Cover-Bild Happy End gibt's nur im Film
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14,95
inkl. MwSt
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 400
  • Ersterscheinung: 22.12.2021
  • ISBN: 9783423740753
Holly Bourne

Happy End gibt's nur im Film

Coming-of-Age-Roman
Nina Frey (Übersetzer)

Wer braucht schon ein Happy End?!

Liebe ist was für Idioten. Das zumindest findet Audrey. Nach der Trennung ihrer Eltern muss sie allein mit ihrer frustrierten Mutter zurechtkommen. Deshalb nimmt sie einen Nebenjob im Kino an und trifft dort auf Harry. Der ist eigentlich der nächste Martin Scorsese, nur weiß das noch niemand. Während er auf seinen Durchbruch als Filmemacher wartet, verbringt er seine Zeit mit dem Aufsaugen von Popcorn, mit Flirten und mit Grasrauchen. Damit ist er ganz sicher nicht Audreys Traumtyp. Trotzdem verlieben sich die beiden Hals über Kopf ineinander. Audrey fühlt sich, als wäre sie in einem dieser Kitschfilme gelandet, die sie eigentlich so verabscheut. Aber ein Happy End gibt es eben nur im Film …

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.03.2022

Gibts das wirklich nur im Film?

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Holly Bournes Bücher sind mir schon des öfteren in Buchhandlungen ins Blickfeld geraten, allerdings hatte ich noch nie eines davon gelesen. Mich hat das Cover gleich neugierig gemacht, der Klappentext ...

Holly Bournes Bücher sind mir schon des öfteren in Buchhandlungen ins Blickfeld geraten, allerdings hatte ich noch nie eines davon gelesen. Mich hat das Cover gleich neugierig gemacht, der Klappentext war interessant und ansprechend.
Zuerst einmal zum Schreibstil – der gefiel mir nämlich wirklich sehr und passte meiner Meinung nach perfekt zur Protagonistin. Modern und der Altersgruppe entsprechend, aber nicht zu flapsig. Es war angenehm zu lesen und als ich dann mal nach einem etwas holprigen Start in der Geschichte drin war, las es sich echt schnell und fluffig.
Die Prota Audrey fand ich sehr vielschichtig und ich fand es toll, dass sie so eine Entwicklung durch macht. Sie wirkt zu Beginn resigniert und müde und im Verlauf der Story gewinnt sie in Stärke und Durchsetzungsvermögen, sagt einfach auch mal ihre Meinung oder ganz simpel NEIN. Das find ich wirklich stark und hat auch die Geschichte ausgemacht. 
Zu Beginn gefiel mir auch Harry gut, aber jetzt nicht nur was das Ende betrifft, sondern auch ab einem gewissen Punkt fand ich ihn nicht mehr so unglaublich toll. Die einzige Sache, die ihn aus seinem Alltag und seinem Hamsterrad der falschen Freunde heraus reisst, ist der Zombiefilm. Wirklich auf Audrey lässt er sich nämlich nicht ein – eine wirkliche Entwicklung findet hier überhaupt nicht statt. Er tritt auf der Stelle, während Audrey vorwärts geht.
Spoiler – Ich bin ja eigentlich ein Happy End Fan, daher war ich zuerst ein bisschen baff, als ich das Ende las, aber es ist halt eine andere Art von Happy End und schlussendlich gefiel es mir dann doch noch.
Was zu dem einen Punkt Abzug führe? Zum einen Harry als Figur und zum anderen der Punkt, dass die Prota selbst sagt, dass sie es doof findet, wenn in Filmen einfach nur das Happy End gezeigt wird, und nicht was danach passiert. Hier ist es aber genau das gleiche – die offenen Fragen sind massig vorhanden und das fand ich schade. Als Leserin hätte ich gerne gewusst wie es bei Audrey weitergeht – schulisch, die Beziehungen zu den Eltern… 
Eine tolle Coming of Age Geschichte, der aber noch was gefehlt hatte.

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Veröffentlicht am 06.02.2022

Happy End gibt's nur im Film - Holly Bourne

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Wer braucht schon ein Happy End?!
Liebe ist was für Idioten. Das zumindest findet Audrey. Nach der Trennung ihrer Eltern muss sie allein mit ihrer frustrierten Mutter zurechtkommen. Deshalb nimmt sie einen ...

Wer braucht schon ein Happy End?!
Liebe ist was für Idioten. Das zumindest findet Audrey. Nach der Trennung ihrer Eltern muss sie allein mit ihrer frustrierten Mutter zurechtkommen. Deshalb nimmt sie einen Nebenjob im Kino an und trifft dort auf Harry. Der ist eigentlich der nächste Martin Scorsese, nur weiß das noch niemand. Während er auf seinen Durchbruch als Filmemacher wartet, verbringt er seine Zeit mit dem Aufsaugen von Popcorn, mit Flirten und mit Grasrauchen. Damit ist er ganz sicher nicht Audreys Traumtyp. Trotzdem verlieben sich die beiden Hals über Kopf ineinander. Audrey fühlt sich, als wäre sie in einem dieser Kitschfilme gelandet, die sie eigentlich so verabscheut. Aber ein Happy End gibt es eben nur im Film …
(Klappentext)


Holly Bourne habe ich durch ihre "Spinster Girls"-Reihe für mich entdeckt und mich auf diese Neuerscheinung von ihr sehr gefreut.
Den Einstieg, mit dem Beginn von Audreys neuen Nebenjob in einem Kino, mochte ich echt gerne. Audrey muss sich um Snacks, Eintrittskarten und den Müll in den zwei Kinosälen kümmern. Auch Harry, der vorhat Regisseur zu werden, arbeitet dort. Mit seiner charmanten Art und seinen Flirts fasziniert er Audrey, aber gleichzeitig hat sie von Beziehungen und der Liebe erstmal genug.
Schuld daran ist Milo und die Trennung ihr Eltern, ihre Mutter zerbricht daran, dass er sich eine neue Familie gesucht hat. Audrey fällt es schwer damit umzugehen und fängt an so wenig Zeit wie möglich zu Hause zu verbringen. Langsam entwickelt sie eine immer größer werdende Wut auf ihren Vater.
Seit dem hat Audrey eine große Abneigung gegen Liebesfilme und findet sich vermitteln ein unrealistisches Bild. Im Buch erläutert Audrey genau wieso und welche (Handlungs-)Elemente sie stören.
Zitat : "Gott, ich war so ein peinliches Klischee. Ein Typ mag mich und mir passt es nicht. Und dann lässt er das mit dem Mich-Mögen, und was passiert ? Ich will, dass er es rückgängig macht ?"
Trotz allem schafft es Harry einen Weg ihr Herz, obwohl sie sogar vor ihm gewarnt wird. Die beiden verbindet die Liebe und Leidenschaft für Filme, Audrey hat durch das Schultheater die Schauspielerei für sich entdeckt, und er überredet sie bei seinem Horror-Film mitzuspielen.
Mir hat es richtig gut gefallen, wie Audreys Charakter und die Entwicklung ein großen Teil des Buches ausmachen. Nach dem Beziehungsende mit Milo wurde Audrey zu einer anderen Person, hat sich negativ von sich selbst entfernt. Besonders mit Blick auf das Ende und die Botschaft, die vermittelt wurde.
Zitat : "Gedanken wie Vielleicht wäre er bei dir ja anders. Gedanken wie Vielleicht bist du ja das Mädchen, für das er sich verändert. Gedanken, die sich genau mit dem deckten, wovon ich mich so dringend abkehren wollte, weil es sie im wahren Leben einfach nicht gab."
Mit Harry bin ich nur irgendwie nicht so richtig warm geworden. Einerseits war es nachvollziehbar, warum Audrey anfängt ihn zu mögen, andererseits war ich von ihm nicht wirklich begeistert.
Insgesamt hat das Buch eine gelungene Handlung, die Kino- und Film-Thematik fand ich super umgesetzt, die Geschichte war schön leicht und gleichzeitig tiefgründig erzählt.

Fazit :
Richtig gut gemachtes Contemporary-Jugendbuch, tolle Film- und Kinothematik und eine überzeugende Charakterentwicklung von Audrey.

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Veröffentlicht am 27.01.2022

Eine scheinbar süße Geschichte mit Tiefgang und mal ganz anderen Charakteren.

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Inhalt:
Das Leben ist nun mal nicht wie im Film und ein Happy End gibt es nicht. Audrey übernimmt einen Nebenjob im Kino, wo sie auf Harry trifft. Neben dem Popcorn aufsammeln, lernen sich beide näher ...

Inhalt:
Das Leben ist nun mal nicht wie im Film und ein Happy End gibt es nicht. Audrey übernimmt einen Nebenjob im Kino, wo sie auf Harry trifft. Neben dem Popcorn aufsammeln, lernen sich beide näher kennen. Doch plötzlich ändert sich etwas und Audrey merkt, dass es ein Happy End nur im Film gibt…

Meinung:
Auf das Buch habe ich mich schon lange gefreut, denn ich kannte es bereits aus der englischsprachigen Buchbubble.
Doch so lieb und süß, wie das Cover aussieht, der Inhalt ist genau das Gegenteil. Das Buch hat dunkle und reale Seiten und zeigt auf ehrliche Weise, dass das Leben nicht wie im klischeehaften Film ist. Die Storyline und Idee hinter der Geschichte haben mir sehr gut gefallen. Und obwohl mir alles andere auch sehr gut gefallen hat, habe ich bei den Protagonisten Kritikpunkte. Ich konnte keine Verbindung zu ihnen herstellen, da ich mich nicht mit den Charakteren identifizieren konnte. Aber das ist ein persönliches Problem, das ich beim Lesen hatte, sodass es wahrscheinlich anderen Lesern anders geht. Denn an sich waren die Charaktere sehr realistisch und nicht die typischen Stereotypen, aber ich glaube, entweder man mag sie oder nicht.
Aber damit möchte ich das Buch gar nicht schlecht reden, denn schlussendlich hat mich das Buch begeistert und mir tolle Lesestunden beschert.

Fazit
Eine scheinbar süße Geschichte mit Tiefgang und mal ganz anderen Charakteren.
4/5

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Veröffentlicht am 09.01.2022

Liebe schlägt Mathematik.

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„Tee?“
„Tja, es ist ein Uhr durch, aber hier wars dezent dramatisch und wir befinden uns in England. Also her mit dem Tee.“
Seite 286

Audrey hält nicht so viel von der Liebe. Ihre Mutter macht eine schlimme ...

„Tee?“
„Tja, es ist ein Uhr durch, aber hier wars dezent dramatisch und wir befinden uns in England. Also her mit dem Tee.“
Seite 286

Audrey hält nicht so viel von der Liebe. Ihre Mutter macht eine schlimme Scheidung durch und auch ihr Herz ist frisch gebrochen. Bei ihrem neuen Nebenjob im angesagtesten Kino der Stadt trifft sie auf Harry, der dort seine Zeit absitzt, bis er endlich als Filmemacher durchstartet. Bis dahin saugt er Popcorn auf, flirtet mit Kunden und raucht viel zu viel Gras. Also nichts für Audrey oder? Doch auch, wenn sie Liebe doof findet – verlieben geht manchmal so schrecklich schnell ... Aber ein Happy End gibt es eben nur im Film …

Liebe schlägt Mathematik.
Seite 106

Ich mochte das Buchcover von Anfang an, es paar gut zu Holly Bourne und ihren anderen Büchern und nach Lesen des Buches kann ich sagen, es passt absolut perfekt zu der Geschichte ♥
Der Einstieg ist schnell gefunden Audrey ist trotz ihren jungen Jahren total auf sich gestellt, denn ihre Mutter ist ein nervliches Wrack seit ihrer Scheidung. Ihr Bruder ist an der Uni und nicht wirklich eine Hilfe. Doch Audrey hat gerade eine schlimme Trennung hinter sich und bräuchte dringend Unterstützung.

In dem Buch geht es um viel Chaos und persönliches Abgründe, Dramen und schlimmen Alltag. Für mich persönlich war es zwischenzeitlich etwas bedrückend, aber das liegt gerade an mir denke ich. Es ist kein einfaches Buch und nichts für mal eben. Und es ist von Vorteil Zombies zu mögen, sehr vorn Vorteil sogar.

Ich lächelte Ma zu, weil lächeln manchmal die einzige Methode ist, nicht in Tränen auszubrechen.
Seite 11
Der Schreibstill ist schonungslos und offen, genauso die Themen und Probleme, die die Autorin anfasst. Es könnte direkt aus jemandes Alltag gerissen sein. Ich mochte den Plot sehr gerne und den Verlauf der Geschichte – und das Ende! Sehr sogar. Audrey wächst sehr, hat aber auch Schwächen und ich konnte sie wirklich sehr gut verstehen. Harry und seine Leute mochte ich leider nicht so sehr. Auch der religiöse Teil hat mir als Christ leider nicht gefallen. Ein bisschen mehr Vielseitigkeit wäre hier schön vergessen

Ich habe die Parts vor den Kapitel geliebt, die Ausschnitte aus ihrer Hausarbeit. So herrlich viel Sarkasmus und Ehrlichkeit – und es stimmt einfach was sie sagt! Ich liebe es, dass Holly Bourne immer wieder solche Dinge ausspricht, die eigentlich jeder schon mal gedacht hat, aber die man irgendwie nicht sagt.

„Ich möchte aufrichtig, ganz ehrlich ein Happy End mit dir haben. Bitte.“
Seite 312


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