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Veröffentlicht am 12.03.2023

Das Geheimnis ihrer erstaunlichen Intelligenz und sozialen Fähigkeiten

Raben
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Der Autor beschreibt sehr ausführlich seine Arbeit mit diesen wundervollen und klugen Vögeln. Man lernt aus diesem Buch sehr viel über die Verhaltensweisen, über das Sozialwesen, die Rangordnung untereinander ...

Der Autor beschreibt sehr ausführlich seine Arbeit mit diesen wundervollen und klugen Vögeln. Man lernt aus diesem Buch sehr viel über die Verhaltensweisen, über das Sozialwesen, die Rangordnung untereinander und über die Art dieser Vögel zu kommunizieren. Man erfährt viel Neues, was einem vorher noch gar nicht klar war. So hat der Autor und sein Team unter anderem herausgefunden, dass es in der „Sprache“ der Raben auch Dialekte gibt dass sich die Laute der Vögel von Region zu Region unterscheiden. Solche Fakten haben mich fasziniert, und ich habe das Buch gerne gelesen, da ich dadurch manche Handlungsweisen besser verstehen kann. Das hat leider nicht immer geklappt, denn ab und zu haben sich dann Feststellungen eingeschlichen, die für mich nicht wissenschaftlich fundiert klangen, sondern ein wenig an den Haaren herbeigezogen wirkten, so zum Beispiel der Vergleich zwischen Raben und Menschen, die beide weitgehend monogame Partnerschaften eingehen und beide Fleischfresser sind. Hier meinte der Autor, einen Zusammenhang zu sehen. Es gibt aber auch viele Tiere, die sich rein pflanzlich ernähren und trotzdem lebenslange Partnerschaften eingehen, beispielsweise die Schwäne, und andererseits lebt nur 1 % der Säugetiere in monogamen Partnerschaften, und Säugetiere sind zu einem großen Teil auch Fleischfresser.
Des weiteren geht es leider im Buch auch oft seitenlang um die Kollegen, wer gerade an welchem Projekt arbeitet und weitere organisatorische Details. Da schlichen sich dann leider ein paar Längen in das grundsätzlich sehr interessante Buch. In der Leseprobe habe ich auch gesehen, dass die Fotos im gebundenen Buch farbig sind. Hier geht beim eBook leider sehr viel der Ausstrahlung verloren.
Wer sich aber für die gefiederten Freunde interessiert oder begeistert, dem kann ich die Lektüre dieses Buches doch empfehlen, denn weitgehend bietet es ein gutes Leseerlebnis, und man nimmt viele neue Erkenntnisse mit.

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Veröffentlicht am 11.03.2023

Mittelalterlicher Krimi mit viel Spannung und Humor

Isengrim
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Mit diesem dritten Band seiner Reihe um den Zeitreisenden Niki Wolff begibt sich Christoph Görg erneut auf ein anderes Terrain. Während beim ersten Buch der Zeitreise-Faktor im Mittelpunkt stand und sich ...

Mit diesem dritten Band seiner Reihe um den Zeitreisenden Niki Wolff begibt sich Christoph Görg erneut auf ein anderes Terrain. Während beim ersten Buch der Zeitreise-Faktor im Mittelpunkt stand und sich der zweite Band stark als Abenteuerroman präsentierte, haben wir es diesmal mit einem historischen Kriminalroman zu tun. Schauplatz ist, bis auf einen Abstecher nach Wien, weitgehend in dem Ort Krems an der Donau, und die Handlung spielt sich innerhalb von sieben Tagen ab, wie man schon im Titel erfährt.
Niki will endlich seinen Engel heiraten. Engeltrud, wie seine Geliebte eigentlich heißt, ist schwanger, und mit all ihren Freunden feiern sie den Junggesellenabschied. Sie warten auf Magdalena, die als Bademagd quasi eine ehemalige Kollegin von Engel ist. Aber Magdalena kommt nicht zu der ausgelassenen Feier. Sie wird wenig später tot aufgefunden, ermordet und furchtbar zugerichtet. Die Freunde sind entsetzt, und zusammen mit Engels Bruder Bertram beginnt Niki, in dem Mordfall Nachforschungen anzustellen. Das ist aus verschiedenen Gründen gar nicht so einfach, denn moderne Untersuchungen, wie sie Niki aus seiner Zeit und aus Kriminalromanen kennt, gab es im 12. Jahrhundert noch nicht. Schon bald merkt er, dass er Bertram, den gutmütigen, meist wortkargen und immer ein wenig langsamen Riesen, völlig unterschätzt hat, denn dieser legt eine tüchtige Portion Scharfsinn an den Tag und ist Niki eine große Hilfe. Erst durch ihn erhält er so manchen Denkanstoß. Die beiden jungen Männer haben alle Hände voll zu tun, denn einerseits müssen sie eine Liste der Verdächtigen machen und allen Spuren, die sich ergeben, nachgehen, und sie sind unter Zeitdruck, denn es gilt auch, Mendel, den jüdischen Geldverleiher zu entlasten, der unschuldig verhaftet und peinlich verhört wurde. Die Liste der Verdächtigen ist lang, aber einer gehört nicht dazu, davon ist Niki überzeugt, und das ist Mendel. Aber unter der Folter gestehen die Menschen auch Dinge, die sie gar nicht getan haben, und so sind Mendels Tage gezählt.
Zusammen mit Niki und Bertram folgt man als Leser so mancher falschen Spur. Niki zieht alle Register und macht auch eine Anleihe bei Agatha Christie, und so gibt es ein Kapitel, das meines Erachtens sein Vorbild in „Mord im Orient Express“ hat. Diese Szene ist gekonnt mit der Handlung verwoben, und es fließen auch diesmal wieder viele historisch belegte Tatsachen mit ein. Es bleibt nicht bei dem einen Mord, und auch für Niki und Engel wird es mit der Zeit gefährlich. Ich habe die Handlung mit großer Spannung verfolgt und hatte auch diesmal wieder viel Vergnügen dabei, über Nikis musikalische Einlagen und über seine Versprecher zu lesen, die bei seinen Mitmenschen dort im Mittelalter so einige Irritationen auslösen. Nun hoffe ich, dass sich der Autor weitere Abenteuer für die Protagonisten ausdenkt und weitere Bände verfasst, denn über ein Wiedersehen mit Niki, Engel und all ihren Freunden würde ich mich sehr freuen.

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Veröffentlicht am 04.03.2023

Schmerzen beseitigen auf ganzheitliche Art

Schmerzfrei und beweglich bis ins hohe Alter
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Ich verfolge die Arbeit des Ehepaars Liebscher-Bracht nun schon seit einigen Jahren und habe auch schon ihr 2017 erschienenes Buch „Die Arthrose-Lüge“ gelesen. Schon damals ging es um das Thema Schmerzen ...

Ich verfolge die Arbeit des Ehepaars Liebscher-Bracht nun schon seit einigen Jahren und habe auch schon ihr 2017 erschienenes Buch „Die Arthrose-Lüge“ gelesen. Schon damals ging es um das Thema Schmerzen und ihre Vermeidung oder Linderung durch gezielte Übungen.
Das damals vorgestellte Konzept hat sich nicht gravierend verändert, die Übungen sind gleich geblieben, wurden aber intensiviert, ergänzt und sind hier noch ausführlicher erklärt.
In diesem, ihrem neuen Buch gehen die Autoren das Thema Schmerzen von mehreren Seiten an. Ein wichtiger Pfeiler ihres Erfolgskonzepts sind nach wie vor gezielte Übungen, die hier sehr ausführlich und durch zahlreiche Fotos untermauert dargestellt sind. Hier kann man wirklich selbst die Initiative ergreifen und die Übungen gut nachmachen, denn alles ist sehr genau erklärt. Die Kapitel über Faszien-Rollmassage und Light-Osteopressur sind eine tolle Ergänzung zu den gezeigten Engpassdehnungen. Hierfür kann man allerhand Material wie Faszienrollen oder Drücker-Sets direkt im Onlineshop von Liebscher & Bracht erwerben, es werden aber immer auch Alternativen gezeigt, so zum Beispiel wie man einen Gürtel statt der Übungsschlaufe verwendet oder wie man den Rückenretter durch ein entsprechend dickes Buch ersetzen kann. Sehr viele der Dehnungsübungen kommen auch ganz ohne Hilfsmittel aus, so dass der Aufwand gering, der Nutzen dagegen groß ist.
Eine weitere wichtige Sache bei Schmerzen ist die Ernährung. Schmerzen werden sehr oft durch Entzündungen im Körper verursacht oder angeheizt. Hier kann man durchaus selbst etwas tun, indem man heilsame Lebensmittel zu sich nimmt, auf eine ausreichende Nährstoffzufuhr achtet, für eine gesunde Darmflora sorgt und einer Übersäuerung des Körpers entgegenwirkt.
Das Ehepaar Liebscher & Bracht geht die Probleme auf ganz neue Art und vor allem ganzheitlich an. Hier werden nicht nur Symptome bekämpft, sondern das Übel bei den Wurzeln gepackt und die Ursachen er- und geklärt. Vieles klingt fast zu schön um wahr zu sein, aber ich kann bestätigen, dass diese Art von Selbsthilfe sehr gut funktioniert. Zwar muss ich öfter noch mit meinem inneren Schweinehund kämpfen und schaffe es nicht immer, die Übungen täglich auszuführen, aber wenn man sich auf die Ratschläge im Buch einlässt, kann man nur davon profitieren. Toll ist, dass es auch Übungen gibt, die man ganz einfach in den Alltag integrieren kann, weil sie sich beispielsweise im Sitzen auf einem Stuhl oder auch mal im Stehen beim Zähneputzen ausführen lassen.
Auch wenn die Herangehensweise des Ehepaars Liebscher-Bracht ganz anders ist als man es bisher aus der Medizin gewohnt war, so sind die Ratschläge doch sehr fundiert. Das Autorenpaar hat in diesem Buch die Erfahrungen und Erkenntnisse von über 35 Jahren Forschung und Arbeit zusammengefasst und teilt sie mit uns. Die Möglichkeit, einen Großteil der Schmerzen des Bewegungsapparats selbst anzugehen, ganz ohne Medikamente oder Operationen, ist einfach genial, und ich kann für dieses Buch nur eine herzliche Empfehlung aussprechen.

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Veröffentlicht am 27.02.2023

Die sind schon alle ganz schön gaga

Tea Time
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Für mich war es das erste Buch der Autorin, und diverse gute Bewertungen ihrer früheren Werke haben mich neugierig gemacht. Vergleiche mit ihren älteren Büchern kann ich aber nicht anstellen.
In diesem ...

Für mich war es das erste Buch der Autorin, und diverse gute Bewertungen ihrer früheren Werke haben mich neugierig gemacht. Vergleiche mit ihren älteren Büchern kann ich aber nicht anstellen.
In diesem Roman geht es um Nina und Franziska, zwei Nachbarinnen. Zusammen mit vier anderen Frauen gründen sie einen Club, nämlich den Club der Spinnerinnen. Macken haben wir wohl alle, ich denke, da kann sich kaum jemand ausnehmen. Was ich hier zu lesen bekam, fand ich dann aber doch sehr exzentrisch und irgendwie an den Haaren herbei gezogen. Die sechs Protagonistinnen wirken mit ihren Eigenheiten doch sehr abgehoben, sind aber andererseits wieder extrem naiv und vor allem chaotisch. Die Geschichte ist so ganz anders als erwartet. Anhand des Titels hatte ich eher mit einer Art raffiniertem Cozy Crime gerechnet, mit älteren, ein wenig verschrobenen Damen. Es handelt sich hier jedoch eher um eine jüngere Truppe. Vor allem Nina ist schon ziemlich sonderbar, und man wundert sich, wie sie ihren Job in einer Apotheke so hinkriegt. Sie hat so einige Marotten, die nicht gerade auf Verantwortungsgefühl schließen lassen. Allgemein sind die sechs Damen alle nicht mit übermäßig viel Vernunft gesegnet, und auch die sonstigen Charaktere im Buch wirkten auf mich nicht unbedingt glaubwürdig. Mich haben sie auf Dauer alle kräftig genervt, und ich war schon versucht, das Buch abzubrechen. Der locker-leichte Erzählstil hat mir dann doch noch einen zusätzlichen Stern abgerungen.

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Veröffentlicht am 25.02.2023

Sinnvoller und hilfreicher Begleiter rund ums Gartenjahr für alle, die Obst und Gemüse selbst anbauen möchten

365 Tage Selbstversorgung
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Schon immer habe ich gerne Gemüse, Obst und Kräuter selbst angebaut, denn es ist einfach ein schönes Gefühl, wenn man im eigenen Garten oder auf dem eigenen Balkon etwas ernten und verzehren kann. In Zeiten, ...

Schon immer habe ich gerne Gemüse, Obst und Kräuter selbst angebaut, denn es ist einfach ein schönes Gefühl, wenn man im eigenen Garten oder auf dem eigenen Balkon etwas ernten und verzehren kann. In Zeiten, wo einem die Preise in den Supermärkten fast die Tränen in die Augen treiben, wird es immer sinnvoller, sich bis zu einem gewissen Punkt selbst zu versorgen.
Das ist durchaus auch schon im kleinen Stil möglich, und wie es genau geht, das zeigen die beiden Autorinnen in ihrem Buch.

Das Wissen, das sie mit allen Interessierten teilen, ist in fünf große Kapitel aufgeteilt. Es beginnt mit den Basics, wie man einen Selbstversorgergarten plant und aufbaut, mit wie viel Ertrag man rechnen kann und was man für die Grundausstattung benötigt.
Im zweiten Kapitel erfährt man, was man alles anbauen kann. Im dritten Kapitel geht es ums Gartenjahr und die jeweils anfallenden Arbeiten zu den verschiedenen Jahreszeiten .
Hier gibt es auch Sonderthemen, beispielsweise die Besonderheiten beim Balkongärtnern, Indoor-Gardening, die Grundlagen der Imkerei, Wildkräuter, Hühnerhaltung und vieles mehr. Kapitel 4 kümmert sich um Schädlinge und Nützlinge im Garten und wie man hier eine friedliche Koexistenz schaffen kann, und im fünften großen Kapitel wird die Beetplanung genau erläutert. Egal ob man ein kunterbuntes Einsteigerbeet, ein „Immersattbeet“ mit genauer Erklärung zur Fruchtfolge oder ein asiatisch inspiriertes Beet planen möchte, hier findet man die wichtigsten Informationen.

Man erfährt im Buch Wichtiges und Interessantes von der Vorbereitung über die Aussaat bzw. Pflanzung bis hin zur Ernte. Auch zur Gewinnung von eigenem Saatgut gibt es sinnvolle Ratschläge. Das Buch ist mit 192 Seiten nicht übermäßig dick und durchgehend reich bebildert. Daher können viele Themen nur angerissen werden. Manchmal hätte ich mir zu einzelnen Problemen noch ausführlichere Infos gewünscht, aber grundsätzlich kann ich sagen, dass dies ein gutes Einsteigerbuch ist, das sich für alle eignet, die sich ausführlicher mit dem eigenen Anbau von Essbarem im Garten befassen möchten.

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