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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.09.2020

Mein erstes Buch der Autorin — bestimmt nicht das letzte

Das lügenhafte Leben der Erwachsenen
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Dies war das erste Buch, welches ich von Elena Ferrante gelesen habe und ich bin begeistert!
Ihr Schreibstil gefällt mir sehr gut und ist locker und spannend zu lesen.

Aber nun zur Geschichte ... die ...

Dies war das erste Buch, welches ich von Elena Ferrante gelesen habe und ich bin begeistert!
Ihr Schreibstil gefällt mir sehr gut und ist locker und spannend zu lesen.

Aber nun zur Geschichte ... die 13 jährige Giovanna lebt in Neapel in den 90 er Jahren und ist eine recht gute Schülerin, bis sie eines Tages ihre Eltern darüber reden hört, dass sie immer hässlicher wird. Dies nimmt sie sich natürlich zu Herzen, 13 jährige haben meist sowieso nicht das riesige Selbstbewusstsein und ihre Noten leiden unter den Gedanken und dem Druck, den sie sich durch diese Aussagen macht.

Giovanna zieht sich immer mehr zurück und zwar auch innerhalb von Neapel denn sie besucht nun häufig einen ganz anderen Stadtteil, der nicht unbedingt für seinen guten Ruf bekannt ist, ganz anders als der Teil, in dem sie mit ihren Eltern wohnt. Dort bekommt sie nicht nur andere Verhältnisse mit, sondern auch, in wie viele Lügen sich die Erwachsenen verstricken.

Besonders gut hat mir der Charakter von Giovanna gefallen. Man sieht sie beim Lesen fast vor sich stehen und sie ist ein sehr gut ausgeschmücktes und tiefgründiges Mädchen, mit dem man einfach nur mitfühlen kann.

Das Buch ist eine wunderbare Coming of Age Geschichte, die mitfühlend ist und nachdenklich macht. Mir hat das Buch sehr, sehr gut gefallen und ich werde mit Sicherheit wieder etwas von der Autorin lesen!

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Veröffentlicht am 26.08.2020

YA Fantasy, die es in sich hat!

Immernacht
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In den Armenvierteln von Kings Haven treffen wir auf die junge Larabelle Fox, welche ihr hartes Leben mit Diebstählen bestreiten muss. Dabei beweist sie viel Geschick und als sie eines Tages ein Holzkästchen ...

In den Armenvierteln von Kings Haven treffen wir auf die junge Larabelle Fox, welche ihr hartes Leben mit Diebstählen bestreiten muss. Dabei beweist sie viel Geschick und als sie eines Tages ein Holzkästchen aus dem Abwasser fischt ahnt sie nicht, was dadurch ausgelöst wird. Das Kästchen enthält einen bösen und sehr gefährlichen Zauber, welcher auf das Reich losgelassen werden soll und dieses in eine beständige Immernacht (eine ewige Dunkelheit) reißen würde. Um dies zu erreichen wurde von der Magierin und Beraterin des Königs der Dschinn Schattenjack ausgesandt, um Larabelle das Kästchen abzunehmen. Diese ist allerdings taffer als erwartet wurde und gibt das Kästchen nicht einfach her, woran man direkt merkt, dass sie für ihr Alter einen sehr starken und sympathischen Charakter hat. Diese Ansicht hat sich bei mir über die Geschichte hinweg noch verstärkt, sodass ich stets mit ihr mitfühlen konnte.
Aber auch die anderen Charaktere, wie z. B. Schattenjack sind sehr schön beschrieben und ausgeformt, sodass man sie nahezu vor sich sieht.

Der Schreibstil hat mir auch sehr gefallen und hat stets für einen guten Lesefluss gesorgt. Außerdem beinhaltet die Geschichte noch einige Plottwists, mit denen bestimmt nicht jeder gerechnet hat und ist sehr vielseitig geschrieben. Sehr lobend möchte ich auch noch das Magiesystem erwähnen, welches sich der Autor sehr genau und gut überlegt hat.
Generell ist das Buch viel düsterer und brutaler, als ich es erwartet hatte. Mich persönlich hat dies aber nicht gestört, sondern noch tiefer in die Geschichte gesogen und mehr Spannung aufgebaut.

Es war für mich nichts wirklich nennenswertes zu bemängeln, weshalb ich dem Buch verdiente 5 Sterne gebe!

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Veröffentlicht am 24.08.2020

Berlin in den 90ern — spannend und authentisch

Am Rand der Dächer
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Da ich selbst in den 90ern geboren wurde war der Roman für mich etwas persönliches, weil ich so erfahren konnte, wie es anderen Kindern in dieser Zeit ging und was sie in der Hauptstadt erlebt haben.

Erzählt ...

Da ich selbst in den 90ern geboren wurde war der Roman für mich etwas persönliches, weil ich so erfahren konnte, wie es anderen Kindern in dieser Zeit ging und was sie in der Hauptstadt erlebt haben.

Erzählt wird die Geschichte von Andrej, welcher mit seinem Bruder Anton und vor allem seinem Freund Simon die meiste Zeit seiner Kindheit verbracht hat. Sehr anschaulich und atmosphärisch beschreibt Lorenz Just die Erlebnisse der Kinder. Angefangen bei der kindlichen Naivität, bis hin zu ersten Alkoholerfahrungen und Liebesangelegenheiten. Im Buch wird vieles aufgegriffen, was sicher jeder auch aus seiner eigenen Kindheit kennt: den Drang dazu gehören zu wollen, cool sein zu wollen, unabhängig sein, etwas erleben und Neues ausprobieren.

Relativ zu Beginn wird die Besetzung eines alten Hauses geschildert und die Erfahrungen, welche die Kinder mit den Besetzern machen. Durch den Mauerfall kamen viele verschiedene Kulturgruppen zusammen und auch diese Thematik wird im Buch behandelt.

Besonders auf den Dächern Berlins verbringen die Kinder sehr viel Zeit und erleben einiges, was sie auch verbindet und zusammenschweißt.

Manchmal wirken die Kinder/Jugendlichen ziemlich verloren und wissen nicht wer sie sind oder was sie möchten, was denke ich zum Erwachsen werden dazu gehört. Daher auch meine Einstufung des Buches in die "Coming of age" Szene. Sehr spannend ist das Berlin der 90er Jahre beschrieben und man kann sich gut in die damalige Zeit hineinversetzen.

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Veröffentlicht am 24.08.2020

Überzeugender zweiter Teil

Flash Fame
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5 Jahre ist es nun her, dass sich Sara und Elijah gesehen haben und im Streit auseinander gegangen sind. Das sie wieder aufeinander treffen ist kein Geheimnis — sonst gäbe es ja keinen zweiten Teil ... ...

5 Jahre ist es nun her, dass sich Sara und Elijah gesehen haben und im Streit auseinander gegangen sind. Das sie wieder aufeinander treffen ist kein Geheimnis — sonst gäbe es ja keinen zweiten Teil ... doch die Umstände, wie es dazu kommt sind sehr überraschend und wer Teil 1 gelesen hat weiß, dass Sophie keine Klischee-Geschichten schreibt.

Auch der zweite Teil hält wieder einige Überraschungen bereit und eine ganze Bandbreite an Emotionen. Trauer, Liebe, Wut, Hass, Glück, ... es ist von allem etwas dabei. Eine kleine Warnung muss ich abgeben, da es einige Szenen im Buch gibt, die Opfer von Gewalttaten bestimmt verstören kann. Es ist nicht so, dass Sophie mit diesem sensiblen Thema nicht gut umgegangen ist, aber einige Szenen sind einfach relativ hart und brutal.

Trotzdem bin ich sehr froh, dass es diesen zweiten Teil gibt, der einiges klar stellt und uns noch tiefere Einblicke in die Gefühlswelten gibt. Das Wiedersehen mit Cursed Instant ist definitiv gelungen und es ist (zum größten Teil) toll zu lesen, was aus den Jungs geworden ist!

Beim ersten Teil haben mich ein paar kleine Längen gestört — diese gibt es in diesem Teil nicht mehr, er ist auch etwas kürzer. Aber wie auch schon im ersten Teil schreibt Sophie mit ganz viel Herzblut, Gefühl und man merkt wie viel Arbeit und Recherche in das Buch geflossen ist. Von mir gibt es 4,5 Sterne und eine ganz klare Leseempfehlung! :)

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Veröffentlicht am 21.08.2020

Hopes Geschichte geht in Teil 2 spannend weiter ...

Das Buch der gelöschten Wörter - Zwischen den Seiten
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Der Traum aller Bücherwürmer in die Buchwelten eintreten zu können, wird hier ein zweites Mal wahr. Ich habe mir beim Lesen immer wieder überlegt, in welcher Buchwelt ich mir wohl ein eigenes zu Hause ...

Der Traum aller Bücherwürmer in die Buchwelten eintreten zu können, wird hier ein zweites Mal wahr. Ich habe mir beim Lesen immer wieder überlegt, in welcher Buchwelt ich mir wohl ein eigenes zu Hause aufbauen würde.

Wie schon der erste Teil konnte mich auch der zweite Teil von Marys Buch „das Buch der gelöschten Wörter — zwischen den Seiten“ überzeugen. Das Buch baut direkt auf den ersten Teil auf und man ist sofort wieder in der Handlung.

Die Geschichte war für mich ab der ersten Seite spannend und lädt zum Mitfiebern und rätseln ein, vor allem darüber, wer nun der Verräter ist. Dazu möchte ich niemandem etwas vorweg nehmen, weshalb meine Rezi auch nicht so lang wird, wie ich sie eigentlich gern schreiben würde.

Die Charaktere finde ich nach wie vor super, mein Liebling ist und bleibt wohl Rufus Walker. Aber auch die vielen anderen tollen Charaktere rund um Hope gefallen mir sehr, sehr gut. Sie sind lebhaft und authentisch geschrieben, was es einem leicht macht mit ihnen zu sympathisieren.

Besonders schön finde ich, dass man zwischendurch immer wieder etwas zum Schmunzeln hat, ohne das es die Geschichte albern macht oder ähnliches. Das finde ich einfach unglaublich charmant gelöst und geschrieben!

Mein Highlight — neben den spannenden Entwicklungen und der rasanten Fahrt, die die Geschichte vor allem zum Ende hin annimmt — bleibt das Eintauchen in andere Buchwelten. Diese Idee ist für mich etwas ganz besonderes und ich freue mich schon sehr auf Teil 3!

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