etwas mehr, es entwickelt sich eine unglaubliche Atmosphäre, ich war mit Paula ständig auf der Hut… Kai Meyer versteht es ausgezeichnet, Zweifel zu säen, man springt total darauf an und traut am Ende gar keinen mehr.

In der Gegenwart - hier 1933 ist die die politische Lage natürlich sehr präsent, mit jedem Ermittlungsergebnis wird es für Cornelius ungemütlicher. Die Auflösung empfand ich so tragisch, dennoch absolut genial.

Insgesamt hat mich dieser Roman von der ersten Seite an gepackt und ich gebe eine klare Kaufempfehlung inkl. fünf Sterne. Danke an Droemer Knaur für das Rezensionsexemplar.

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Veröffentlicht am 02.02.2025

Eine wunderbare, spannende und emotionale Fortsetzung

Schwestern im Geiste
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Schwestern im Geiste ist der zweite Band der historischen Trilogie um das Pensionat an der Mosel und schließt nahtlos an Band 1 an. Wir schreiben das Jahr 1911, Schauplatz ist Diedenhofen, Lothringen, ...

Schwestern im Geiste ist der zweite Band der historischen Trilogie um das Pensionat an der Mosel und schließt nahtlos an Band 1 an. Wir schreiben das Jahr 1911, Schauplatz ist Diedenhofen, Lothringen, seit 40 Jahren unter preußischer Flagge, noch immer wehrt sich die Bevölkerung dagegen. Marie Pierre lässt die historischen Fakten sehr lebendig einfließen. Im Anschluss gibt es ein sehr ausführliches und aufschlussreiches Nachwort - immer einer Genuss in den Romanen der Autorin.

Institutsleiterin Pauline ist es wichtig, ihre Schützlinge zu eigenständigen jungen Frauen zu erziehen, egal aus welchen Gesellschaftsschichten sie kommen. Dementsprechend sind Konflikte größeren und kleineren Ausmaßes nicht zu verhindern. Und immer geht es um das Ansehen des Pensionates. Auch hier gibt es wieder mehrere spannende Vorfälle, die u. a. Hauptmann Ehrich von Pliesnitz vom preußischen Militär auf den Plan rufen, um gewisse Anschuldigungen zu entkräften. Zwischen Erich und Pauline besteht inzwischen eine tiefe Freundschaft, wenn nicht sogar mehr. Im Weg stehen beiden ihre gesellschaftliche Stellung.

Der Schreibstil ist flüssig zu lesen, mitreißen, spannend und unglaublich bildhaft.

Marie Pierre hat wieder wunderbare Figuren kreiert, jede für sich mit ihren eigenen Geschichten. U. a. Rhona O‘Meally, die als Lehrerin Pauline im Pensionat unterstützt. Mit ihr fließt im Buch ein Stück irische Geschichte ein. Die Schülerin Esther David aus Lothringen bringt ein sehr bewegendes Stück jüdischer Geschichte ein, sie hat mit erheblichen Vorurteilen zu kämpfen. Vincent Lehmann, Gärtner im Pensionat, den wir schon vom ersten Band kennen, trägt noch ein geheimnisvolles Detail seiner Herkunft in sich - die Auflösung ist überraschend und emotional. Zu allen Figuren gibt es ein ausführliches Personenverzeichnis, so dass diese problemlos eingeordnet werden können.

Neben einen sehr gelungenen Cover, welches sich perfekt in die Reihe einfügt, gibt es im Buchdeckel vorn historische Fotos von Diedenhofen, somit kann man sich das Setting noch einmal viel besser vorstellen. Im hinteren Buchdeckel sind alle drei Bände abgebildet.

Insgesamt ist es eine überaus spannende Fortsetzung, in denen Marie Pierre historische Fakten und Fiction perfekt verknüpft. Es ist spannend, die Entwicklung einiger Figuren zu verfolgen (Pauline, Erich, Vincent, Thomas). Ich bin wieder absolut begeistert und gebe eine klare Kaufempfehlung und fünf Sterne. Ein großes Dankeschön an Marie Pierre für das Rezensionsexemplar.

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