Cover-Bild Beklaute Frauen
(23)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
22,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Penguin
  • Themenbereich: Geschichte und Archäologie - Geschichte
  • Genre: Sachbücher / Politik, Gesellschaft & Wirtschaft
  • Seitenzahl: 416
  • Ersterscheinung: 28.02.2024
  • ISBN: 9783328603238
Leonie Schöler

Beklaute Frauen

Denkerinnen, Forscherinnen, Pionierinnen: Die unsichtbaren Heldinnen der Geschichte - DER SPIEGEL- & BOOKTOK-BESTSELLER
Ausgezeichnet mit dem Bayern 2-Publikumspreis des Bayrischen Buchpreises 2024: Wie Frauen Geschichte schrieben – und Männer dafür den Ruhm bekamen

Muse, Sekretärin, Ehefrau – es gibt viele Bezeichnungen für Frauen, deren Einfluss aus der Geschichte radiert wurde. Für deren Leistungen Männer die Auszeichnungen und den Beifall bekamen: Wissenschaftlerinnen, deren Errungenschaften, im Gegensatz zu denen ihrer männlichen Kollegen, nicht anerkannt wurden. Autorinnen, die sich hinter männlichen Pseudonymen versteckten. Oder Künstlerinnen, die im Schatten ihrer Ehemänner in Vergessenheit geraten sind. Lebendig und unterhaltsam erzählt die Historikerin Leonie Schöler ihre Geschichten, sie zeigt, wer die Frauen sind, die unsere Gesellschaft bis heute wirklich vorangebracht haben. Und sie verdeutlicht, wie wichtig die Diskussion um Teilhabe und Sichtbarkeit ist. Dabei wird klar: Hinter jedem erfolgreichen Mann steht ein System, das ihn bestärkt; vor allen anderen steht ein System, das sie aufhält.

Mit zahlreichen Abbildungen und Infokästen

Weitere Formate

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.01.2025

Ein wichtiges Buch

0

Was ist der "Matilda Effekt" und warum hat Rosalind Franklin keinen Nobelpreis? Wieso wissen wir so wenig über Frauen im bewaffneten Widerstand und was hat das mit patriachalen Strukturen zu tun? Wieso ...

Was ist der "Matilda Effekt" und warum hat Rosalind Franklin keinen Nobelpreis? Wieso wissen wir so wenig über Frauen im bewaffneten Widerstand und was hat das mit patriachalen Strukturen zu tun? Wieso beging die erste Frau mit Doktortitel in Chemie, Clara Immerwahr aus Protest gegen die Rolle ihres Mannes in der Entwicklung von Giftgas Suizid? Was hat all das mit unserem Leben heute zu tun und vor allem... wieso kennen wir all diese Frauen nicht?

Wieso stehen sie nicht in den Geschichtsbüchern, wieso lernen wir nichts in der Schule über sie und wäre es nicht an der Zeit endlich die Diversität der Welt zu sehen und anzuerkennen?

Würden wir nicht alle von neuen "Role models" profitieren mit denen wir uns identifizieren können anstatt durch "othering" also das gezielte darstellen von andersartigkeiten als Problem immer wieder Ungleichheiten und Unterdrückungsmechanismen zu reproduzieren und zu stärken?

Diesen Fragen und noch vielen anderen mehr widmet sich die Historikern, Journalistin und Moderatorin Leonie Schöler in diesem interessanten und großartig recherchierten Buch. Es war wirklich ungemein informativ allerdings musste ich während dem Lesen immer wieder mal kurze Pausen einlegen.

Dies war aber auf keinen Fall dem sehr flüssigen Schreibstil Schölers geschuldet sondern meiner beim Lesen immer wieder aufkommenden Wut und Frustration angesichts der strukturellen Ungerechtigkeiten die die Autorin in ihrem Buch aufzeigt und auch dem Drang bestimmte Persönlichkeiten die im Buch vorkommen in Suchmaschinen einzugeben um herauszufinden was das Internet so über sie ausspuckt.

Man fragt sich wieso nicht längst alle Geschichtsbücher komplett überarbeitet wurden und bekommt gleichzeitig die Antwort die man befürchtet und mit der man gleichzeitig rechnet... strukturelles totschweigen, mathilda Effekt (die systematische Verdrängung und Leugnung des Beitrags von Frauen in der Wissenschaft, deren Arbeit häufig ihren männlichen Kollegen zugerechnet wird) und tief verwurzelter Sexismus und misogynie die von Karl Marx und Siegmund Freud bis heute immer wieder die Geschichte durchdringt sieht man als Antrieb eines Systems das von Ungleichheit profitiert.

Tolles Buch

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.01.2025

Informativ und wichtig

0

Schon lange wollte ich ein Buch über die historischen Errungenschaften der Frauen lesen, da man immer mal wieder durch Hörensagen mitbekommt, dass die ein oder andere Sache vielleicht gar nicht dem Mann ...

Schon lange wollte ich ein Buch über die historischen Errungenschaften der Frauen lesen, da man immer mal wieder durch Hörensagen mitbekommt, dass die ein oder andere Sache vielleicht gar nicht dem Mann zuzuschreiben ist, dem sie immer zugeschrieben wurde.

Beklaute Frauen von Leonie Schöler war ein guter Einstieg in dieses Thema und wird auch nicht das letzte bleiben, das ich in diese Richtung lese.


Dieses Buch bezieht sich nicht nur auf konkrete Frauen, sondern vor allem auch auf das gesamte System, das dafür gesorgt hat, dass die Errungenschaften von Frauen aktiv verdrängt wurden und zeigt auf, wie dieses System sich auch heute noch äußert. Die Geschichten verschiedenster Frauen werden hier als Beispiel genommen, um diese strukturierte Unterdrückung zu verdeutlichen.

Viele der Frauen waren mir persönlich noch gar nicht bekannt, was ja das beste Beispiel dafür ist, dass die Verdrängung dieser Frauen aus der Geschichte funktioniert hat. Ich fand es unfassbar interessant, mehr über ihr Leben und Wirken zu erfahren, über die Herausforderungen, denen sie sich stellen mussten und die tragischen Schicksale, die sie teilweise ereilt haben.

Das zeigt einem nochmal so richtig, wie dankbar ich als weibliche MINT-Studentin und Künstlerin sein kann und vor allem: wem ich dafür zu danken habe.

Denn auch wenn aktiv versucht wurde, ihre Errungenschaften auszuradieren oder sie einfach Männern zuzuschreiben: alle diese Frauen und noch viel mehr sind der Grund dafür, wieso wir es heute schon ein ganzes Stück besser haben.


Was mir besonders gut gefallen hat, ist die thematische Vielfalt. Es geht hier nicht nur um wissenschaftliche Errungenschaften, sondern auch um Frauen im Militär, um Künstlerinnen, Autorinnen und Sportlerinnen. In vielen dieser Bereiche habe ich durch dieses Buch auch neues erfahren und war über den ein oder anderen Fakt doch sehr erstaunt, zum Beispiel, woher eigentlich die Geschlechtertrennung im Sport kommt.


Genau aus dem Grund und auch, weil alles hier so interessant und gut ausgearbeitet wurde, würde ich dieses Buch nicht nur grundsätzlich feministischen Personen und Frauen empfehlen, sondern einfach jedem. Es zeigt, wie wichtig die Thematik bis heute noch ist und das viele dieser Probleme auch heute noch bestehen. Es betont die Wichtigkeit von Frauen- & Diversitätsquoten, die technischen Herausforderungen die sich durch männlich-geprägte Algorithmen ergeben und viele weitere Aspekte, die nicht nur der Vergangenheit angehören

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.01.2025

Emotionen. Unverständnis. Veränderung.

0

Wow, ein tolles Buch. Die Sprecherin passt wunderbar und ich konnte ihr sehr gut zuhören. Sie hat eine gute Mischung der Stimmlage gefunden.

Es ist wirklich bemerkenswert, wie viel Unausgesprochenes ...

Wow, ein tolles Buch. Die Sprecherin passt wunderbar und ich konnte ihr sehr gut zuhören. Sie hat eine gute Mischung der Stimmlage gefunden.

Es ist wirklich bemerkenswert, wie viel Unausgesprochenes im Verborgenen bleibt. Viele Geschichten, die mich zwar nicht schockiert, aber sehr erstaunt und manchmal auch wütend gemacht haben. Es geht wirklich einmal komplett durch die Zeit. Die Autorin spricht neben den Frauen auch andere Probleme an, mit denen andere Gruppen von Menschen in der heutigen Welt zu kämpfen haben. Die Autorin erzählt Geschichten aus der Vergangenheit und nimmt gleichzeitig Bezug auf die Gegenwart, wodurch die auch heute noch bestehenden Probleme deutlich werden. Es handelt sich auch nicht um eine bloße Aneinanderreihung von Einzelbiographien, sondern um einen fließenden Übergang und eine Verknüpfung der Schicksale mit der heutigen Zeit. Auch gibt die Autorin immer wieder einen Ausblick darauf, dass die vermeintlichen Einzelschicksale keine sind, sondern der Mehrheit entsprechen.

Ich finde ihren Schreibstil sehr verständlich. Mir gefällt ihre manchmal "provokante" Art. Es ist an der Zeit, die Probleme, das Unausgesprochene deutlich zu machen und sich nicht mehr kleinlaut zu äußern. Das physische Buch ist zusätzlich mit Literatur- und Quellenangaben versehen.

Ich kann das Buch oder das Hörbuch wirklich jedem und jeder empfehlen! Es ist keine leichte Lektüre und ich habe etwas länger zum Zuhören gebraucht, aber es hat sich für mich sehr gelohnt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 01.11.2024

Unsichtbare Heldinnen der Geschichte ans Licht gebracht

0

In ihrem Buch „Beklaute Frauen“ schreibt Leonie Schöler über unsichtbare Heldinnen der Geschichte in verschiedensten Bereichen. Dabei bezieht sie gelegentlich auch andere benachteiligte Personengruppen ...

In ihrem Buch „Beklaute Frauen“ schreibt Leonie Schöler über unsichtbare Heldinnen der Geschichte in verschiedensten Bereichen. Dabei bezieht sie gelegentlich auch andere benachteiligte Personengruppen mit ein. Sie hat mich mit ihrer Darstellung der Fakten beeindruckt. Ich mochte ihren Schreibstil, der flüssig lesbar ist. Sie versteht es, am Beginn der Kapitel Einleitungen zu schreiben, die mich neugierig machten und schafft dadurch eine fast spielerische Wissensvermittlung. Natürlich hatte ich bereits gelegentlich von benachteiligten Frauen in unserer Geschichte gelesen, aber die ausgewählten Beispiele im Buch ließen mich immer wieder staunen.

Auf über vierzig Seiten finden sich im Anhang Anmerkungen mit Belegen zu den Beschreibungen der Geschehnisse. Leonie Schöler wählt Frauen der Geschichte aus, die berühmte Ehemänner, Väter oder Kollegen haben. Die Einstellungen dieser prominenten Männer zu Frauen stimmte mich nachdenklich. Es sind Wissenschaftlerinnen, Künstlerinnen und Kämpferinnen, die im Schatten von Männern standen, die wie selbstverständlich für ihre eigenen Leistungen Ruhm und Ehre erwarteten. Die Auswahl konnte nur beispielhaft erfolgen, denn die Liste der beklauten Frauen in der Geschichte der letzten 200 Jahre, auf der die Betrachtungen im Buch fokussieren, würde den Rahmen des Buchs sprengen. Im letzten Kapitel beschreibt die Autorin, dass Künstliche Intelligenzen geschlechtsspezifische Vorurteile haben. Das Problem ist bekannt, aber bei der Entwicklung gegen diesen Trend hapert es immer noch. Ich empfehle die faszinierende Lektüre uneingeschränkt weiter.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.09.2024

»Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine starke Frau.«

0

»Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine starke Frau.«

Ein jeder kennt diesen Satz, doch dieses Buch macht deutlich, dass auf ihm eine ganz andere Bedeutung lastet, die, anders als bisher angenommen, ...

»Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine starke Frau.«

Ein jeder kennt diesen Satz, doch dieses Buch macht deutlich, dass auf ihm eine ganz andere Bedeutung lastet, die, anders als bisher angenommen, tiefer geht.
„Beklaute Frauen“ ist eines jener Bücher, von denen man sich wünscht, dass jeder, wahrhaftig jeder es liest.

Wie viele Männer gibt es, die für unterschiedliche Leistungen bis heute dafür geschätzt und geehrt werden, während sie selbst dafür gar nicht oder nur teils verantwortlich waren?
Diese Einstellung hat sich bis heute gehalten, schließlich denken wir bei berühmten historischen Persönlichkeiten fast ausschließlich an Männer. Gleiches gilt für bedeutende Schriftsteller des Bildungskanons. 
Die Liste wäre ewig weiterzuführen, doch Leonie Schöler zählt keine Beispiele auf, sondern schaut genau hin, hinterfragt deren wirkliche Leistungen und schildert bisher kaum erzählte Schicksale von Betrug, Diebstahl und Machtmissbrauch, jeweils zum Leidwesen der Frauen.
Dabei gibt die Autorin immer wieder spannende Exkurse und geht beispielsweise auf die kritisch zu hinterfragende patriarchale Institution der Ehe, das Wahlrecht oder den Nobelpreis ein.

Wir alle sollten endlich den Geschichten dieser vielen großartigen Frauen zuhören und sie selbst weiterhin in die Welt tragen. Immerhin verdanken wir ihnen, auch wenn sie dafür kaum bis keine Anerkennung bekommen haben, unendlich viel. 
Es ist Zeit, dass beklaute Frauen immerhin nachträglich den Ruhm bekommen, der ihnen seit jeher auch wirklich zusteht und dessen sie von Männern beraubt wurden.
Dieses Buch bietet einen Anfang, auch wenn es unergründlich bleibt, wie viele weitere Frauen – sicherlich sind die geschilderten Schicksale nur die Spitze des Eisbergs – um ihre Leistungen gebracht wurden. 

Doch, wer denkt, dass alle diese exemplarisch geschilderten Beispiele der Vergangenheit angehören und wir jetzt in anderen Zeiten leben, in denen so etwas nicht mehr möglich ist, irrt sich gewaltig.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere