Nicht was ich erwartet habe
Durch eine längere Leseprobe habe ich die ersten 50 Seiten des Buches lesen können bevor ich es gekauft habe und es war mein erstes Buch von der Autorin. Ich bin ein großer Fan von Neuinterpretationen ...
Durch eine längere Leseprobe habe ich die ersten 50 Seiten des Buches lesen können bevor ich es gekauft habe und es war mein erstes Buch von der Autorin. Ich bin ein großer Fan von Neuinterpretationen unterschiedlicher Mythen und die Geschichte laut Buchrücken klang vielversprechend. Der Schreibstil auf den ersten Seiten hat mir sehr gut gefallen und bleibt auch sehr angenehm zu lesen über das ganze Buch. Ein wenig haben mir schon an Anfang ein paar Infos zu der Welt in der man ist gefehlt, da die Welt mit Social Media recht modern wirkt, man aber keine Ahnung wirklich hat wo in etwa der Ort liegt.
Nachdem Kauf habe ich sofort angefangen zu lesen und auf den ersten 100 Seiten lernt man die Charaktere weiter kennen und Hades wirkt nicht annähernd einschüchternd auf mich, er ist sofort sehr fürsorglich und in den Kapiteln aus seiner Sicht trifft man eher einen unsicheren Charakter der sich hinter einer Scharade versteckt und naja auf Sex in der Öffentlichkeit steht. Persephone ist zerrissen, weil sie sich den Machtspielen entziehen will und obwohl sie ein kleines Dummerchen darstellt, scheint sie doch abenteuerlustiger zu sein als man denkt, aber die Charakterentwicklung bleibt wie die ganze Geschichte leider sehr hinter den Möglichkeiten zurück.
Das die Anziehungskraft der beiden dargestellt werden soll ist klar und wichtig, auch für das Ende der Geschichte. Ob es dabei aber um die 250 Seiten braucht in denen kaum etwas im Bereich der größeren Handlung passiert und Hades und Persephone fast nichts anderes tun als Sex zu haben, ist für mich eher fraglich. Ich habe kein Problem mit expliziten Szenen und wenn sie für die Story, wie hier, wichtig sind und gut geschrieben sind gefallen sie mir auch, aber hier ist es für meinen Geschmack viel zu viel. An sich geht es um einen Zeitraum von 4 Wochen in denen die beiden kaum etwas anderes tun als auf unterschiedliche weisen Sex zu haben, wobei es auch einige Wiederholungen gibt und ihr Gegner Zeus tut nichts. Das ist mir nicht ganz logisch, vor allem da man ihn ja damit reizen will und er ein Hitzkopf sein soll, die einzige die etwas tut ist Demeter als Mutter von Persephone. Das Ende wird dann auf 50 Seiten mit einem Brecheisen herbei geführt, damit die beiden auf den letzten 5 Seiten nochmal öffentlichen Sex haben können.
Ich hatte auf mehr Story und eine besser ausgearbeitete Welt gehofft und wurde hier leider enttäuscht, da ich etwas anderes erwartet habe aufgrund des Beginns des Buches.