Cover-Bild The Ivy Years – Bevor wir fallen
Band 1 der Reihe "Ivy-Years-Reihe"
(205)
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12,90
inkl. MwSt
  • Verlag: LYX
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: allgemein und literarisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 320
  • Ersterscheinung: 29.03.2018
  • ISBN: 9783736307865
  • Empfohlenes Alter: ab 16 Jahren
Sarina Bowen

The Ivy Years – Bevor wir fallen

Ralf Schmitz (Übersetzer)

Die Liebe kann dich heilen ... aber auch zerstören.

Wegen eines schweren Sportunfalls muss Corey Callahan das College im Rollstuhl beginnen. In ihrem Wohnheim trifft sie Adam Hartley, einen charismatischen Eishockeyspieler, der sich das Bein gebrochen hat und wegen seiner Krücken im benachbarten barrierefreien Zimmer untergebracht wurde. Ein Glücksfall, denn Adam behandelt sie als Einziger ganz normal. Corey entwickelt schnell Gefühle für Adam, die über enge Freundschaft weit hinausgehen - aber Adam hat eine wunderhübsche Freundin und gegen die hat Corey in ihrem Rollstuhl doch sowieso keine Chance ...

"Ich liebe Sarina Bowens Geschichten. Ich werde alles von ihr lesen!" Colleen Hoover, Spiegel-Bestseller-Autorin

Band 1 der Ivy-Years -Reihe von USA-Today -Bestseller-Autorin Sarina Bowen


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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.05.2018

Leider nur ein durchschnittlicher Young Adult, der sich nicht von der breiten Masse abhebt.

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Corey Callahan war eine begeisterte Eishockeyspielerin, bis ein Unfall und dessen Folgen, ihr Leben von einem auf den anderen Tag dramatisch veränderten. Corey hat seitdem mit Lähmungen zu kämpfen, kann ...

Corey Callahan war eine begeisterte Eishockeyspielerin, bis ein Unfall und dessen Folgen, ihr Leben von einem auf den anderen Tag dramatisch veränderten. Corey hat seitdem mit Lähmungen zu kämpfen, kann sich nur zeitweilig auf Krücken fortbewegen; ist daher die meiste Zeit auf einen Rollstuhl angewiesen. Sie ist die übertriebene Fürsorge ihrer Familie dermaßen leid, dass sie beschließt, sich nicht von ihrem ursprünglichen Plan, aufs College zu gehen, abhalten zu lassen. In Connecticut, dort, wo auch ihr älterer Bruder untergekommen ist, bezieht sie eine kleine Wohnung, die sie sich mit Dana teilt, mit der sich Corey schon bald anfreundet.

Und gleich nebenan bezieht der attraktive Eishockeyspieler Adam Hartley ein Zimmer, der ebenfalls körperlich gehandicapt ist, allerdings nur vorübergehend. Ein Unfall hat ihm ein Gipsbein und starke Schmerzen eingebracht. Corey und Adam freunden sich an, bilden eine Art Leidensgemeinschaft, doch insgeheim hat sich Corey bereits Hals über Kopf in Adam verliebt. Sie befürchtet, dass es dabei bleiben wird, denn Adam hat eine attraktive Freundin, die allerdings im Moment im Ausland weilt. Außerdem glaubt Corey, aufgrund ihrer Behinderung, dass sie womöglich nicht mehr zur geschlechtlichen Liebe fähig sein könnte. Adam will Corey helfen, doch ist es mehr als nur Anteilnahme und Freundschaft, die er für sie empfindet?

Zwar habe ich in den vergangenen Jahren schon einige Young und New Adult Romances gelesen, doch war bislang noch nichts der Autorin Sarina Bowen dabei, von der ich im Vorfeld schon viel Gutes gehört hatte. Neugierig geworden, habe ich mich nun dem ersten Teil ihrer neuen „The Ivy Years“Reihe gewidmet. Um es vorweg zu nehmen. Die Autorin hat einen sehr eingängigen Schreibstil, die Dialoge ihrer Romanfiguren wirken locker leicht und lässig, also sehr lebensecht und dazu hat sie hier eine interessante Ausgangssituation für das Heldenpaar geschaffen. Warum also nur drei von fünf Punkten?
Meine Krux ist es vermutlich, dass ich einfach schon zu viele Romances dieses Genres gelesen habe und Sarina Bowen hier leider nichts Neues anbietet. Das ist im Grunde genommen auch gar nicht tragisch, wäre sie nicht beim Schreiben so sehr auf Nummer Sicher gegangen- etwa, wenn es um Coreys Behinderung geht. Die Autorin reißt Unangenehmes lediglich unterschwellig an, lässt Corey so gar nicht großartig mit ihrem Schicksal hadern, was nach der kurzen Verarbeitungszeit eigentlich nur logisch gewesen wäre und hat ihrer Heldin praktischerweise dann stattdessen eine Behinderung auf den Leib geschrieben, die es der Heldin dennoch ermöglicht, gewisse Schwierigkeiten ohne Probleme zu lösen. In manchen Romanpassagen wirkt es eher so, als wäre Adam schwerer gehandicapt, als Corey, was ja eigentlich nicht Sinn der Sache sein sollte. Dazu fand ich den Einfall mit dem geschenkten Vibrator, dermaßen plump und zum Fremdschämen, dass ich ehrlich gesagt keine Worte dafür finden konnte. Okay, wenn sich Corey und Adam bereits länger gekannt hätten, dann vielleicht, aber so, wirkte Adams Idee mehr als deplatziert.
Schade fand ich es zudem, dass dem Heldenpaar keinerlei Ecken und Kanten auf den Leib geschrieben wurden. Dazu lief vieles so glatt und rund ab; ich brauche zwar kein großes Drama, doch zumindest hätte ich mir mehr Emotionen gewünscht und vor allem, dass die Autorin auf Coreys Behinderung auf andere Art und Weise eingegangen wäre- also auch mal emotionale Tiefs Erwähnung gefunden hätten in diese Story. Da das aber leider nicht der Fall war, liest sich „Bevor wir fallen“, halt nur wie ein stereotypischer Young Adult Roman, der sich leider in keiner Weise abhebt, von den üblichen Verdächtigen dieses Genres.
Wer sich für Romances mit ähnlicher Thematik interessiert, sich aber mehr Tiefgang dabei erhofft, sollte unbedingt mal in „Pinguine lieben nur einmal“, von Kyra Groh oder Romane von Petra Hülsmann, hineinlesen.

Kurz gefasst: Leider nur ein durchschnittlicher Young Adult, der sich nicht von der breiten Masse abhebt.


Veröffentlicht am 25.04.2018

Tolles Thema - leider mit Mängeln umgesetzt

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Vor dem Lesen:

Diese Geschichte handelt von Corey Callahan und Adam Hartley. Beide sind Eishockeyspieler, allerdings zu Beginn der Geschichte keine aktiven. Adam hat sich ein Bein gebrochen und muss deshalb ...

Vor dem Lesen:

Diese Geschichte handelt von Corey Callahan und Adam Hartley. Beide sind Eishockeyspieler, allerdings zu Beginn der Geschichte keine aktiven. Adam hat sich ein Bein gebrochen und muss deshalb aussetzen, Corey kann nach einem Unfall ihre Beine nicht mehr bewegen und verbringt die meiste Zeit im Rollstuhl. Diese Umstände sorgen allerdings dafür, dass die beiden sich überhaupt erst kennenlernen, denn dadurch bekommen sie am College die behindertengerechten Zimmer zugewiesen und werden so erst Nachbarn und schließlich Freunde. Für Corey ist ziemlich schnell klar, dass sie mehr sein will, als eine Freundin von Adam, doch wer findet schon ein Mädchen im Rollstuhl attraktiv, wenn er auch eine Freundin wie Stacia haben kann, die nicht nur gut aussieht, sondern auch noch aus einer reichen Familie stammt und vor allem gesund ist?

Zentrales Thema ist hier die aus ihrem Unfall stammende Behinderung von Corey. Ihr ganzes Leben hat sich um Eishockey gedreht, ihr älterer Bruder ist ebenfalls Eishockeyspieler, und ihr Vater ist Trainer. Seit dem Unfall bleiben für Corey nur noch der Rollstuhl und ihre Beinschienen. Natürlich hat Corey damit mächtig zu kämpfen, plötzlich ist sie anders als die anderen und einfache Treppen werden schon zu unüberwindbare Hindernissen. Coreys Verzweiflung über ihre Unbeweglichkeit und die damit aufkommende Überfürsorge der Eltern war leicht vorstellbar. Ich konnte absolut nachempfinden, weshalb Corey die Flucht auf das College wagt, um ihren Eltern zu entkommen.

Corey als Hauptcharakter mochte ich. Sie macht sich ständig Sorgen wegen ihrer Behinderung und was die anderen davon denken könnten und ob sie nicht stört. Das fand ich ziemlich gut getroffen, als Leser war es leicht, all ihre Ängste und Sorgen zu verstehen und nachzuempfinden. Corey stellt irgendwann fest, dass sie ihre Beweglichkeit gar nicht zu schätzen wusste, bevor sie den Unfall hatte und ich denke, so geht es uns allen. Erst ab dem Moment, in dem wir nicht mehr gesund sind und uns nicht mehr wie immer bewegen können, merken wir, wie viel Glück wir hatten.

Adam als zweiter Hauptcharakter (die Geschichte wird auch aus seiner Perspektive erzählt) hat mich wenig berührt. Er war wie ein netter Junge, der gut aussieht, gerne Eishockey spielt und bei dem es das ein oder andere Problem zu Hause gibt – also absolut austauschbar. Egal in welche Konflikte er geriet, nie konnte er mich in seinen Bann ziehen.

Obwohl die Geschichte bemüht ist, Coreys Problematik ausführlich darzustellen, konnte sie mich letztendlich nicht ganz überzeugen. Stellenweise blieben mir die Probleme und Coreys oder Adams Empfindungen zu oberflächlich, um mich zu berühren und mitzureißen. Es gab immer wieder Szenen, die komplizierter hätten sein müssen für Corey, mehr Menschen, die aus Unsicherheit dumm reagieren, mehr Stellen, in denen Corey ausgeschlossen gewesen wäre. Auch, dass Adam so gar kein Problem mit ihrer Behinderung hatte, fand ich, war zu schön um wahr zu sein. Er hatte überhaupt keine Berührungsängste und das kommt eher bei Menschen vor, die Erfahrungen mit behinderten Menschen haben. Zudem fand ich, dass Corey einfach von jetzt auf gleich in Adam verliebt war, es gab keinen Prozess, den man als Leser mitfühlen konnte. Es war, als würde sie sich in ihn verlieben und umgekehrt, weil es ihre Aufgabe war, als Hauptcharaktere eines Liebesromans. Und Corey hatte überhaupt keine Skrupel, dass sie, um ihre Wünsche Wirklichkeit werden zu lassen, einem anderen Mädchen den Freund ausspannt. Als wäre es vollkommen in Ordnung, weil Stacia eine gemeine Zicke war und es damit verdient hatte.

Um es kurz zu sagen: Die Idee hinter der Geschichte fand ich super, die Umsetzung hat mich allerdings nicht völlig zufrieden stellen können.

Am Cover ist nichts auszusetzen, es ist wirklich wunderschön und sieht toll aus im Bücherregal. Der Titel ist im Original (The Year we Fell Down) besser gewählt, wie ich finde, und passt eher zum Inhalt.

Fazit: The Ivy Years - bevor wir fallen basiert auf einer tollen, tiefsinnigen Idee, einem Thema, das ruhig öfters in Romanen vorkommen könnte, leider hat die Umsetzung ein paar Mängel für mich. Leseempfehlung: Trotzdem ja.

Nach dem Lesen – Spoiler:


Es gibt diese Szene in der Corey mit den anderen Spielern aus der Gummireifen-Wasserpolo-Gruppe auf eine Party geht. Um die Treppen zu überwinden, wird der Rollstuhl stehen gelassen und man trägt sie hoch zum Ort des Geschehens. Dann wird ihr reichlich Bier gereicht, dass sie das aber auch wieder wegbringen muss, daran denkt keiner. Corey ist gewissermaßen gestrandet und jede Möglichkeit, aus dieser Situation zu entfliehen, ist mehr als peinlich. Diese Situation trifft das Dilemma eines körperlich Behinderten auf den Punkt. Die Leute können sich nicht in sie hineinversetzen, verstehen nicht, das völlig normale Alltagssituation zu richtige Problemen werden können, wenn man sich nicht, wie alle anderen, selbstständig bewegen kann. Ihnen fehlt der Blick für mögliche Komplikationen, weil sie sie selbst nie beachten müssen. Hier hat die Autorin wirklich gut dargestellt, was es heißt, auf fremde Hilfe angewiesen zu sein. Für mich eine der besten Stellen im Buch.

Die Szene, in der Adam und Corey miteinander schlafen. Ihre Behinderung und die damit verbundenen Unbeweglichkeit ist gar kein Thema, hätte es aber sein müssen, damit die Geschichte rund ist, schließlich lässt sich eine Behinderung im wahren Leben auch nicht ausklammern, wenn sie ungünstig ist.

Der „verrückteste Abend“ – Konnte ich nicht nachvollziehen, trotz aller Erklärungsversuche.

Stacia. Sie ist der Prototyp der Zicke. Ich fand es schade, dass Stacia so eindimensional blieb. Von Anfang bis Ende war sie die gemeine, eingebildete Zicke, die alle Klischees bedient: Gutaussehend, reich, unfreundlich, oberflächlich und egoistisch, damit man als Leser auch kein Problem damit hat, dass Hartley ihr den Laufpass gibt und sie Platz für Corey macht. Einziger Lichtblick: Ziemlich am Ende, als sie Corey zuzwinkert und damit mal aus ihrem Klischeeverhalten ausbricht. Allerdings hatte ich mich gefragt, warum sie sich so verhalten hat. Vorher hatte sie Corey gar nicht erst wahrgenommen und dann plötzlich doch? Weil es netter ist für das Happy End? War sie gar nicht gekränkt? Aus ihrem Klischee-Sumpf hat es sie für mich jedenfalls nicht mehr gezogen. Schade- wäre sie etwas vielschichtiger gestaltet, hätte es der ganzen Geschichte gutgetan. Ein bisschen tiefere Gefühle, Drama und die Möglichkeit, als Leser richtig mitzufühlen, hat mir hier so oft gefehlt.

Auch Bridger ist mit wenig Fassetten ausgestattet, genauso wie Coreys Eltern, ihr Bruder oder Hartleys Mutter und vor allem sein Vater. Hier hätte ich mir ein bisschen mehr Tiefe für die Nebencharaktere gewünscht. Einzig Dana fand ich greifbar. Mit ihrem Hintergrund und ihren Interessen wurde sie realer, als alle anderen.

Was ich super schade fand: Adam und Corey nennen sich die ganze Zeit bei ihren Nachnamen. Corey sagt, sie macht das, weil es alle machen. Adam nennt als Grund, dass er nicht wollte, dass aus Corey mehr wird, als aus den Jungs vom Eishockey. Spätestens, als er und Corey ein Paar sind, hätte er doch dann anfangen können, sie beim Vornamen zu nennen, denn dann waren sie definitiv mehr. Wer nennt denn seinen Freund beim Nachnamen? Erstrecht, wenn er so einen schönen Vornamen hat. Dadurch, fand ich, entstand gar keine Nähe und Vertrautheit zwischen Adam und Corey.

Auch fand ich ihre Liebesgeschichte etwas zu holprig. Corey entschließt ziemlich schnell, dass sie mehr will von Adam als nur Freundschaft. Adam versteht erstmal lange gar nichts, dann trennt er sich endlich von seiner zickigen Freundin und prompt zieht er Corey in sein Bett. Hatte eigentlich keiner ein schlechtes Gewissen wegen Stacia? Insbesondere in „der verrücktesten Nacht“? Hier hat mir ein bisschen das Hin und Her gefehlt, die Entwicklung von Gefühlen und Zuneigung. Ich hatte eher das Gefühl, als sei alles plötzlich da gewesen, dabei ist es doch die langsame Entwicklung der Liebesgeschichte, die man als Leser erleben möchte.

Adam hat zudem interessante Anreden für seine Freundinnen. Stacia redet er mit „Heißer Feger“ an, Corey mit „Schönste“. Beim Lesen wollte ich das Buch in diesen Momenten am liebsten vor die nächste Wand schmeißen. Ich könnte keinen Mann ernst nehmen, der mich so anspricht.

Veröffentlicht am 15.04.2018

Super Grundidee

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Kommen wir zuerst zum Cover des Buches. Ich bin immer wieder unglaublich begeistert von den LYX - Covern. Auch bei diesem Buch hat sich der Verlag wieder richtig viel mühe gegeben. Hut ab!

Der Klappentext ...

Kommen wir zuerst zum Cover des Buches. Ich bin immer wieder unglaublich begeistert von den LYX - Covern. Auch bei diesem Buch hat sich der Verlag wieder richtig viel mühe gegeben. Hut ab!

Der Klappentext hat mich sofort angesprochen. Nachdem ich auch noch die Leseprobe zu dem Buch gelesen hatte, war ich sofort hin und weg. Ich musste mich einfach für die Leserunde bewerben, und siehe da: Ich war dabei.
Natürlich habe ich mich riesig darüber gefreut, aber vielleicht hatte ich auch zu hohe Erwartungen an das Buch. Aber die Grundidee, mit einer Behinderten Protagonistin fand ich sehr spannend, eben weil es auch im echten Leben viele Leute mit Behinderungen und Handicaps gibt und ich wollte unbedingt wissen, wie die Autorin das umsetzt.

Ich fange mal mit den beiden Protagonisten an: Corey und Hartley.
Mir hat es sehr gut gefallen, dass man in diesem Buch aus zwei Seiten lesen konnte.
So konnte ich versuchen zu verstehen wie jemand, wie Corey mit einer Behinderung durchs Leben "geht" (ist nicht das passende Wort, aber du weißt bestimmt, wie ich das meine).
Was ich gut fand, war eine Stelle in der Corey einem Mädchen aus Versehen in die Hacken gefahren ist. Es wurde beschrieben, wie das Mädchen sich sauer umgedreht hat und als sie Corey im Rollstuhl entdeckt hat, machte sie einen erschrockenes Gesicht und hat sich bei Corey entschuldigt.
Daraufhin hat sich die Protagonistin darüber beschwert, dass sie immer mit Samthandschuhen angefasst wird und ihr das ganz und gar nicht passt.
Mit Hartley bin ich nicht ganz warm geworden und leider kann ich nicht so genau sagen woran das lag.
Seinen Humor fand ich super, aber irgendwas hat mich dann doch an ihm gestört.
Vielleicht die Tatsache, dass er - für meine Verhältnisse - zu viele Sprüche geklopft hat. Eine genaue Antwort kann ich aber leider nicht geben.
Immerhin hat er mich oft genug unterhalten und mich auch das ein oder andere mal zum schmunzeln gebracht.

Jetzt kommt auch leider schon der unschöne Teil: die Kritik.
Meiner Meinung nach ist das Buch im großen und ganzen echt gut, aber ich habe so das Gefühl es ist wieder ein Buch, was zu sehr in den Himmel gelobt wird.
Die Grundidee der Autorin ist einfach super, aber dementsprechend nicht wirklich gutumgesetzt.
Was mich besonders an diesem Buch gestört hatte, war die Oberflächlichkeit des Schreibstils.
Man hat zwar erfahren, dass Corey unbeschreiblich in Hartley verschossen war, aber so genau hat man auch nichts über ihre Gefühlswelt erlesen können. Die Emotionen haben mir hier sehr gefehlt!
Dazu kommt (Achtung Spoiler), dass Hartleys Freundin ihn im Ausland betrügt und ihn das überhaupt nicht interessiert. Im Gegenteil. In dem Moment benutzt er auch noch Corey als Ablenkung und das geht in meinen Augen gar nicht. Corey wusste zwar worauf sie sich einlässt, trotzdem hätte dieser Part nicht sein müssen.
Was mich außerdem gestört hat war, dass Hartley nur über seine Freundin geschwärmt hat, wenn sie da war oder sie kurz Erwähnt wurde.



Ein Buch mit einer tollen Grundidee, die leider nicht gut durchdacht wurde.
Als ich das Buch zu Ende gelesen hatte, habe ich zu meiner Mutter gesagt:
"Kein Wunder, dass das Buch nur knapp 311 Seiten hat."
Nachdem sie mich gefragt hat, wie das Buch war.

Man hätte die Emotionen besser ausschreiben können und generell etwas tiefgründiger an die Sache rangehen können, sodass man mehr über die Charaktere erfahren könnte und etwas mehr und eine bessere Geschichte gehabt hätte.

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Veröffentlicht am 14.04.2018

verschenktes Potenzial ~ typisch New Adult ~ (scheinbare) Diversität

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Auf die neue Reihe von Sarina Bowen habe ich mich seit über einem halben Jahr gefreut und konnte es überhaupt nicht erwarten, in die Geschichte von Corey und Adam einzutauchen. Denn eine Geschichte mit ...

Auf die neue Reihe von Sarina Bowen habe ich mich seit über einem halben Jahr gefreut und konnte es überhaupt nicht erwarten, in die Geschichte von Corey und Adam einzutauchen. Denn eine Geschichte mit diesem Schicksal habe ich in der Form noch nicht gelesen und so hatte ich auch wirklich hohe Erwartungen.

Corey sitzt seit einem Unfall beim Eishockey im Rollstuhl. Trotzdem will sie ihr Stipendium auf dem Harkness College, wo auch ihr Bruder studiert hat, nicht aufgeben. Dort trifft sie auf Adam, der ebenfalls durch einen Unfall auf Krücken angewiesen ist und deshalb kurzerhand im selben Wohnheim einquartiert wird. Doch auch wenn sich Corey und Adam besser verstehen als alle anderen, kann aus ihnen nicht mehr als Freunde werden...

Corey ist sehr sympathisch, freundlich und eine starke Protagonistin. Sie hasst Mitleid und möchte am liebsten alles alleine schaffen und niemals um Hilfe bitten. Dadurch blieb sie für mich etwas blass und undurchsichtig, was aber auch mit der Geschichte im Allgemeinen zusammen hängen könnte. Leider tritt sie anderen Menschen sehr mit Vorurteilen gegenüber und ihre Sichtweise ist sehr oberflächlich, was meiner Meinung nach Null zu einem Charakter wie Corey passt.
Adam ist der coole Sportlertyp und doch steckt viel mehr in ihm. Er ist sensibel, hilfsbereit und hat leider leider eine für dieses Genre typische Freundin: reich, wunderschön und zickig.
Dana, Coreys Mitbewohnerin, mochte ich ebenfalls unheimlich gerne. Sie behandelt Corey ganz normal und macht einfach kein großes Ding daraus, dass ihre Mitbewohnerin und Freundin im Rollstuhl sitzt.

Der Schreibstil von Sarina Bowen ist wie gewohnt sehr flüssig und die Geschichte lässt sich auch relativ schnell lesen. Sie ist abwechselnd aus der Sicht von Corey und Adam in der Ich-Perspektive geschrieben, wobei ich sagen muss, dass ich hier beim Schreibstil keinen wirklichen Unterschied feststellen konnte - und gerade das macht meiner Meinung nach einen gelungenen Perspektivenwechsel aus.
Leider scheint sich die Autorin nicht groß mit dem Thema Behinderung auseinander gesetzt zu haben. Denn außer der Protagonistin im Rollstuhl liest sich dieser Roman wie jeder andere. Mir haben Informationen und Einblicke in Coreys Leben und ihre Lebensweise sowie Hürden und Schwierigkeiten gefehlt und insgesamt einfach eine Auseinandersetzung mit dem Thema selbst. Auch das Ende hat mir eher weniger zugesagt. Es war einfach zu schnell und vor allem zu viel Happy End auf einmal.

Insgesamt hätte ich mir mehr Details, mehr Emotionen und mehr Tiefe gewünscht. Auch die Anziehung und Annäherung zwischen den Protagonisten ist bei mir nicht wirklich angekommen. Der Roman hat mir gut gefallen, ist aber eben doch nur wie jedes andere Buch in diesem Genre und noch dazu ziemlich oberflächlich. Da ich mich so sehr auf die Geschichte von Corey gefreut habe, wurde ich leider etwas enttäuscht. Den zweiten Band werde ich wahrscheinlich trotzdem lesen, da ich Bridger, Adams besten Freund, ziemlich cool fand...

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Veröffentlicht am 11.04.2018

Nette Geschichte mit einer ungewöhnlichen Protagonistin

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Zum Inhalt:
Corey hat sich durch einen Sportunfall schwer verletzt und sitzt nun im Rollstuhl. Trotzdem hat sie sich gegen ihre Eltern durchgesetzt und geht auf's College. Gleich am ersten Tag begegnet ...

Zum Inhalt:
Corey hat sich durch einen Sportunfall schwer verletzt und sitzt nun im Rollstuhl. Trotzdem hat sie sich gegen ihre Eltern durchgesetzt und geht auf's College. Gleich am ersten Tag begegnet sie Adam, der durch ein Gipsbein ebenfalls gehandicapt ist - zumindest vorübergehend. Die beiden verstehen sich auf Anhieb sehr gut - als Freunde ...

Meine Meinung:

Der Schreibstil der Autorin hat es mir leicht gemacht, in das Buch reinzukommen. Mir hat besonders gefallen, dass die Geschichte sowohl aus der Sicht von Corey, als auch aus der von Adam erzählt wird. So kann man als Leser manche Szenen aus zwei verschiedenen Blickwinkeln betrachten.

Die Protagonisten scheinen bis in die Nebenrollen Geheimnisse / Probleme mit sich herumzutragen, die im weiteren Verlauf mehr oder weniger aufgedeckt bzw. gelöst werden.

Manche Begebenheiten empfand ich als zuviel und auch das Ende war doch sehr "weichgespült". Aber alles in allem eine nette Lektüre für "zwischendurch", die sich von ähnlichen Stories dadurch unterscheidet, dass die Hauptfigur im Rollstuhl sitzt. Allerdings werde ich den zweiten Teil nicht lesen.

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