Roman | Der internationale Bestseller und Booktok-Hit
Stephan Kleiner (Übersetzer)
„Eines der aufwühlendsten Bücher, das ich seit langem gelesen habe.“ Denis Scheck
Jude, JB, Willem und Malcolm: Vier New Yorker, die sich am College kennengelernt haben. Jude St. Francis, brillant und enigmatisch, ist die charismatische Figur im Zentrum der Gruppe – ein aufopfernd liebender und zugleich innerlich zerbrochener Mensch. Immer tiefer werden die Freunde in Judes dunkle, schmerzhafte Welt hineingesogen, deren Ungeheuer nach und nach hervortreten. »Ein wenig Leben« ist ein rauschhaftes, mit kaum fasslicher Dringlichkeit erzähltes Epos über Trauma, menschliche Güte und Freundschaft als wahre Liebe.
Der Bestseller erstmals im Taschenbuch
»Ein wenig Leben« gewann den Kirkus Prize und stand auf der Shortlist des Man Booker Prize, des National Book Award und des Baileys Prize.
Der Roman ist eines der bestverkauften und meistdiskutierten literarischen Werke der vergangenen Jahre.
»Eine mitreißende, alles verschlingende Emotionalität treibt Yanagiharas Literatur an und über die Grenzen. Ein Kunststück.« FAZ
»Yanagiharas Roman kann dich verrückt machen, verschlingen und von deinem Leben Besitz ergreifen.« THE NEW YORKER
»EIN WENIG LEBEN ist nicht nur eine Hymne auf die Freundschaft, sondern auch auf die Kraft der Literatur, der es einmal wieder gelingt, Menschen auf der ganzen Welt über Tage zu fesseln.« NDR
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Ich habe das Buch im April 2024 begonnen zu lesen und gehofft, dass ich es in 2024 noch beenden kann. Das hat FAST geklappt. Ich bin zwischenzeitlich zum Hörbuch übergegangen und habe es am 01.01.2025 ...
Ich habe das Buch im April 2024 begonnen zu lesen und gehofft, dass ich es in 2024 noch beenden kann. Das hat FAST geklappt. Ich bin zwischenzeitlich zum Hörbuch übergegangen und habe es am 01.01.2025 beendet, was wunderbar zur mystischen Neujahrsstimmung gepasst hat.
Und - uff! Das Buch hat mich zerrissen. Also WIRKLICH zerrissen. Wie viel Leid kann ein einziger Mensch ertragen? Ich musste zwischendurch pausieren und tief durchatmen. Personen, die sich gerade in einer labilen Phase befinden, würde ich das Buch ausdrücklich nicht empfehlen.
Ein wenig Leben besteht aus insgesamt sieben Teilen und wird chronologisch erzählt, wobei es auch immer wieder Rückblicke gibt. Zu Beginn des Buches hatte ich keine Ahnung, in welche Richtung es gehen wird. Ich war beeindruckt von dem Zusammenhalt der Freunde. Insbesondere Jude und Willem verbindet eine einzigartige Freundschaft. Das war toll zu beobachten! Judes zerbrechliche Art hat mich neugierig gemacht. Das gesamte Ausmaß, von Anfang bis Ende, habe ich allerdings nicht kommen sehen. Das Buch hat mich erschüttert und in einen regelrechten Sog gezogen. Haralds Sicht am Ende des Buches fand ich zum Abschluss wichtig und hat mich sehr berührt.
Ein Fakt, der mich bei all der Grausamkeit sehr beruhigt hat: „Ein wenig Leben“ ist rein fiktiv.
A Little Life, geschrieben von Hanya Yanagihara, verfolgt das Leben von vier Freunden, die sich in ihrer Jugend auf dem College kennengelernt haben. Jude St. Francis, ein über die Jahre sehr erfolgreicher ...
A Little Life, geschrieben von Hanya Yanagihara, verfolgt das Leben von vier Freunden, die sich in ihrer Jugend auf dem College kennengelernt haben. Jude St. Francis, ein über die Jahre sehr erfolgreicher Rechtsanwalt; Willem Ragnarsson, Schauspieler und Judes engster Freund; Jean-Baptiste „JB“ Marion, Künstler und Malcom Irvine, Architekt. Sie sind alle sehr unterschiedlich, werden aber durch ihre Freundschaft zusammengehalten.
Im Fokus des Buches steht Jude. Er ist Elternlos und in seiner Kindheit sind furchtbare Dinge passiert, die ihn schwer traumatisiert und körperlich behindert zurückgelassen haben.
Wir folgen den Vier durchs Leben, mit all den schönen und schrecklichen Dingen, die passieren können. Über die Jahre wird jedoch immer klarer, wie sehr Jude von seiner Vergangenheit gefangen ist und was dies mit sich bringt…
Meinung
Dieses Buch war…soemthing. Ich wusste, auf was ich mich einlasse und würde auch jedem, der überlegt es zu lesen, sehr nahe legen, sich mit den Content- und Triggerwarnungen zu beschäftigen(!!!). Alles was im Buch beschrieben wird, wird im Detail und sehr grafisch dargestellt und darüber sollte man sich im Klaren sein, bevor man es liest.
Hanya Yanagihara schreibt unfassbar lebendig. Ich habe selten ein Buch in der Hand gehabt, welches mich so eingesogen hat. So nehmen einen allerdings auch die schrecklichen Szenen extrem mit. Es gab mehrer Stellen im Buch, an denen ich nicht weiterlesen konnte und einfach kurz Luft holen musste.
Ich habe viele Meinungen zu diesem Buch gelesen und meistens gibt es zwei Lager:
1. Das Buch ist fantastisch
2. Es sei nur dafür geschrieben worden, so traurig und furchtbar wie möglich zu sein, so genannter „Trauma-Porn“
Auch wenn ich verstehen kann, warum Menschen den zweiten Punkt vertreten, stimme ich ihm nicht zu. Das Buch ist traurig. Das Buch behandelt schreckliche Dinge. Und wenn man glaubt, den Tiefpunkt erreicht zu haben, dass es absolut nicht schlimmer werden kann, dann wird es noch schlimmer. Trotzdem glaube ich nicht, dass es nur geschrieben wurde um so furchtbar wie möglich zu sein. Im Kern ist es ein sehr reales Buch. Es stellt Freundschaft, Schmerz, Leid aber auch Freude so greifbar da, als würde man selbst erleben, was im Buch geschieht. Auf der Welt gibt es tausende Menschen wie Jude, Menschen, denen furchtbares zugestoßen ist und die ihr ganzes Leben um Normalität kämpfen müssen und deswegen ist es auch wichtig, dass es Bücher wie dieses gibt, die von solchen Schicksalen berichten.
Das Buch hat mich ziemlich zerstört und ich glaube ich werde auch noch eine Weile über Jude und all die Anderen nachdenken müssen, bevor ich das verarbeitet habe. Vor allem da mich manche Themen auch persönlich sehr berührt haben, da ich zum Beispiel auch eine Weile mit Selbstverletzendem Verhalten gestrugglet habe, welches im Buch stark thematisiert wird. Zwischendrin war ich meistens nur sprachlos, aber die letzten ca.20 Seiten haben mich komplett zum Weinen gebracht.
5/5 ⭐
Ich würde dieses Buch wirklich nur Menschen empfehlen, die momentan in einer guten, mentalen Verfassung sind und es sich wirklich zutrauen.
Ich hatte das Buch schon sooft im Regal, habs wieder verkauft, weil ich mich einfach nicht heran getraut habe.
Und nun sind 960 schmerzhaft schöne Seiten wobei und ich bin traurig und erleichtert zu ...
Ich hatte das Buch schon sooft im Regal, habs wieder verkauft, weil ich mich einfach nicht heran getraut habe.
Und nun sind 960 schmerzhaft schöne Seiten wobei und ich bin traurig und erleichtert zu gleich. Nachdem ich auf den ersten Seiten noch dachte, "Wow, was eine tolle Jungstruppe" hab ich mich den Rest des Buchen (viel auch unter Tränen) gefragt, was hier gerade passiert.
Die Geschichte hat mein Herz so berührt! Es wurde gebrochen, notdürftig wieder zusammengeflickt und erneut gebrochen.
Als es dem Ende entgegenging, hatte ich öfter den Gedanken, dass das Buch für mich vergleichbar mir Judes Leben ist. Ich wollte einfach nur noch, dass es zu Ende ist, weil es mich komplett vereinnahmt hat, obwohl es auch so viel Schönes darin gab.
Ich glaube, Jude, Willem, JB, Malcom und auch Harold & Andy werden den Rest meines Lebens in meinem Kopf und Herzen bleiben.
Die Geschichte von vier Männern, vier Freunden, die so unterschiedlich sind und doch ihr Leben miteinander teilen. Die wir auf verschiedene Art kennenlernen und mit ihnen wachsen. Wir begleiten sie durch ...
Die Geschichte von vier Männern, vier Freunden, die so unterschiedlich sind und doch ihr Leben miteinander teilen. Die wir auf verschiedene Art kennenlernen und mit ihnen wachsen. Wir begleiten sie durch ihr Leben und lernen sie von ihren privatesten Seiten kennen. Im Zentrum dessen steht vor allem einer der Männer - Jude. Es ist seine emotionale und unfassbar schmerzhafte Geschichte, die wir hier in Erfahrung bringen. Alles führt sich so real und authentisch an. Ich habe mitgelitten und hatte das Gefühl genau nachempfinden zu können, vor welchen Herausforderungen Judes Freunde und Familie stehen. Wie schwierig das Leben mit einer Person sein kann, die schreckliches erlebt hat.
Ich kann nicht nachempfinden, was Jude fühlen muss, was er all die Jahre erlitten hat und wie sehr sich dies auf sein weiteres Leben ausgewirkt hat, aber die Autorin hat mir die Augen hierfür geöffnet und mir gezeigt, wie viel Liebe bedeutet und wie empfindsam und unschuldig ein Kind ist.
Es ist so herzzerreißend, wie viele tolle Menschen sich um Jude kümmern und welche wertvolle Freunde unser Protagonist an seiner Seite an.
Es lohnt sich, am dem Buch dran zu bleiben, die Erzählstränge langsam zu erkunden und sich einzufinden, die lange und verschachtelten Sätze zu verstehen und sich an den Schreibstil der Autorin zu gewöhnen.
Ein mutiges, wichtiges Buch, welches ich unter dem Vorbehalt empfehlen möchte, dass es auch traurige Art und Weise schockierend sein kann. Hier werden Szenen beschrieben, die nichts für Zartbesaitete sind. Dennoch gibt es zwischendurch immer wieder einige wundervolle Zitate, Lebensweisheiten und Betrachtungsweisen, die man sich in seinem eigenen Alltag viel mehr vor Augen halten sollte.
Fazit
Ein Buch mit so viel Schmerz und Wahrhaftigkeit, mit Emotionen und authentischen Charakteren, welches einen nicht mehr loslässt.
Inhalt:
Jude, JB, Willem und Malcolm: Vier New Yorker, die sich am College kennengelernt haben. Jude St. Francis, brillant und enigmatisch, ist die charismatische Figur im Zentrum der Gruppe – ein aufopfernd ...
Inhalt:
Jude, JB, Willem und Malcolm: Vier New Yorker, die sich am College kennengelernt haben. Jude St. Francis, brillant und enigmatisch, ist die charismatische Figur im Zentrum der Gruppe – ein aufopfernd liebender und zugleich innerlich zerbrochener Mensch. Immer tiefer werden die Freunde in Judes dunkle, schmerzhafte Welt hineingesogen, deren Ungeheuer nach und nach hervortreten. »Ein wenig Leben« ist ein rauschhaftes, mit kaum fasslicher Dringlichkeit erzähltes Epos über Trauma, menschliche Güte und Freundschaft als wahre Liebe.
Meine Gedanken:
Dieses Buch… wow. Es ist düster, es ist traurig, aber es hat hoffnungsvolle Momente und Momente voller Sonnenschein.
Jude ist ein gebrochener Mensch, der sich wertlos und unverstanden fühlt. Sein Leben ist eine Ansammlung von schrecklichen Erlebnissen, die seine Freunde erst nach und nach erfahren. Als Leser wird man immer tiefer in Judes Leben und Gedanken gezogen, bis man keine Chance mehr hat zu entkommen.
„Ich glaube, der Trick bei Freundschaften besteht darin, Menschen zu finden, die besser sind als man selbst – nicht klüger, nicht cooler, sondern liebenswürdiger und großzügiger und nachsichtiger -, und sie dann für das wertzuschätzen, was sie dir beibringen können, und ihnen zuzuhören, wenn sie dir etwas über dich sagen, ganz egal wie schlecht – oder gut – es ist, und ihnen zu vertrauen, was der schwierigste Teil ist. Aber auch der beste.“ (S. 284)
Ein Buch über Freundschaft und einen Mann, der versucht ein wenig zu leben. Immer wieder musste ich eine Pause beim Lesen einlegen und das Gelesene sacken lassen und verarbeiten.
Definitiv keine leichte Lektüre, aber ich bin so froh, dass ich mich getraut habe es zu lesen!